Corona im Allgäu

Corona-Newsblog: Alle wichtigen Entwicklungen zu Covid-19 vom 21. August bis 28. August 2020

«So einfach kommt ihr nicht davon!» steht bei einer Kundgebung gegen die Corona-Maßnahmen am Brandenburger Tor auf einem Banner. Berlin erwartet mehrere tausend Demonstraten am Samstag.

«So einfach kommt ihr nicht davon!» steht bei einer Kundgebung gegen die Corona-Maßnahmen am Brandenburger Tor auf einem Banner. Berlin erwartet mehrere tausend Demonstraten am Samstag.

Bild: Christoph Soeder/dpa

«So einfach kommt ihr nicht davon!» steht bei einer Kundgebung gegen die Corona-Maßnahmen am Brandenburger Tor auf einem Banner. Berlin erwartet mehrere tausend Demonstraten am Samstag.

Bild: Christoph Soeder/dpa

Corona hält die Welt in Atem, auch im Allgäu. In unserem Newsblog berichten wir über die aktuelle Entwicklung. Lesen Sie hier im Archiv die News vom 21. August bis 28. August 2020.
22.09.2020 | Stand: 10:44 Uhr

Hier geht es zum aktuellen Newblogs zur Corona-Entwicklung im Allgäu und in der Welt.

Freitag, 28. August, 21.30 Uhr: Initiative Querdenken demonstriert schon am Freitag gegen Corona-Politik

Rund 1500 Demonstranten der Initiative Querdenken haben sich am Freitagabend am Brandenburger Tor in Berlin versammelt und gegen die deutsche Corona-Politik protestiert. Die angemeldete Kundgebung verlief laut Polizei friedlich, es habe aber mehrmals Appelle zum Abstandhalten geben müssen. Die Polizei hatte am frühen Abend zunächst von 120 Teilnehmern gesprochen, ihre Schätzung aber gegen 20.30 Uhr aktualisiert.

Berlin steht voraussichtlich ein Wochenende mit breiten Protesten gegen die deutsche Corona-Politik bevor. Das Verwaltungsgericht der Stadt kippte am Freitag eine Verbotsverfügung der Polizei und stellte klar, dass eine am Samstag geplante Demonstration der Initiative Querdenken 711 aus Stuttgart mit Tausenden Teilnehmern aus ganz Deutschland unter Auflagen stattfinden kann. Der Beschluss war zunächst noch nicht rechtskräftig, die Polizei legte Beschwerde vor dem Oberverwaltungsgericht ein.

 

Freitag, 28. August, 20.15 Uhr: Söder hält Maskenpflicht im Unterricht an bayerischen Schulen für möglich

Den "Nürnberger Nachrichten" (Samstag) sagte Söder: "Wir wollen den Regelunterricht bei gleichzeitigem Schutz von Schülern und Lehrern. Wir reden da auch über Masken im Unterricht. Die Entscheidung soll im Konsens getroffen werden." Die Details.

 

Freitag, 28. August, 18.30 Uhr: Streit um Corona-Demonstration - Polizei legt Beschwerde beim OVG ein

Die Berliner Polizei akzeptiert die Entscheidung des Verwaltungsgerichts, die Demonstration gegen die Corona-Politik zu erlauben, nicht. Sie legte am Freitagnachmittag Beschwerde beim Oberverwaltungsgericht (OVG) ein, wie ein Gerichtssprecher sagte. Die Begründung der Polizei werde noch bis 18.30 Uhr nachgereicht, hieß es. Dann erhalten die Veranstalter der Demonstration noch einmal Gelegenheit zu einer kurzen Stellungnahme. Voraussichtlich will das OVG noch am (heutigen) Freitagabend seine Entscheidung verkünden.

Sollte das OVG die Aufhebung des Demonstrationsverbots bestätigen und damit den Veranstaltern Recht geben, wäre diese Entscheidung rechtskräftig. Die Polizei hätte dann keine Möglichkeit mehr für einen Einspruch.

Würde das OVG hingegen die Entscheidung der ersten Instanz aufheben und der Polizei mit ihrem Verbot Recht geben, könnten die Anmelder der Demonstration kurzfristig noch das Bundesverfassungsgericht als letzte Möglichkeit anrufen.

Die Verbotsverfügung der Polizei für die Demonstration war am Freitagnachmittag vom Verwaltungsgericht gekippt worden. Die Veranstaltung am Samstag könne unter Auflagen des Infektionsschutzes stattfinden, hieß es.

Die Initiative Querdenken 711 aus Stuttgart hatte die Kundgebung mit 22 000 Teilnehmern auf der Straße des 17. Juni nahe dem Brandenburger Tor angemeldet.

 

Freitag, 28. August, 16 Uhr: Corona-Zahlen zu hoch: München verhängt ein Alkoholverbot im Freien

In München gilt nach einem weiteren Anstieg der Corona-Zahlen von Freitag an ein nächtliches Alkoholverbot für den öffentlichen Raum. Der Warnwert von 35 Infizierten pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen war am Freitag nach Zahlen des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) überschritten und lag bei 35,27. "Damit tritt die Allgemeinverfügung in Kraft, die wir erlassen haben", sagte ein Sprecher der Stadt. Wie die Verbote genau aussehen.

 

Freitag, 28. August, 15.15 Uhr: Polizei will Corona-Demo bei Verstößen zügig auflösen

Sollte die Demonstration gegen die Corona-Politik am Samstag in Berlin endgültig erlaubt werden, will die Polizei strenge Bestimmungen für die Teilnehmer erlassen und durchsetzen. Das kündigte Polizei-Einsatzleiter Stephan Katte am Freitag bei einer Pressekonferenz an. Falls das Verbot der Polizei doch noch vom Gericht bestätigt werde, werde man die Demonstration mit einigen zehntausend Teilnehmern durch weiträumige Absperrungen und andere Maßnahmen verhindern.

 

Freitag, 28. August, 14.25 Uhr: Ärger um Mund-Nasen-Maske auf Allgäuer Alpe - Alpwirt uneinsichtig

Immer wieder gibt es auch im Allgäu Ärger und Diskussionen mit Maskenverweigerern - und immer häufiger muss die Polizei einschreiten. So auch auf einer Alpe in den Allgäuer Alpen bei Oberstaufen. Dort bewirtete der Inhaber und Alpwirt seine Gäste ohne vorgeschriebenen Mund-Nasen-Schutz. Der 76-Jährige ist der Meinung: Dort oben gibt es kein Corona.

Wieso die Polizei tat und weshalb es auch weiter unten im Allgäu in Füssen Diskussionen um einen "Maskenmuffel" gab, lesen Sie hier.

 

Freitag, 28. August, 13.48 Uhr: Gericht kippt Verbot von Demonstration gegen Corona-Politik

Das Berliner Verwaltungsgericht hat die Verbotsverfügung der Polizei für eine geplante Demonstration gegen die Corona-Politik gekippt. Die Veranstaltung am Samstag könne unter Auflagen stattfinden, sagte ein Gerichtssprecher am Freitag der dpa. Der Beschluss ist noch nicht rechtskräftig. Die Hintergründe lesen Sie hier.

 

Freitag, 28. August, 12.47 Uhr: Merkel: "Nicht alles wird so sein, wie vor der Corona-Pandemie"

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die Menschen in Deutschland auf dauerhafte Veränderungen durch die Corona-Pandemie eingestimmt. "Nicht alles wird wieder so sein, wie vor der Corona-Pandemie", sagte die CDU-Politikerin bei ihrer Sommer-Pressekonferenz am Freitag in Berlin. "Das trifft uns schon hart und existenziell."

Merkel sagte: "Es gibt Härten, das ist gar keine Frage, für ganze Gruppen, große Härten." Die Politik müsse diese Härten dann durch Maßnahmen abfedern. Beim Krisenmanagement der Regierung sieht die Kanzlerin keine großen Fehler. "Ich finde, dass wir bislang nach bestem Wissen und Gewissen entschieden haben", sagte sie. Sie sei mit dem Gang der Ereignisse bisher "einigermaßen zufrieden".

Merkel räumte ein: "Wir haben sicherlich vielleicht nicht in dem Umfang gesehen, dass Menschen in Risikogebiete fahren. Ich habe auch nicht gedacht, dass jetzt zum Beispiel ganz Spanien jetzt wieder zu einem Risikogebiet erklärt werden musste. Aber das sind doch Entwicklungen, die können wir auch gar nicht voraussehen." Dazu sei die Situation zu dynamisch.

"Kein Mensch weiß, wie der Winter abläuft", sagte Merkel. Wann immer es neue Erkenntnisse gebe, müssten neue Maßnahmen getroffen werden.

 

Freitag, 28. August, 12 Uhr: Merkel zu Corona: Kommende Monate könnten schwieriger werden

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die Deutschen darauf eingestimmt, dass sich die Corona-Pandemie im Herbst und Winter wieder stärker auf das alltägliche Leben auswirken könnte. "Man muss damit rechnen, dass Manches in den nächsten Monaten noch schwieriger sein wird als jetzt im Sommer", sagte die CDU-Politikerin zum Auftakt ihrer traditionellen Sommer-Pressekonferenz am Freitag in Berlin.

Alle hätten im Sommer durch das "Leben draußen" Freiheiten und einen relativen Schutz vor Aerosolen, die das Virus übertragen könnten, genossen. "In den nächsten Monaten wird es jetzt darauf ankommen, die Infektionszahlen niedrig zu halten, wenn wir uns wieder drinnen aufhalten - an Arbeitsplätzen, in Schulen und in Wohnungen", sagte Merkel. Weltweit arbeiteten Forscher auf Medikamente und einen Impfstoff hin, aber noch sei beides nicht gefunden.

"Wir werden noch länger mit diesem Virus leben müssen, und deshalb ist meine Grundhaltung eine der Wachsamkeit, der Aufmerksamkeit. Gerade jetzt, da die Infektionszahlen wieder so deutlich über die letzten Wochen gestiegen sind", sagte Merkel. "Es bleibt dabei: Es ist ernst, unverändert ernst - und nehmen Sie es auch weiterhin ernst."

 

Freitag, 28. August, 11.30 Uhr: Umfrage: Mehrheit für stärkere Kontrolle der Corona-Regeln

Eine große Mehrheit der Wahlberechtigten in Deutschland plädiert einer Umfrage zufolge für stärkere Kontrollen der Corona-Regeln. Wie aus dem am Freitag veröffentlichten ZDF-"Politbarometer" hervorgeht, sprechen sich 77 Prozent der Befragten dafür aus. Unter Anhängern der AfD fand die Idee mit 48 Prozent am wenigsten Zuspruch.

Knapp vier von fünf Befragten halten eine stärkere Begrenzung bei öffentlichen Veranstaltungen für sinnvoll. Bei privaten Feiern sind es 70 Prozent. Eine Maskenpflicht im Unterricht stößt hingegen bei Vielen auf Ablehnung. 58 Prozent der Befragten sagten, dies solle es nicht geben.

 

Freitag, 28. August, 10.55 Uhr: Corona-Krise: Österreichs Kanzler verbreitet Hoffnung

Österreichs Kanzler Sebastian Kurz hat in einer Grundsatz-Erklärung zur Corona-Krise Hoffnung auf eine absehbare Rückkehr zur Normalität gemacht. "Es gibt schon langsam Licht am Ende des Tunnels", sagte Kurz am Freitag in Wien. Es sei sehr wahrscheinlich, dass die Corona-Krise kürzer dauern werde, als viele Experten ursprünglich vorhergesagt hätten. Kurz stützt sich auf Gespräche mit Gesundheitsexperten, Forschern und Pharmaunternehmen in den vergangenen Wochen.

Es sei aus heutiger Sicht sehr wahrscheinlich, dass die Menschen im nächsten Sommer zur gewohnten Normalität zurückkehren könnten, sagte der Regierungschef. Die Fortschritte bei Impfungen, Therapien und Tests sollten dies möglich machen. Das Virus habe sich bereits vielfach verändert. Es könne sein, dass es einerseits ansteckender, aber andererseits auch harmloser geworden sei. Klar sei aber auch, dass der Herbst und der Winter noch einmal eine schwierige Phase bedeuten könnten. Alles dazu lesen Sie hier.

 

Freitag, 28. August, 10.05 Uhr: Steuereinnahmen erholen sich vom Corona-Schock

Fünf Monate nach Beginn der Corona-Pandemie erholen sich die Einnahmen aus den Gemeinschaftsteuern. Das Statistische Bundesamt hat am Freitag die bereinigten Einnahmen im Juli 2020 mit dem Vorkrisenmonat Februar verglichen. Nach zum Teil zweistelligen Rückgängen im März und April sanken sie um drei Prozent.

Im Vergleich zum Juni stiegen die Einnahmen aus Gemeinschaftsteuern im Juli um 25 Prozent. "Allerdings wurde das Vorkrisenniveau noch nicht wieder erreicht", berichteten die Statistiker. Zu den Gemeinschaftssteuern gehören zum Beispiel Umsatz-, Einkommens-, Lohn- und Körperschaftsteuer.

Auch die Einnahmen aus Bundes- und Landessteuern haben sich die Statistiker angeschaut. Sie sanken im Juli im Vergleich zum Februar um 7,5 beziehungsweise 5,5 Prozent. Dass sich die Steuereinnahmen erholen, lässt sich laut Destatis "auf wiedereröffnete Läden und Restaurants, aber auch auf nachgeholte Steuerzahlungen zurückführen, für die zuvor ein Aufschub gewährt worden war".

Durch die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie gingen besonders die Einnahmen aus der Luftverkehrsteuer zurück - von Februar auf Juli um 92,1 Prozent. Die Einnahmen aus der Biersteuer sanken um 17,2 Prozent, aus der Energiesteuer um 9,3 Prozent. "Zuletzt zeigte sich zwar auch hier eine Erholung", berichtete Destatis: Im Vergleich zum Juni legten die Einnahmen aus der Biersteuer um 89,2 Prozent zu, aus der Energiesteuer um 25,9 Prozent und aus der Luftverkehrsteuer sogar um 463 Prozent.

 

Freitag, 28. August, 08.55 Uhr: Gewerkschaft: Zugbegleiter können Masken-Kontrollen nicht leisten

Die Bahngewerkschaft EVG hat die Absicht von Bund und Ländern kritisiert, gegen Maskenverweigerer in Zügen ein erhöhtes Beförderungsentgelt zu verhängen. Dafür bedürfte es dann anders als beim bisherigen Bußgeld nicht mehr eines Einsatzes von Polizisten, sondern es könnte durch Zugbegleiter verhängt werden. "Das ist ein Trick, den die Kanzlerin und die Ministerpräsidenten da versuchen, nämlich die staatlichen Aufgaben abzuwälzen", sagte die Bundesgeschäftsführerin der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG), Cosima Ingenschay, am Freitag im ZDF-"Morgenmagazin". Gewerkschaftschef Klaus-Dieter Hommel sagte der "Bild"-Zeitung am Vorabend: "Die heutige Entscheidung der Ministerpräsidenten gefährdet Leben und Gesundheit tausender Zugbegleiter."

Ingenschay erklärte, die Zugbegleiter seien bereis jetzt Übergriffen ausgesetzt und hätten in vielen Fällen Ärger, wenn sie auf die Maskenpflicht hinwiesen. Aus Gewerkschaftssicht seien die Kontrollen Aufgabe der Bundespolizei. "Die Beamtinnen und Beamten haben auch anders gelernt, mit solchen Situationen umzugehen", ergänzte sie. Grundsätzlich sei es aber richtig, die Maskenpflicht in Zügen zur Sicherheit der Fahrgäste durchzusetzen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder hatten in ihrer Videokonferenz am Donnerstag über das geplante weitgehend einheitliche Bußgeld von mindestens 50 Euro hinaus vereinbart: "Die Verkehrsminister von Bund und Ländern werden gebeten zu prüfen, wie für alle Verkehrsträger im Regional- und Fernverkehr die Voraussetzungen dafür geschaffen werden können, dass ein - wie ein Bußgeld wirkendes - erhöhtes Beförderungsentgelt eingeführt werden kann."

 

Freitag, 28. August, 08.35 Uhr: Kanzleramtschef Braun warnt vor zweiter "Welle mit Wucht"

Kanzleramtschef Helge Braun hat die jüngsten Beschlüsse von Bund und Ländern verteidigt, zur Eindämmung der Corona-Pandemie keine weiteren Lockerungen zuzulassen und einige Corona-Auflagen zu verschärfen. Im Sommer sei es einfacher, das Virus im Griff zu halten, sagte Braun am Donnerstagabend in der ZDF-Sendung "Maybrit Illner". Wenn es kälter werde und sich viele Menschen in Innenräumen träfen, dann könne es sein, dass eine "zweite Welle mit Wucht" komme.

Bei den umstrittenen Feiern im Familien- und Freundeskreis konnten sich Bund und Länder nicht auf eine bundesweit geltende Teilnehmer-Begrenzung einigen. Die Bürger werden gebeten, in jedem Einzelfall kritisch abzuwägen, ob, wie und in welchem Umfang private Feierlichkeiten nötig und vertretbar sind. Kanzleramtschef Braun räumte ein, der Bund hätte sich hier eine konkrete Zahl gewünscht. Wichtig sei aber, dass ein Mechanismus mit einem Herabsetzen der Grenzen in Kraft gesetzt werden, wenn die Infektionszahlen steigen. Bei Feiern funktionierten Abstandsregeln oft nicht. Daher gelt die Aufforderung, Familienfeiern "wirklich im kleinen Kreis" zu veranstalten.

 

Freitag, 28. August, 08 Uhr: BVB-Boss Watzke: Zeichen der Politik für Fans ab Anfang November

Borussia Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke hat die Hoffnung, dass trotz der steigenden Corona-Infektionszahlen noch in diesem Jahr wieder Fußballfans in die Stadien zurückkehren können. "Das Positive ist, dass ein klares Signal von der Bundeskanzlerin und den Ministerpräsidenten gekommen ist. Meiner Meinung nach sind die Beschlüsse ein Zeichen der Politik, dass man ab Anfang November mit Zuschauern spielen möchte", sagte Watzke (61) der "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung".

Am Donnerstag hatten sich Bund und Länder geeinigt, dass Großveranstaltungen, bei denen eine Kontaktverfolgung und die Einhaltung von Hygieneregelungen nicht möglich ist, bis mindestens Ende Dezember 2020 nicht stattfinden sollen. Zum einheitlichen Umgang mit Zuschauern bei bundesweiten Sportveranstaltungen soll eine Arbeitsgruppe auf Ebene der Chefs der Staatskanzleien bis Ende Oktober einen Vorschlag vorlegen. "Dass eine Arbeitsgruppe dazu eingerichtet wird, zeigt, dass man sich sehr ernsthaft mit dieser Frage beschäftigen möchte", meinte der BVB-Boss.

 

Freitag, 28. August, 07.02 Uhr: Verbot von Demo gegen Corona-Politik: Gerichtsentscheidung erwartet

Die Entscheidung des Berliner Verwaltungsgerichts über das Verbot der geplanten Demonstration gegen die Corona-Politik fällt voraussichtlich an diesem Freitag. Gegner der Corona-Maßnahmen hatten unter anderem eine größere Demonstration auf der Straße des 17. Juni am Samstag in der Hauptstadt angemeldet. Die Polizei untersagte diese. Gegen die Verbotsverfügung gingen die Initiatoren gerichtlich vor.

Als einen Grund für das Verbot nennt die Polizei, dass durch die Ansammlung Zehntausender Menschen - oft ohne Maske und Abstand - ein zu hohes Gesundheitsrisiko für die Bevölkerung entstehe. Demonstrations-Initiator Michael Ballweg hatte dagegen in einer Erklärung von einem "feindlichen Angriff auf das Grundgesetz" gesprochen. Zur größten Kundgebung am Wochenende hatte die Initiative Querdenken 711 aus Stuttgart für Samstagnachmittag 22.000 Teilnehmer angemeldet.

Das Verwaltungsgericht räumte dem Land Berlin eine Frist bis zum Freitagnachmittag für eine Stellungnahme ein. Dabei geht es um eine Erwiderung auf den Widerspruch von Querdenken gegen das Demo-Verbot.

>> Lesen Sie auch: Pressestimmen zum Verbot der Corona-Demo in Berlin <<

 

Freitag, 28. August, 06.28 Uhr: Blutverdünner erhöhen Überlebenschancen bei Covid-19 deutlich

Blutverdünner können bei Covid-19-Patienten das Sterberisiko deutlich senken. Das berichten US-Mediziner nach einer Studie mit knapp 4.400 Teilnehmern im "Journal of the American College of Cardiology". Demnach ging die Behandlung mit Blutverdünnern - unter Berücksichtigung des Zustands der Patienten - mit einer etwa halbierten Todesrate einher. Zudem war das Risiko für eine künstliche Beatmung um etwa 30 Prozent reduziert, wie die Gruppe um Valentin Fuster vom Mount Sinai Hospital in New York schreibt.

"Als Ärztin, die Covid-19-Patienten an vorderster Front behandelt hat, weiß ich, wie wichtig es ist, Antworten darauf zu haben, was die beste Behandlung für diese Patienten bedeutet", wird Ko-Autorin Anuradha Lala in einer Mitteilung der Klinik zitiert. Sie und ihre Kollegen hatten Patientendaten aus fünf Krankenhäusern der Mount-Sinai-Gruppe in New York von März und April analysiert.

 

Freitag, 28. August, 06.05 Uhr: 1.571 registrierte Corona-Neuinfektionen in Deutschland

Guten Morgen aus der Digitalredaktion der Allgäuer Zeitung. Innerhalb eines Tages haben die Gesundheitsämter in Deutschland nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom frühen Freitagmorgen 1.571 neue Corona-Infektionen gemeldet. Am Tag zuvor waren es 1.507. Am Samstag war mit 2.034 neuen Fällen erstmals seit Ende April die 2.000er-Marke überschritten worden.

Der Höhepunkt bei den täglich gemeldeten Neuansteckungen hatte Ende März/Anfang April bei mehr als 6.000 gelegen. Die Zahl war nach den immer noch über 1.000 liegenden Werten im Mai in der Tendenz gesunken, seit Ende Juli steigt sie wieder. Experten zeigen sich besorgt, dass es zu einem starken Anstieg der Fallzahlen kommen könnte, der die Gesundheitsämter bei der Nachverfolgung von Ansteckungsketten an ihre Grenzen bringt.

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich mindestens 239.507 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert, wie das RKI am Freitagmorgen im Internet meldete (Datenstand 28.8., 0.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 9.288. Seit dem Vortag wurden drei Todesfälle mehr gemeldet. Bis Freitagmorgen hatten etwa 213.200 Menschen die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen in Deutschland laut Mitteilung vom Donnerstag bei 0,83 (Vortag: 0,85). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel etwas weniger als einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Zudem gibt das RKI in seinem aktuellen Lagebericht ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Der Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen vom Mittwoch lag dieser Wert bei 0,94 (Vortag: 0,93). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor acht bis 16 Tagen.

 

Donnerstag, 27. August, 21 Uhr: Corona-Regeln werden wieder verschärft: Diese Beschlüsse gelten jetzt für Deutschland

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie verfolgen die Länder längst ganz unterschiedliche Linien. Auf ein paar neue Leitplanken haben sich Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidentinnen und -präsidenten bei ihren Gesprächen am Donnerstag nun aber geeinigt. Ein Überblick.

Corona-Regeln: In keinem anderen Bundesland sind Verstöße gegen die Maskenpflicht mit 250 Euro und 500 Euro im Wiederholungsfall so teuer wie in Bayern. Diese Regeln gelten in Bayern.

 

Donnerstag, 27. August, 20.15 Uhr: Eilantrag gegen Demonstrationsverbot und Warten auf Gerichtsentscheid

Nach dem Verbot der geplanten Demonstration in Berlin gegen die Corona-Politik liegt eine erste Entscheidung dazu beim Berliner Verwaltungsgericht. Die Veranstalter-Initiative Querdenken 711 aus Stuttgart legte erwartungsgemäß Widerspruch gegen die Verbotsverfügung der Berliner Polizei ein. Ein entsprechender Eilantrag sei am Donnerstag per Fax eingegangen, sagte ein Gerichtssprecher. Die Entscheidung des Verwaltungsgerichts falle wahrscheinlich am Freitag.

 

Donnerstag, 27. August, 19.40 Uhr: Corona Testzentrum in Lindau: Wer sich dort kostenlos testen lassen kann

In Lindau eröffnet ein Corona-Testzentrum. Landrat Stegmann mahnt: Die Kapazitäten sind beschränkt. Wie der Test abläuft, wo man sich anmelden kann, wie die Öffnungszeiten sind und was Interessierte beachten müssen.

 

Donnerstag, 27. August, 18.35 Uhr: Maskenpflicht ab Freitag in ganz Paris an der frischen Luft

In ganz Paris gilt ab Freitag eine Maskenpflicht unter freiem Himmel. Das kündigte die für Gesundheit zuständige stellvertretende Bürgermeisterin von Paris, Anne Souyris, am Donnerstag im Gespräch mit dem Sender BFM TV an. Premierminister Jean Castex hatte sich zuvor deutlich für eine solche Regelung ausgesprochen. Davor war die Maske nur in Teilen der Stadt verpflichtend. Viele Menschen tragen sie aber schon jetzt dauerhaft, da sich die Zonen, in denen der Mundnasen-Schutz Vorgabe ist, wie ein unübersichtlicher Flickenteppich über das Stadtgebiet verstreuen. Die neue Regelung soll nun neben Fußgängern auch für Fahrradfahrer und Motorradfahrer gelten, so die Polizeipräfektur.

Castex hatte zuvor erklärt, dass neben dem Département Bouches-du-Rhône und Paris 19 weitere Départements als rote Zone eingestuft wurden. Das heißt, dass dort eine erhöhte Ansteckungsgefahr herrscht. Die neuen Gefahrenzonen liegen vorrangig im Süden des Landes und rund um Paris. Für weite Teile der französischen Mittelmeerküste und den Großraum Paris hat die Bundesregierung bereits eine Reisewarnung ausgesprochen.

Castex betonte, dass Frankreich trotz des Wiederaufflammens der Coronavirus-Pandemie eine neue landesweite Ausgangssperre vermeiden will. Das sei zu schaffen, wenn alle mitarbeiten würden.

Das Krankenhaussystem sei bereit für eine mögliche neue Welle was Betten, Masken, Medikamente und Beatmungsgeräte betrifft, so Castex. Eine Situation wie im Frühjahr solle jedoch unbedingt verhindert werden. Frankreichs Regierung hatte sich in der Vergangenheit bereits für regionale Beschränkungen ausgesprochen. So müssen etwa Bars und Restaurants in Marseille, das schwer getroffen ist, um 23 Uhr schließen.

Castex erklärte, dass es am Ende der Ausgangsbeschränkungen Mitte Mai weniger als 1.000 neue Corona-Infektionen pro Tag in Frankreich gegeben habe. Jetzt sei man bei mehr als 3.000. "Natürlich sind diese Zahlen mit Vorsicht zu interpretieren, wir testen viel mehr Menschen. Aber diese Zunahme der Tests erklärt nicht alles", so der Premier.

 

Donnerstag, 27. August, 17.44 Uhr: RKI erwartet Impfstoff gegen neues Coronavirus bis Anfang 2021

"Nach aktuellem Kenntnisstand wird erwartet, dass bis Anfang 2021 ein oder mehrere Covid-19-Impfstoff(e) in der Europäischen Union zugelassen und erste Produktionschargen verteilt und vertrieben werden könnten", heißt es im jüngsten Epidemiologischen Bulletin vom RKI am Donnerstag. Die Hintergründe dazu lesen Sie hier.

 

Donnerstag, 27. August, 17 Uhr: Bundesliga bis Ende Oktober in leeren Arenen - Arbeitsgruppe geplant

Die Fußball-Bundesliga wird bis mindestens Ende Oktober vor weitgehend leeren Zuschauerrängen spielen müssen. Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder einigten sich am Donnerstag darauf, dass eine Arbeitsgruppe auf Ebene der Chefs der Staatskanzleien in den kommenden beiden Monaten einen Vorschlag für den Umgang mit Fans bei bundesweiten Sportveranstaltungen erarbeiten soll. Großveranstaltungen, bei denen eine Kontaktverfolgung und die Einhaltung von Hygieneregelungen nicht möglich ist, sollen mindestens bis Ende Dezember 2020 nicht stattfinden.

Es sei "nicht sinnvoll, im September mit Zuschauern zu starten", sagte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU). "Es ist mit einer steigenden Infektionszahl ein falsches Signal." Der Profi-Fußball startet mit der ersten Runde im DFB-Pokal am zweiten September-Wochenende in die neue Saison. Inwieweit schon früher zumindest einige Hundert Fans zugelassen werden, blieb zunächst offen. Die Beschränkungen für Teilnehmer an solchen Veranstaltungen unterscheiden sich derzeit in den Bundesländern stark.

Die 36 Vereine der Deutschen Fußball Liga hatten sich Anfang August auf ein einheitliches Vorgehen zur möglichen Rückkehr zumindest einiger Zuschauer in die Stadion geeinigt. Als einen zentralen Punkt beschlossen die Clubs, "bei ihren Spielen sicherzustellen, dass im Fall von Infektionen die Identität und Kontaktdaten möglicher und eventuell betroffener Stadionbesucher ermittelt werden können." Dies würde die geforderte Kontaktverfolgung ermöglichen.

 

Donnerstag, 27. August, 16.35 Uhr: Bund und Länder einigen sich nicht bei Feiern im Privatbereich

Bund und Länder haben sich bei den umstrittenen Feierlichkeiten im Familien- und Freundeskreis nicht auf bundesweit geltende Obergrenzen für Teilnehmerzahlen einigen können. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Donnerstag aus der Beratungsrunde von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten. Die Bürger werden gebeten, in jedem Einzelfall kritisch abzuwägen, ob, wie und in welchem Umfang private Feierlichkeiten nötig und vertretbar seien.

 

Donnerstag, 27. August, 16.12 Uhr: Bund und Länder: Großveranstaltungen bis Ende des Jahres verboten

Bund und Länder sind sich einig, dass Großveranstaltungen, bei denen eine Kontaktverfolgung und die Einhaltung von Hygieneregelungen nicht möglich ist, bis mindestens Ende Dezember 2020 nicht stattfinden sollen.

Zum einheitlichen Umgang mit Zuschauern bei bundesweiten Sportveranstaltungen wird eine Arbeitsgruppe auf Ebene der Chefs der Staatskanzleien eingesetzt, die bis Ende Oktober einen Vorschlag vorlegen soll.

Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Donnerstag aus der Beratungsrunde von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten.

 

Donnerstag, 27. August, 15.27 Uhr: Bund und Länder: Eltern bekommen fünf Tage mehr bei krankem Kind

Bund und Länder haben sich darauf verständigt, dass in diesem Jahr gesetzlich Versicherten mit Anspruch auf Kinderkrankengeld fünf zusätzliche Tage zur Betreuung eines kranken Kindes gewährt werden. Alleinerziehende sollen zehn zusätzliche Tage dafür bekommen. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus den Beratungen von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten am Donnerstag. Der Bund solle das entsprechend gesetzlich regeln.

 

Donnerstag, 27. August, 15.05 Uhr: Künftig Ende von Corona-Quarantäne durch Test am 5. Tag möglich

Reiserückkehrer aus Risikogebieten sollen demnächst eine Corona-Quarantäne frühestens durch einen Test ab dem fünften Tag nach Rückkehr beenden können. Diese Regelung soll möglichst ab dem 1. Oktober 2020 gelten, wie die Deutsche Presse-Agentur aus dem Treffen von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten am Donnerstag erfuhr. Zudem soll geprüft werden, ob Reiserückkehrer aus Risikogebieten ihren Test selbst zahlen sollen.

Der Bund fordert die Länder zudem auf, die Quarantänepflichten vor Ort schärfer zu kontrollieren und bei Pflichtverstößen Bußgelder zu verhängen.

Zudem verständigten sich Bund und Länder darauf, die kostenlosen Corona-Tests für Einreisende aus Nicht-Risikogebieten zum Ende der Sommerferien mit dem 15. September zu beenden. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) will dem Vernehmen nach aber an seinem Angebot für kostenlose Tests an Flughäfen, Bahnhöfen und Autobahnen festhalten, hieß es aus Teilnehmerkreisen.

Merkel und die Ministerpräsidenten diskutieren auch darüber, ob angesichts gestiegener Corona-Infektionszahlen schärfer als bisher vor Reisen in Risikogebiete gewarnt werden sollte. Die Kanzlerin hatte nach dpa-Informationen in der Runde eine entsprechende Gesetzesänderung vorgeschlagen. Demnach soll es bei einer Infektion nach solchen Reisen keine Zahlung des Lohnausfalls und keine Übernahme von Testkosten geben.

 

Donnerstag, 27. August, 13.35 Uhr: Bund und Länder: Keine kostenlosen Tests aus Nicht-Risikogebieten

Bund und Länder haben sich darauf verständigt, die kostenlosen Corona-Tests für Einreisende aus Nicht-Risikogebieten zum Ende der Sommerferien mit dem 15. September zu beenden. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Donnerstag aus den Beratungen von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten der Länder.

 

Donnerstag, 27. August, 12.55 Uhr: Merkel-Vorschlag: Bundesliga drohen Geisterspiele bis Jahresende

Der Fußball-Bundesliga drohen bis zum Jahresende noch Spiele vor leeren Zuschauerrängen. Auf Vorschlag von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sollen größere Sportveranstaltungen mit Zuschauern bis mindestens 31. Dezember 2020 verboten bleiben. Das steht nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur in einer Beschlussvorlage des Bundes für die Runde der Kanzlerin mit den Ministerpräsidenten am Donnerstag.

Dieses Verbot würde neben den Profi-Fußballclubs auch die Spitzenvereine im Handball, Basketball und Eishockey sowie weitere stark von Zuschauer-Einnahmen abhängige Sportarten empfindlich treffen.

Ausnahmen könne es dem Vorschlag zufolge in Regionen mit sehr geringen Infektionszahlen geben. Dann müsse aber sichergestellt sein, dass die Teilnehmer ausschließlich aus dieser Region oder aus umliegenden Regionen mit entsprechenden Entwicklungen kommen, heißt es in der Vorlage.

Die Deutsche Fußball Liga hatte am Mittwoch im Zusammenspiel mit dem Deutschen Fußball-Bund ein überarbeitetes Hygienekonzept vorgestellt und den Vereinen der Bundesliga und 2. Bundesliga zugesendet. Die 36 Clubs der DFL sollen den Leitfaden auf ihrer außerordentlichen Mitgliederversammlung am 3. September in den Statuten verankern. Darin sind auch personalisierte Tickets für Zuschauer vorgesehen. Ob dies aber in der Umsetzung der von der Bundesregierung nun vorgeschlagenen Richtlinien zu einer Zulassung einer größeren Zahl von Fans in den Stadien führen kann, erscheint fraglich.

 

Donnerstag, 27. August, 12.40 Uhr: Bund und Länder: Mindestbußgeld von 50 Euro für Maskenverweigerer

Berlin (dpa) - Bund und Länder haben sich darauf verständigt, bei Verstößen gegen die Maskenpflicht ein Bußgeld von mindestens 50 Euro zu erheben. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Donnerstag aus den Beratungen von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten der Länder. Sachsen-Anhalts Regierungschef Reiner Haseloff (CDU) hatte in der Diskussion ein Mindestbußgeld abgelehnt und erklärt, er werde die Regelung in seinem Land nicht mitmachen, was er in einer Protokollnotiz festhalten lassen wollte.

In Bayern ist das Bußgeld für Maskenverweigerer deutlich höher. Seit Dienstag (25.8.) werden 250 Euro, bei wiederholtem Verstoß auch 500 Euro fällig.

 

Donnerstag, 27. August, 8 Uhr: Landkreistag warnt vor zu viel Einheitlichkeit bei Corona-Regeln

Der Deutsche Landkreistag warnt vor einer übermäßigen Vereinheitlichung der Corona-Regelungen in Deutschland. "Wenn wir im vergangenen halben Jahr eines lernen konnten, dann dies: Die Pandemie kann dezentral gut eingedämmt werden", sagte Landkreistags-Präsident Reinhard Sager der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. An diesem Donnerstag wollen Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder erneut über das weitere Vorgehen in der Corona-Krise beraten.

Abgesehen von wenigen bundesweiten Leitplanken müssten die Vorgaben zur Eindämmung des Virus nicht überall gleich sein, sondern vielmehr den jeweiligen Gegebenheiten entsprechen, betonte Sager. "Insofern erwarten wir von Bund und Ländern, dass für die Landkreise nach wie vor Spielräume zum ortsangemessenen Umgang mit Corona bestehen bleiben. Wir sollten das unterschiedliche Infektionsgeschehen nicht bundesweit über einen Kamm scheren."

 

Donnerstag, 27. August, 7 Uhr: Aachen: Karneval-Konzept in Corona-Zeiten setzt auf weniger Gäste

Der Aachener Karnevalsverein hat Pläne vorgestellt, wie das Brauchtum in Zeiten von Corona aussehen soll: So sollen etwa zur Verleihung des berühmten "Ordens wider den tierischen Ernst" nur rund 300 Gäste kommen. Voraussetzung dafür ist, dass die Coronaschutzverordnung es erlaubt und das Gesundheitsamt das Hygienekonzept genehmigt. Die Gäste müssen eventuell auch einen negativen Corona-Test vorweisen, wie Präsident Werner Pfeil der Deutschen Presse-Agentur erläuterte.

Auf der Bühne werde es vermutlich keine Tanznummern geben und statt Live-Gesang möglicherweise Playback, so Pfeil. Büttenreden sollten drin sein. Auch Iris Berben käme am 30. Januar als neue Ordensritterin zu Wort. Übertragen wird die Ordensverleihung beim WDR und die Prinzenproklamation laut Pfeil bei Youtube. Dort soll es von Anfang Januar bis Aschermittwoch auch eine Art Prinzen-TV geben: Vier Aufzeichnungen pro Woche mit Rednern, Vereinen, Einspielern.

 

Donnerstag, 27. August, 6.30 Uhr: Brasilien: Mehr als 47 000 Corona-Neuinfektionen an einem Tag

Das von der Corona-Pandemie stark betroffene Brasilien hat ein halbes Jahr nach dem ersten Corona-Fall mehr als 47 000 Neuinfektionen binnen 24 Stunden registriert. Damit haben sich insgesamt mehr als 3,7 Millionen Menschen mit dem Virus angesteckt, wie das Gesundheitsministerium in Brasília am Mittwochabend (Ortszeit) mitteilte. 1085 Tote wurden zwischen Dienstagabend und Mittwochabend erfasst, 117 665 Patienten sind in dem größten und bevölkerungsreichsten Land in Lateinamerika bislang gestorben.

Nur in den USA wurden bislang mehr Infektionen und Tote verzeichnet. Die tatsächlichen Zahlen in Brasilien dürften noch weit höher liegen, auch weil das Land sehr wenig testet. Wissenschaftliche Studien und Schätzungen von Organisationen legen nahe, dass sich mindestens siebenmal so viele Menschen infiziert haben wie bislang bekannt, und doppelt so viele wie erfasst gestorben sind. Brasilien hat 210 Millionen Einwohner und ist 24 Mal so groß wie Deutschland.

 

Donnerstag, 27. August, 5.50 Uhr: Merkel und Ministerpräsidenten beraten über Corona-Strategie

Erstmals seit Juni beraten am Donnerstag (11.00 Uhr) die Ministerpräsidenten der Länder wieder mit Kanzlerin Angela Merkel über eine Neuausrichtung der Corona-Strategie. Grundsätzlich steht die Frage im Raum, ob man wieder zu einheitlichen Regeln gelangen kann, nachdem die Länder in den vergangenen Wochen je eigene Maßnahmen ergriffen hatten. Ein zentraler Streitpunkt dürfte dabei sein, wie man mit Corona-Tests für Reisende umgeht und ob man hier zu einer einheitlichen Linie findet. Bislang gibt es hier aber Streit.

Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) will Rückkehrern nach der Sommerreisesaison keine kostenlosen Tests mehr anbieten, die Testpflicht für Rückkehrer aus Risikogebieten wieder abschaffen und stattdessen stärker auf die Quarantäneregel setzen. Die Laborkapazitäten seien endlich. Auch Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) betonte in der "Rheinischen Post" (Donnerstag): "Die Kapazitäten sind begrenzt. Wir dürfen sie nicht verschwenden, indem wir wahllos Menschen durchtesten."

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU), der Vorsitzender der Ministerpräsidentenkonferenz ist, argumentiert, man könne nicht verpflichtende Tests einführen, "und nach zwei Wochen schaffen wir sie wieder ab". Die von Spahn und der Mehrheit der Landesgesundheitsminister statt der Testpflicht präferierte Quarantäneregelung nach der Sommerpause sei nicht sinnvoll umsetzbar, sagte Söder am Dienstagabend in der ARD-Talkshow "Maischberger".

Donnerstag, 27. August, 5.40 Uhr: Nach Verbot von Corona-Demonstration kommen Gerichte ins Spiel

Nach dem Verbot der für Samstag geplanten Demonstration gegen die Corona-Politik in Berlin stehen nun voraussichtlich Gerichtsentscheidungen an. Die Veranstalter-Initiative Querdenken 711 aus Stuttgart hatte angekündigt, gegen das Verbot der Polizei beim Berliner Verwaltungsgericht vorzugehen und wenn nötig auch das Oberverwaltungsgericht und das Bundesverfassungsgericht anzurufen.

Bis zum Mittwochnachmittag war beim Berliner Verwaltungsgericht noch keine Beschwerde gegen die Verbotsverfügung eingegangen. Wann nach einem Eingang erste Entscheidungen gefällt werden, ist offen. Auch Verfassungsschutzpräsident Thomas Haldenwang und der Vorsitzende der Innenministerkonferenz, Georg Maier (SPD), erwarten, dass Gerichte über die Demonstration entscheiden werden.

Innensenator Andreas Geisel (SPD) argumentierte, die letzte ähnliche Querdenken-Demonstration am 1. August habe gezeigt, dass Demonstranten "sich bewusst über bestehende Hygieneregeln und entsprechende Auflagen" hinwegsetzten. Daher sei auch jetzt wieder "mit Verstößen gegen die geltende Infektionsschutzverordnung zu rechnen". Es gehe nicht um eine Entscheidung gegen die Versammlungsfreiheit, "sondern eine Entscheidung für den Infektionsschutz". Er fügte hinzu: "Ich bin nicht bereit, ein zweites Mal hinzunehmen, dass Berlin als Bühne für Corona-Leugner, Reichsbürger und Rechtsextremisten missbraucht wird."

 

Donnerstag, 27. August, 5.30 Uhr: 1.507 registrierte Corona-Neuinfektionen in Deutschland

Guten Morgen aus der der Digitalredaktion der Allgäuer Zeitung,

Innerhalb eines Tages haben die Gesundheitsämter in Deutschland nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom frühen Donnerstagmorgen 1507 neue Corona-Infektionen gemeldet. Am Tag zuvor waren es 1576. Am Samstag war mit 2034 neuen Fällen erstmals seit Ende April die 2000er-Marke überschritten worden.

Der Höhepunkt bei den täglich gemeldeten Neuansteckungen hatte Ende März/Anfang April bei mehr als 6000 gelegen. Die Zahl war nach den immer noch über 1000 liegenden Werten im Mai in der Tendenz gesunken, seit Ende Juli steigt sie wieder. Experten zeigen sich besorgt, dass es zu einem starken Anstieg der Fallzahlen kommen könnte, der die Gesundheitsämter bei der Nachverfolgung von Ansteckungsketten an ihre Grenzen bringt.

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich mindestens 237.936 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert, wie das RKI am Donnerstagmorgen im Internet meldete (Datenstand 27.8., 0.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 9.285. Seit dem Vortag wurden fünf Todesfälle mehr gemeldet. Bis Donnerstagmorgen hatten etwa 211 900 Menschen die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.

 

 

Mittwoch, 26. August, 22.15 Uhr: Corona-Regeln in Heim ignoriert: Besuchsverbot

Weil Corona-Auflagen ignoriert wurden, war das Senioren- und Pflegeheim Obergünzburg (Ostallgäu) knapp eineinhalb Wochen für Besucher geschlossen. Währenddessen ist ein neues Konzept mit Regeln für die Gäste des Hauses entwickelt worden.

Vor der vorübergehenden Schließung hatte die Heimleitung Besuche in den Zimmern der Bewohner erlaubt. In den vergangenen Wochen war es laut Landratsamt jedoch immer wieder vorgekommen, dass sich Gäste nicht an die vorgegebenen Regeln hielten, bei Besuchen keine Masken trugen oder den Mindestabstand nicht einhielten.

„Wir sprechen hier nicht von Einzelfällen“, sagte Stefan Leonhart von der Pressestelle des Landratsamtes Ostallgäu. Der Landkreis ist Träger des Hauses in der Marktgemeinde Obergünzburg. Das neue Besucher-Konzept sieht vor, dass Treffen künftig nurmehr in Gemeinschaftsräumen möglich sein sollen und nicht mehr auf den Zimmern. „Ziel ist es, die Einhaltung der Regeln besser kontrollieren zu können“, sagt Leonhart. In den anderen kreiseigenen Heimen in Waal und Buchloe wurden die Corona-Regeln eingehalten.

 

Mittwoch, 26. August, 21.15 Uhr: Für angeordnete Quarantäne kein Urlaub nötig

Reisende, die aus einem Corona-Risikogebiet zurückkehren und in Quarantäne müssen, müssen dafür keinen Urlaub nehmen und auch keinen Verdienstausfall befürchten. Das sagte ein Sprecher des Bundesgesundheitsministeriums am Mittwoch in Berlin. Unter Verweis auf das Infektionsschutzgesetz und die Quarantäneverordnungen der Länder sagte er: "Das heißt, der Arbeitnehmer muss aufgrund behördlicher Anordnung für den Zeitraum der Quarantäne zu Hause bleiben. Deshalb besteht für ihn weder die Pflicht, dafür Urlaub zu nehmen, noch muss er einen Verdienstausfall befürchten." Der Sprecher verwies bei einer Pressekonferenz auf Paragraf 56 des Infektionsschutzgesetzes.

Darin ist eine Entschädigungsregelung enthalten, wonach der Staat für Verdienstausfälle aufkommt, wenn jemand "Verboten in der Ausübung seiner bisherigen Erwerbstätigkeit unterliegt oder unterworfen wird und dadurch einen Verdienstausfall erleidet". Auf die Nachfrage, ob der Staat auch dann für den Verdienstausfall aufkommt, wenn jemand in ein Gebiet reise, bei dem schon vor der Reise feststehe, dass dies ein Risikogebiet sei, sagte der Sprecher, die entsprechende rechtliche Grundlage "würde auch in solchen Fällen greifen".

Die stellvertretende Regierungssprecherin Ulrike Demmer sagte, sie appelliere an die Verantwortung jedes Einzelnen, "vielleicht auch im Vorfeld abzuwägen, ob denn die Reise ins Risikogebiet unumgänglich ist".

 

Mittwoch, 26. August, 20.30 Uhr: Pressestimmen zum Verbot der Corona-Demo in Berlin

Berlin hat mehrere für Samstag geplante Demonstrationen gegen die Corona-Regeln der Bundesregierung und der Länder verboten. Dieses Demo-Verbot wird heute in vielen deutschen Medien kommentiert - und durchaus kontrovers diskutiert. Die einen halten das Verbot für richtig, andere sprechen von einem inakzeptablen Eingriff in die Grundrechte. Hier Reaktionen und Pressestimmen.

 

Mittwoch, 26. August, 18.30 Uhr: Corona-Testzentren in Kempten und dem Oberallgäu: Wann ist der Start und wie läuft das ab?

Die Stadt Kempten und der Landkreis Oberallgäu richten gemeinsam ein Corona-Testzentrum ein, allerdings an zwei Standorten: Ab Freitagnachmittag geht der Drive-In-Testschalter auf dem Marktanger in Sonthofen wieder in Betrieb. Anfang nächster Woche können sich die Bürger dann auch auf dem Gelände der Ari-Kaserne in Kempten testen lassen. Auch weitere Städte und Gemeinden haben Testzentren geplant oder schon eröffnet.

 

Mittwoch, 26. August, 16.40 Uhr: Wahlrecht, Corona, Kurzarbeit - das sind die Beschlüsse der Koalition

Das erste Treffen von den Spitzen von Union und SPD nach der Sommerpause hatte es in sich - und das nicht nur wegen des Dauerbrennerthemas Corona und der Dauer von mehr als acht Stunden. Die Beschlüsse in der Kurzübersicht.

 

Mittwoch, 26. August, 15.45 Uhr: Warum nicht jeder eine Corona-Maske tragen kann - und muss

Seit dem 27. April gilt in Bayern eine Maskenpflicht im öffentlichen Personennahverkehr sowie in Geschäften und Restaurants. Allerdings ist laut dem Memminger Behindertenbeirat für viele Menschen mit Behinderung eine Maskenpflicht nicht umsetzbar. Wie die Rechtslage ist und wie der Behindertenbeirat um Verständnis wirbt.

 

Mittwoch, 26. August, 14.30 Uhr: Stadt Augsburg erreicht fast den Corona-Warnwert

Das Gesundheitsamt der Stadt Augsburg meldet 17 weitere Covid-19-Fälle. 13 Neuinfektionen wurden bei Reiserückkehrenden festgestellt: Als Infektionsorte wurden unter anderem der Kosovo (fünf Fälle), Kroatien (zwei Fälle) und Bosnien und Herzegowina (zwei Fälle) ermittelt. Zudem wurden drei Augsburger Kontaktpersonen eines bestätigten Covid-19-Falls positiv getestet. Bei einer infizierten Person ist der Infektionsort noch unbekannt.

Insgesamt hat das Gesundheitsamt in Augsburg 731 Infektionen mit dem Coronavirus bestätigt. 605 von 731 Personen sind genesen, 110 sind aktuell erkrankt, 16 Personen sind verstorben.

In den vergangenen sieben Tagen wurden 103 Neuinfektionen im Stadtgebiet gemeldet. Das entspricht etwa 34,6 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen. Ab 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern sollen Städte und Gemeinden Schutzmaßnahmen ergreifen.

 

Mittwoch, 26. August, 14 Uhr: Wegen Corona kein warmes Mittagessen in Waltenhofener Kitas und Schulen?

Für Waltenhofener Schüler und Kindergartenkinder gibt es nach den Ferien wohl kein warmes Mittagessen. Der Grund: Der bisherige Essens-Anbieter hat am 24. Juli außerordentlich gekündigt. Er stellt seinen Betrieb ein, weil er während der Corona-Krise zu wenige Mahlzeiten verkaufen konnte und auch künftig Unsicherheiten sieht. Vorerst müssen Eltern nun womöglich auch für mittags Brote schmieren. Während der jüngsten Sitzung beschäftigte sich nun der Gemeinderat mit dem Thema.

 

Mittwoch, 26. August, 13 Uhr: Spahn verteidigt geplante Neuregelung bei Tests für Reiserückkehrer

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat die geplanten Änderungen bei Tests für Reiserückkehrer verteidigt. "Die Strategie beinhaltet es in einer solchen dynamischen Großlage immer, auch lageangepasst die konkreten Maßnahmen weiterzuentwickeln", sagte der CDU-Politiker am Mittwoch in Berlin. Daran werde man sich gemeinsam gewöhnen müssen.

Spahn und die Gesundheitsminister aus mehreren Ländern streben an, dass es für Reiserückkehrer keine kostenlosen Corona-Tests mehr geben soll. Rückkehrer aus Risikogebieten sollen sich in Quarantäne begeben und diese künftig frühestens mit einem fünf Tage nach Einreise vorgenommenen negativen Test verlassen dürfen. Im Moment gilt für diese Reisenden noch, dass sie die Quarantäne mit Vorlage eines maximal 48 Stunden alten Tests bei der Einreise oder durch einen in Deutschland auf Anordnung der Behörden gemachten Test umgehen können. Dafür gilt seit 8. August eine entsprechende Verordnung zur "Testpflicht".

 

Mittwoch, 26. August, 12 Uhr: Söder fordert höhere Strafen und mehr Konsequenz bei Corona-Verstößen

Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder hat sich vor den Beratungen der Ministerpräsidenten mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) zum weiteren Vorgehen in der Corona-Krise an diesem Donnerstag für höhere Strafen für Masken-Verweigerer und Quarantänebrecher ausgesprochen. Mehr dazu lesen Sie hier.

 

Mittwoch, 26. August, 11 Uhr: Kretschmer pocht auf länderspezifische Corona-Regeln

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer beharrt auf eigenen Corona-Regeln in den Bundesländern. "Wir haben ein sehr unterschiedliches Infektionsgeschehen", sagte der CDU-Politiker am Mittwoch MDR Aktuell. "Das was der Staat macht, muss maßvoll sein, muss angemessen sein. Und deswegen ist es zwingend, dass wir in den Ländern, in denen wir ein niedriges Infektionsgeschehen haben, auch anders vorgehen, als in den Ländern, wo jetzt gerade die Zahlen massiv steigen."

In die bundesweite Debatte um angemessene Corona-Auflagen müsse "wieder mehr Sachlichkeit reinkommen", sagte der Regierungschef. Am Donnerstag will Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten der Länder über das weitere Vorgehen in der Corona-Pandemie beraten. Vorab gab es Forderungen nach bundeseinheitlichen Regelungen, etwa zur zulässigen Personenzahl bei privaten Feiern. Dagegen sagte Kretschmer, alle müssten anerkennen, "dass die konkrete Situation vor Ort die Grundlage ist für unsere Entscheidungen".

In Orten, in denen die Infektionszahlen stark anstiegen, sei ein ganz schnelles, konsequentes Handeln erforderlich.

Mittwoch, 26. August, 9. 45 Uhr: Banken vergeben in Corona-Krise weniger neue Konsumentenkredite

Die Corona-Pandemie hat den Konsum ausgebremst - und damit auch die Nachfrage nach Krediten. Mit 53,7 Milliarden Euro lag das Neugeschäft der auf Kredite spezialisierten Banken in Deutschland im ersten Halbjahr um 17 Prozent unter dem Wert des Vorjahreszeitraums, wie der Bankenfachverband am Mittwoch mitteilte. Insgesamt hatten die Institute Ende Juni 172,4 Milliarden Euro an Verbraucher und Unternehmen verliehen.

An Privatleute vergaben die Institute in der ersten Jahreshälfte 7,3 Prozent weniger neue Kredite als ein Jahr zuvor. Finanziert wurden damit Konsumgüter - Autos, Möbel, Computer - im Gesamtwert von 26 Milliarden Euro.

"Die Coronavirus-Pandemie hat den privaten Konsum und die Investitionstätigkeit der Unternehmen stark gebremst", erklärte Verbands-Geschäftsführer Jens Loa die Entwicklung. Entsprechend konnten die Kreditbanken weniger Finanzierungsverträge abschließen. Dies gelte insbesondere für Einkaufsfinanzierungen mit Händlern.

Der allgemeine Trend zur Digitalisierung in Zeiten des grassierenden Virus machte sich auch bei den Kreditbanken bemerkbar. Fast jeder vierte der Konsumkredite wurde online abgeschlossen: 6,2 Milliarden Euro sagten die Banken via Internet zu - ein Plus von fast 14 Prozent zum ersten Halbjahr 2019.

 

Mittwoch, 26. August, 8.30 Uhr: Immobilienpreise steigen trotz Corona-Krise weiter

Wohnungen und Häuser in Deutschland haben sich trotz der Corona-Krise weiter verteuert. Im zweiten Quartal stiegen die Preise für Wohnimmobilien im Schnitt um 1,4 Prozent gemessen am ersten Jahresviertel, teilte das Statistische Bundesamt am Mittwoch mit. Zum Vorjahreszeitraum stand ein Plus von 5,6 Prozent. Damit bewegten sich die Zuwächse im Bereich der vorhergehenden Quartale, erklärten die Wiesbadener Statistiker. Jedoch handle es sich um eine Schnellschätzung, die mit einer gewissen Unsicherheit behaftet sei.

Gemäß der Analyse haben die immensen wirtschaftlichen Folgen der Pandemie dem Immobilienboom bislang kaum etwas anhaben könne. Im ersten Quartal hatten die Wiesbadener Statistiker noch ein Anziehen der Immobilienpreise von 6,8 Prozent binnen Jahresfrist und von 0,3 Prozent zum Schlussquartal 2019 festgestellt. Vor allem in Großstädten, aber auch auf dem Land gab es kräftige Aufschläge.

Die Corona-Pandemie wirkt sich in Deutschland seit dem Frühjahr aus und schlug im Sommerquartal voll auf die Wirtschaft durch. Manche Ökonomen hatten daher mit einem kräftigen Dämpfer am Wohnungsmarkt gerechnet und sinkende Immobilienpreisen erwartet. Die Zahl der Wohnungsanzeigen war im Lockdown um bis zu 40 Prozent eingebrochen.

Kurzarbeit, sinkende Einkommen und steigende Arbeitslosigkeit in der Corona-Krise belasten die finanzielle Lage vieler Menschen, was den Spielraum für Immobilienkäufe begrenzt. Auf der anderen Seite suchen viele Investoren angesichts heftig schwankender Börsen Sicherheit in Immobilien, und die Niedrigzinsen machen Kredite weiter günstig.

 

Mittwoch, 26. August, 7.45 Uhr: Zwei Drittel weniger Passagiere an bayerischen Flughäfen

Die Corona-Krise hat den Flugverkehr in Bayern zeitweise fast zum Erliegen gebracht: Von Januar bis Juni meldeten die Flughäfen zwei Drittel weniger Passagiere als im Vorjahr, wie das Bayerische Landesamt für Statistik mit Sitz in Fürth am Mittwoch mitteilte. In München, Nürnberg und Memmingen starteten und landeten in dem Zeitraum demnach 95 290 Flugzeuge mit 8,7 Millionen Menschen.

In München sank die Zahl der Fluggäste im ersten Halbjahr 2020 den Angaben nach um 65,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Rund 7,8 Millionen Menschen seien an Bord gewesen. Der Flughafen Nürnberg registrierte laut Landesamt in demselben Zeitraum nur 618 000 Passagiere, der Flughafen Memmingen 328 000.

Nicht ganz so stark waren die Verluste demnach beim Fracht- und Postaufkommen: An den drei Flughäfen seien von Januar bis Juni 95 290 Flugzeuge gestartet oder gelandet, hieß es weiter. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspreche das einem Rückgang um 45,7 Prozent.

Mittwoch, 26. August, 6.30 Uhr: Koalition vereinbart längeres Kurzarbeitergeld

Die Spitzen der schwarz-roten Koalition wollen in der beispiellosen Corona-Krise mit einer Verlängerung des Kurzarbeitergelds weiter Jobs absichern. Auch staatliche Hilfen für kleine und mittlere Firmen soll es länger als bisher geplant geben. Nach zähem Ringen verständigten sich die Spitzen von CDU, CSU und SPD auf weitere Maßnahmen. Mehr darüber lesen Sie hier.

 

Mittwoch, 26. August, 6.15 Uhr: Brasilien: Präsidenten-Sohn Flávio Bolsonaro mit Corona infiziert

Der brasilianische Präsidenten-Sohn Flávio Bolsonaro ist nach eigener Aussage positiv auf das Coronavirus getestet worden. "Es geht mir gut, ich habe keine Symptome und behandle zu Hause mit Hydroxychloroquin und Azithromycin", schrieb der Senator am Dienstag auf Twitter. Vor ihm waren bereits sein Vater Jair Bolsonaro, dessen Frau Michelle und ein weiterer Sohn Corona-positiv getestet worden. Michelle Bolsonaros 80-jährige Großmutter war Anfang des Monats im Zusammenhang mit der Atemwegs-Erkrankung Covid-19 gestorben.

Brasilien, ein Staat mit rund 210 Millionen Einwohnern, ist das von der Corona-Pandemie am zweitstärksten betroffene Land nach den USA. Fast 3,7 Millionen Menschen haben sich mit Corona infiziert, mehr als 115 000 Patienten sind im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben. Die tatsächlichen Zahlen dürften noch weit höher liegen, auch weil sehr wenig getestet wird.

Präsident Bolsonaro steht wegen seines laxen Umgangs mit der Pandemie seit langem in der Kritik. Er bezeichnete die Krankheit Covid-19 immer wieder als "leichte Grippe" und stemmte sich gegen Schutzmaßnahmen.

 

Mittwoch, 26. August, 6 Uhr: Recht auf Auszeit für coronabedingte Pflege wird verlängert

Wer coronabedingt Angehörige pflegt, kann dafür auch künftig bis zu 20 Arbeitstage der Arbeit fernbleiben. Das gilt auch für jene, die Pflege neu organisieren müssen, wie die Spitzen der Koalition in der Nacht zu Mittwoch in Berlin beschlossen. Die Möglichkeiten sollen bis 31. Dezember 2020 verlängert werden. Auch das Pflegeunterstützungsgeld kann bis zu 20 Arbeitstage in Anspruch genommen werden, wenn die Pflege zu Hause erfolgt.

Mittwoch, 26. August, 5.45 Uhr: Werkstätten für Behinderte weiter vor Corona-Aus geschützt

Soziale Dienstleister wie Werkstätten für Menschen mit Behinderungen sollen weiter vor existenzbedrohenden Problemen wegen Einschränkungen in der Corona-Krise geschützt werden. Union und SPD beschlossen dazu im Koalitionsausschuss in der Nacht zu Mittwoch eine Verlängerung von Regeln zum Erhalt der Einrichtungen. Betroffen sind etwa auch Versorgungs- und Rehabilitationseinrichtungen, Einrichtungen der Arbeitsförderung und Anbieter von Sprachkursen. Die Träger sollen durch das Sozialdienstleister-Einsatzgesetz, das nun bis 31. Dezember 2020 gelten soll, Zahlungen an die sozialen Dienstleister und Einrichtungen leisten - und zwar unabhängig davon, ob diese ihre ursprünglich vereinbarte Leistung tatsächlich erbringen.

 

Mittwoch, 26. August, 5.30 Uhr: 1576 registrierte Corona-Neuinfektionen in Deutschland

Innerhalb eines Tages haben die Gesundheitsämter in Deutschland nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom frühen Mittwochmorgen 1576 neue Corona-Infektionen gemeldet. Am Dienstag waren es 1278. Am Samstag war mit 2034 neuen Fällen erstmals seit Ende April die 2000er-Marke überschritten worden.

Der Höhepunkt bei den täglich gemeldeten Neuansteckungen hatte Ende März/Anfang April bei mehr als 6000 gelegen. Die Zahl war nach den immer noch über 1000 liegenden Werten im Mai in der Tendenz gesunken, seit Ende Juli steigt sie wieder. Experten zeigen sich besorgt, dass es zu einem starken Anstieg der Fallzahlen kommen könnte, der die Gesundheitsämter bei der Nachverfolgung von Ansteckungsketten an ihre Grenzen bringt.

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich mindestens 236.429 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert, wie das RKI am Mittwochmorgen im Internet meldete Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 9280. Seit dem Vortag wurden drei Todesfälle mehr gemeldet. Bis Mittwochmorgen hatten etwa 210 600 Menschen die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.

 

Dienstag, 25. August, 22.03 Uhr: Volkswagen setzt auf eigene Corona-Tests an deutschen Standorten

Mit freiwilligen Corona-Tests will der Autobauer Volkswagen das Risiko einer Virusausbreitung für die Belegschaft senken. In insgesamt zehn Containern an deutschen Standorten sollen bis zu 2400 Tests pro Tag ermöglicht werden, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. "Zum Ende der Urlaubssaison steigt das Verbreitungsrisiko", sagte Personalvorstand Gunnar Kilian. Da gleichzeitig die Nachfrage aber wieder anziehe, gelte es, einen neuerlichen Shutdown unbedingt zu vermeiden.

 

Dienstag, 25. August, 19.30 Uhr: Nach Usain Bolts Geburtstag: Bundesliga-Profi Bailey in Quarantäne

Bundesliga-Profi Leon Bailey von Bayer Leverkusen hat sich nach dem Besuch der Geburtstagsfeier des mit dem Coronavirus infizierten Sprint-Olympiasiegers Usain Bolt auf Jamaika in Quarantäne begeben. Das teilte Bayer am Dienstagabend mit. "Bis zum Start des privat vom Spieler gecharterten Flugzeugs, das eine Isolation Baileys jederzeit gewährleistet", habe sich der 23-Jährige "in häuslicher Quarantäne befunden. Nach seiner Ankunft in Leverkusen wird Bailey in häuslicher Quarantäne verbleiben und parallel regelmäßig von einem unabhängigen Labor getestet werden", schieb Leverkusen in einer Pressemitteilung.

Die Feier zu Bolts 34. Geburtstag fand am vergangenen Freitag statt. Der frühere Sprint-Superstar hatte in einem Video in sozialen Medien erklärt, er habe sich am Samstag testen lassen und sei vorsichtshalber in Quarantäne gegangen. Symptome habe er keine. Gesundheitsminister Christopher Tufton bestätigte den positiven Test.

 

Dienstag, 25. August, 19.20 Uhr: Antonio Banderas hat Covid-Infektion überstanden

Der spanische Hollywood-Star Antonio Banderas hat nach eigenen Angaben eine Corona-Infektion überstanden. "Nach 21 Tagen einer disziplinierten Isolation kann ich jetzt sagen, dass ich die Covid-19-Ansteckung überstanden habe. Ich bin gesund", teilte Banderas (60) am Dienstag auf Twitter mit. Der Schauspieler ("Die Maske des Zorro") betonte, seine Gedanken seien bei all jenen, die es nicht geschafft haben (die Krankheit zu überstehen) und die eine noch schlechtere Zeit als er gehabt hätten. Er sprach allen Kranken, "die noch mitten im Kampf sind", Mut zu.

Banderas hatte seine Infektion vor zweieinhalb Wochen, ausgerechnet an seinem 60. Geburtstag am 10. August, bekanntgegeben. Er hatte damals versichert, dass er sich trotz der Krankheit "relativ gut fühle" und dass er die Isolation nutzen werde, "um zu lesen, zu schreiben und Pläne zu machen". Nach Medienberichten war der Ex-Ehemann von Filmkollegin Melanie Griffith in seiner Wohnung im andalusischen Málaga im Süden Spaniens in Quarantäne.

Banderas ist einer der erfolgreichsten europäischen Hollywood-Stars. Vor dreieinhalb Jahren erlitt er in seinem Haus in der südenglischen Grafschaft Surrey unweit von London einen Herzinfarkt, der sein Leben veränderte. Inzwischen widmet sich Banderas vor allem dem - wie er sagt - "Projekt meines Lebens": Im November eröffnete er in seiner Geburtsstadt Málaga das von ihm gestiftete Teatro del Soho.

 

Dienstag, 25. August, 18.08 Uhr: Kubicki attackiert Söder - "Andere Länder brauchen keine Belehrungen"

Der stellvertretende FDP-Vorsitzende Wolfgang Kubicki hat Bayerns Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU) wegen dessen Forderung nach mehr einheitlichen Standards im Kampf gegen Corona scharf kritisiert. "Wenn Markus Söder jetzt nach bundeseinheitlichen Regelungen ruft, um die Corona-Ausbreitung einzudämmen, dann ist es der hilflose Versuch, von den miserablen Infektionszahlen in Bayern abzulenken", sagte Kubicki in Berlin.

Die anderen Bundesländer brauchten keine Belehrungen aus der bayerischen Staatskanzlei, wie sie sich in der Corona-Krise sinnvollerweise zu verhalten hätten. "Alle anderen Ministerpräsidenten haben die Krise bislang besser gemanagt als Markus Söder. Der herausgebrüllte Anspruch, größter Corona-Bekämpfer aller Zeiten zu sein, lässt sich durch die Zahlen jedenfalls nicht rechtfertigen", so Kubicki..

 

Dienstag, 25. August, 17.25 Uhr: Party mit Corona-Infiziertem in Nürnberg war wohl keine geschlossene Gesellschaft

Die Nürnberger Party mit einem Corona-Infiziertem war möglicherweise keine private Feier. "Es wird durch das Ordnungsamt derzeit geklärt, ob es wirklich eine private Feier war", sagte ein Stadtsprecher am Dienstag. Stichprobenartige Anrufe bei Teilnehmern hätten ergeben, dass die Gäste im Nachtclub "Mach 1" wohl nicht zu einer geschlossenen Gesellschaft gehört hätten. Dies ist eine Voraussetzung für Privatfeiern in Clubs oder Diskotheken. Zuvor hatten Medien darüber berichtet. Die Feier im "Mach 1" hatte ein Gast besucht, der positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden war und der eigentlich unter Quarantäne stand.

 

Dienstag, 25. August, 17.15 Uhr: Abstände in Kinos und Theatern in Mecklenburg-Vorpommern können verringert werden

Kinos und Theater in Mecklenburg-Vorpommern können die Abstände zwischen den Besuchern verringern, wenn diese während der Vorstellung eine Maske tragen. Der bisherige Mindestabstand von 1,50 Metern zwischen den Gästen bedeute, dass drei Sitze frei bleiben müssten, sagte Gesundheitsminister Harry Glawe (CDU) am Dienstag nach einer Sitzung der Landesregierung mit Vertretern von Kommunen, Wirtschaft und Verbänden in Schwerin. Durch die neue Regelung erhöhe sich für Kinos und Theater das mögliche Platzangebot deutlich. Glawe sagte, die Veranstalter müssten ihre Konzepte zur Genehmigung beim zuständigen Gesundheitsamt einreichen.

 

Dienstag, 25. August, 16.30 Uhr: Viele Coronafälle in Bayern gehen auf Infektion im Inland zurück

Viele der zuletzt in Bayern auf Corona getesteten Menschen haben sich in Deutschland angesteckt. Dies geht aus Daten des Bayerischen Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) in Erlangen hervor, wie ein Sprecher Dienstag mitteilte. Zuvor hatte der Bayerische Rundfunk darüber berichtet.

Demnach haben sich von 1613 Fällen aus den vergangenen vier Wochen, zu denen dem LGL ein Ansteckungsort vorliegt, 1269 Menschen am wahrscheinlichsten in Deutschland angesteckt. In 344 Fällen hat die Ansteckung laut LGL im Ausland stattgefunden. Insgesamt wurden dem LGL in den vergangenen vier Wochen 2611 Fälle gemeldet, doch nicht immer sei die Infektionsquelle bekannt, so der Sprecher.

Der Sprecher des LGL wies zudem darauf hin, dass der Anstieg der bayerischen Fallzahlen "zumindest auch auf die zielgerichtete Testung von Reiserückkehrern" zurückzuführen sei. So seien Fälle entdeckt worden, die sonst nicht als solche erkannt worden wären. Die Testergebnisse der Teststationen in Bayern, auch die an den Autobahnen und Flughäfen, fließen in die amtliche Meldestatistik des Freistaats ein, wenn die Getesteten ihren Wohnort in Bayern haben.

 

Dienstag, 25. August, 15.26 Uhr: Corona-Infizierter auf Feier in Bodenwöhr - Zweite Testreihe

Nach einer Feier mit einem Corona-Infizierten im oberpfälzischen Bodenwöhr sollen alle Kontaktpersonen ein zweites Mal auf eine Infektion mit dem Virus getestet werden. Die Abstriche bei den 114 Personen sollen an diesem Mittwoch genommen werden, wie ein Sprecher des Landratsamtes Schwandorf am Dienstag sagte. Die Ergebnisse der ersten Testreihe waren in allen 114 Fällen negativ ausgefallen, wie die Behörde mitteilte. Am Dienstagnachmittag lagen auch die beiden letzten ausstehenden Befunde schriftlich vor.

Ein nach einer Italien-Reise positiv auf das Coronavirus getesteter Mann hatte am 14. August an einer Geburtstagsfeier mit rund 100 Gästen teilgenommen - noch bevor er sein Ergebnis erhalten hatte, wie ein Landratsamtssprecher sagte. Der Mann hatte sich am Tag zuvor an der Grenze bei Kiefersfelden kostenlos testen lassen. Die Feier fand in Bodenwöhr in einem Zelt auf einem Sportplatz statt. Die betroffenen Personen befinden sich in einer 14-tägigen Quarantäne. "Soweit sich der negative Befund aus dem ersten Test bestätigt, können die Partygäste fristgemäß am Freitag aus der Quarantäne entlassen werden", teilte das Landratsamt mit. Fällt der zweite Abstrich positiv aus, müssten diejenigen in Quarantäne bleiben.

 

Dienstag, 25. August, 14.20 Uhr: Corona-Hotspots - nicht einmal jeder Zehnte war infiziert

Das ergab eine Studie des RKI. Mehr dazu hier.

 

Dienstag, 25. August, 14 Uhr: Stadt München beschließt Alkoholverbot bei steigenden Corona-Zahlen

Die Stadt München hat ein Alkoholverbot für den öffentlichen Raum bei steigenden Corona-Zahlen beschlossen. Die Regelung soll in Abhängigkeit der Anzahl an Neuinfektionen gelten. Sollte die Zahl der neu mit Corona Infizierten pro 100.000 Einwohner über einen Zeitraum von sieben Tagen auf 35 steigen, sei der Verkauf von Alkohol ab 21 Uhr verboten, teilte die Stadt am Dienstag mit. Zudem sei der Konsum von Alkohol im öffentlichen Raum ab 23 Uhr dann nicht mehr erlaubt.

Die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen lag in der Landeshauptstadt am Montag bei 30,92. Die Zahlen waren zuletzt stetig gestiegen. Mit einem Erreichen der nun für ein Verbot ausgegebenen Schwelle ist bei anhaltender Entwicklung der Zahlen somit in den kommenden Tagen zu rechnen.

Die Entscheidung sei ihnen allen nicht leichtgefallen, teilte Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) mit. "Es geht aber in Zeiten der Pandemie zuallererst um den Schutz der Bevölkerung und darum, noch wesentlich belastendere Maßnahmen möglichst zu vermeiden." Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) hatte schon vor Wochen die Kommunen aufgefordert, den Erlass von Alkoholverboten im öffentlichen Raum zu prüfen. In Bamberg und Nürnberg ist es in Teilen der Altstadt bereits verboten, an den Wochenenden abends Alkohol zum Mitnehmen zu verkaufen.

 

Dienstag, 25. August, 12.45 Uhr: Ausbildung: Handwerk in Schwaben trotzt Corona - Minus "geringer als befürchtet"

Zum Start des Ausbildungsjahres sind bei der HWK Schwaben 3.118 neue Verträge registriert. Das ist im Vergleich zum Vorjahr ein Minus von 5 Prozent. Allerdings sind aktuell erst 70 Prozent der Verträge eingegangen und der Markt wird noch länger als sonst in Bewegung sein.

„Das ist für diese Krisenzeit ein Topergebnis des schwäbischen Handwerks. Jetzt zahlt sich unsere intensive Begleitung der Betriebe bei der Nachwuchssicherung aus. Wir haben nach dem Lockdown sofort mit neuen, digitalen Formaten in zwei Richtungen gearbeitet.

Einerseits Schüler, Eltern und Schulen auf die Attraktivität und Sicherheit der 130 Handwerksberufe hingewiesen, andererseits den Handwerksbetrieben Instrumente an die Hand gegeben, wie sie unter Coronabedingungen zu ihren Nachwuchskräften kommen“, sagt Ulrich Wagner, Hauptgeschäftsführer der HWK Schwaben. „Wie so oft zeigt sich, dass das Handwerk in Krisenzeiten Stabilität bietet und Arbeits- und Ausbildungsplätze schafft und erhält. Das ist nach wie vor für viele ein wichtiges Argument eine Ausbildung im Handwerk zu beginnen.“

Dienstag, 25. August, 12.42 Uhr: China impft versuchsweise gegen das Coronavirus

Mehr Informationen dazu hier.

Diennstag, 25. August, 11.45 Uhr: Sachsen-Anhalts Innenminister: Bis 2500 Menschen bei Veranstaltungen

Sachsen-Anhalts Innen- und Sportminister Holger Stahlknecht hat vorgeschlagen, nach monatelangen Corona-Einschränkungen wieder bis zu 2500 Zuschauer bei Sport- und Großveranstaltungen zuzulassen. Bei niedrigem Infektionsgeschehen und einem guten Hygienekonzept könnten in Einzelfällen auch noch größere Gruppen genehmigt werden, sagte der CDU-Politiker am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. Einen entsprechenden Vorschlag werde er am Vormittag mit seinen Kabinettskollegen diskutieren.

"Wir müssen mit Augenmaß ein Stück weit zur Normalität zurückkehren", sagte Stahlknecht. Seinem Vorschlag zufolge sollte die Grenze von 2500 Zuschauern in Hallen so lange gelten, bis in einem betreffenden Landkreis mehr als 15 Corona-Infektionen je 100 000 Einwohner pro Woche auftreten. Bei Übertreten dieser Schwelle wären weniger Zuschauer zulässig. Zuvor hatte die "Mitteldeutsche Zeitung" (Dienstag) über den Vorstoß berichtet.

Auch Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) kündigte an, dass ab Mitte September eine stufenweise Rückkehr von Fans in Stadien, Sport- und Konzerthallen möglich sein soll. Es solle vom regionalen Infektionsgeschehen abhängig sein, ob und wie viele Zuschauer erlaubt sind, sagte der Regierungschef der dpa.

 

Dienstag, 25. August, 10.45 Uhr: Vfl Bochum sagt wegen Corona-Befund Trainingslager und Testspiel ab

Ein Corona-Befund innerhalb des Mannschaftskreises hat die Saisonvorbereitung des VfL Bochum empfindlich gestört. Wie der Fußball-Zweitligist am Dienstag mitteilte, wurde das geplante Kurztrainingslager in Barsinghausen abgesagt.

Nach dem Befund bei einer namentlich nicht genannten Person bei der am Montagmorgen durchgeführten regelmäßigen Testung informierte der Verein die lokalen Gesundheitsbehörden, die daraufhin häusliche Quarantäne für die Spieler, das Trainerteam und den Staff anordnete.

Auch das für Mittwoch geplante Testspiel gegen den Drittligisten VfB Lübeck entfällt. Zudem befindet sich der VfL in Austausch mit Borussia Dortmund wegen des für Freitag (28. August) geplanten Tests. Ob dieses Spiel zustande kommt, ist zum jetzigen Zeitpunkt noch offen.

 

Dienstag, 25. August, 9 Uhr: Münchens OB hofft auf ein Oktoberfest 2021

Nachdem das Oktoberfest in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie ausfällt, hofft Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) auf eine Wiesn 2021. Wenn es einen Impfstoff geben sollte, stehe einem Oktoberfest im kommenden Jahr nichts im Wege, sagte Reiter dem "Münchner Merkur". Er halte es für möglich, dass bis 2021 ein solcher Impfstoff gefunden ist. "Die ganze Welt beteiligt sich schließlich an der Forschung."

Zuversichtlich ist der Stadtchef auch, was die Christkindlmärkte in München betrifft. Die Verwaltung arbeite an einem Konzept, wie die Märkte in diesem Jahr stattfinden könnten. Es müssten Abstände gewährleistet sein, um Menschenansammlungen zu verhindern. "Ich fände es schön, zu Weihnachten ein kleines Zeichen der Normalität nach diesem schwierigen Jahr zu setzen", sagte Reiter.

Dienstag, 25. August, 8.15 Uhr: Konjunktureinbruch etwas geringer als erwartet

Die Wirtschaftsleistung in Deutschland ist in der Corona-Krise etwas weniger stark eingebrochen als zunächst berechnet. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) schrumpfte im zweiten Vierteljahr 2020 im Vergleich zum Vorquartal um 9,7 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag mitteilte. In einer ersten Schätzung war die Wiesbadener Behörde von minus 10,1 Prozent ausgegangen.

 

 

Dienstag, 25. August, 7 Uhr: Chef der Wirtschaftsweisen gegen längeres Kurzarbeitergeld

Der Chef der "Wirtschaftsweisen", Lars Feld, hat sich vor dem Treffen der Koalitionsspitzen gegen eine deutliche Verlängerung des Kurzarbeitergelds ausgesprochen. Feld sagte der Deutschen Presse-Agentur: "Das Kurzarbeitergeld und die Überbrückungshilfen waren richtige akute Instrumente. In erster Linie wird damit Arbeitslosigkeit verhindert. Aber sie längerfristig einzusetzen, hat Nachteile."

Eine deutliche Verlängerung des Kurzarbeitergelds würde bedeuten, dass notwendige Anpassungen in der Krise aufgeschoben werden, sagte Feld. "Unternehmen, die im Strukturwandel an der Kante stehen, bleiben dort und werden nicht über die Kante gestoßen. Das Kurzarbeitergeld wird dann zur strukturerhaltenden Maßnahme. Je länger die Kurzarbeit dauert, desto mehr werden diese Verzerrungen dominant. Die Überbrückungshilfen erfordern Bürokratie und sie richten sich vor allem an kleine und mittlere Firmen."

Beim Koalitionsausschuss am Dienstag wollen die Spitzen des Regierungsbündnisses über eine Verlängerung der Höchstbezugsdauer des Kurzarbeitergeldes beraten - von regulär 12 auf 24 Monate. Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) will außerdem eine Verlängerung der Überbrückungshilfen - dies sind Zuschüsse für besonders betroffene Unternehmen.

 

Dienstag, 25. August, 6.30 Uhr: Bundesregierung gibt Reisewarnung für Paris und Côte d'Azur aus

Corona-Testpflicht für viele Urlauber aus Frankreich: Die Bundesregierung hat am Montagabend wegen der Ansteckungsgefahren eine Reisewarnung für den Großraum Paris sowie weite Teile der französischen Mittelmeerküste ausgesprochen. Die Regionen Île-de-France und Provence-Alpes-Côte d'Azur werden seitdem auf der fortlaufend aktualisierten Liste des bundeseigenen Robert Koch-Institutes (RKI) als Risikogebiete geführt. Solch eine Einstufung erfolgt nach gemeinsamer Entscheidung von Gesundheits-, Außen- und Innenministerium.

Zentrales Kriterium für die Einstufung als Risikogebiet ist, in welchen Staaten oder Regionen es in den vergangenen sieben Tagen mehr als 50 Neuinfizierte pro 100 000 Einwohner gegeben hat. Eine Reisewarnung geht weiter. Sie ist zwar kein Reiseverbot, aber eine abschreckende Wirkung ist beabsichtigt. Und sie hat eine positive Seite für Verbraucher: Sie ermöglicht es Pauschalreisenden, Buchungen kostenlos zu stornieren.

 

 

Dienstag, 25. August, 6 Uhr: Kommunen fordern in Corona-Krise zusätzliche Milliarden vom Bund

Der Deutsche Städtetag fordert in der Corona-Krise vom Bund zusätzliche Milliardenhilfen, damit die Kommunen weiter investieren können. Hauptgeschäftsführer Helmut Dedy sagte der Deutschen Presse-Agentur: "Die Politik muss für die Jahre 2021 und 2022 nachbessern, es geht um eine Summe in Milliardenhöhe. Sonst drohen Investitionen der Städte wegzubrechen."

Dedys Aussagen kommen vor einem Treffen der Koalitionsspitzen am Dienstag. Die Corona-Krise hat zu einem historischen Einbruch bei der Gewerbesteuer geführt - der wichtigsten Einnahmequelle der Kommunen. Der Bund übernimmt für dieses Jahr Gewerbesteuerausfälle von knapp sechs Milliarden Euro und will sich dauerhaft stärker an den Kosten der Unterkunft bei der Grundsicherung für Arbeitsuchende beteiligen.

 

Dienstag, 25. August, 5.45 Uhr: Bayern ist gegen Ende der Corona-Testpflicht nach Sommersaison

Bayern ist gegen ein vorzeitiges Ende der Corona-Testpflicht für Urlaubsrückkehrer. "Die Diskussion zur Beendigung einer Testpflicht für Reiserückkehrer aus Risikogebieten ist verfrüht", sagte Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) am Montagabend in München. Die Auswertungen aktueller Ausbruchsschwerpunkte von Corona-Infektionen zeige klar die Bedeutung von infizierten Reiserückkehrern an diesen Infektionsketten. Mehr daüber lesen Sie hier.

 

Dienstag, 25. August, 5.30 Uhr: 1278 registrierte Corona-Neuinfektionen in Deutschland

Guten Morgen aus dem Digitalteam der Allgäuer Zeitung,

Innerhalb eines Tages haben die Gesundheitsämter in Deutschland nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom frühen Dienstagmorgen 1278 neue Corona-Infektionen gemeldet. Am Montag waren es 711. Allerdings sind die gemeldeten Fallzahlen an Sonntagen und Montagen erfahrungsgemäß oft niedriger, weil am Wochenende nicht alle Gesundheitsämter Daten an das RKI übermitteln. An den Tagen zuvor hatte die tägliche Zahl der Neuinfektionen weit höher gelegen. Am Samstag war mit 2034 neuen Fällen erstmals seit Ende April die 2000er-Marke überschritten worden

Der Höhepunkt bei den täglich gemeldeten Neuansteckungen hatte Ende März/Anfang April bei mehr als 6000 gelegen. Die Zahl war nach den immer noch über 1000 liegenden Werten im Mai in der Tendenz gesunken, seit Ende Juli steigt sie wieder. Experten zeigen sich besorgt, dass es zu einem starken Anstieg der Fallzahlen kommen könnte, der die Gesundheitsämter bei der Nachverfolgung von Ansteckungsketten an ihre Grenzen bringt.

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich mindestens 234.853 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert, wie das RKI am Dienstagmorgen im Internet meldete. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 9.277. Seit dem Vortag wurden fünf Todesfälle mehr gemeldet. Bis Dienstagmorgen hatten etwa 209.300 Menschen die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.

 

Montag, 24. August, 21.40 Uhr: New Yorker Schulen sollen Unterricht im Freien abhalten dürfen

Wegen der Corona-Pandemie sollen Schulen in New York ihren Unterricht künftig unter freiem Himmel abhalten dürfen. Dies kündigte der Bürgermeister der US-Millionenmetropole, Bill de Blasio, am Montag an. Die Schulen sollen dafür geeignete Orte vorschlagen: beispielsweise Schulhöfe, Straßen oder Parks. Die Stadt werde dann wenn möglich rasch Genehmigungen erteilen, vor allem für Schulen in besonders betroffenen Gegenden oder ohne eigenen Außenbereich.

Wegen der stark gesunkenen Corona-Fallzahlen dürfen die Schulen in New York im September mit Einschränkungen wieder öffnen. Die Metropole ist damit einer der wenigen Großräume in den USA, in denen ein regulärer Unterricht geplant ist. Viele andere Schulbehörden haben bereits angekündigt, weiterhin nur virtuell zu unterrichten.

 

Montag, 24. August, 21.15 Uhr: Positive Corona-Tests: Am Allgäu Airport ist die Quote höher als an anderen Flughäfen

Das Testergebnis soll der Betreffende innerhalb von 48 Stunden erfahren - allerdings nur unter einer bestimmten Voraussetzung. Was das ist, erfahren Sie hier.

 

Montag, 24. August, 21 Uhr: Geburtstagsfeier trotz Corona-Infektion - bislang alle Tests negativ

Nach einer Feier mit einem Corona-Infizierten im oberpfälzischen Bodenwöhr sind bislang alle weiteren Testergebnisse negativ. Mehr dazu hier.

 

Montag, 24. August, 20.45 Uhr: Usain Bolt in Quarantäne

Beim achtmaligen Olympiasieger Usain Bolt besteht nach eigenen Angaben ein Corona-Verdacht. Der Weltrekordler über 100 und 200 Meter sagte in einem auf Twitter und Instagram geposteten Video, dass er sich am Samstag einem Test unterzogen habe und vorsichtshalber in Quarantäne gegangen sei. "Ich versuche, verantwortungsvoll zu sein. Also werde ich zu Hause bleiben und für meine Freunde da sein", meinte er am Montag. Er spüre keine Symptome und warte nun auf das Ergebnis, um zu sehen, wie es dann weitergeht, sagte der frühere Ausnahme-Leichtathlet.

Noch am Freitag hatte er seinen 34. Geburtstag gefeiert. "Ich habe mit allen Freunden gesprochen und ihnen gesagt, dass, wenn sie mit mir in Kontakt gekommen sind, sie - nur um sicherzugehen - selbst in Quarantäne gehen sollten - und zwar in aller Ruhe", teilte Bolt mit.

Laut der Johns Hopkins Universität gab es bislang in Jamaika etwas mehr als 1500 bestätigte Corona-Fälle, insgesamt starben 16 Personen an der Covid-19-Lungenkrankheit.

 

Montag, 24. August, 19 Uhr: EU will sich Modena-Impfstoff sichern

Die EU will ihre Chancen auf einen sicheren Impfstoff erhöhen. Mehr dazu hier.

 

Montag, 24. August, 18.31 Uhr: Arbeitgeber lehnen generelle Maskenpflicht ab

Die Arbeitgeber in Deutschland lehnen eine generelle Maskenpflicht am Arbeitsplatz ab. Es sei zwar sicherlich empfehlenswert, dort, wo Abstände nicht eingehalten werden können, auch zusätzlich einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen, sagte der Hauptgeschäftsführer der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, Steffen Kampeter, der Welt (Dienstag). "Generelle Vorschriften halten wir für wenig zielführend", betonte Kampeter.

CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer hatte am Wochenende erklärt, viele Unternehmen hätten die Maskenpflicht am Arbeitsplatz schon eingeführt. "Das könnte auf jeden Fall ein Schritt sein, der auch bundesweit verpflichtend wird, jedenfalls wenn damit die Schließung ganzer Branchen verhindert werden könnte", hatte sie gesagt.

Kampeter sagte, die Unternehmen seien sehr engagiert, ihre Abläufe umzustrukturieren und gezielte Maßnahmen zum Schutz der Beschäftigten so umzusetzen, dass sie ein sicheres Arbeiten am Arbeitsplatz ermöglichen. "Wenn ein Mund-Nasen-Schutz sinnvoll ist, kann dieser von den Beteiligten vor Ort sozialpartnerschaftlich vereinbart werden", sagte Kampeter. "Die Verantwortung, zu entscheiden, was vor Ort am geeignetsten und praktikabelsten ist, liegt bei den Betrieben und ihren Beschäftigten selbst." Auch der Deutsche Gewerkschaftsbund hatte sich kritisch zum Vorstoß der CDU-Chefin geäußert.

 

Montag, 24. August, 17.39 Uhr: Syrien-Gespräche wegen positiver Corona-Tests unterbrochen

Eigentlich sollte es in Genf darum gehen, eine Lösung für den Syrien-Konflikt zu finden. Doch die Gespräche werden von positiven Corona-Tests überschattet. Mehr dazu hier.

Montag, 24. August, 16.35 Uhr: Grüne wollen einheitliche Leitlinien im Kampf gegen die Pandemie

Die Grünen fordern in der Corona-Krise einheitliche Leitlinien von Bund und Ländern im Kampf gegen die Pandemie. Regionale Besonderheiten gebe es immer, sagte Grünen-Chefin Annalena Baerbock am Montag in Berlin. Aber es braucht gemeinsame Leitlinien zu Masken und wo die getragen werden, zu Teststrategien, Quarantäne-Bedingungen, Großveranstaltungen und Familienfeiern. Zudem brauche es "endlich ein Corona-Kinder-Paket", forderte Baerbock. Zu diesem müsse etwa gehören, dass in jeder Schule Lüftungsanlagen mit Filtern eingebaut würden, "damit Schulen auch gemeinsam durch den Herbst und durch den Winter kommen können".

Wenn es weiterhin ein Durcheinander gebe, gehe das Vertrauen in die Entscheidungen und Maßnahmen verloren, sagte Baerbock. Es sei fatal, Sicherheit zu suggerieren, wo man keine Sicherheit geben könne. Auch beim Bußgeldkatalog sei es "sinnvoll, wenn man da gemeinsam vorangeht". Die Menschen bräuchten Klarheit.

 

Montag, 24. August, 16.30 Uhr: Arbeitslosigkeit von Pflegekräften steigt während der Corona-Krise

In der Corona-Krise ist auch die Arbeitslosigkeit von Pflegekräften gestiegen. In der Altenpflege erhöhte sich die Zahl der arbeitslosen deutschen Beschäftigten seit dem Jahreswechsel bis Ende Juni um 27 Prozent auf etwa 27 700, bei den ausländischen um 37 Prozent auf rund 10 000, wie die Bundesagentur für Arbeit am Montag in Nürnberg mitteilte. Die Tageszeitung Die Welt hatte zuvor über die Zahlen berichtet, die aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der AfD-Bundestagsfraktion stammen.

In der Krankenpflege stieg die Zahl der Arbeitslosen demnach um 23 Prozent auf fast 9000 deutsche Beschäftigte, bei den ausländischen Kräften um 28 Prozent auf knapp 3900. Als Gründe nannte die Bundesagentur unter anderem weniger Neueinstellungen und eine erschwerte Vermittlung von Arbeitskräften während der Corona-Pandemie.

 

Montag, 24. August, 16.10 Uhr: Teilnehmer-Listen aus Nürnberger Nachtclub sorgen für Probleme

Unleserlich, lückenhaft, falsche Angaben - die Teilnehmerlisten einer Party in einem Nürnberger Nachtclub bereiten den Behörden Probleme. Auf der Feier vom 15. auf den 16. August war ein Gast, der positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden war. Die Person habe zu dem Zeitpunkt eigentlich unter häuslicher Quarantäne gestanden, teilte der Landkreis Fürth am Montag mit, zu dem das zuständige Gesundheitsamt gehört. Dieses versucht jetzt mit Hilfe der Polizei die Betroffenen zu ermitteln, konnte aber wegen der fehlerhaften und unvollständigen Teilnehmerlisten noch nicht alle kontaktieren. Deshalb ruft es alle Partygäste auf, sich testen zu lassen und vorerst isoliert zu Hause zu bleiben.

 

Montag, 24. August, 16 Uhr: Positiver Corona-Fall im Schalker Trainingslager

Im Trainingslager des FC Schalke 04 im österreichischen Längenfeld gibt es einen Corona-Fall. Wie der Fußball-Bundesligist am Montag mitteilte, wurde "eine Person positiv auf Covid-19 getestet". Die namentlich nicht genannte Person habe sich bei Bekanntwerden des Testergebnisses bereits in Quarantäne befunden. "Die Erfassung möglicher Kontaktpersonen" sei angelaufen.

Um weitere Maßnahmen abzusprechen und einzuleiten, steht Teamarzt Patrick Ingelfinger in Kontakt mit den in Österreich zuständigen Behörden. Mit neuen Testungen sollen weitere Fälle ausgeschlossen werden. Das für den heutigen Montag angesetzte Testspiel gegen die Würzburger Kickers wurde kurzfristig abgesagt. "Wir werden selbstverständlich alle Vorgaben der Behörden umsetzen. Die Gesundheit und Sicherheit aller Beteiligten stehen an erster Stelle", sagte Schalkes Sportvorstand Jochen Schneider.

 

Montag, 24. August, 15.23 Uhr: Quarantäne statt Corona-Pflichttests?

Was Reiserückkehrer aktuell wissen sollten, erfahren Sie hier.

 

Montag, 24. August, 14.21 Uhr: Deutsche Soldaten in Afghanistan mit Corona infiziert

Zwei deutsche Soldaten der Nato-Ausbildungsmission in Afghanistan haben sich mit dem Coronavirus infiziert. Eine Verlegung zurück nach Deutschland werde vorbereitet, sagte ein Sprecher aus Masar-e Scharif am Montag. Personen, die Kontakt zu den Soldaten hatten, seien in Quarantäne.

Ein Rückflug mit einer speziell dafür ausgerüsteten Maschine ("MedEvac") sei angefordert und soll die Soldaten in Kürze nach Deutschland bringen. Der gesamte Ausbildungseinsatz ist wegen der Corona-Pandemie vor einiger Zeit weitgehend beschränkt worden.

Montag, 24. August, 13.45 Uhr: Testpflicht für Rückkehrer aus Risikogebieten könnte fallen

Die Corona-Pflichttests für Reiserückkehrer aus Risikogebieten könnten nach dem Sommer wieder abgeschafft werden. Einen entsprechenden Vorschlag hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur seinen Amtskollegen aus den Ländern für deren Schaltkonferenz an diesem Nachmittag vorgelegt. Dem Konzept zufolge, das der dpa in Auszügen vorliegt, sollen nach Ende der Sommerferien im ganzen Bundesgebiet die Regeln für die Rückkehr aus Risikoregionen überarbeitet werden. Zuletzt enden die Ferien Mitte September in Baden-Württemberg.

Montag, 24. August, 12.35 Uhr: Bayern verschärft Corona-Bußgelder für Verstöße gegen Maskenpflicht

Mit höheren Bußgeldern für Maskenverweigerer und mehr Kontrollen will Bayern die Dynamik der zweiten Corona-Welle in Bayern ausbremsen. "Wir werden den Bußgeldkatalog auf 250 Euro im einmaligen Fall und bis 500 Euro bei mehrmaligen Verstößen anheben", sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Montag in München. Für Verstöße gegen Quarantäneauflagen sollen zudem 2000 Euro fällig werden. "Wir hoffen, dass es zu einer noch besseren Einhaltung kommt", sagte Söder.

Das Innenministerium erarbeite gerade mit dem Gesundheitsministerium den Bußgeldkatalog, er solle am Dienstag bekannt gemacht werden. Ein Beschluss des Kabinetts ist für die Novelle nicht notwendig. Künftig sollen dann auch Polizisten direkt Verwarnungen aussprechen können, bislang waren hierfür die Gesundheitsämter und die Ordnungsämter verantwortlich.

Im Kampf gegen die Pandemie kündigte Söder zudem eine Ausweitung der Corona-Testzentren auf die Bahnhöfe für Fernbusse an. Bislang gibt es nur an Autobahnen, Flughäfen und normalen Bahnhöfen mit Fernverkehr Testzentren. Spätestens ab Anfang September würden dann auch die regionalen Testzentren ihre Arbeit aufnehmen.

Welche Corona-Regeln in Bayern aktuell gelten, lesen Sie hier im Überblick.

 

Montag , 24. August, 11.30 Uhr: Gesundheitssenatorin: Testkapazitäten in Berlin ausgeschöpft

Berlins Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci hat eingeräumt, dass die Kapazitäten für Tests auf Covid-19 in Berlin an Grenzen stoßen. Sie seien durch die massiven Testungen der Reiserückkehrenden ausgeschöpft. "Wir sind jetzt bei 93 Prozent", sagte die SPD-Politikerin am Montagvormittag im Gesundheitsausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses. Hinzu komme die Information durch die Labore, dass die Knappheit von Verbrauchsmaterialien die Testkapazitäten weiter einschränken werde. In den Ländern sei die Situation unterschiedlich. "Es ist ein Thema, das muss man einfach zur Kenntnis nehmen. Wir werden uns heute in der GMK-Schalte austauschen, wie wir weiter verfahren mit den Reiserückkehrenden."

Montag, 24. August, 10.45 Uhr: Stadt Rosenheim überschreitet Corona-Grenzwert - neue Beschränkungen

Die Stadt Rosenheim hat am Wochenende den 7-Tage-Grenzwert bei den Corona-Infektionen überschritten und reagiert mit Beschränkungen des öffentlichen Lebens. Der Wert habe am Wochenende bei 53,7 Neuinfektionen binnen sieben Tagen pro 100 000 Einwohner gelegen, teilte die Stadt am Montag mit. Damit ist nicht nur der Frühwarnwert für Bayern von 35 Neuinfektionen überschritten, sondern auch die von Bund und Ländern vereinbarte Schwelle für verschärfte Beschränkungen des öffentlichen Lebens.

Deshalb gelten nun unter anderem stärkere Beschränkungen für private Veranstaltungen und für Gruppen in der Öffentlichkeit. Etwa dürfen nur noch maximal 50 Menschen an nicht öffentlichen Veranstaltungen in geschlossenen Räumen teilnehmen, unter freiem Himmel sind höchstens 100 Leute zugelassen. In der Öffentlichkeit dürfen sich nur noch Mitglieder eines Hausstands oder maximal fünf Menschen in Gruppen aufhalten.

Montag, 24. August, 10.30 Uhr: Hoffnung auf Corona-Behandlung stützt Dax

Hoffnungen auf neue Medikationen gegen das Coronavirus sowie positive Vorgaben von der Wall Street haben dem deutschen Aktienmarkt zum Wochenstart Auftrieb gegeben. Der Dax stieg im frühen Handel um 1,59 Prozent auf 12 968,24 Punkte. Damit machte der deutsche Leitindex seinen Verlust der Vorwoche von rund einem Prozent auf einen Schlag mehr als wett.

Der MDax gewann am Montagmorgen 1,05 Prozent auf 27 553,29 Punkte. Der EuroStoxx 50 als Leitindex der Eurozone rückte um 1,62 Prozent auf 3312,45 Zähler vor.

Die US-Regierung erwägt, das Zulassungsverfahren eines Corona-Impfstoffkandidaten von Astrazeneca zu beschleunigen. Zudem erteilte sie eine Notfallgenehmigung für die Behandlung der Erkrankung Covid-19 mit Blutplasma, das Antikörper gegen das Coronavirus enthält. Der Chef der Arzneimittelbehörde FDA, Stephen Hahn, sprach von begrenzten, aber bislang "vielversprechenden" Daten zur Wirksamkeit.

Montag, 24. August, 9 Uhr: Nach Absage wegen Corona wird "virtuelles Weindorf" aufgebaut

Nach der Absage des traditionellen Stuttgarter Weindorfs wegen der Corona-Pandemie wollen Weinliebhaber mit Veranstaltungen im Netz und zu Hause feiern. Zwei Tage vor dem offiziellen Auftakt bauen Zimmermänner und Weindorf-Wirte auf dem zentralen Schillerplatz am Montag (11.30 Uhr) eine Weindorf-Laube auf.

Von hier aus soll bis zum 6. September ein Programm ins Internet übertragen werden - "wirtuell", wie es scherzhaft heißt, und allabendlich von 18.00 bis 19.00 Uhr, wie es der veranstaltende Verein Pro Stuttgart mitteilte. "Die Zuschauer können es sich daheim gemütlich machen und sich dazu mit Unterstützer-Paketen ausstatten", bieten sie an. "So bringen wir ein bisschen Weindorf-Gefühl in die Wohnzimmer, Gärten oder Weinkeller."

Im vergangenen Jahr hatten noch fast 130 Lauben ihre Gäste empfangen und Wein ausgeschenkt. Wegen der Pandemie fällt das Fest erstmals in 43 Jahren aus.

 

Montag, 24. August, 08.43 Uhr: Corona-Einbruch auch bei Betriebsgründungen

Die Corona-Krise hat auch bei den Betriebsgründungen in Deutschland für einen Einbruch gesorgt. Im ersten Halbjahr wurden deutlich weniger größere Betriebe und Kleingewerbe neu angemeldet, wie das Statistische Bundesamt am Montag berichtete. Die Zahl der neu angemeldeten Betriebe mit einer vermutet größeren wirtschaftlichen Bedeutung ging im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 9,4 Prozent auf 58.000 zurück.

Noch drastischer war der Einbruch mit minus 21,1 Prozent bei den Kleinunternehmen, von denen noch 68.100 Neugründungen gezählt wurden. Die Zahl der jüngst angemeldeten Nebenerwerbsbetriebe nahm hingegen leicht um 1,2 Prozent auf 140.100 zu. Neben der ungünstigen Geschäftsprognose in den Zeiten des Lockdowns waren auch die teils geschlossenen Gewerbeämter ein möglicher Grund für die Flaute. Im ersten Halbjahr wurden auch deutlich weniger Betriebe aufgegeben.

 

Montag, 24. August, 6.45 Uhr: Gesundheitsminister beraten über weitere Strategie in Corona-Krise

Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern wollen an diesem Montag über das weitere Vorgehen in der Corona-Krise beraten. Bei einer Telefonkonferenz soll es unter anderem um die Auflagen für Familienfeiern und andere Veranstaltungen gehen, wie Berlins Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) als Vorsitzende der Konferenz ankündigte. In der Frage, ob es neue Obergrenzen für private Feste geben sollte, gibt es bisher keine klare Linie. Die Forderung nach einer bundesweit einheitlichen Regelung stößt in mehreren Bundesländern auf Widerstand.

Bei einer Videokonferenz wollen am Donnerstag auch die Ministerpräsidenten der Länder mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) über dieses Thema beraten. Nach Ansicht der Bundesregierung tragen vor allem private Feiern, bei denen die Hygiene- und Abstandsregeln nicht eingehalten werden, sowie Rückkehrer aus Risikogebieten zu den steigenden Infektionszahlen in Deutschland bei.

Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte angeregt, wegen des Ansteckungsrisikos noch einmal über die erlaubte Größe solcher privaten Feste zu sprechen. In den Bundesländern gelten bisher unterschiedliche Regelungen. In Berlin zum Beispiel sind zurzeit Innenveranstaltungen mit bis zu 500 Menschen erlaubt. In Nordrhein-Westfalen dürfen bei "geselligen Veranstaltungen wie Hochzeiten" drinnen maximal 150 Gäste anwesend sein, in Bayern maximal 100.

Welche Regeln in Bayern aktuell gelten, erfahren Sie hier.

 

Montag, 24. August, 6.30 Uhr: Immobilienexperten: Homeoffice kann Wohnungsmärkte entlasten

Der Trend zum Homeoffice kann Immobilienexperten zufolge die Wohnungsmärkte in Großstädten entlasten und eine Chance für das Umland sein. "Mit dem Arbeiten von Zuhause könnte ein größerer Umkreis um die Metropolen attraktiv werden", sagte Michael Voigtländer, Immobilienexperte am Institut der deutschen Wirtschaft (IW). Wer nur zwei Mal die Woche ins Büro kommen müsse, könne auch weitere Wege zum Pendeln in Kauf nehmen.

Das Homeoffice sei daher auch eine Chance für ländliche Regionen. Die Menschen bräuchten dort aber eine gute Infrastruktur mit Schulen, Kitas, schnellem Internet und auch etwas Kulturangebot. "Die Wohnungsmärkte sind schon sehr auf die Metropolen konzentriert", sagte Vogtländer. Er erwarte zwar keinen Ansturm auf das Umland. Die Ballungsräume blieben attraktiv, da Dienstleistungsjobs in den Städten entstünden und Hochqualifizierte anzögen. "Das Einzugsgebiet der Metropolen könnte sich aber erweitern."

Eine langfristige Zunahme des Homeoffice würde die Wohnungsnachfrage verändern, analysierte jüngst auch der Immobilienspezialist JLL. Bei einer großen Wohnkostenbelastung in der Stadt und einem hohem Preisgefälle zum Umland könnten angrenzende Regionen attraktiver werden. "Damit könnten die Kosten einer erhöhten Pendelzeit aufgewogen werden", sagte JLL-Experte Helge Scheunemann. Zumal sich mit der Corona-Krise Wohnwünsche ändern dürften: Etwa das Bedürfnis nach einem Arbeitszimmer, Garten oder Balkon und generell mehr Platz.

Wo sich die Wohnnachfrage um Städte besonders ausdehne, hängt laut der Studie von JLL auch von der Branchenstruktur ab: Bürojobs etwa lassen sich leicht im Homeoffice erledigen, während in der Produktion Anwesenheit erforderlich bleibt. Viel Ausdehnungspotenzial sehen die Experten für München, Köln, Düsseldorf, Frankfurt und Darmstadt.

 

Montag, 24. August, 6 Uhr: 711 registrierte Corona-Neuinfektionen in Deutschland

Guten Morgen aus dem Digitalteam der Allgäuer Zeitung,

Erwartungsgemäß hat das Robert Koch-Institut (RKI) am Montag vergleichsweise wenig neue Corona-Infektionen gemeldet. Nach Angaben vom frühen Montagmorgen hatten die Gesundheitsämter binnen 24 Stunden 711 Fälle an das RKI übermittelt. An Sonntagen und Montagen sind die gemeldeten Fallzahlen erfahrungsgemäß oft niedriger, weil am Wochenende nicht alle Gesundheitsämter Daten an das RKI übermitteln. An den Tagen zuvor hatte die tägliche Zahl der Neuinfektionen noch weit höher gelegen. Am Samstag war mit 2034 neuen Fällen erstmals seit Ende April die 2000er-Marke überschritten worden.

Der Höhepunkt bei den täglich gemeldeten Neuansteckungen hatte Ende März/Anfang April bei mehr als 6000 gelegen. Die Zahl war nach den immer noch über 1000 liegenden Werten im Mai in der Tendenz gesunken, seit Ende Juli steigt sie wieder. Experten zeigen sich besorgt, dass es zu einem starken Anstieg der Fallzahlen kommen könnte, der die Gesundheitsämter bei der Nachverfolgung von Ansteckungsketten an ihre Grenzen bringt.

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich mindestens 233 575 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert, wie das RKI am Montagmorgen im Internet meldete (Datenstand 24.8., 0.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 9272. Seit dem Vortag wurden drei Todesfälle mehr gemeldet. Bis Montagmorgen hatten etwa 208 200 Menschen die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.

 

Sonntag, 23. August, 21.34 Uhr: Barcelona-Zugang Pjanic positiv getestet

Der bosnische Fußballprofi Miralem Pjanic vom FC Barcelona ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das gab der spanische Club am Sonntag bekannt. Dem Spieler gehe es gut, er werde die nächsten 15 Tage nicht nach Barcelona kommen. Der 30 Jahre Angreifer ist ein Neuzugang von Juventus Turin.

 

Sonntag, 23. August, 20 Uhr: Wegen Corona-Kontrollen: Reisende stehen bis zu zwölf Stunden im Stau

Strenge Grenzkontrollen in Österreich haben am Wochenende an der österreichisch-slowenischen Grenze zu langen Staus geführt. Mittlerweile hat sich die Lage beruhigt.

 

Sonntag, 23. August, 19.05 Uhr: EU nimmt erstmals gemeinsame Schulden auf

Olaf Scholz hält die gemsainem Schuldenaufnahme der EU nicht für eine Corona-bedingte Eintagsfliege. Mehr dazu hier.

 

Sonntag, 23. August, 15.50 Uhr: Fitnessstudios haben wegen Corona deutlich weniger Kunden

Die Fitnessstudios haben in der Coronakrise viele Kunden verloren. Verglichen mit dem Vorjahreszeitraum sei die Mitgliederzahl um 15 bis 20 Prozent gesunken, sagte der Vorsitzende des Bundesverbands Gesundheitsstudios Deutschland, Botond Mezey, dem Berliner "Tagesspiegel" (Montag). Die befürchtete Insolvenzwelle sei aber bislang ausgeblieben. "Es sieht derzeit nicht nach einer Pleitewelle aus", sagte Mezey.

Der Verbandschef schätzt, dass rund fünf Studios pro Woche aufgeben müssen. Insgesamt gibt es demnach in Deutschland rund 9700 Fitnessanlagen, 2019 machte die Branche einen Umsatz von 5,51 Milliarden Euro. Wegen Covid-19 waren die Clubs in ganz Deutschland von März bis Mitte Mai geschlossen, in vielen Bundesländern durften die Studios erst im Juni wieder öffnen.

Die Zahlen decken sich mit dem Ergebnis einer Umfrage, für die der Deutsche Industrieverband für Fitness und Gesundheit (DIFG) im Mai rund 1000 Fitnessstudio-Mitglieder befragen ließ: Jeder Fünfte gab an, in Zukunft das Fitnessstudio seltener als vor der Krise besuchen zu wollen - oder sogar gar nicht mehr.

 

Sonntag, 23. August, 15.45 Uhr: 33 Infizierte nach Hochzeit

Nach einer Hochzeitsfeier im Kreis Groß-Gerau sind 33 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Die Personen hätten zum Teil selbstständig einen Test veranlasst, sagte Ute Kepper vom Kreisgesundheitsamt. "Die Testungen wurden in verschiedenen Testzentren oder auch beim Hausarzt durchgeführt. Deshalb dauert es auch unterschiedlich lang, bis die Ergebnisse eintreffen. Die positiven Ergebnisse werden uns umgehend gemeldet", sagte Kepper.

Das Brautpaar hatte nach Angaben des Kreises am 7. und 14. August in Kelsterbach zweimal gefeiert - einmal mit 100, einmal mit 160 Gästen. Dabei hätten ein oder mehrere Infizierte unwissentlich andere angesteckt.

 

Sonntag, 23. August, 15.05 Uhr: Ansturm an bayerischen Corona-Teststationen

Am Wochenende bildeten sich Staus vor den Teststationen an den Autobahnraststätten. Ehrenamtliche mussten einspringen, um die Lage in den Griff zu bekommen. Mehr dazu lesen Sie hier.

 

Sonntag, 23. August, 14.24 Uhr: Bologna-Coach nach Leukämie-Erkrankung Corona-positiv

Fußball-Trainer Sinisa Mihajlovic vom italienischen Club FC Bologna hat sich nach überstandener Leukämie-Erkrankung mit dem Coronavirus infiziert. Der 51-Jährige sei nach seiner Rückkehr nach Bologna am Freitag positiv getestet worden, weise aber keinerlei Symptome auf, teilte der Serie-A-Club am Sonntag mit. Der im kroatischen Vukovar geborene Coach werde sich für die nächsten Wochen in Quarantäne begeben. Alle Spieler und das Betreuerteam des Vereins sollten am Montag auf das Virus getestet werden.

In der abgelaufenen Spielzeit, die Bologna auf dem zwölften Platz beendete, hatte Mihajlovic wegen seiner Leukämie-Erkrankung zahlreiche Spiele seiner Mannschaft verpasst. Der frühere Nationalspieler von Jugoslawien und Serbien-Montenegro hatte seine Erkrankung im Juli 2019 öffentlich gemacht; im Herbst folgte eine Knochenmarktransplantation. Im Februar wurde er aus dem Krankenhaus entlassen und verlängerte anschließend seinen Vertrag bei dem italienischen Erstligisten bis ins Jahr 2023.

 

Sonntag, 23. August, 12.05 Uhr: Frankreich warnt vor Anstieg von Corona-Infektionen unter Jüngeren

Frankreichs Gesundheitsminister hat vor einer vermehrten Übertragung des Coronavirus von jüngeren auf ältere Menschen gewarnt. Das Virus zirkuliere viermal häufiger unter den Menschen jünger als 40 Jahre als unter den über 65-Jährigen, sagte Olivier Véran in einem Interview mit der französischen Sonntagszeitung "Journal du Dimanche". Wenn sich die Ausbreitung des Virus unter den Jüngeren beschleunige, bestehe die Gefahr, dass ältere Menschen infiziert würden, die häufiger an der schwereren Form von Covid-19 erkrankten, sagte Véran. "Wir befinden uns in einer riskanten Situation", betonte der Minister.

In Frankreich steigt seit einigen Wochen die Zahl der Neuinfektionen wieder an. Dabei handele es sich nicht um eine "Wiederholung" der Pandemie, da diese nie aufgehört habe, betonte Véran. Die Situation sei nicht dieselbe wie im Februar, da das Virus nun mehr unter jüngeren Menschen zirkuliere, die zwar häufiger keine Symptome zeigten, deshalb aber nicht immun seien, erklärte der Minister. Im Vergleich zum Frühjahr sei jedoch auch die Test-Kapazität gestiegen.

Frankreich wurde von der Pandemie schwer getroffen, bisher wurden mehr als 30 500 Todesfälle registriert. Zuletzt war die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen wieder gestiegen. Am Freitag meldeten die Gesundheitsbehörden 4586 neue Infektionen. Mehrere Départements und Städte - darunter auch die Hauptstadt Paris - wurden als Zone eingestuft, in der das Virus aktiv zirkuliert.

 

Sonntag, 23. August, 11 Uhr: Laschet will Konsens zu Karneval-Aus - Verbote kaum durchzusetzen

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) will gemeinsam mit den Karnevalsvereinen über ein Verbot von Veranstaltungen entscheiden. "Ich will es im Konsens machen", sagte Laschet am Samstagabend im WDR-Fernsehen. Er denke, "dass wir in zwei, drei Wochen Klarheit haben", betonte der Regierungschef mit Blick auf ein coronabedingtes Verbot von Karnevalssitzungen.

Karneval sei für viele Menschen "auch ein Fest gegen die Obrigkeit", bei dem sie gerade das machten, "was der Staat nicht will", sagte Laschet. "Wenn dann am 11. 11. alle auf die Straße gehen und trotzdem feiern, ist es ganz schwer das durchzusetzen." Deshalb sei ein Konsens mit den Karnevalisten nötig.

Am Ende werde es "eine klare Ansage des Landes geben", sagte der Ministerpräsident. Er verwies auf die Absage der Schützenfeste in NRW im Sommer. Damals hätten die Vereine die Landesregierung aufgefordert, die Veranstaltungen zu verbieten, damit sie nicht auf den Kosten für Festzelte und Verträge sitzen blieben. "Das brauchen wir beim Karneval auch." Nur eine begrenzte Zahl von Feiernden zu den Karnevalssitzungen zu lassen, sei keine Lösung. Denn dann könnten die Vereine die Kosten nicht mehr tragen.

 

Sonntag, 23. August, 10.15 Uhr: Kramp-Karrenbauer: Maskenpflicht am Arbeitsplatz denkbar

CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer plädiert dafür, im Fall steigender Corona-Zahlen eine bundesweite Maskenpflicht am Arbeitsplatz und im Schulunterricht zu prüfen. Viele Unternehmen hätten die Maskenpflicht am Arbeitsplatz ja schon eingeführt, sagte sie der "Welt am Sonntag". "Das könnte auf jeden Fall ein Schritt sein, der auch bundesweit verpflichtend wird, jedenfalls wenn damit die Schließung ganzer Branchen verhindert werden könnte."

Das gelte auch für die Schulen. "Wenn das obligatorische Tragen von Masken im Unterricht dazu führt, dass wir die Schließung der Schulen umgehen, dann sollten wir darüber nachdenken. Die Erfahrungen in Nordrhein-Westfalen scheinen nicht so schlecht zu sein", sagte Kramp-Karrenbauer.

NRW ist das erste Bundesland, das eine Maskenpflicht im Schulunterricht eingeführt hat. Zum Schutz vor Infektionen müssen seit Beginn dieses Schuljahres alle Schüler der weiterführenden und berufsbildenden Schulen einen Mund-Nasen-Schutz auch in der Klasse am Platz tragen. In Frankreich soll künftig eine Maskenpflicht in Unternehmen gelten, ausgenommen sind Einzelbüros.

Wieso sich AKK jetzt auch eine Verschiebung des CDU-Parteitags im Dezemberins Speil bringt, erfahren Sie hier.

 

Sonntag, 23. August, 08.40 Uhr: Chef der Wirtschaftsweisen: Zweiter Lockdown wäre eine Katastrophe

Ein zweiter Lockdown in der Corona-Krise wäre aus Sicht des Chefs der "Wirtschaftsweisen", Lars Feld, katastrophal für die Wirtschaft. Feld sagte der Deutschen Presse-Agentur: "Wenn sich eine Beschleunigung zeigen sollte und die Infektionen weiter um sich greifen, dann droht ein zweiter Lockdown. Das wäre wirtschaftlich gesehen eine Katastrophe. Es besteht dann die Gefahr einer dauerhaften Abschwächung des Wachstums." Was der "Wirtschaftsweise" der Politik rät, lesen Sie hier.

 

Sonntag, 23. August, 08.40 Uhr: Heftige Kritik an Donald Trump wegen politischen Drucks bei Corona-Impfung

Gesundheitsexperten und führende Demokraten haben US-Präsident Donald Trump dafür kritisiert, die für die Zulassung eines Corona-Impfstoffs zuständige Behörde unter Druck zu setzen. Trumps Einmischung in die wissenschaftliche Arbeit der Lebens- und Arzneimittelbehörde (FDA) gefährde die Gesundheit aller US-Amerikaner, erklärte die Vorsitzende des Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, am Samstag. Was Trump behauptet und wie die Reaktionen darauf ausfallen, erfahren Sie hier.

 

Sonntag, 23. August, 08.15 Uhr: Steigende Corona-Zahlen - Bayern schließt neue Auflagen nicht aus

Angesichts wieder steigender Corona-Infektionen schließt Bayern eine Verschärfung der Schutzauflagen auch für private Feiern nicht aus. Im Moment gelten in Bayern für private Veranstaltungen wie Geburtstage, Beerdigungen und Hochzeiten Obergrenzen von bis zu 100 Personen in geschlossenen Räumen und 200 Personen bei entsprechenden Hygieneauflagen unter freiem Himmel.

Wie die Staatsregierung die Lage aktuell bewertet, lesen Sie hier.

 

Sonntag, 23. August, 07.20 Uhr: Ärztepräsident fordert breiten Einsatz von Corona-Schnelltests

Angesichts aktueller Probleme mit den Corona-Tests in Deutschland fordert Ärztepräsident Klaus Reinhardt einen verstärkten Einsatz von Schnelltests. Nötig sei eine Generalüberholung der Corona-Teststrategie und geeignete Konzepte für die saisonale Influenza-Impfung, sagte Reinhardt der Deutschen Presse-Agentur in Berlin.

Corona-Schnelltests seien vielleicht nicht ganz so exakt. "Dafür ließen sich aber viel mehr Menschen in kurzer Zeit unkompliziert testen und Infektionsketten schneller unterbrechen."

Zudem herrsche in der Erkältungs- und Grippezeit Hochbetrieb in den Praxen. Zeit für Corona-Reihentests von ganzen Bevölkerungsgruppen ohne Symptome bleibe kaum noch. Dies solle ausschließlich in ausgelagerten Testzentren oder in eigens darauf spezialisierten Arztpraxen erfolgen, forderte er.

 

Sonntag, 23. August, 07.10 Uhr: 782 registrierte Corona-Neuinfektionen in Deutschland

Erwartungsgemäß hat das Robert Koch-Institut (RKI) am Sonntag vergleichsweise wenig neue Corona-Infektionen gemeldet. Nach Angaben vom frühen Sonntagmorgen hatten die Gesundheitsämter binnen 24 Stunden 782 Fälle an das RKI übermittelt. An Sonntagen – und auch Montagen – sind die gemeldeten Fallzahlen erfahrungsgemäß oft niedriger, weil am Wochenende nicht alle Gesundheitsämter Daten an das RKI übermitteln. An den Tagen zuvor hatte die tägliche Zahl der Neuinfektionen noch weit höher gelegen. Am Samstag war mit 2.034 neuen Fällen erstmals seit Ende April die 2.000er-Marke überschritten worden.

Der Höhepunkt bei den täglich gemeldeten Neuansteckungen hatte Ende März/Anfang April bei mehr als 6.000 gelegen. Die Zahl war nach den immer noch über 1.000 liegenden Werten im Mai in der Tendenz gesunken, seit Ende Juli steigt sie wieder. Experten zeigen sich besorgt, dass es zu einem starken Anstieg der Fallzahlen kommen könnte, der die Gesundheitsämter bei der Nachverfolgung von Ansteckungsketten an ihre Grenzen bringt.

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich mindestens 232.864 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert, wie das RKI am Sonntagmorgen im Internet meldete (Datenstand 23.8., 0.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 9.269. Seit dem Vortag wurden zwei Todesfälle mehr gemeldet. Bis Sonntagmorgen hatten etwa 207.100 Menschen die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen in Deutschland laut Mitteilung vom Samstag bei 1,13 (Vortag: 1,02). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel etwas mehr als einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Zudem gibt das RKI einen sogenannten Sieben-Tage-R an. Er bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert am Samstag bei 1,16 (Vortag: 1,12). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor acht bis 16 Tagen.

 

Samstag, 22. August, 19.35 Uhr: Grünen-Chefin Katharina Schulze warnt vor "Schul-Debakel"

Katharina Schulze sieht den Wiedereinstieg ins Schulleben unter den aktuellen Bedingungen kritisch. Mehr dazu hier.

 

Samstag, 22. August, 17.37 Uhr: Corona-Konzert mit Tim Bendzko

Die Corona-Pandemie hat die Veranstaltungsbranche in Deutschland lahm gelegt. Kultur und Sport suchen verzweifelt nach Lösungen. Wie groß die Risiken wirklich sind, sollte jetzt ein Großversuch in Leipzig zeigen. Mehr dazu lesen Sie hier.

 

Samstag, 22. August, 16.58: Corona-Verdachtsfall an Bord - Lufthansa-Maschine startet mit Verspätung

An Bord einer Lufthansa-Maschine hat es am Frankfurter Flughafen kurz vor dem Start einen Corona-Verdachtsfall gegeben. Wie das Unternehmen auf Anfrage am Samstag mitteilte, verließ die betroffene Person die Maschine. Das Flugzeug sei am Freitag mit zweistündiger Verspätung von Frankfurt aus nach Minsk abgehoben. Es habe keinen direkten Kontakt zwischen der Person und der Crew oder den anderen Passagieren gegeben.

Deshalb und auch aufgrund der Maskenpflicht an Bord habe der Flug "nach Durchführung der vorschriftsmäßigen Hygienemaßnahmen" fortgesetzt werden können, nachdem die Person das Flugzeug verlassen habe, teilte das Unternehmen mit. Die Lufthansa machte am Samstag keine weiteren Angaben zu dem Vorfall. Zuvor hatten "Bild" und "Spiegel" über den Zwischenfall berichtet.

Den Berichten zufolge handelte es sich um eine Frau, die erst an Bord des Flugzeugs, das bereits auf dem Weg zur Rollbahn gewesen sei, per E-Mail von einem positiven Corona-Testergebnis erfahren und das Kabinenpersonal informiert habe. Daraufhin habe der Pilot das Startmanöver gestoppt. Die Frau hatte sich den Berichten zufolge nach einem Urlaub in Kroatien bei ihrer Rückkehr am Flughafen in München testen lassen. Das Gesundheitsamt habe die Frau von der Maschine abgeholt, sie müsse nun in zweiwöchige Quarantäne.

 

Samstag, 22. August, 15.03 Uhr: Frühwarnwert in Ebersberg und Rosenheim überschritten

Im Landkreis Ebersberg und in Rosenheim hat die Zahl der Corona-Infektionen den vereinbarten Frühwarnwert überschritten. In Ebersberg gab es nach Angaben des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) vom Samstag 35,88 Neuinfektionen binnen sieben Tagen pro 100 000 Einwohner. In Rosenheim lag der Wert bei 47,28.

Bei einem Wert von 35 sind die Gesundheitsämter verpflichtet, das Gesundheitsministerium über die Ursache der steigenden Zahlen und über lokale Gegenmaßnahmen zu informieren. Die von Bund und Ländern vereinbarte Schwelle für verschärfte Beschränkungen des öffentlichen Lebens liegt bei einer 7-Tage-Inzidenz von 50.

In Bayern sind bisher 54 843 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. Dies teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen am Wochenende auf seiner Website mit (Stand: Samstag 08.00 Uhr). Gestorben sind bislang im Freistaat 2631 Menschen, die sich mit dem Erreger infiziert hatten. Als genesen galten 49 090 Menschen.

 

Samstag, 22. August, 14.45 Uhr: Vereinfachtes Verfahren für Einreise aus Risikogebieten geplant

Die Bundesregierung plant Vereinfachungen bei der Einreise für Urlauber, die aus Corona-Risikogebieten zurückkommen. Dabei geht es um die Möglichkeit einer digitalen Registrierung im Netz. Eine Sprecherin des zuständigen Bundesinnenministeriums bestätigte am Samstag entsprechende Pläne. Das Magazin Business Insider hatte zuerst darüber berichtet. Anstelle der Aussteigekarten, die heute an Bord eines Fliegers oder Reisebusses ausgefüllt werden müssen, sollen Reisende die Möglichkeit bekommen, alle Angaben vorher auch über eine spezielle Internetseite zu machen.

In die Aussteigekarten müssen Reisende aus Risikogebieten Name, Adresse, Telefonnummer und Reiseroute eintragen. Außerdem müssen Angaben zum eigenen Gesundheitszustand gemacht werden. Die Papiere werden dann zuerst an das Gesundheitsamt des Einreiseortes und von dort an das Gesundheitsamt am Wohnort weitergeleitet.

Business Insider berichtet unter Berufung auf eine interne E-Mail der IT-Firma Accenture, dass diese mit der Umsetzung beauftragt sei. Die Ministeriumssprecherin bestätigte am Samstag, dass Gespräche stattfinden. Eine Beauftragung für eine Lösungsentwicklung sei bislang aber nicht erfolgt.

 

Samstag, 22. August, 13.45 Uhr: Wirtschaftsminister Altmaier will Verlängerung von Corona-Hilfen für Mittelstand

In der kommenden Woche könnten wichtige politische Entscheidungen fallen zum weiteren Vorgehen in der Corona-Krise. Von Wirtschaftsminister Peter Altmaier kommt ein Vorstoß, um den Mittelstand weiter zu unterstützen. Altmaier (CDU) will in der Corona-Krise eine Verlängerung der Überbrückungshilfen für den Mittelstand bis Ende des Jahres. Alles dazu lesen Sie hier.

 

Samstag, 22. August, 12.45 Uhr: Hamburgs Gesundheitsbehörde bereitet sich auf Corona-Impfungen vor

Die Hamburger Gesundheitsbehörde bereitet sich auf die Organisation von Impfungen gegen das Coronavirus vor. "Der Bundesgesundheitsminister und die Gesundheitsminister der Länder befinden sich dazu in einem ersten Austausch", sagte Martin Helfrich, Sprecher der Gesundheitsbehörde, dem "Hamburger Abendblatt". Zu klären sei unter anderem die Frage, wer diese Impfungen vornehmen werde – die Ärzteschaft oder der öffentliche Gesundheitsdienst. Auch Fragen der Lagerung und Verteilung des Impfstoffs seien offen.

Die Ständige Impfkommission (Stiko) des Robert Koch-Instituts (RKI) hatte zuvor in einem Bulletin mitgeteilt, dass "nach aktuellem Kenntnisstand bis Anfang 2021 ein oder mehrere Covid-19-Impfstoff(e) in der Europäischen Union zugelassen und erste Produktionschargen verteilt werden könnten".

Bei der Impfung würde in mehrerer Hinsicht Neuland betreten, was die Vorbereitungen erschweren dürfte. Zum einen ist noch unbekannt, welcher Impfstoff eingesetzt wird. Laut Stiko befinden sich weltweit mehr als 170 Impfstoffkandidaten in der Entwicklung.

Zudem ist damit zu rechnen, dass nicht von Anfang an genügend Impfstoff zur Verfügung stehen wird, um die gesamte Bevölkerung zu impfen. Daher müsse geklärt werden, wer vorrangig geimpft werde. Neben Risikopatienten könnten Menschen im Gesundheitssystem, bei Polizei, Feuerwehr und in der öffentlichen Verwaltung zuerst geimpft werden.

 

Samstag, 22. August, 11.53 Uhr: Corona-Teststation an der A3 vorübergehend geschlossen

Die Corona-Teststation an der Autobahn 3 bei Passau war in der Nacht zu Samstag vorübergehend geschlossen. 40 ehrenamtliche Helfer unter Leitung des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) sprangen ein, um den Betrieb aufrechtzuerhalten, wie ein BRK-Sprecher mitteilte. Mitarbeiter des privaten Betreibers Eurofins hätten die Teststation plötzlich verlassen. Die Hintergründe seien noch unklar.

"Die Teststation war mindestens eine Stunde geschlossen", sagte der Sprecher. Schon im Laufe des Freitags mussten Reisende mit hohen Wartezeiten rechnen. Als die Ehrenamtlichen gegen 23 Uhr eintrafen, hätten mehrere Hundert Menschen vor den geschlossenen Zelten gewartet. Am frühen Morgen habe Eurofins den Betrieb wieder aufgenommen. "Wir werden das ganze Wochenende vor Ort sein, um die Testkapazitäten zu erhöhen", versprach der BRK-Sprecher.

 

Samstag, 22. August, 11.30 Uhr: Deutsche Reisende nach Lettland und Litauen müssen in Quarantäne

In Lettland und Litauen müssen sich Reisende aus Deutschland von Montag an bei Ankunft in den beiden baltischen EU-Ländern jeweils in eine zweiwöchige Quarantäne begeben. Dies geht aus von den Gesundheitsbehörden der beiden Ostseestaaten am Freitagabend veröffentlichten Listen von Ländern mit hohen Corona-Ansteckungsraten hervor. Grund dafür ist demnach die steigende Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Deutschland. Bei der Einreise nach Lettland besteht zudem für alle Reisenden eine Registrierungspflicht - sie müssen bei Ankunft ihre Daten hinterlegen.

Lettland und Litauen hatten Anfang Juni ihre Grenzen für Bürger aus europäischen Ländern mit niedrigen Coronavirus-Ansteckungsraten geöffnet. Später wurde sie um die von den EU-Staaten verabschiedete Liste der Drittstaaten ergänzt, aus denen Reisen in die EU möglich sind. Für Einreisende aus Ländern mit einer Infektionsrate von bis zu 16 Fällen pro 100.000 Einwohner entfällt dabei die Quarantänepflicht. Wer aus Ländern mit einer höheren Rate in den Baltenstaat einreist, muss sich für zwei Wochen in häusliche Isolation begeben.

Die Daten für die Länderliste werden wöchentlich aktualisiert. Für Deutschland wurde von den Behörden in Lettland und Litauen nun eine Infektionsrate von 16,5 angegeben.

In den dritten Baltenstaat Estland können Reisende aus Deutschland weiter ohne Quarantäne einreisen. Die Bundesrepublik steht bislang noch nicht auf der vom Außenministerium in Tallinn veröffentlichten schwarzen Liste - wegen einer Sonderregelung für Staaten mit Infektionsraten knapp über dem Schwellenwert.

 

Samstag, 22. August, 10.40 Uhr: Großveranstaltungen trotz Corona? - Mediziner beginnen Experiment

Mit einem aufwendigen Check-in hat die Universitätsmedizin Halle am Samstag ein Konzertexperiment zu Großveranstaltungen in der Corona-Pandemie begonnen. Bei allen freiwilligen Teilnehmern wurde vor dem Betreten der Arena Leipzig Fieber gemessen. Die Menschen wurden zudem mit sogenannten Contact Tracern ausgestatten, mit denen ihre Laufwege nachvollzogen werden sollten. Popstar Tim Bendzko ("Keine Maschine") sollte vom Vormittag drei Konzerte in verschiedenen Szenarien spielen. Die Studienleitung hatte auf rund 4000 Teilnehmer gehofft. Wie viele Menschen am Samstag tatsächlich gekommen waren, war vor Beginn der Konzerte aber noch unklar.

Mit dem Experiment wollen die Forscher herausfinden, wie Großveranstaltungen trotz Corona möglich sein können. Ziel der Datensammlung ist ein mathematisches Modell, mit dem sich das Risiko eines Corona-Ausbruchs in einer Veranstaltungshalle abschätzen lässt. Ergebnisse sollen laut Studienleitung im Herbst vorliegen.

 

Samstag, 22. August, 09.15 Uhr: RKI: Die meisten Corona-Infektionen passieren im Privaten

Privathaushalte und Altenheime sind laut einer RKI-Untersuchung die Orte der meisten Corona-Übertragungen. Allerdings gab es bei einem Ausbruch zu Hause im Schnitt nur jeweils 3,2 Infizierte - die Übertragung fand also wohl nur auf weitere Familienmitglieder statt. Die zweitmeisten Corona-Ausbrüche gehen laut Robert Koch-Institut auf Alten- und Pflegeheime zurück. In diesen Einrichtungen steckten sich bei bei einem Ausbruch aber im Schnitt fast 19 Personen an. Besonders hoch ist die Ansteckungsgefahr demnach beim Ausbruch in einem Flüchtlingsheim - im Schnitt wurden 21 Fälle pro Ausbruch erfasst, so viele wie nirgends sonst.

Schulen spielen der RKI-Studie zufolge - bislang zumindest - keine Rolle bei den Infektionen. Das RKI ordnet ihnen nur 31 Ausbrüche und 150 Infektionen zu. Auch Restaurants, Hotels oder Büros sind bislang Nebenschauplätze. Ausbrüche in der Bahn lassen sich laut RKI nur schwer ermitteln, da die Identität eines Kontaktes kaum nachvollziehbar sei.

"Neben einzelnen spektakulären und bundesweit bekannt gewordenen großen Ausbrüchen sind es insbesondere Übertragungen im familiären und häuslichen Umfeld, die nicht unbedingt zu vielen Folgefällen führen und nur wenige Fälle pro Ausbruch aufweisen, aber offensichtlich sehr häufig vorkommen", heißt es in dem RKI-Papier. "Gemeinsames Wohnen auch im Alten- und Pflegeheim scheint häufig zu Übertragungen zu führen, deutlich weniger jedoch Situationen im Freien, wie fehlende Ausbrüche in Tierparks und Zoos beziehungsweise nur drei Fälle beim Picknick nahelegen."

Das RKI weist darauf hin, dass nicht bei allen erfassten Fällen die Quellensuche der Infektion ganz sicher verlaufen ist. Den Angaben liegen laut RKI lediglich etwa 27 Prozent aller Infektionen zugrunde, die einem konkreten Ausbruchsort zugeordnet werden konnten.

 

Samstag, 22. August, 08.55 Uhr: Hohe Bußgeldeinnahmen nach Zehntausenden Corona-Verstößen

Wegen Zehntausender Verstöße gegen die Corona-Auflagen der bayerischen Staatsregierung haben die Behörden Bußgeldbescheide in Millionenhöhe verhängt. Allein in München beläuft sich das Bußgeldaufkommen momentan auf insgesamt rund 950.000 Euro bei 5.220 Bescheiden, wie ein Sprecher des Kreisverwaltungsreferats (KVR) der Deutschen Presse-Agentur mitteilte.

Wie es in anderen bayerischen Städten aussieht und wofür am häufigsten Corona-Bußgelder in Bayern ausgesprochen werden, lesen Sie hier.

 

Samstag, 22. August, 07.50 Uhr: Heinsberger Landrat plädiert für Absage von Karneval

Nach einer Karnevalssitzung im Februar wurde der Kreis Heinsberg einer der ersten deutschen Corona-Hotspots - nun hat sich der Landrat für eine Absage des kommenden Karnevals ausgesprochen. "Ich glaube nicht, dass es nächstes Jahr Karneval geben wird. Unsere Aufgabe ist jetzt, Dinge aufrechtzuerhalten, die essenziell sind", sagte Landrat Stephan Pusch (CDU) der Deutschen Presse-Agentur. Dazu gehöre, Schulen und Kitas offenzuhalten. "Die anderen Dinge sind Luxus und Freizeitvergnügen, die müssen zurückstehen. Auch wenn der Karneval eine wahnsinnig ernste Angelegenheit ist."

Pusch sagte: "Als wenn die Kölner "ein bisschen" Karneval feiern könnten. Das ist wie ein bisschen schwanger. Ich glaube, es wäre am besten, das jetzt abzusagen." Das sei auch das, was er aus den Vereinen in seiner Region höre. "Sonst wabert das Thema ewig umher."

Zuletzt mehrten sich die Stimmen, die eine Karnevalssession 2020/2021 angesichts der Corona-Pandemie skeptisch sehen. Heinsberg liegt in Nordrhein-Westfalen und ist der westlichste Kreis Deutschlands.

 

Samstag, 22. August, 07.15 Uhr: 2.000 Neuinfektionen überschritten - Höchster Wert seit April

Guten Morgen aus der Digitalredaktion der Allgäuer Zeitung. Wir starten ins Wochenende mit den neuesten Zahlen zur Corona-Situation in Deutschland. Die Zahl der täglich gemeldeten Neuinfektionen in Deutschland hat die Schwelle von 2.000 überschritten und den höchsten Wert seit Ende April erreicht. Die Gesundheitsämter in Deutschland haben 2.034 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet (Datenstand 22.08. 0 Uhr), wie es am Samstagmorgen vom Robert Koch-Instituts (RKI) hieß. Der Höhepunkt bei den täglich gemeldeten Neuansteckungen hatte Ende März/Anfang April bei mehr als 6.000 gelegen, danach waren die Werte deutlich gesunken. Seit Ende Juli steigt die Zahl der Nachweise wieder an.

Direkte Rückschlüsse auf das Infektionsgeschehen lässt der aktuelle Anstieg bei den Fallzahlen allerdings nicht zu, da zuletzt auch die Zahl der durchgeführten Tests immens stieg. Die steigenden Fallzahlen seien derzeit aber nicht nur mit dem vermehrten Testaufkommen zu erklären, hatte das RKI vor einigen Tagen mitgeteilt.

Bundesweit gebe es eine große Anzahl kleinerer Ausbruchsgeschehen, die beispielsweise mit größeren Feiern im Familien- und Freundeskreis in Verbindung stehen, heißt es im Lagebericht von Freitag (21.8.). Hinzu komme, dass Corona-Fälle zu einem großen Anteil unter Reiserückkehrern, insbesondere in den jüngeren Altersgruppen, identifiziert werden.

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich mindestens 232.082 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert, wie das RKI meldete. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 9.267. Seit dem Vortag wurden sieben Todesfälle mehr gemeldet. Bis Samstagmorgen hatten etwa 206.600 Menschen die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen in Deutschland laut Mitteilung vom Freitag bei 1,02 (Vortag: 1,04). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel etwa einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Zudem gibt das RKI einen sogenannten Sieben-Tage-R-Wert an. Er bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert nach Angaben von Freitag bei 1,12 (Vortag: 1,14 ). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor acht bis 16 Tagen.

 

Freitag, 21. August, 20.15 Uhr: Auswärtiges Amt weitet Reisewarnung auf Brüssel aus

Wegen der gestiegenen Zahl von Corona-Neuinfektionen warnt das Auswärtige Amt nun auch vor touristischen Reisen nach Brüssel. Bisher war in Belgien lediglich die Provinz Antwerpen betroffen. Nun kommt die Hauptstadt als Risikogebiet hinzu.

Die Einstufung als Risikogebiet bedeutet, dass für heimkehrende Urlauber in Deutschland eine Testpflicht auf das Coronavirus greift. Bis das Ergebnis vorliegt, müssen sich Reisende in häusliche Quarantäne begeben. Zentrales Kriterium für die Einstufung als Risikogebiet ist, dass es in den vergangenen sieben Tagen mehr als 50 Neuinfizierte pro 100 000 Einwohner gegeben hat.

 

Freitag, 21. August, 19.07: WHO: Corona muss auch im Umfeld von Schulen bekämpft werden

Mit dem Start des neuen Schuljahres muss das Coronavirus nicht nur in Schulen selbst, sondern auch im Umfeld der Kinder und Jugendlichen rigoros bekämpft werden - darauf weist die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hin. Sonst könne es sich schnell in Schulen ausbreiten. "Es ist wirklich entscheidend, dass wir Ausbrüche und Übertragungen in der Umgebung von Schulen unter Kontrolle bringen", sagte die Covid-19-Beauftragte Maria van Kerkhove am Freitag in Genf. Die WHO werde in den nächsten Tagen Empfehlungen für das Tragen von Masken in Schulen herausgeben.

Allerdings reichten Masken allein nicht aus, um die Ausbreitung des Virus zu stoppen, warnte der WHO-Nothilfekoordinator Mike Ryan. Gleichzeitig müssten Schülerinnen und Schüler auch Abstand wahren, und je nach Räumlichkeiten sei es vielleicht auch nötig, kleinere Klassen zu bilden. Bislang gibt es nach Angaben von van Kerkhove nicht genügend Studien über Ansteckungsketten mit Kindern. Die meisten Kinder, die sich infizierten, hätten nur sehr milde Symptome.

 

Freitag, 21. August, 18.45 Uhr: 336 neue Corona-Infektionen im Südwesten

Die Zahl der seit Beginn der Pandemie nachweislich mit dem Coronavirus Infizierten ist in Baden-Württemberg auf mindestens 39.832 gestiegen. Das sind 336 mehr als am Vortag, wie aus Zahlen des Landesgesundheitsamtes von Freitag (Stand: 16.00 Uhr) hervorgeht. Etwa 35.821 Menschen gelten als genesen. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus wurde um einen Fall nach unten korrigiert und lag nun bei 1.862. Der sogenannte Sieben-Tage-R-Wert wurde mit 1,40 angegeben. Er gibt an, wie viele Menschen ein Infizierter im Durchschnitt ansteckt.

Der Anteil der Fälle, die im Zusammenhang mit einer Reise stehen - an allen neu gemeldeten Fällen der letzten sieben Tage - stieg auf 57 Prozent.

 

Freitag, 21. August, 17 Uhr: Wohl auch Allgäu Airport betroffen: Corona-Testpannen an bayerischen Flughäfen

Nach Recherchen des ARD-Magazins Monitor haben hunderte Passagiere am Flughafen Nürnberg ihre Ergebnisse zu spät oder noch gar nicht erhalten. Wie der zuständige Testdienstleister Ecolog dem ARD-Magazin mitteilte, soll es auch an den Flughäfen in Memmingen und München Fälle gegeben haben. Wie das passieren konnte, lesen Sie hier.

 

Freitag, 21. August, 16.45 Uhr: Corona-Zahlen nähern sich in mehreren Orten dem Frühwarnwert

In mehreren Orten Oberbayerns rückt die Zahl der Corona-Infektionen nahe an den vereinbarten Frühwarnwert heran. Etwa in Ebersberg gab es nach Angaben des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) vom Freitag 34,47 Neuinfektionen binnen sieben Tagen pro 100 000 Einwohner. In Rosenheim lag der Wert bei 33,16 und in Ingolstadt bei 31,39.

Bei einem Wert von 35 sind die Gesundheitsämter verpflichtet, das Gesundheitsministerium über die Ursache der steigenden Zahlen und über lokale Gegenmaßnahmen zu informieren. Die von Bund und Ländern vereinbarte Schwelle für verschärfte Beschränkungen des öffentlichen Lebens liegt bei einer 7-Tage-Inzidenz von 50.

Auch in München steigen die Zahlen. Zuletzt wurden absolut mehr als 80 neue Fälle pro Tag gemeldet - vor wenigen Wochen war es teils nur ein Zehntel davon. Die 7-Tage-Inzidenz für München lag am Freitag beim 27,05.

Laut LGL fließen die Zahlen der an den bayerischen Teststationen getesteten Reiserückkehrer in die amtliche Statistik ein. Maßgeblich sei hier aber der Wohnort oder Aufenthaltsort, nicht der Ort der Untersuchung. Folglich sind in den Zahlen für bestimmte Kommunen nicht Reiserückehrer enthalten, die gar nicht dort

 

Freitag, 21. August, 16.40 Uhr: Islands Regierung muss fast vollzählig zum Corona-Test

Beinahe die gesamte isländische Regierung muss sich auf das Coronavirus testen lassen. Der Grund: Neun der elf Mitglieder des Kabinetts um Ministerpräsidentin Katrín Jakobsdóttir hatten sich am Dienstag in einem Hotel zum Abendessen getroffen, in dem mittlerweile mehrere Corona-Fälle aufgetaucht sind. Das teilte die isländische Regierung am Freitag mit. Das Risiko einer Ansteckung der Ministerinnen und Minister sei aber sehr gering.

Jakobsdóttir und ihre Minister sollten nun jeweils zweimal auf Corona getestet werden, erstmals am Freitag und dann noch einmal am Montag. Dazwischen sollen sie Kontakte vermeiden und zu Hause bleiben. Nur Gesundheitsministerin Svandís Svavarsdóttir und Sozialminister Ásmundur Einar Dadason, die beide bei dem Abendessen nicht dabei gewesen waren, sind davon ausgenommen.

Auf Island war das Corona-Geschehen in diesem Sommer fast gänzlich zum Erliegen gekommen, seit einigen Wochen steigen die Infektionszahlen aber wieder. Jeder Reisende muss sich mittlerweile bei der Ankunft auf der Nordatlantik-Insel auf Corona testen lassen, ein zweiter Test steht dann fünf bis sechs Tage später an. In der Zwischenzeit muss man sich in Quarantäne begeben. Wer dieses Prozedere nicht mitmachen will, der muss für 14 Tage in Quarantäne.

 

Freitag, 21. August, 14.50 Uhr: Grüne fordern mehr Schulbusse während Corona

Zum besseren Schutz vor Corona-Infektionen fordern die Grünen im bayerischen Landtag nach dem Ende der Sommerferien den Einsatz von mehr Schulbussen. "Die meisten Kinder und Jugendlichen fahren mit den Öffentlichen Verkehrsmitteln zur Schule. Und in Zeiten von Corona sind überfüllte Schulbusse unzumutbar", sagte der Abgeordnete Martin Stümpfig am Freitag in München. Aus diesem Grund seien zusätzliche Busse für den Schulbetrieb, zur Entzerrung und auch zur Unterstützung der flexiblen Unterrichtsmodelle nötig.

Die Staatsregierung müsse daher ihren Anteil an den Beförderungskosten von bisher 60 Prozent erhöhen, sagte Stümpfig. Die Kosten für zusätzliche Busse blieben sonst alleine an der jeweiligen Kommune hängen. "Somit hängt die Gesundheit der Schulkinder von der Finanzkraft der Kommunen ab. Hier braucht es ein deutliches finanzielles Engagement - und zwar ab jetzt, damit es ab 8. September nicht zu einem Schulwegfiasko kommt", betonte Stümpfig.

 

Freitag, 21. August, 14.45 Uhr: Aggressiver "Masken-Verweigerer" beschäftigt Bundespolizei fünf Stunden lang

Rund fünf Stunden lang ist die Bundespolizei in Rosenheim mit einem aggressiv auftretenden "Masken-Verweigerer" beschäftigt gewesen. Obwohl der Mann laut Polizei erst vor knapp zwei Wochen aus einer Haftanstalt entlassen worden war, wurde er am Donnerstag erneut festgenommen. Dem 25-Jährigen werden gleich mehrere Straftaten vorgeworfen.

 

Freitag, 21. August, 14.41 Uhr: Zahl der Morde in Brasilien steigt wegen Corona

Während der Corona-Krise hat die Gewalt in Brasilien im ersten Halbjahr 2020 wieder zugenommen. Die Zahl der Tötungsdelikte stieg in den ersten sechs Monaten um sechs Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf 22 680, wie das Nachrichtenportal G1 am Freitag berichtete. Für den so genannten Gewaltmonitor wertet das Medienunternehmen Globo gemeinsam mit der Universität von São Paulo und dem Brasilianischen Forum für öffentliche Sicherheit regelmäßig die staatlichen Kriminalitätsstatistiken aus.

Damit wurde der positive Trend gestoppt. In den vergangenen Jahren waren die Tötungsdelikte in Brasilien deutlich zurückgegangen. 2019 fiel die Zahl der Morde um 19 Prozent auf 41 635 - das war der niedrigste Stand seit Beginn der systematischen Erhebung im Jahr 2007. Dennoch ist Brasilien weiterhin eines der gewalttätigsten Länder der Welt.

Der erneute Anstieg fällt nun ausgerechnet mit der Corona-Krise zusammen, in der das öffentliche Leben zumindest teilweise eingeschränkt war. Zwar stemmte sich die Bundesregierung von Präsident Jair Bolsonaro gegen weitreichende Ausgangssperren und Produktionsstopps, allerdings erließen mehrere Bundesstaaten wie Rio de Janeiro und São Paulo ab Mitte März durchaus Restriktionen zur Eindämmung der Pandemie.

Die Zunahme der Gewalt dürfte nach Einschätzung von Experten vor allem mit Konflikten in der Unterwelt zu tun haben. Auf Phasen der Waffenruhe zwischen kriminellen Organisationen folgen immer wieder Machtkämpfe um Einflussgebiete, während derer die Zahl der Tötungsdelikte wieder steigt.

 

Freitag, 21. August, 13.25 Uhr: Testen und Verfolgen: Wie viele Infektionen verträgt Deutschland?

Lange schien die Ausbreitung des Coronavirus in Deutschland unter Kontrolle: Schulen werden wieder geöffnet, selbst Urlaub im Ausland ist wieder möglich. Von Hotspots ist im August kaum noch die Rede. Doch ein anderer Trend bereitet Wissenschaftlern Sorge: Langsam breitet sich das Virus in der Fläche aus - und die Zahl der Neuinfektionen steigt. Doch wie viele solche Fälle hält das Gesundheitssystem auf Dauer aus? Die Antworten von Experten lesen Sie hier.

 

Freitag, 21. August, 12.30 Uhr: Merkel und Länderchefs beraten nächsten Donnerstag über Corona

Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder wollen am kommenden Donnerstag über das weitere Vorgehen in der Corona-Pandemie beraten. Wie Regierungssprecher Steffen Seibert am Freitag in Berlin mitteilte, ist für 11.00 Uhr eine Videokonferenz geplant. Zuletzt hatten die Regierungschefs und die Kanzlerin im Juni über ein möglichst einheitliches Vorgehen gesprochen. Diskutiert wird im Moment vor allem über vermehrte Ansteckungen bei Familienfeiern und über eine Verbreitung des Virus durch Reiserückkehrer aus Corona-Risikogebieten.

Seibert sprach mit Blick auf die täglich gemeldeten Zahlen der Neuansteckungen von einer beunruhigenden Entwicklung. "Da ist eine Dynamik, die uns Sorgen machen muss." Jeder müsse achtsam bleiben und sich an die Regeln halten. "Private Feiern mit hundert und mehr Menschen, bei denen sich niemand an diese Regeln hält, sind unverantwortlich." Viele der derzeitigen Ausbrüche gingen genau auf solche Feiern und Partys zurück.

Seibert rief Reiserückkehrer aus Risikogebieten außerdem dazu auf, sich an Test- und Quarantäneregeln zu halten. "Wir haben viele schlimme Erfahrungen, die andere Länder in dieser Pandemie machen mussten, vermeiden können. Wir dürfen jetzt nicht nachlässig werden und das Erreichte damit in Gefahr bringen."

 

Freitag, 21. August, 10.10 Uhr: 1.427 registrierte Corona-Neuinfektionen in Deutschland

Innerhalb eines Tages haben die Gesundheitsämter in Deutschland 1.427 neue Corona-Infektionen gemeldet. Dies geht aus den Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) von Freitagmorgen hervor (Datenstand 21.8., 0.00 Uhr). Am Vortag war mit 1.707 neuen Nachweisen der höchste Wert seit Ende April erreicht worden. Der Höhepunkt bei den täglich gemeldeten Neuansteckungen hatte Ende März bis Anfang April bei mehr als 6.000 gelegen, danach waren die Zahlen deutlich gesunken. Seit Ende Juli steigt die Zahl der neuen Nachweise wieder an.

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich mindestens 230.048 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert, wie das RKI meldete. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 9.260. Seit dem Vortag wurden sieben Todesfälle mehr gemeldet. Bis Freitagmorgen hatten etwa 205.800 Menschen die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen in Deutschland laut Mitteilung vom Donnerstag bei 1,04 (Vortag: 1,03). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel etwa einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Zudem gibt das RKI einen sogenannten Sieben-Tage-R-Wert an. Er bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert am Donnerstag bei 1,14 (Vortag: 1,08). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor acht bis 16 Tagen.

 

Freitag, 21. August, 08.28 Uhr: Mittelstand: Zweiter Corona-Lockdown muss unbedingt verhindert werden

Der Bundesverband mittelständische Wirtschaft hat eindringlich vor einem zweiten Corona-Lockdown gewarnt. Ein erneutes Herunterfahren von öffentlichem Leben und Geschäftsleben wie im Frühjahr würde erheblich größere Schäden in der Wirtschaft und vor allem im Mittelstand zur Folge haben als beim ersten Mal, heißt es in einem "Brandbrief" an Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder. Dieser wird in der kommenden "Focus"-Ausgabe veröffentlicht und lag der Deutschen Presse-Agentur vor.

Viele Betriebe hätten ihre finanziellen Reserven aufgebraucht und müssten bei einem zweiten Lockdown die "Hände heben", heißt es. Ein "überzogener Infektionsschutz" dürfe nicht wieder Vorrang vor dem Schutz von Wirtschaft und Wohlstand haben.

Die aktuelle Entwicklung der Corona-Zahlen in Deutschland, Europa und der Welt gebe dem Mittelstand Anlass zu größter Sorge. Das "Schreckgespenst" eines zweiten Lockdowns gehe umher. Vor allem der Mittelstand sei alarmiert, habe er doch zusammen mit den Selbstständigen die Hauptlast des ersten Lockdowns im Frühjahr zu tragen gehabt, heißt es. "Ganze Branchen wie die Gastronomie, die Hotellerie, der Tourismus oder der Messebau kämpfen seither um das Überleben. Und nicht zuletzt die Kunst- und Kreativszene ist existenziell betroffen. Für den Herbst erwarten Experten eine Insolvenzwelle nie gekannten Ausmaßes."

Bei einem zweiten Lockdown wäre auch der Staat finanziell überfordert, so der Verband. Er sieht die ökonomische Zukunftsfähigkeit Deutschlands in Gefahr, Millionen Arbeits- und Ausbildungsplätze stünden auf dem Spiel.

 

Freitag, 21. August, 07.50 Uhr: Gastro-Verband Dehoga: Im Herbst Verbot von Heizpilzen aussetzen

Deutsche Gastronomen fordern die bundesweite Zulassung der teils verbotenen Heizpilze, um im Herbst und Winter mehr Gäste in ihren Außenbereichen bedienen zu können. "Die Kommunen, die derzeit ein Verbot von Heizpilzen haben, sollten es in diesem Herbst und Winter aussetzen", sagte die Hauptgeschäftsführerin des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga), Ingrid Hartges, dem "Tagesspiegel". "Wirte, die keine andere Möglichkeit haben, sollten in diesem Winter Gas-Heizpilze und Elektro-Wärmestrahler verwenden dürfen", sagte Hartges. Als ein Argument für den Einsatz gilt, dass Wirte ihre Gäste dann auch im Herbst und Winter draußen platzieren können und sich Abstandsregeln besser einhalten lassen.

Vielerorts sind die sogenannten Heizpilze aus Umweltschutzgründen verboten. Der tourismuspolitische Sprecher der FDP-Fraktion im Bundestag, Marcel Kling, sagte der Zeitung dazu: "Heizpilze sind umweltpolitisch problematisch, einen verantwortlichen Einsatz in diesem Ausnahmejahr 2020 sollten wir aber zulassen."

 

Freitag, 21. August, 06.35 Uhr: Polizei warnt vor Blanko-Attesten gegen Masken-Pflicht

Die Bundespolizei weist darauf hin, dass ein selbstausgefülltes Attest aus dem Internet nicht von der Pflicht befreit, an Bahnhöfen und in Bussen und Bahnen eine Maske zu tragen. Immer wieder legten Menschen bei Verstößen Online-Atteste vor, die sie angeblich von der Pflicht befreiten, einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen, teilte die Bundespolizeiinspektion Münster am Donnerstag mit.

Ein Arzt habe das Blanko-Attest auf seiner Homepage angeboten, Nutzer hätten ihm zufolge nur ihren Namen und ihre Adresse eintragen müssen. Dem widerspricht die Polizei: Mit dem Gebrauch unrichtiger Gesundheitszeugnisse mache man sich strafbar. Dazu komme eine Anzeige, da Mund und Nase nicht bedeckt seien.

 

Freitag, 21. August, 06.00 Uhr: Epidemiologe: Keinerlei Spielraum für Rückkehr zu Großveranstaltungen

Guten Morgen aus der Digitalredaktion der Allgäuer Zeitung. Der Leipziger Epidemiologe Markus Scholz rät angesichts steigender Infektionen in der Corona-Pandemie von einer Rückkehr zu Großveranstaltungen ab. "Die zweite Welle zeichnet sich deutlich ab, da wir nun über mehrere Wochen einen Anstieg der aktiven Infektionszahlen feststellen", sagte Scholz der Deutschen Presse-Agentur. "Ich sehe daher aktuell keinerlei Spielraum für weitere Lockerungen – auch und gerade nicht für Großveranstaltungen."

Dabei gebe es mehrere Risiken, die beachtet werden müssten. "Die Menschen gehen umher, holen sich Getränke, gehen auf die Toilette – da finden dann sehr viele Kontakte statt, die bei einer großen Personenanzahl kaum nachzuvollziehen sind", sagte Scholz, der an der Universität Leipzig forscht. Auch die Hygienekonzepte, die etwa festgelegte Wege oder eine Maskenpflicht vorsähen, ließen sich bei großen Menschenansammlungen kaum durchsetzen.

Der Hamburger Virologe Jonas Schmidt-Chanasit hält eine Rückkehr dagegen grundsätzlich für möglich - etwa mit umfangreichen Testungen im Vorfeld. Wichtig sei es, die Zahl der Neuinfektionen in einer Region im Blick zu behalten. "Davon sollte dann abhängig sein, wie viele Menschen eine Veranstaltung besuchen können und auch wie lange. Ich würde daher für ein flexibles Modell plädieren, das sich an das Infektionsgeschehen in einer Region anpasst", sagte der Virologe vom Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin.

Wissenschaftler der Uniklinik Halle wollen am Samstag mit einem Konzert-Experiment in Leipzig näher bestimmen, unter welchen Rahmenbedingungen Großveranstaltungen etwa in geschlossenen Räumen trotz der Corona-Pandemie möglich sein könnten. Bis zu 4.000 Probanden sollen dazu an einem Pop-Konzert von Tim Bendzko teilnehmen. Sie und die Helfer müssen vor Studienbeginn einen Corona-Test durchführen und ein negatives Ergebnis mitbringen.

 

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