Amateurfußball

FSV Lamerdingen will den Klassenerhalt schaffen

Für Marian Weber (weiß) und den FSV Lamerdingen war die aktuelle Saison zum vergessen. Mit sechs Punkten aus 17 Spielen fehlen den Lamerdingern acht Zähler zum rettenden Ufer. Nach der Corona-Zwangspause wollen sie wieder angreifen.

Für Marian Weber (weiß) und den FSV Lamerdingen war die aktuelle Saison zum vergessen. Mit sechs Punkten aus 17 Spielen fehlen den Lamerdingern acht Zähler zum rettenden Ufer. Nach der Corona-Zwangspause wollen sie wieder angreifen.

Bild: Erwin Hafner

Für Marian Weber (weiß) und den FSV Lamerdingen war die aktuelle Saison zum vergessen. Mit sechs Punkten aus 17 Spielen fehlen den Lamerdingern acht Zähler zum rettenden Ufer. Nach der Corona-Zwangspause wollen sie wieder angreifen.

Bild: Erwin Hafner

Der Kreisligist FSV Lamerdingen will den Klassenerhalt sichern - aber nicht um jeden Preis. Wie die Vorbereitung lief und mit welchem Kader sie in die Runde gehen.

03.09.2020 | Stand: 09:34 Uhr

Der Bayerische Fußballverband (BFV) hat die Amateurvereine dazu aufgerufen, über die weiteren Schritte des Verbandes abzustimmen. Da die bayerische Staatsregierung Amateurfußball mit Zuschauern weiterhin untersagt, will der BFV im schlimmsten Fall den rechtlichen Weg gehen, sodass wieder Fußballspiele stattfinden dürfen. Die Abstimmung endet am Montag, den 7. September.

Letzter Platz mit acht Punkten Rückstand

Sollte aber am 19./20. September wieder gespielt werden, will der Kreisligist FSV Lamerdingen die Mission Klassenerhalt in Angriff nehmen. Abgeschlagen auf dem letzten Tabellenplatz mit acht Punkten Rückstand auf das rettende Ufer, ist es ein langer und schwieriger Weg dorthin. Doch der neue Trainer, Christian Wörle (34), glaubt an seine Mannschaft: „Auch wenn es sehr schwer wird, können wir den Abstieg verhindern.“ Dies soll aber nicht um jeden Preis geschehen: „Wir wollen natürlich das Unmögliche schaffen, aber falls dies nicht klappt, ist es kein Weltuntergang“, sagt Wörle.

Ziel: Mittelfeldplatz im Ligapokal

Dazu haben die Ostallgäuer eine Alternative zur Meisterschaftsrunde bekommen: „Den Ligapokal finde ich als Lückenfüller eine gute Lösung. Auch die Einteilung mit den umliegenden Vereinen passt für uns,“ erzählt Wörle. Im Ligapokal will der FSV aber zeigen, dass sie trotz des Tabellenstandes etwas auf dem Kasten haben: „Als Tabellenletzter können wir uns außerhalb des normalen Spielbetriebs ein neues Ziel setzen und streben im Ligapokal einen Mittelfeldplatz an“, lautet die Marschroute des Trainers.

Der 34-Jährige ist seit Beginn des Jahres Coach der Kreisligamannschaft und sagt: „Am Anfang war die Beteiligung in den Trainingseinheiten nicht ganz zufriedenstellend, aber im Laufe der Zeit hat sich der Trainingsalltag bei allen Spielern wieder eingependelt.“

Viel Konditionstraining

Wörle ist optimistisch: „Wir werden auf die Spieler setzen, die sich mit ihrer Trainingsbeteiligung und dem zugehörigen Vereinsinteresse zeigen. Unsere Mannschaft ist fit und spielt schon lange zusammen. Das kann in dieser schwierigen Zeit ein enormer Vorteil sein.“ Außerdem habe man vermehrt auf konditionelles Training gesetzt. „Alle haben die nötige Ausdauer, die uns teilweise vor Corona extrem gefehlt hat“, erzählt Wörle.

Die Vorbereitungsspiele seien bisher zufriedenstellend gewesen. Gegen den SV Schwabegg (1:1), den SV Untermeitingen (3:1) und den FC Weil (2:5) sprangen je ein Sieg, eine Niederlage und ein Remis raus. „Drei Testspiele haben wir noch bis zum Saisonstart. Das sollte dann reichen“, sagt Wörle. Sollte der FSV Lamerdingen den Klassenerhalt allerdings nicht schaffen: "Falls wir absteigen, wollen wir wieder einer Mannschaft aufbauen, die im vorderen Mittelfeld der Kreisklasse mithalten kann."

 

Kader des FSV Lamerdingen:

  • Tor: Fabian Herzberger, Kevin Tronsberg
  • Abwehr: Markus Heinzler, Dominik Feldhus, Martin Glas, Michael Kittel, Leon Merk, Marius Meir
  • Mittelfeld: Reinhard Fischer, Rainer Hienle, Maximilian Schweighart, Marian Weber, Julian Wurm, Dennis Wüster, Martin Ostermeier
  • Sturm: Christoph Natterer, Ferdinand May, Alexander Kittel, Gabriel Jäger
  • Trainer: Christian Wörle (seit diesem Jahr)
  • Zugänge: Keine
  • Abgänge: Luca Bruhnke (pausiert wegen Studium)
  • Saisonziel: Klassenerhalt