Gemeinderat Fuchstal

Fuchstaler Gemeinderat diskutiert über Silvesterfeuerwerke

Beunruhigte Tiere und Abfall auf Photovoltaikanlagen: Fuchstaler Gemeinderat diskutiert über das Verbot von Silvesterfeuerwerken (Symbolbild).

Beunruhigte Tiere und Abfall auf Photovoltaikanlagen: Fuchstaler Gemeinderat diskutiert über das Verbot von Silvesterfeuerwerken (Symbolbild).

Bild: Harald Langer

Beunruhigte Tiere und Abfall auf Photovoltaikanlagen: Fuchstaler Gemeinderat diskutiert über das Verbot von Silvesterfeuerwerken (Symbolbild).

Bild: Harald Langer

Ein Bürger aus Leeder beantragt, dass Feuerwerke an Silvester komplett verboten werden soll. Die Fuchstaler Räte einigen sich vorerst auf einen anderen Weg.
13.08.2020 | Stand: 07:04 Uhr

Soll das Abbrennen von Feuerwerkskörpern zu Silvester im Gemeindebereich komplett verboten werden? Über den Antrag eines Bürgers aus Leeder haben die Fuchstaler Gemeinderäte in ihrer jüngsten Sitzung lebhaft diskutiert. Der Bürger nannte zur Begründung die Beunruhigung der Tiere und die Beeinträchtigung der Photovoltaikanlagen durch den Abfall.

Silvesterfeuerwerke verbieten?

Während Fritz Kratzer dieses Verbot generell befürwortete, schlug Zweiter Bürgermeister Stephan Völk eine Begrenzung auf bestimmte Bereiche vor. Bürgermeister Erwin Karg meinte wiederum, man könnte appellieren, dass nur zwischen 0 und 0.30 Uhr gefeuert wird. Am Ende folgte eine Mehrheit dem Vorschlag von Elisabeth Frieß, einen Aufruf an die Bürger zu starten, dass sie freiwillig auf das Silvesterfeuerwerk verzichten. Sollte keine Wirkung eintreten, könne man sich andere Maßnahmen überlegen. Mit der Ausarbeitung des Appells will sich ein Arbeitskreis befassen, dem Angelika Gast, Christoph Kneißl, Fritz Kratzer, Wolfram Ruoff und Stephan Völk angehören.

Weitere Themen in der Sitzung waren unter anderem:

  • Gebilligt wurde der Bebauungsplan Freybergstraße in Asch. Dabei folgte man mit zehn zu sieben Stimmen dem Vorschlag von Wolfram Ruoff, die Wandhöhe der Gebäude auf 6,50 Meter und die Firsthöhe auf 9,50 Meter zu begrenzen. Eine Ausnahme gilt für das geplante Ärztehaus, das, so die allgemeine Ansicht, herausstechen könne. Hier bezeichnete Ruoff die 18 vorgesehenen Stellplätze für die zwei Arztpraxen und drei Wohnungen als zu wenig. Planer Thomas Haag vom Büro Abtplan versprach, dies noch einmal zu überprüfen. Abgelehnt wurde mit zwölf zu fünf Stimmen der Vorschlag von Ruoff, für die anderen Häuser die Zahl der Wohneinheiten zu begrenzen. Diese reguliere sich durch die Zahl der benötigten Stellplätze, meinte mit Karg die Mehrheit.
  • Die Post will künftig im ehemaligen Schlichtherle-Anwesen das gesamte Erdgeschoss mit Ausnahme des Fahrradgeschäftes belegen. Dazu sind Umbaumaßnahmen in Höhe von etwa 120 000 Euro erforderlich. Außerdem werden im Außenbereich die Parkplätze für die Postfahrzeuge angelegt. Dies kostet 85 000 Euro. Gerhard Linder schlug vor, für den Fall, dass die Post auf Elektroautos umstelle, die Parkplätze zu überdachen und diese mit Photovoltaikanlagen auszustatten. Den erzeugten Strom solle man dann direkt an die Post verkaufen, schlug er weiter vor.
  • Wolfram Ruoff fragte nach, wann denn der zugesagte Kreisverkehr im Osten von Leeder gebaut wird. Karg antwortete, dass es für das Vorhaben keine Zuschüsse gebe, es habe aber für ihn trotzdem „höchste Priorität“.
  • Erstmals erwarben zwei bei Fuchstaler Firmen beschäftigte Geflüchtete ihren Gesellenbrief, teilte Karg mit. Sie werden dort auch weiter beschäftigt.
  • Abgelehnt wurde mit fünf zu zwölf Stimmen der Antrag von Angelika Gast, einen Referenten für die Feldwege in Leeder zu bestellen. Die Mehrheit folgte der Ansicht von Bürgermeister Karg, dass die Jagdgenossenschaft diese Aufgabe hinreichend übernehme.
  • Die im Frühjahr entfallene Bürgerversammlung soll am Donnerstag, 5. November, in der Fuchstalhalle nachgeholt werden. Einen Tag zuvor findet am gleichen Ort die Bürgerbeteiligung für den Ortskernbebauungsplan Asch statt.
  • Planer Thomas Haag stellte den Bebauungsplan für das Gebiet an der Rieggasse in Seestall vor. Dort können sieben Fertighäuser errichtet werden. Dazu wird von der Lechwiesenstraße aus eine Zufahrt gebaut, zur Ortsstraße führt ein Fußweg. Dem Plan wurde ausnahmslos zugestimmt, allerdings sollen noch die Ausmaße eines Gebäudes geprüft werden.
  • Einstimmig abgelehnt haben die Räte den Antrag eines Eigentümers aus Leeder, seinen 1,80 Meter hohen Stahlmattenzaun nachträglich genehmigen zu lassen, da dies der Einfriedungssatzung widerspricht.