Smartphone zum Falten

Samsung bringt neues Falt-Smartphone Modell "Fold" auf den Markt

Der Start des faltbaren Smarphones von Samsung ist vor einem Jahr alles andere als erfolgreich gewesen. Doch das südkoreanische Unternehmen möchte es mit einer überarbeiteten Version noch einmal versuchen.

Der Start des faltbaren Smarphones von Samsung ist vor einem Jahr alles andere als erfolgreich gewesen. Doch das südkoreanische Unternehmen möchte es mit einer überarbeiteten Version noch einmal versuchen.

Bild: Simon Nagel/dpa (Archivbild)

Der Start des faltbaren Smarphones von Samsung ist vor einem Jahr alles andere als erfolgreich gewesen. Doch das südkoreanische Unternehmen möchte es mit einer überarbeiteten Version noch einmal versuchen.

Bild: Simon Nagel/dpa (Archivbild)

Der Start der faltbaren Smartphones von Samsung vor einem Jahr ist nicht geglückt. Dennoch hält der Konzern an dem Produkt fest: mit einem neuen Modell.

Der Start des faltbaren Smarphones von Samsung ist vor einem Jahr alles andere als erfolgreich gewesen. Doch das südkoreanische Unternehmen möchte es mit einer überarbeiteten Version noch einmal versuchen.
dpa
01.09.2020 | Stand: 16:21 Uhr

Samsung lässt nicht locker und will faltbare Smartphones am Markt erfolgreich platzieren. Der Marktführer aus Südkorea stellte am Dienstag das Modell Galaxy Z Fold2 5G vor, das sich vor allem durch ein neu gestaltetes Klapp-Scharnier und einem größeren Display auf der Außenseite vom Vorgängermodell unterscheidet. "Wir möchten mit faltbaren Smartphones eine neue Gerätekategorie etablieren", sagte Samsung-Manager Mario Winter. Dabei habe man auf die Rückmeldungen der Kunden gehört, Hardware verbessert und auf Software-Ebene eng mit Partnern wie Google und Microsoft zusammengearbeitet.

Falt-Smartphone ist quadratisch und faltbar

Das Fold ist ausgeklappt so groß wie ein kleiner Tablet-Computer mit einem fast quadratischen Display (7,3 Zoll mit einem Seitenverhältnis von 4 zu 3,2). Die Einführung des ersten Fold-Modells im vergangenen Jahr verlief äußerst holprig und musste im Frühjahr verschoben werden, nachdem sich bei an Journalisten verteilten Testgeräten erhebliche Mängel herausstellten.

Eine Schutzschicht über dem Faltdisplay konnte zu leicht abgezogen werden, was zu einer Beschädigung des Bildschirms führte. In einem anderen Fall gelangten Staubkörner über eine Lücke um das Scharnier des Telefons in die Falte und setzten sich hinter dem Bildschirm ab. Die Gelenke wurden dann zum Marktstart im September 2019 für die Verkaufsversion verbessert.

Neues Falt-Modell soll im September auf den deutschen Markt kommen

In der Neuauflage des Galaxy Fold, die noch in diesem Monat in Deutschland auf den Markt kommen wird, hat Samsung das Konzept für das integrierte Scharnier nochmals überarbeitet. Der nun verwendete sogenannte CAM-Mechanismus wird in ähnlicher Form bereits beim kleineren Klapphandy Galaxy Z Flip eingesetzt, das im vergangenen Februar vorgestellt wurde.

Das kleinere, im Februar vorgestellte Falt-Smartphone-Modell Z Flip lässt sich auf die Größe eines herkömmlichen Telefons aufklappen und ist zusammengefaltet so groß wie eine Puderdose.
Das kleinere, im Februar vorgestellte Falt-Smartphone-Modell Z Flip lässt sich auf die Größe eines herkömmlichen Telefons aufklappen und ist zusammengefaltet so groß wie eine Puderdose.
Bild: Andrej Sokolow/dpa (Archivbild)

Das kompakte Flip lässt sich auf die Größe eines herkömmlichen Smartphones ausfalten. Beim neuen Fold setzt Samsung auch die sogenannte Sweeper-Technologie des Flip, mit der verhindert werden soll, dass Staub und Schmutzpartikel in das Innere des Scharniers gelangen.

Das Flip liegt mit einem Verkaufspreis von gut 1.440 Euro rund 500 Euro unter dem neuen Galaxy Z Fold 5G, das für 1.949 Euro in den Handel kommen wird.

Absatz des Falt-Smartphones sei um 70 Prozent gestiegen

Branchenexperten bezweifeln allerdings, dass sich faltbare Smartphones als neue Produktkategorie dauerhaft etablieren können, wenn auch künftig die Preise so deutlich über der 1.000-Euro-Schwelle liegen. Samsung nennt keine Verkaufszahlen, verweist aber auf hohe Steigerungsraten.

Der Absatz ist demnach vom vierten Quartal 2019 zum ersten Quartal 2020 um "mehr als 70 Prozent" gestiegen und habe im zweiten Quartal 2020 um weitere 30 Prozent zulegt.

(Welche neuen Erfindungen es zum Stat der achten Staffel von "Die Höhle der Löwen" gab, lesen Sie hier.)