Brand in Asylunterkunft

Brand in Asylunterkunft in Buchloe: Asylbewerber waren in Quarantäne

In der Gemeinschaftsunterkunft für Asylbewerber in der Buchloer Löwengrube war am späten Samstagabend das Feuer ausgebrochen.

In der Gemeinschaftsunterkunft für Asylbewerber in der Buchloer Löwengrube war am späten Samstagabend das Feuer ausgebrochen.

Bild: Alexandra Hartmann

In der Gemeinschaftsunterkunft für Asylbewerber in der Buchloer Löwengrube war am späten Samstagabend das Feuer ausgebrochen.

Bild: Alexandra Hartmann

Die 28 Bewohner der Buchloer Asylbewerberunterkunft befanden sich zum Zeitpunkt des Brandes in Corona-Quarantäne. Wo sie jetzt untergebracht sind.
09.11.2020 | Stand: 16:51 Uhr

„Das Löschen war kein Problem“, berichtet Thomas Ogiermann, Kommandant der Buchloer Feuerwehr, von dem Einsatz der 50 Einsatzkräfte beim Brand der Asylbewerberunterkunft in Buchloe am Samstagabend. „Das Problem war, dass die komplette Unterkunft unter Corona-Quarantäne stand“, sagt Ogiermann. Das habe den Einsatz deutlich erschwert, da unklar war, wo die 28 Bewohner der Gemeinschaftsunterkunft, von denen keiner bei dem Brand verletzt wurde, untergebracht werden können.

Aus diesem Grund seien auch deutlich mehr Rettungskräfte als üblich im Einsatz gewesen. Rund 20 Mitarbeiter des Rettungsdienstes versorgten die Asylbewerber während des dreistündigen Einsatzes mit wärmenden Decken und Tee.

Glück im Unglück sei laut Ogiermann gewesen, dass sich die Flammen in dem unbewohnten Raum im oberen Stockwerk der Unterkunft wegen einer Brandschutztür nicht weiter ausbreiten konnten. Trotzdem beläuft sich der entstandene Schaden am Gebäude auf rund 30.000 Euro.

Brandursache unklar - Kaufbeurer Kriminalpolizei ermittelt

Die Kaufbeurer Kriminalpolizei hat den Fall übernommen und ermittelt nun in alle Richtungen zur Brandursache. Laut Dominic Geißler, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Schwaben Süd-West, sei der Auslöser weiterhin unklar – auch ein technischer Defekt könne momentan nicht ausgeschlossen werden. Aufgrund der schweren Brandschäden gestalte sich die Spurensuche jedoch schwierig. Eventuell werde die Kripo auch noch einen Gutachter hinzuziehen. Erfahrungsgemäß können die Ermittlungen aber lange andauern.

Bewohner der Buchloer Gemeinschaftsunterkunft seit 3. November in Quarantäne

Thomas Brandl, Pressesprecher des Ostallgäuer Landratsamtes, teilte mit, dass sich die 28 Bewohner der Buchloer Gemeinschaftsunterkunft seit Dienstag, 3. November, in Corona-Quarantäne befanden.

„Die Personen wurden in einer dezentralen Unterkunft in Marktoberdorf untergebracht, die für Quarantäne-Fälle vorgehalten wurde“, berichtet Brandl. Sowohl die Unterkunft in Buchloe als auch die in Marktoberdorf sind landkreiseigene Einrichtungen. Den Umzug der Personen nach dem Brand habe das Ostallgäuer Landratsamt in Abstimmung mit der Stadt Buchloe sowie dem Gesundheitsamt organisiert.