Reisen in der Pandemie

Corona-Pandemie belastet weiter Erholung der Tourismusbranche

Die Tourismusbranche erholt sich nur langsam von der Corona-Pandemie.

Die Tourismusbranche erholt sich nur langsam von der Corona-Pandemie.

Bild: Clara Margais/dpa (Symbolbild)

Die Tourismusbranche erholt sich nur langsam von der Corona-Pandemie.

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Sommer ist Reisezeit. Doch von dem Niveau vor der Corona-Krise ist die Tourismusbranche noch weit entfernt.
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dpa
12.08.2021 | Stand: 12:14 Uhr

Die Corona-Pandemie setzt der Tourismusbranche weiter zu. Der Frankfurter Flughafen arbeitete sich im Ferienmonat Juli zwar weiter aus dem Tief. Der weltgrößte Reisekonzern Tui rechnet aber mit einem schwächeren Sommergeschäft als bislang.

Das Reiseangebot in den wichtigsten Urlaubsmonaten soll nun nur noch 60 Prozent des Vorkrisenniveaus von 2019 erreichen, wie der Konzern am Donnerstag mitteilte. Im Mai hatte Tui-Chef Fritz Joussen noch 75 Prozent angepeilt.

Anstieg von Reisebuchungen in den vergangenen Wochen

Tui berichtete allerdings von einem starken Buchungsanstieg in den vergangenen Wochen. Insgesamt zählt der Konzern bisher rund 4,2 Millionen Buchungen für den Sommer. Die Preise lägen dabei im Schnitt neun Prozent höher als im Sommer 2019.

Im vergangenen Quartal konnte Tui den Verlust eindämmen. Mit 935 Millionen Euro lag das Minus gut ein Drittel niedriger als im ersten Corona-Lockdown ein Jahr zuvor. Damals war das Geschäft wegen der Reisebeschränkungen fast vollständig zusammengebrochen.

Die Fluggastzahl am größten deutschen Airport Frankfurt erreichte im Ferienmonat Juli mit knapp 2,85 Millionen den höchsten Wert seit Beginn der Pandemie, wie der Betreiber Fraport mitteilte. Das waren mehr als doppelt so viele Reisende wie ein Jahr zuvor, aber immer noch 59 Prozent weniger als vor Beginn der Krise im Juli 2019. Fracht und Luftpost legten im Vergleich zu Juli 2020 um 31 Prozent auf mehr als 192 200 Tonnen zu.

Fraport steigert Passagierzahlen im Vergleich zum Vorjahr etwas

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Für dieses Jahr rechnet Fraport-Chef Stefan Schulte in Frankfurt mit "unter 20 bis 25 Millionen" Fluggästen. 2020 war die Passagierzahl auf weniger als 19 Millionen eingebrochen, nachdem der Flughafen 2019 mit mehr als 70 Millionen ein Rekordjahr verzeichnet hatte. Schulte erwartet dieses Niveau erst in den Jahren 2025 oder 2026 wieder.

Auch nach Einschätzung des Bundesverbandes der Deutschen Luftverkehrswirtschaft braucht es einen langen Atem. In diesem Jahr könnte ein Drittel der Verkehrsleistung von 2019 erreicht werden, sofern sich die jüngste Erholung fortsetzt, erklärte der Verband unlängst. Bei weiteren Impfungen, zurückgehenden Reisebeschränkungen und einer robusten Konjunktur seien im kommenden Jahr 80 Prozent der Vorkrisen-Zahlen drin. "Das Niveau von 2019 würde hingegen erst auf Höhe von 2025 erreicht werden."

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