Jengen

Klingende Sommer-Finissage und ein Geburtstagsgruß

Chor

Chor "Un poquito cantas

Bild: Lucia Buch

Chor "Un poquito cantas

Bild: Lucia Buch

Konzert Songs an einem Sommerabend im Jengener Gasthaus Höfler
25.09.2019 | Stand: 14:26 Uhr

Eigentlich hätte es ja ein sommerliches Konzert im Biergarten werden sollen. Eigentlich. Das unstete Wetter im Spätsommer machte den gut 15 Sängern von „Un poquito cantas“ einen Strich durch die Rechnung. Also plante man kurzerhand um, verlegte das knapp einstündige Konzert in den Traditionsgasthof Höfler in Jengen. Bei Geburtstagstorte, Wunderkerzen und mit einem Ständchen wurde danach der „halbrunde“ Geburtstag von Dirigentin Monika Strobl gefeiert.

Zuvor bekam das Publikum ein Programm geboten, das beinahe ausschließlich Hits und Ohrwürmer beinhaltete – engagiert und gekonnt vorgetragen von den Sängerinnen, die von Birgit Schnagl (Stage-Piano), Robert Schnagl (Bass) und Enrico Jung (Cajon) unterstützt wurden.

„What a Wonderful World“ – als Hymne auf den Wert der kleinen Dinge – eröffnete das Chor-Programm. Es folgten Songs zum Thema „Liebe“. Deren stilistische Eigenheiten brachte der Chor sehr feinfühlig und überlegt, mal temperament- und schwungvoll, mal pfiffig und transparent, mal schwül und atmosphärisch-dicht zu Gehör.

Der Bogen reichte von „Weit, weit weg“ über „Greensleeves“ bis zu „Only You“ und „How Deep is Your Love“. In „Weit, weit weg“ übernahmen Elisabeth Hefele und Birgit Schnagl auch Solo-Vokal-Aufgaben. Claudia Aigner und Maria Forstner teilten sich außerdem die Moderation des Abends.

Überzeugend auch der zweite Block der Chor-Darbietungen: Nach „Hit the Road“ als Hommage an den Zeitgeist der „Sixties“ huldigte man mit „Griechischer Wein“ und „Gute Nacht, Freunde“ zunächst Udo Jürgens und dann Reinhard Mey.

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Der melancholische Sirtaki-Rhythmus des Jürgens-Hits wurde angemessen und stilsicher umgesetzt, wäre vielleicht aber bei einem gemischten Chor mit mehr Tiefe in den Stimmlagen besser aufgehoben gewesen.

Claudia Aigner spürte, dezent unterlegt von Akkordeon-Sound, in „Gute Nacht, Freunde“ schließlich mit der Gitarre dem speziellen Mey-Fingerpicking nach und bereicherte damit den Gesang der Kolleginnen.

Auch zuvor war das Chorkonzert schon durch rein instrumentale Beiträge aufgelockert worden: Als „Salon 5“, ein dem Chor quasi angegliedertes Musette-Ensemble, waren Monika Strobl und Claudia Homann (Akkordeons) sowie die drei bereits genannten Musiker Birgit und Robert Schnagl sowie Enrico Jung zu hören – flott und präsent, launig und schmissig, herbstlich und melancholisch. So spielten sie „Vielen Dank für die Blumen“ sowie Fox-, Cha-Cha-Cha- und Samba-Rhythmen. „Un poquito cantas“ plus „Salon 5“, das war eine überzeugende Konzert-Kombination, die Spaß machte – gerne in Zukunft mehr davon.Lucia Buch