Wintersport

2G an Allgäuer Skiliften: Betreiber reagieren erleichtert

Saisonstart in Grasgehren

Die ersten Bahnen und Lifte wie hier in Grasgehren starteten am Wochenende in die Saison.

Bild: Benjamin Liss

Die ersten Bahnen und Lifte wie hier in Grasgehren starteten am Wochenende in die Saison.

Bild: Benjamin Liss

Die Staatsregierung hat die 2G-Plus-Regel für Bergbahnen gekippt. Die Entscheidung sorgt für Erleichterung bei Allgäuer Liftbetreibern.
07.12.2021 | Stand: 18:30 Uhr

Die umstrittene 2G-Plus-Regel für Seilbahnen fällt weg. Die Staatsregierung gab bekannt, dass künftig Geimpfte und Genesene ohne zusätzlichen Testnachweis Ski- oder Snowboardfahren dürfen. Der Wechsel zur 2G-Regel für Skigebiete ist die Reaktion auf die massive Kritik aus den Reihen der Bergbahnbetreiber. Der Verband Deutscher Seilbahnen (VDS) sprach von einem „Todesstoß“ für die Branche. Vermieter und Hoteliers warnten vor einer Stornierungswelle und Umbuchungen von Wintersportlern, weil in Ländern wie Österreich und Italien, aber auch in anderen Bundesländern die 2G-Regel gilt.

Entsprechend groß war die Erleichterung bei den Bergbahnbetreibern: Es sei ein wichtiger Schritt, dass die Regeln für die Seilbahnen in Bayern den Nachbarländern angeglichen worden sei, sagte Jörn Homburg, Sprecher der Oberstdorf-Kleinwalsertal Bergbahnen. „Wir sind der vollen Überzeugung, dass ein Skibetrieb mit 2G sicher möglich ist.“

2G-Plus als Wettbewerbsnachteil gegenüber Österreich

Unklarheit gebe es noch bei der Kapazitätsbegrenzung auf 25 Prozent, die beispielsweise in Sechser-Kabinen nur schwer umsetzbar sei. „Hier hoffen wir noch darauf, dass es eine sinnvolle Regelung geben wird“, sagte Homburg. Für Sessel- und Schlepplifte wurden die Kapazitätsbeschränkungen aufgehoben. „2G-Plus für Bergbahnen wäre ein massiver Wettbewerbsnachteil gewesen“, sagte Oberstdorfs Tourismusdirektor Frank Jost. Er berichtete von Stornierungen und Gästen, die nach Österreich umgebucht hätten. „Deswegen sind wir sehr froh über die Entscheidung.“

Zwar habe man die Testkapazitäten hochgefahren, um den Skibetrieb zu ermöglichen, aber für die Urlauber wäre es sehr umständlich gewesen. Zudem hätte man den Gästen nicht vermitteln können, warum beispielsweise im Zwei-Länder-Skigebiet Fellhorn/Kanzelwand verschiedene Regeln gelten. An der Kanzelwand beginnt am Mittwoch, 8. Dezember der Skibetrieb, das Fellhorn folgt voraussichtlich am 17. Dezember.

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