Versuchter Betrug

Rolls-Royce-Kauf in Bad Wörishofen: Um 230.000 Euro betrogen?

Der Verkauf eines Rolls-Royce hat einen Niederländer in große Aufregung versetzt.

Der Verkauf eines Rolls-Royce hat einen Niederländer in große Aufregung versetzt.

Bild: Uli Deck, dpa (Symbolbild)

Der Verkauf eines Rolls-Royce hat einen Niederländer in große Aufregung versetzt.

Bild: Uli Deck, dpa (Symbolbild)

Ein Niederländer will in Bad Wörishofen einen Rolls-Royce kaufen, überweist das Geld - und dann ist das Auto verschwunden.
18.09.2020 | Stand: 13:04 Uhr

Wurde ein Autokäufer um 230.000 Euro betrogen? Am Donnerstagvormittag erschien ein völlig aufgelöster niederländischer Staatsbürger zur Anzeigeerstattung bei der Polizei in Bad Wörishofen. Dieser wollte im Auftrag seines Arbeitgebers, ein Autohandel mit exklusiven Fahrzeugen in den Niederlanden, einen Rolls-Royce im Wert von über 230.000 Euro in der Kneippstadt in Empfang nehmen.

Nach längeren vorausgegangenen Verhandlungen fand nun einen Tag vorher eine erneute Besichtigung des Fahrzeuges in Bad Wörishofen statt, wo sich beide Parteien auch einig wurden und die Übergabe für den Donnerstagmorgen vereinbarten. Nach der Besichtigung überwies die Firma in den Niederlanden den fälligenKaufpreis auf das Konto des Verkäufers.

Plötzlich war das Auto nicht mehr da

Über Nacht wurde dann das Fahrzeug wohl an einen anderen Ort gebracht und der Verkäufer erschien nicht zum vereinbarten Termin. Der Verkäufer, ein Fahrzeughändler, gab gegenüber dem Käufer an, die Verkaufsverhandlungen hätten ihm zu lange gedauert, weshalb er den Rolls-Royce an einen anderen Interessenten verkauft hätte. Der Verkäufer flüchtete sich auch gegenüber dem Polizeiermittler in Ausreden und gab an, er habe das Geld noch nicht erhalten, was nachweislich jedoch auf Nachfrage bei der betreffenden Bank nicht wahr war.

Das Geld war bereits am Mittwoch auf dem Konto des Verkäufers eingegangen und war auch schon wieder abgehoben worden. Schließlich fanden, nach dem die Ermittlungen durch die Polizei eingeleitet wurden, zwischen Verkäufer und Käufer noch weitere Verhandlungen statt, so dass es schlussendlich doch noch zu einer Übergabe des Fahrzeuges kam und dieses noch am gleichen Abend nach Holland überführt werden konnte.

Von der Polizei wurde ein Ermittlungsverfahren wegen versuchten Betrugs eingeleitet und wird nach Abschluss der Staatsanwaltschaft Memmingen zur Entscheidung vorgelegt.