Bruttoinlandsprodukt 2021

Deutsche Wirtschaft erholt sich langsamer von Corona als erhofft

Im Gesamtjahr 2020 war das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland coronabedingt um 4,9 Prozent gesunken. Experten rechneten für dieses Jahr mit einem Aufschwung, doch dieser ist tatsächlich nicht so hoch wie angenommen.

Im Gesamtjahr 2020 war das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland coronabedingt um 4,9 Prozent gesunken. Experten rechneten für dieses Jahr mit einem Aufschwung, doch dieser ist tatsächlich nicht so hoch wie angenommen.

Bild: Matthias Balk, dpa (Archivbild)

Im Gesamtjahr 2020 war das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland coronabedingt um 4,9 Prozent gesunken. Experten rechneten für dieses Jahr mit einem Aufschwung, doch dieser ist tatsächlich nicht so hoch wie angenommen.

Bild: Matthias Balk, dpa (Archivbild)

Die Wirtschaft in Deutschland wächst nach dem Corona-Jahr 2020 nicht so kräftig wie erwartet. Ein Problem sind vor allem die Lieferengpässe bei Rohstoffen.
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dpa
14.10.2021 | Stand: 14:29 Uhr

Der Aufschwung in Deutschland fällt in diesem Jahr aus Sicht führender Wirtschaftsforschungsinstitute geringer aus als zunächst erwartet. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur wird in einer neuen Prognose ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts in Deutschland von 2,4 Prozent erwartet. Die sogenannte Gemeinschaftsdiagnose wird am Donnerstagvormittag in Berlin vorgelegt.

Im Frühjahr hatten die führenden Wirtschaftsinstitute noch damit gerechnet, dass nach dem coronabedingten Einbruch der Wirtschaft 2020 das Bruttoinlandsprodukt in diesem Jahr um 3,7 Prozent zulegt. Im Gesamtjahr 2020 war das Bruttoinlandsprodukt um 4,9 Prozent gesunken.

Wirtschaft in Deutschland: Lieferschwierigkeiten belasten deutschen Export

Die deutsche Wirtschaft wird derzeit vor allem von Lieferengpässen bei Rohstoffen und Vorprodukten belastet. Mehrere Ökonomen sowie Wirtschaftsverbände hatten deswegen in den vergangenen Wochen ihre Prognosen heruntergeschraubt.

Die Menschen in Deutschland mussten im vergangenen Jahr coronabedingt tiefer in die Tasche greifen. Das deutsche Wirtschaftswachstum 2021 hat sich laut Prognosen führender Wirtschaftsexperten erholt - allerdings nicht so hoch, wie erhofft.
Die Menschen in Deutschland mussten im vergangenen Jahr coronabedingt tiefer in die Tasche greifen. Das deutsche Wirtschaftswachstum 2021 hat sich laut Prognosen führender Wirtschaftsexperten erholt - allerdings nicht so hoch, wie erhofft.
Bild: Fernando Gutierrez-Juarez, dpa (Symbolbild)

Die Lage belastet auch den wichtigen deutschen Export, der im August an Schwung verloren hatte. Erstmals seit Mai 2020 lieferten die Unternehmen weniger ins Ausland als in einem Vormonat, wie das Statistische Bundesamt am vergangenen Freitag auf Basis vorläufiger Daten mitgeteilt hatte. Allerdings lagen die Exporte immer noch über dem Vorkrisenniveau von Februar 2020.

"Steigende Frachtpreise und ein Mangel an Containern erschweren das internationale Geschäft und lassen die Preise für alle Marktakteure in die Höhe steigen", hatte der Präsident des Außenhandelsverbandes BGA, Dirk Jandura, die aktuelle Lage beschrieben. Zugleich mache den Unternehmen die Rohstoffknappheit zu schaffen. (Lesen Sie auch: Hohe Inflation in Deutschland: Verdi fordert zum Ausgleich mehr Geld für Arbeitnehmer)

Für 2022 rechnen Wirtschaftsexperten mit einem höherem Wachstum

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Wirtschafts-Prognose

Corona und Lieferengpässe bremsen Wirtschaft - doch 2022 soll es wieder stark bergauf gehen

Der Industrieverband BDI hatte erklärt: "Probleme in globalen Lieferketten, hohe Logistikkosten und ungeklärte Handelsstreitigkeiten verdunkeln den Konjunkturhimmel und haben in der Folge massive Auswirkungen auf die Exporte."

Für das kommende Jahr rechnen die führenden Wirtschaftsinstitute nach dpa-Informationen mit einem kräftigeren Wachstum, und zwar von 4,8 Prozent. In ihrer Frühjahrsprognose gingen die Institute von einem Plus von 3,9 Prozent für 2022 aus.

Die sogenannte Gemeinschaftsdiagnose der Institute wird zweimal im Jahr erstellt, im Frühjahr sowie im Herbst - und zwar vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung, dem Ifo-Institut, dem Institut für Weltwirtschaft, dem Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle und dem RWI - Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Essen. (Lesen Sie auch: Studie: Klimaschutz nur mit massiven Investitionen möglich)