Börse

Corona-Sorgen schicken den Dax auf Talfahrt

Die Furcht vor der Ausbreitung der Delta-Variante des Coronavirus in vielen Ländern hat auf dem deutschen Aktienmarkt einen Kursrutsch ausgelöst.

Die Furcht vor der Ausbreitung der Delta-Variante des Coronavirus in vielen Ländern hat auf dem deutschen Aktienmarkt einen Kursrutsch ausgelöst.

Bild: Boris Roessler/dpa (Symbolbild)

Die Furcht vor der Ausbreitung der Delta-Variante des Coronavirus in vielen Ländern hat auf dem deutschen Aktienmarkt einen Kursrutsch ausgelöst.

Bild: Boris Roessler/dpa (Symbolbild)

Die Furcht vor der Ausbreitung der Delta-Variante des Coronavirus in vielen Ländern hat auf dem deutschen Aktienmarkt einen Kursrutsch ausgelöst.
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dpa
19.07.2021 | Stand: 15:21 Uhr

Falls die Delta-Mutation des Coronavirus auf dem Vormarsch bleiben sollte, könnte Experten zufolge die globale Wirtschaftserholung in Gefahr geraten. Der Leitindex Dax weitete am Montag seine jüngsten Verluste deutlich aus und sackte auf das Niveau von Mai ab.

Bis zum frühen Nachmittag knickte der Dax um 2,53 Prozent auf 15 146,61 Punkte ein. Er steuerte auf den größten prozentualen Tagesverlust dieses Jahres zu. Am Mittwoch hatte der Dax mit 15 810 Punkte einen Rekordstand erreicht, dann jedoch gedreht und auf Wochensicht rund ein Prozent verloren. Auch an der Wall Street haben sich die Indizes jüngst von ihren historischen Bestmarken entfernt.

Der MDax fiel am Montag um 1,92 Prozent auf 33 788,82 Zähler. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 sackte um 2,5 Prozent ab.

Unter der Nervosität der Anleger litten europaweit unter anderem die Aktien aus der Reise- und Freizeitbranche. Neue coronabedingte Einschränkungen im internationalen Flugverkehr würde diesen Bereich besonders hart treffen.

Aktien aus der Reise- und Freizeitbranche verlieren besonders stark

Im MDax verloren die Papiere der Lufthansa und die Anteilsscheine des Flugzeugbauers Airbus jeweils rund fünf Prozent. Im Dax büßten die Aktien des Triebwerkherstellers MTU knapp fünf Prozent ein. In den hinteren Börsenreihen ging es für die Papiere des Tourismuskonzerns Tui um mehr als fünf Prozent nach unten.

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Zudem machten die Anleger einen Bogen um die besonders konjunktursensiblen Stahlwerte: So fielen Thyssenkrupp und Klöckner & Co um jeweils rund sechs Prozent.

Im Dax verzeichneten alle 30 Werte Verluste. Einbußen von rund fünf Prozent mussten die Aktionäre von RWE hinnehmen. Die Flutkatastrophe in Nordrhein-Westfalen hat auch das Kohlekraftwerk Weisweiler und andere Standorte des Energiekonzerns getroffen. Das Unternehmen schätzt die Schäden auf einen mittleren zweistelligen Millionenbetrag.

Der Euro litt ebenfalls unter der wachsenden Corona-Verunsicherung und notierte zuletzt bei 1,1773 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs am Freitag auf 1,1802 Dollar festgesetzt.

Auf dem deutschen Anleihenmarkt fiel die Umlaufrendite von minus 0,41 Prozent am Freitag auf minus 0,43 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,09 Prozent auf 145,77 Punkte. Der Bund-Future legte um 0,25 Prozent auf 175,44 Punkte zu.