Strafzölle

Harley-Davidson kündigt rechtliche Schritte gegen EU-Zölle an

Die Strafzölle der EU setzten dem US-Motorradbauer Harley-Davidson zu. Dagegen möchte die Firma rechtlich vorgehen.

Die Strafzölle der EU setzten dem US-Motorradbauer Harley-Davidson zu. Dagegen möchte die Firma rechtlich vorgehen.

Bild: Robert Michael (Symbolbild)

Die Strafzölle der EU setzten dem US-Motorradbauer Harley-Davidson zu. Dagegen möchte die Firma rechtlich vorgehen.

Bild: Robert Michael (Symbolbild)

Seit Jahren überziehen sich die EU und die USA gegenseitig mit Strafzöllen. Darunter leiden Unternehmen wie der US-Motorradbauer Harley-Davidson.
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dpa
19.04.2021 | Stand: 14:56 Uhr

Der US-Motorradbauer Harley-Davidson will rechtlich gegen höhere EU-Zölle vorgehen. Das kündigte das Unternehmen am Montag in Milwaukee an. Ab Juni würden die Einfuhrzölle auf Motorräder des Unternehmens von 31 Prozent auf 56 Prozent steigen, sagte Harley-Chef Jochen Zeitz. "Dies ist eine beispiellose Situation und unterstreicht die sehr realen Schäden eines eskalierenden Handelskriegs", so Zeitz weiter.

Strafzölle zwischen den USA und Europa setzen Harley-Davidson stark zu

Die USA und die EU überziehen sich seit Jahren gegenseitig mit Strafzöllen, was Unternehmen wie Harley-Davidson stark zusetzt. Der Motorradhersteller war in dem vom ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump angezettelten Handelsstreit schon früh zwischen die Fronten geraten. Wegen Produktionsverlagerungen ins Ausland gab es im US-Heimatmarkt zeitweise sogar Boykottaufrufe von Trump-Anhängern. Trotz des US-Regierungswechsels gerät Harley nun weiter unter Druck.

Die kommenden EU-Zollerhöhungen gelten laut Zeitz für die gesamte Produktpalette seines Unternehmens - unabhängig davon, von wo die Fahrzeuge stammen. Dies würde Harley-Davidson vom Wettbewerb auf dem europäischen Markt ausschalten, klagt der Vorstandschef. Immerhin liefen die Geschäfte der Motorrad-Ikone im ersten Quartal wieder rund. Der Gewinn stieg im Jahresvergleich um über 270 Prozent auf 259 Millionen Dollar, der Umsatz um zehn Prozent auf 1,4 Milliarden.

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