"Dieselloch Allgäu" beseitigen

Allgäuer Politiker machen Druck: Söder soll Bahnausbau im Allgäu ausweiten

Eine Diesellok fährt auf der Südbahnstrecke von Ulm nach Friedrichshafen unter den neu installierten Oberleitungen durch. Allgäuer Politiker machen Druck beim Bahnausbau.

Eine Diesellok fährt auf der Südbahnstrecke von Ulm nach Friedrichshafen unter den neu installierten Oberleitungen durch. Allgäuer Politiker machen Druck beim Bahnausbau.

Bild: Felix Kästle, dpa (Symbolbild)

Eine Diesellok fährt auf der Südbahnstrecke von Ulm nach Friedrichshafen unter den neu installierten Oberleitungen durch. Allgäuer Politiker machen Druck beim Bahnausbau.

Bild: Felix Kästle, dpa (Symbolbild)

Allgäuer Politiker wollen, dass das "Dieselloch Allgäu" endlich der Vergangenheit angehört. Sie fordern einen Ausbau der Bahn-Elektrifizierung.
04.08.2021 | Stand: 05:30 Uhr

Die Allgäu GmbH und der Regionale Planungsverband machen beim Bahnausbau im Allgäu Druck: In einem gemeinsamen Schreiben fordern beide von Ministerpräsident Markus Söder, die Bahn-Elektrifizierung in der Region auszudehnen.

Elektrifizierung der Bahnstrecke bis Oberstdorf verlängern

Bisher ist geplant, dass nach der Strecke München-Memmingen-Zürich auch Ulm-Kempten elektrifiziert wird. Maria Rita Zinnecker als Aufsichtsratschefin der Allgäu GmbH und Stefan Bosse als Vorsitzender des Planungsverbandes setzen sich nun dafür ein, dass die Elektrifizierung bis Oberstdorf verlängert wird.

Außerdem solle auch die elektrifizierte Strecke über Buchloe bis nach Biessenhofen ausgedehnt werden. Für den Lückenschluss bis Füssen und Pfronten könnten dann künftig Akku-Züge als Alternative eingesetzt werden. (Lesen Sie auch: Mehr als ein Dutzend Triebwagen auf dem Abstellgleis in Kempten sorgen für Gesprächsstoff)

Allgäuer Politiker fordern Machbarkeitsstudie

„Wir sind überzeugt, dass solch eine Kombi-Lösung aus Teil-Elektrifizierung und Akku-Zügen nach heutigem Stand der Technik möglich ist und bitten Sie, eine entsprechende Machbarkeitsstudie zu veranlassen“, heißt es in dem Schreiben an den Ministerpräsidenten.

Zinnecker und Bosse verweisen auf eine Regierungserklärung Söders, in der es darum ging, dass der Schienenverkehr auf klimaneutrale Antriebe umgestellt werden solle und bis 2035 zusätzlich etwa 850 Kilometer Schiene elektrifiziert werden sollten.

Bahnausbau habe "enorme Bedeutung" für das Allgäu

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Mit dem vorgeschlagenen Konzept könne das „Dieselloch Allgäu“ in dem genannten Zeitraum beseitigt werden, argumentieren Zinnecker und Bosse. „Der Bahnausbau hat für die Region enorme Bedeutung“, unterstreicht die Ostallgäuer Landrätin gegenüber unserer Redaktion.

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