Landwirtschaft

Handelsketten wollen auch bei Milch mehr auf Tierwohl setzen

Große Einzelhandels-Ketten wollen bei Kuhmilch auf mehr Tierwohl setzen.

Große Einzelhandels-Ketten wollen bei Kuhmilch auf mehr Tierwohl setzen.

Bild: Christin Klose, dpa (Symbolbild)

Große Einzelhandels-Ketten wollen bei Kuhmilch auf mehr Tierwohl setzen.

Bild: Christin Klose, dpa (Symbolbild)

Immer mehr große Handelsketten in Deutschland wollen schrittweise Milch aus wenig tiergerechter Haltung aus ihren Kühlregalen verbannen.
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dpa
13.01.2022 | Stand: 12:09 Uhr

Nach dem Edeka-Verbund kündigten am Donnerstag auch die Discounter Aldi Nord und Aldi Süd an, in absehbarer Zeit bei ihren Eigenmarken vollständig auf Milch verzichten zu wollen, bei deren Herstellung nur die gesetzlichen Mindestanforderungen an die Tierhaltung erfüllt werden. Die Umstellung soll bis 2024 erfolgen.

Deutschlands größter Lebensmittelhändler Edeka und dessen Discountkette Netto haben sich sogar das Ziel gesetzt, diesen Schritt schon in diesem Jahr zu gehen, wie sie Anfang der Woche mitteilten. Weitere Milch- und Molkereiprodukte sollen folgen. (Lesen Sie auch: Moderne Technik für mehr Milch? Landwirt gaukelt Kühen mit VR-Brille grüne Wiesen vor)

Lebensmittelhändler wollen bei Kuhmilch auf mehr Tierwohl setzen

Der Hintergrund: Alle großen Lebensmittelhändler in Deutschland haben in den vergangenen Wochen angekündigt, die bis zum Jahreswechsel nur bei Fleisch und Fleischwaren verwendete vierstufige Haltungskennzeichnung 2022 auch bei Milch- und Molkereiprodukten einzuführen. Mit ihren vier Stufen - 1: Stallhaltung, 2: Stallhaltung plus, 3: Außenklima, 4: Premium - ermöglicht sie es Verbraucherinnen und Verbrauchern, beim Einkauf auf den ersten Blick zu erkennen, wie hoch das Tierwohl-Niveau bei der Haltung der Nutztiere ist.

Die Aldi-Nord-Managerin Tanja Hacker hielt fest: "Die Entwicklung der letzten Jahre zeigt: Die Nachfrage nach Tierwohl-Produkten wächst stetig." Spätestens bis 2030 soll nach ihren Angaben die gesamte Eigenmarken-Milch bei Aldi aus den Haltungsformen 3 und 4 stammen. (Lesen Sie auch: Mehr Geld für mehr Tierwohl: Wie um die Fleischpreise gerungen wird)

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