Bauen in Jengen

Neues Baugebiet und neue Bauordnung in Jengen

Das Thema Bauen bestimmte die jüngste Sitzung des Jengener Gemeinderates.

Das Thema Bauen bestimmte die jüngste Sitzung des Jengener Gemeinderates.

Bild: Mathias Wild (Symbolfoto)

Das Thema Bauen bestimmte die jüngste Sitzung des Jengener Gemeinderates.

Bild: Mathias Wild (Symbolfoto)

Der Jengener Gemeinderat befasst sich mit dem Neubaugebiet in Ummenhofen und der Novelle der Bayerischen Bauordnung. Warum es eine eigene Satzung geben soll.
28.01.2021 | Stand: 12:05 Uhr

Schwerpunktthemen der ersten Jengener Gemeinderatssitzung des Jahres 2021 waren der Bebauungsplan „Ummenhofen – Bürgermeister-Raab-Straße“ sowie die Novelle der Bayerischen Bauordnung mit Änderung des Abstandsflächenrechts und Abstimmung für eine eigene Satzung.

Acht Bauplätze im Neubaugebiet "Ummenhofen - Bürgermeister-Raab-Straße"

Im Zuge der Aufstellung des Bebauungplanes „Ummenhofen – Bürgermeister-Raab-Straße“ präsentierte Silke Drexler vom Planungsbüro „Stadtundland“ aus Utting am Ammersee ausführlich den neuesten Stand. Das Plangebiet wurde mit der Fassung vom September 2020 um vier Parzellen Richtung Norden erweitert. Somit entstehen insgesamt acht Baugrundstücke. Parallel wurde der Flächennutzungsplan abgeändert: von „Fläche für die Landwirtschaft“ in „Bauplanungsgebiet“.

Drexler informierte das Gremium in der jüngsten Sitzung über den Abwägungsbeschluss und Stellungnahmen von 27 Behörden und Trägern. Lediglich sieben Stellen äußerten sich zum Inhalt. Die Rückmeldungen dieser sieben Behörden und Trägern wurden einstimmig vom Rat zur Kenntnis genommen. Notwendige Anpassungen werden in die Kaufverträge der Baugrundstücke aufgenommen. Anschließend billigte der Gemeinderat den Entwurf einstimmig.

Kleinere Grundflächen für Bauvorhaben

Auch die Gemeinde Jengen musste sich mit der Novelle der Bayerischen Bauordnung, die eine Änderung des Abstandsflächenrechts beinhaltet, befassen und eine eigenen Satzung erlassen. Die neue Leiterin des Bauamts des Verwaltungsgemeinschaft Buchloe, Barbara Tugemann, stellte sich kurz vor und präsentierte dann sehr ausführlich die Änderungen die in dieser Novelle in Betracht kommen. Grundidee dieser Novelle ist, die Abstandsflächentiefe zu reduzieren. Auf gut Deutsch: kleinere Grundflächen für Bauvorhaben. Dieser Wunsch kam bereits vor 20 Jahren von der Obersten Baubehörde, wurde damals aber von den Städten und Gemeinden abgelehnt.

Als Gegenmaßnahme kann jedoch jede Gemeinde eine eigene Satzung erlassen. Der Gemeinderat entschied sich einstimmig für eine eigene Satzung mit der Argumentation: „Die Regelungen unserer Bebauungspläne haben Priorität“.

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