Unwetter

Schneechaos in Baden-Württemberg: Frau gestorben

Auch im Südwesten Deutschlands - wie hier in Freiburg - sorgten starke Schneefälle für Verkehrschaos.

Auch im Südwesten Deutschlands - wie hier in Freiburg - sorgten starke Schneefälle für Verkehrschaos.

Bild: Philipp von Ditfurth, dpa

Auch im Südwesten Deutschlands - wie hier in Freiburg - sorgten starke Schneefälle für Verkehrschaos.

Bild: Philipp von Ditfurth, dpa

Das Winterwetter macht es den Menschen in Baden-Württemberg schwer. Straßen werden gesperrt, Fahrzeuge bleiben stecken und Bäume stürzen um. Eine Frau stirbt.
Auch im Südwesten Deutschlands - wie hier in Freiburg - sorgten starke Schneefälle für Verkehrschaos.
dpa
15.01.2021 | Stand: 10:06 Uhr

Starke Schneefälle haben in der Region um Freiburg in der Nacht zum Freitag nach Angaben eines Polizeisprechers für chaotische Verhältnisse im Verkehr gesorgt. Straßen wurden gesperrt, Bäume stürzten auf Fahrbahnen und Autos blieben stecken, wie die Polizei mitteilte. Nahe Wittlingen bei Lörrach wurde eine Fußgängerin von einem umstürzenden Baum getroffen, der wohl unter der Schneelast zusammenbrach. Die Frau starb kurze Zeit später an ihren Verletzungen im Krankenhaus.

Die 72-Jährige war mit ihrem Hund spazieren, als der Baum sie traf, wie die Polizei mitteilte. Ihr Sohn fand sie am späten Donnerstagabend in einem Wald. Die stark unterkühlte Frau konnte zunächst von Polizisten reanimiert werden - starb jedoch später im Krankenhaus.

Lawinengefahr im Schwarzwald

Auf der B317 mussten Dutzende Lastwagenfahrer im Bereich Stühlingen die Nacht in ihren Fahrzeugen verbringen - die Straßen konnten nicht mehr ausreichend von den Schneemassen befreit werden. Es staute sich teilweise bereits im Schwarzwald-Baar-Kreis und setzte sich bis in den Landkreis Waldshut fort. (Lesen Sie auch: Mit dem Quad! BRK-Helfer versorgen 200 Autofahrer im Stau mit Tee und Müsliriegeln)

Im Schwarzwald bestand aufgrund der Schneemassen in einigen Teilen Lawinengefahr. Aufgrund der Gefahr eines Erdrutsches musste im Landkreis Emmendingen eine Straße gesperrt werden. Vereinzelt fielen Bäume auf parkende Autos und verursachten Sachschäden. Die Polizei warnte eindringlich davor, die Gefahr, die von den Schneemassen ausgeht, nicht zu unterschätzen. Zahlreiche Bäume drohten unter der Last zu brechen. Auch vor Dachlawinen warnte die Polizei. Auch in den bayerischen Alpen herrscht Lawinengefahr - teils mit Lawinenwarnstufe vier von fünf.

Verkehrsunfälle im Saarland

Auch im Saarland gab es zahlreiche Verkehrsunfälle. Mehr als 20 witterungsbedingte Unfälle habe es von Donnerstagabend bis zum frühen Freitagmorgen gegeben, sagte ein Sprecher der Polizei. Es sei bei Blechschäden geblieben.

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Die Polizei warnt eindringlich davor, die Gefahr, die von den Schneemassen ausgeht, zu unterschätzen. Zahlreiche Bäume drohen unter der Last zu brechen und stellen eine tödliche Gefahr dar.

Schnee und Glätte sorgten auch im Saarland für zahlreiche Verkehrsunfälle. Mehr als 20 witterungsbedingte Unfälle habe es von Donnerstagabend bis zum frühen Freitagmorgen gegeben, sagte ein Sprecher der Polizei. Es sei bei Blechschäden geblieben. Verletzte gab es demnach nicht.

Ein 20 Jahre alter Fahranfänger in Sankt Ingbert habe etwa auf verschneiter Fahrbahn die Kontrolle über sein Auto verloren und sei in einen parkenden Wagen gekracht, teilte die Polizei mit. Augenzeugen sollen beobachtet haben, wie der 20-Jährige am späten Donnerstagabend hupend beschleunigte und auf der Straße driftete.

Auch am Freitagmorgen warnt der Deutsche Wetterdienst (DWD) hier weiter vor Glättegefahr durch Reif und teils überfrierendes Schmelzwasser.

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