Wirtschaft im Allgäu

Allgäuer Landwirte fordern: "System Fleisch" muss sich ändern

ARCHIV - 15.11.2019, Sachsen, Leipzig: Schweinefleisch und Rindfleisch liegen in einer Fleischtheke in einem Supermarkt. Unter dem Druck erneuter großer Corona-Ausbrüche in der Schlachtindustrie kommt jetzt aber Bewegung in das Ringen um bessere Bedingungen - auch in den Ställen und gegen einen Dauer-Preiskampf im Supermarkt. «Fleisch ist zu billig», sagte Bundesagrarministerin Klöckner (CDU) am Samstag (20.06.2020) der Deutschen Presse-Agentur. Foto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa +++ dpa-Bildf

Auch im Allgäu soll sich in Sachen Fleischindustrie etwas ändern.

Bild: Jan Woitas/dpa (Symbolbild)

Auch im Allgäu soll sich in Sachen Fleischindustrie etwas ändern.

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Die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft Allgäu (AbL) fordert Ministerin Kaniber auf, das "System Fleisch" zu ändern. Was sie konkret wollen.

02.08.2020 | Stand: 05:55 Uhr

Die Nutztierhaltung in Bayern und speziell im Allgäu müsse auf ein nachhaltiges und umweltverträgliches Maß reduziert werden. Zudem sei eine bäuerliche und tiergerechte Haltung mit fairen Preisen wichtig. Um dieses Ziel zu erreichen, müsse die Landespolitik auch auf die Strukturen in der Schlachtindustrie und der Massentierhaltung grundlegend Einfluss nehmen.

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„Mit halbherzigen Tierhaltungsverbesserungen und einem Herumdoktern an bestehenden Problemen lösen wir nicht die Probleme. Es muss die regionale Lebensmittelverarbeitung und -vermarktung wieder zum Leitbild der Lebensmittelversorgung gemacht und diese mit sinnvollen Lösungen gefördert werden. Wo zum Beispiel immobile Schlachtstätten fehlen, sollten mobile Projekte unterstützt werden“, sagt Herbert Siegel, Biobauer aus Missen im Oberallgäu und zugleich mobiler Schlachtboxpionier.