Corona-Newsblog, Teil 42

Die Corona-Entwicklung im Allgäu vom 02. Februar bis 09. Februar 2021 im Rückblick

Frisöre in Bayern dürfen im März wieder öffnen.

Frisöre in Bayern dürfen im März wieder öffnen.

Bild: Daniel Boscariol (Archiv)

Frisöre in Bayern dürfen im März wieder öffnen.

Bild: Daniel Boscariol (Archiv)

Im Newsblog berichtet die Allgäuer Zeitung seit Anfang 2020 über die Corona-Krise im Allgäu und in der Welt. Unser Newsblog 02. Februar bis 09. Februar 2021.
11.02.2021 | Stand: 16:45 Uhr

Dies ist ein Archivartikel. Wir berichten in unserem aktuellen Newsblog laufend über die aktuelle Corona-Entwicklung in der Region Allgäu und in der Welt.

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Dienstag, 9. Februar, 22.04 Uhr: Abgewandelte britische Coronavirus-Variante ruft Besorgnis hervor

Eine veränderte Form der britischen Coronavirus-Variante B.1.1.7 ruft bei britischen Wissenschaftlern Besorgnis hervor. Wie das Gesundheitsministerium in London am Dienstagabend mitteilte, wurde die zuerst in Bristol entdeckte Mutante als "Variant of Concern" (etwa: Besorgniserregende Variante) eingestuft. Sie weise eine zusätzliche E484K-Mutation auf, hieß es zur Erklärung.

Dahinter dürfte die Sorge stecken, dass die in Bristol entdeckte Variante gefährliche Merkmale der britischen und anderer Varianten in sich vereinen könnte. Eine ähnliche Mutante wurde auch in Liverpool festgestellt. Beide zusammen wurden in Großbritannien bislang in 76 Fällen nachgewiesen.

Dienstag, 9. Februar, 20.58 Uhr: Virologin: Bei Lockerungen auch den R-Wert im Blick behalten

Kurz vor der nächsten Entscheidungsrunde über die weiteren Corona-Maßnahmen plädiert die Frankfurter Virologin Sandra Ciesek dafür, nicht nur auf die Inzidenz zu schauen. Dieser Wert gibt an, wie viele bestätigte Neuinfektionen es pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen gab. Bisher galt ein Wert unter 50 als Richtgröße für mögliche Lockerungen. "Aber ist die Inzidenz alleine wirklich zielführend?", fragte Ciesek im NDR-Podcast "Coronavirus-Update" am Dienstag.

"Genauso wichtig ist, dass man sich den R-Wert anschaut", sagte die Direktorin des Instituts für Medizinische Virologie am Universitätsklinikum Frankfurt: "Also wie viele Menschen werden durch einen Infizierten angesteckt." Bei einem Wert über Eins müsse man davon ausgehen, dass Infektionen wieder ansteigen, sobald man mehr Kontakte zulasse. Bei unter Eins könne man davon ausgehen, "dass eine Lockerung nicht gleich einen so negativen Effekt hätte."

Dienstag, 9. Februar, 20 Uhr: Alle Mitarbeiter des Schlachthofs in Husum in Quarantäne

Nach einem Corona-Ausbruch in einem Schlachthof in Husum (Schleswig-Holstein) hat das Gesundheitsamt für alle Mitarbeiter Quarantäne angeordnet. Betroffen seien neben der Stammbelegschaft mit rund 270 Beschäftigten auch drei externe Unternehmen mit insgesamt 40 Angestellten sowie 19 Mitarbeiter des Kreis-Veterinäramtes, wie der Kreis Nordfriesland am Dienstagabend mitteilte. Alle müssten sich einem Test unterziehen.

Begründet wird die Entscheidung mit den "vielfältigen Arbeitsbeziehungen zwischen den verschiedenen Bereichen des Unternehmens und eine nicht strikt durchgehaltene Kohortentrennung". Es bestehe eine erhebliche Gefahr, dass die bislang 14 Corona-positiven Mitarbeiter weitere Kollegen angesteckt hätten.

Dienstag, 9. Februar, 19.45 Uhr: Virologin Ciesek: Bei Lockerungen auch den R-Wert im Blick behalten

Kurz vor der nächsten Entscheidungsrunde über die weiteren Corona-Maßnahmen plädiert die Frankfurter Virologin Sandra Ciesek dafür, nicht nur auf die Inzidenz zu schauen. Dieser Wert gibt an, wie viele bestätigte Neuinfektionen es pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen gab. Bisher galt ein Wert unter 50 als Richtgröße für mögliche Lockerungen. "Aber ist die Inzidenz alleine wirklich zielführend?", fragte Ciesek im NDR-Podcast "Coronavirus-Update" am Dienstag.

Dienstag, 9. Februar, 19.30 Uhr: Vier Millionen Athener ab Donnerstag wieder im harten Lockdown

Der Großraum Athen wird von Donnerstag an für zwei Wochen erneut unter einen harten Lockdown gestellt. Geschäfte und Schulen müssen wieder schließen, nachdem sie erst Mitte Januar hatten öffnen dürfen. Der griechische Premier Kyriakos Mitsotakis begründete die Maßnahme am Dienstagabend in einer Fernsehansprache mit den stark steigenden Infektionszahlen. Noch bestehe die Chance, eine dritte Corona-Welle zu vermeiden, sagte er.

Dienstag, 9. Februr, 19 Uhr: Göring-Eckardt (Grüne) schlägt Schulunterricht in Kirchen und Kinos vor

Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt ruft die Bundesregierung zu mehr Kreativität im Umgang mit Schulen auf, um Präsenzunterricht in der Corona-Krise wieder zu ermöglichen. "Wir haben große Räume, die gerade leer stehen. Theater, Museen, Kirchen, Kinos. Warum sorgen wir nicht dafür, dass vielleicht ein Drittel der Klasse dort ist?", sagte Göring-Eckardt der "Bild"-Zeitung am Dienstag (online). Außerdem forderte die Grünen-Politikern vor den Bund-Länder-Beratungen an diesem Mittwoch eine einheitliche Perspektive, die man dann je nach den verschiedenen Indikatoren, die verschiedene Auswirkungen hätten, anwenden könne.

Dienstag, 9. Februar, 18.30 Uhr: Sieben-Tage-Inzidenz sinkt unter 75

Erstmals seit mehr als drei Monaten liegt die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz laut Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) unter der Schwelle von 75. Das RKI gab den wichtigen Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen am frühen Morgen zunächst mit 72,8 an, schränkte dann aber später ein, dass rund 600 Fälle aus Nordrhein-Westfalen fehlten. Der Wert sei daher um 0,8 zu niedrig, liege aber immer noch unter 75. Die fehlenden Daten aus NRW würden am morgigen Mittwoch berücksichtigt.

Die Zahl sinkt seit mehreren Wochen. Ihren Höchstwert hatte die Sieben-Tage-Inzidenz am 22. Dezember mit 197,6 Fällen pro 100.000 Einwohner. Unter die Schwelle von 100 war sie vor zwölf Tagen gerutscht. Das politische Ziel ist eine Sieben-Tage-Inzidenz von langfristig unter 50.

Dienstag, 9. Februar, 18.05 Uhr: Pflicht zur medizinischen Maske im Bundestag

Analog zu Geschäften und öffentlichen Verkehrsmitteln müssen künftig auch im Bundestag "medizinische Gesichtsmasken" getragen werden. Mit dieser Entscheidung habe Parlamentspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) die Vorschriften an die aktuelle Corona-Lage angepasst, teilte die Bundestagsverwaltung am Dienstag mit. Von diesem Mittwoch an müssen damit im Plenarsaal und den Sitzungssälen Mund und Nase mit einer OP-Maske oder einer FFP2-/FFP3-Maske bedeckt werden. Die Maske darf nur am Rednerpult und am Sitzplatz abgelegt werden, wenn dort ein Mindestabstand von 1,50 Meter gewahrt werden kann.

Dienstag, 9. Februar, 18 Uhr: Thüringens Ministerpräsident Ramelow will bundesweit einheitliches Corona-Regelwerk

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) drängt vor den Bund-Länder-Verhandlungen auf ein bundesweit einheitliches Regelwerk zum weiteren Umgang mit der Corona-Pandemie. Er hoffe, dass die von Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Thüringen vorgelegten Stufenpläne bei der Ministerpräsidentenkonferenz mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Mittwoch diskutiert würden, sagte Ramelow in Erfurt. Es gehe ihm um verbindliche Regelungen, wie die nächsten Schritte aussehen könnten

Dienstag, 9. Februar, 17.40 Uhr: Bundessozialgerichts-Präsident: Sozialstaat hat sich in Krise bewährt

Das deutsche Sozialsystem hat sich laut dem Präsidenten des Bundessozialgerichts (BSG), Rainer Schlegel, in der Corona-Krise bewährt. "Der Sozialstaat hat in der Pandemie den Stresstest gut bestanden", sagte er bei der Vorstellung des BSG-Jahresberichts am Dienstag in Kassel. Wer durch die Pandemie in finanzielle Not geraten sei, habe einen möglichst unbürokratischen Zugang zu sozialen Leistungen bekommen, und es sei eine stabile medizinische Versorgung sichergestellt worden. Es bleibe aber abzuwarten, ob es mit dem Ende der Pandemie nicht zu vermehrten Rechtsstreitigkeiten um Rückforderungen und Erstattungsleistungen vor den Sozialgerichten komme.

Dienstag, 9. Februar, 17.25 Uhr: Maskenverweigerer sorgen für Eklat im tschechischen Parlament

Zwei rechte Abgeordnete haben im tschechischen Parlament für einen Masken-Eklat gesorgt. Weil sie sich weigerten, eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen, wurden Lubomir Volny und Marian Bojko zunächst ermahnt, wie die Agentur CTK am Dienstag berichtete. Als sie nicht reagierten, verwies Parlamentspräsident Radek Vondracek die beiden Oppositionspolitiker des Saales. "Wenn Sie schon extra dafür gekommen sind", sagte er an ihre Adresse gerichtet und warf ihnen damit vor, bewusst zu provozieren.

Dienstag, 9. Februar, 17.20 Uhr: Koalition bringt Corona-Zuschuss und Kinderbonus auf den Weg

Die große Koalition hat den Corona-Zuschuss für Empfänger von Grundsicherung, den Kinderbonus und weitere Hilfen in der Pandemie auf den Weg gebracht. Entsprechende Entwürfe sollen nach Regierungsangaben noch in dieser Woche erstmals im Bundestag aufgerufen werden. Die Regelungen waren beim Koalitionsausschuss von Union und SPD vergangene Woche beschlossen worden.

Dienstag, 9. Februar, 17.05 Uhr: Corona-Krise trifft Mini-Jobber in Gastronomie und Handel hart

Die Corona-Krise hat viele Mini-Jobber in der Gastronomie und im Einzelhandel ihren Job gekostet. Ende 2020 waren bei der Minijob-Zentrale noch 5,8 Millionen geringfügig Beschäftigte im gewerblichen Bereich gemeldet, 12,9 Prozent weniger als im Vorjahr, wie die Minijob-Zentrale am Dienstag mitteilte. "Corona und die dadurch seit Anfang 2020 sinkende Wirtschaftsleistung haben die Minijobber stark getroffen", urteilte Heinz-Günter Held, bei der Knappschaft-Bahn-See zuständiger Geschäftsführer für die Minijob-Zentrale.

Dienstag, 9. Februar, 17 Uhr: Deutlich mehr Sterbefälle zu Jahresanfang in Bayern

Anfang Januar sind in Bayern deutlich mehr Menschen gestorben als in den Vorjahresmonaten. Nach einer am Dienstag veröffentlichten Hochrechnung des Statistischen Bundesamtes starben in der ersten Woche dieses Jahres 3548 Menschen im Freistaat. In den vergangenen vier Jahren lag die durchschnittliche Zahl der Sterbefälle für Bayern in jener Woche noch bei 2846. Mehr über die Statistik.

Dienstag, 9. Februar, 16.55 Uhr: Kreuzfahrt-Passagiere auf Gran Canaria in Corona-Quarantäne

Nach vier positiven Corona-Fällen an Bord des Kreuzfahrtschiffes "Mein Schiff 2" sind mehrere Passagiere und Crewmitglieder auf Gran Canaria in Quarantäne. Die Gäste seien am Ende der Reise in der vergangenen Woche positiv auf Covid-19 getestet worden, sagte eine Sprecherin der Reederei Tui Cruises am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur in Hamburg. "Die vier Personen wurden umgehend an Bord isoliert und an Land in eine Quarantäne-Unterkunft gebracht."

Dienstag, 9. Februar, 16.50 Uhr: DJ Paul van Dyk kritisiert Umgang mit Kultur in der Corona-Krise

Der international erfolgreiche DJ Paul van Dyk empfindet den Umgang der deutschen Politik mit der Kultur in der Corona-Krise als verletzend. "Viele Bürger haben ihre Perspektive verloren, ihr soziales Umfeld verloren. Und es geht dabei um den kompletten Kultur-, Kunst- und Eventbereich", sagte der Musikproduzent und Hörfunkmoderator in einem Podcast-Gespräch mit FDP-Chef Christian Lindner. "Kultur kann nicht nur der Kitt der Gesellschaft sein, wenn die Sonne scheint. Sie muss es auch jetzt, in diesen schweren Zeiten, sein."

Dienstag, 9. Februar, 16.35 Uhr: Lockdown-Verlängerung in Sicht - Ringen um erste Öffnungen

Unter hohem Erwartungsdruck wegen vielerorts sinkender Infektionszahlen ringen Bund und Länder um mögliche erste Lockerungen der Corona-Beschränkungen. Vor Beratungen von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten an diesem Mittwoch zeichnete sich eine weitere Verlängerung des vorerst bis 14. Februar vereinbarten Lockdowns ab. Doch unter den Ländern gibt es jetzt konkrete Pläne, Kitas und Schulen bereits ab kommender Woche schrittweise wieder zu öffnen. Auch aus der Bundestags-Opposition und der Wirtschaft kommen Forderungen nach Stufenplänen für baldige Lockerungen. Dagegen warnen Gesundheitsexperten vor schlummernden Risiken neuer Virus-Mutationen.

Dienstag, 9. Februar, 16.15 Uhr: Weiterer EU-Impfstoffvertrag veröffentlicht

Nach Druck aus dem Europaparlament hat die EU-Kommission auch den Liefervertrag mit dem Impfstoffhersteller Sanofi-GSK veröffentlicht. Allerdings sind auch darin Passagen geschwärzt, unter anderem die Preise - ähnlich wie bei den bereits veröffentlichten Verträgen mit Curevac und Astrazeneca. Die EU-Kommission hatte bei Sanofi-GSK für die 27 Mitgliedsstaaten bis zu 300 Millionen Impfdosen geordert. Das Vakzin ist aber noch in der Entwicklung und nicht zugelassen. Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides begrüßte die Veröffentlichung des Vertrags. "Transparenz, Rechenschaft und der Aufbau von Vertrauen bei Institutionen und Bürgern sind zentrale Verpflichtung bei der Arbeit auf diesem wichtigen Feld", schrieb sie auf Twitter.

Dienstag, 9. Februar, 16.10 Uhr: Abruptes Ende einer Geburtstagsparty in Köln - 27 Corona-Verstöße

Die Geburtstagsparty einer 19 Jahre alten Aachenerin mit 26 Gästen in einer angemieteten Ferienwohnung in Köln hat in der Nacht zu Dienstag anders geendet als geplant - mit einem Polizeieinsatz. Gegen 1 Uhr hatten Anwohner eine Ruhestörung aus dem Keller eines Mehrfamilienhauses gemeldet, wie die Polizei am Dienstag mitteilte. Als die Beamten gekommen seien, hätten einige Partygäste versucht, wegzurennen, sich hinter Türen zu verstecken oder sich im Badezimmer einzuschließen. Die Beamten lösten die Veranstaltung auf, 26 Personen erhielten einen Platzverweis.

Die 19-Jährige und ihre Partygäste erwartet nach Polizeiangaben ein Ordnungswidrigkeitsverfahren wegen Verstößen gegen die Corona-Schutzverordnung. Der Vermieter der Ferienwohnung muss mit einer Anzeige wegen des derzeit bestehenden Beherbergungsverbotes rechnen.

Dienstag, 9. Februar, 16 Uhr: Vatikan stellt Dokument zur Zukunft älterer Menschen nach Corona vor

Der Vatikan hat dazu aufgerufen, den Umgang mit älteren Menschen nach der Corona-Pandemie zu überdenken. Die Päpstliche Akademie für das Leben stellte die Schrift mit dem Titel "Das Alter: unsere Zukunft. Der Zustand der älteren Menschen nach der Pandemie" am Dienstag vor. Darin geht die Kirche unter anderem auf die Situation von Senioren während der Pandemie ein und was für den Umgang mit ihnen daraus gelernt werden sollte.

Dienstag, 9. Februar, 15.55 Uhr: Sorge um Mutanten - "versuchen möglichst viel zu kontrollieren"

Aus Sorge vor einer weiteren grenzüberschreitenden Verbreitung des Coronavirus werden Reisende an den Übergängen zwischen Österreich und Deutschland streng überprüft. Die Bundespolizei kontrollierte am Dienstag engmaschig erneut an Haupt- und Nebenstrecken. "Wir versuchen möglichst viel zu kontrollieren", sagte auch der Sprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd, Stefan Sonntag. Die Einhaltung der Vorschriften von der Einreise-Anmeldung bis zur Test-Pflicht werde an Kontrollpunkten nicht nur stichprobenartig überwacht, sondern deutlich intensiver.

Dienstag, 9. Februar, 15.40 Uhr: Unions-Fraktionschef Brinkhaus: Für Corona-Erleichterungen ist momentan kein Raum

Unions-Fraktionschef Ralph Brinkhaus hat für eine Verlängerung des Corona-Lockdowns in Deutschland plädiert und eine einheitliche Position der Länder angemahnt. "Es ist die klare Erwartungshaltung morgen an die Ministerpräsidentenkonferenz, dass die entsprechenden Maßnahmen weiter verlängert werden. Für Erleichterungen ist momentan kein Raum", sagte der CDU-Politiker am Dienstag in Berlin vor einer Sitzung der CDU/CSU-Fraktion. Allerdings müsse auch gezeigt werden, "wo die Reise hingeht", wenn sich die Infektionszahlen stabilisieren.

Dienstag, 9. Februar, 15.30 Uhr: Online-Gemeinderatssitzungen in Bayern künftig möglich

Nachdem in immer mehr bayerischen Kommunen über die Präsenzpflicht bei Gemeinde- und Stadtratssitzungen diskutiert wird, will die Koalition in München die Vorschriften schnell ändern. Wie die Regierungsfraktionen von CSU und Freien Wählern am Dienstag berichteten, soll ein entsprechender Gesetzesentwurf nun schnellstmöglich noch vor Ostern in Kraft gesetzt werden.

Dienstag, 9. Februar, 15.15 Uhr: Virus-Spur führt zu Fledermäusen - WHO glaubt nicht an Laborunfall

Die Spur zu den Ursprüngen des Coronavirus Sars-CoV-2 führt allen Erkenntnissen nach zu Fledermäusen. Einen Laborunfall halten Experten der Weltgesundheitsorganisation (WHO) für "extrem unwahrscheinlich". Nach Untersuchungen in der zentralchinesischen Metropole Wuhan, wo im Dezember 2019 erstmals Infektionen mit dem neuen Virus entdeckt worden waren, gab es aber wenig greifbare Ergebnisse. WHO-Teamchef Peter Ben Embarek sagte am Dienstag vor Journalisten in Wuhan, der "wahrscheinlichste Weg" der Übertragung auf den Menschen sei von Fledermäusen ausgehend über ein anderes Tier als Zwischenwirt.

Dienstag, 9. Februar, 15.05 Uhr: Rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Dreyer für bundeseinheitlichen Corona-Stufenplan

Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) erwartet von der Bund-Länder-Schalte an diesem Mittwoch einen bundeseinheitlichen Stufenplan zu möglichen Lockerungen des Corona-Lockdowns. Rheinland-Pfalz habe - wie andere Bundesländer auch - einen Stufenplan entwickelt, sagte Dreyer am Dienstag nach einer Sitzung des Landeskabinetts in Mainz. "Wir wollen eine bundeseinheitliche Linie, daran wird gearbeitet."

Dienstag, 9. Februar, 15 Uhr: Litauens Regierungschefin: Nein zu russischem Corona-Impfstoff

Litauens Regierungschefin Ingrida Simonyte hat sich grundsätzlich gegen eine Anwendung des russischen Corona-Impfstoffs Sputnik V in dem baltischen EU-Land ausgesprochen. Das litauische Impfstoff-Portfolio bestehe aus mehreren Präparaten von westlichen Herstellern, die bereits zugelassen sind oder vor einer Zulassung stehen. Daher müsse der Kauf von in Russland hergestellten Impfstoffen nicht in Betracht gezogen werden, sagte Simonyte am Dienstag im litauischen Rundfunk. Die Impfung der drei Millionen Einwohner Litauens werde durch die gemeinsame Impfstoffbeschaffung mit anderen EU-Ländern sichergestellt.

Dienstag, 9. Februar, 14.50 Uhr: Mützenich (SPD) erwartet Verlängerung der Corona-Maßnahmen

SPD-Fraktionschef Rolf Mützenich hat vor den Bund-Länder-Beratungen an diesem Mittwoch die Hoffnungen auf Lockerungen der staatlichen Corona-Maßnahmen gedämpft. Sorge bereiteten ihm vor allem die Mutationen und die Frage, ob die Impfstoffe gegen die Varianten des Coronavirus schützten. "Deswegen gehe ich auch davon aus, dass es zu einer Verlängerung der Maßnahmen kommt", sagte Mützenich am Dienstag in Berlin. Gleichzeitig forderte er eine Öffnungsperspektive, die anhand dynamischer Kriterien entwickelt werden müsse.

Dienstag, 9. Februar, 14.40 Uhr: Großbritannien schreibt künftig drei Corona-Tests für Reisende vor

Die britische Regierung verschärft in der Coronavirus-Pandemie erneut ihre Reisevorschriften. Menschen, die nach England einreisen, müssen ab Montag neben einem negativen Corona-Test bei der Ankunft zwei weitere Tests während einer zehntägigen Quarantäne vorlegen. Das teilte der britische Gesundheitsminister Matt Hancock am Dienstag im Unterhaus in London mit. Ähnliche Regelungen sollen auch in den anderen Landesteilen, Schottland, Wales und Nordirland, eingeführt werden, so der Minister. PCR-Tests sind demnach an Tag zwei und Tag acht der Quarantäne vorgesehen und müssen bereits vor Antritt der Reise über eine Online-Plattform gebucht werden. Für die Kosten müssen Reisende selbst aufkommen.

Dienstag, 9. Februar, 14.35 Uhr: Corona-Mutationen in Tirol: Ausreise zunächst nur noch mit Test

Österreich verhängt im Kampf gegen eine Ausbreitung der Corona-Mutationen nun doch schärfere Maßnahmen in Tirol. Aus dem Bundesland sei - von Osttirol abgesehen - vom kommenden Freitag an für zehn Tage eine Ausreise nur noch mit negativem Coronatest möglich, sagte Kanzler Sebastian Kurz am Dienstag in Wien. Mehr zu den Hintergründen und was es jetzt zu beachten gibt.

Dienstag, 9. Februar, 14.20 Uhr: Erste Schul- und Kitaöffnungen ab nächster Woche möglich

Die Kultusminister der Länder sprechen sich bei weiter sinkenden Corona-Zahlen dafür aus, dass die Schulen ab der kommenden Woche schrittweise wieder aufmachen. Einen entsprechenden Beschluss fassten sie am Montagabend in einer Schaltkonferenz, der am Dienstag veröffentlicht wurde. "Die negativen Folgen von Schulschließungen für die Bildungsbiografien und die soziale Teilhabe von Kindern und Jugendlichen müssen begrenzt werden", heißt es in dem Papier.

Dienstag, 9. Februar, 14.15 Uhr: Gauner schickt Familie in Tel Aviv zu Corona-Test - und bricht bei ihr ein

Ein Gauner hat in Israel eine Familie unter einem Vorwand zum Corona-Test geschickt und ist dann in ihr Haus eingebrochen. Der 36-Jährige habe den Familienvater angerufen und fälschlich behauptet, dieser sei in Kontakt mit einem Corona-Infizierten gekommen, teilte die israelische Polizei am Dienstag mit. Daher müsse sich die ganze Familie auf das Virus testen lassen, forderte der Trickbetrüger den Angaben zufolge.

Während sich die Familie aus der Ortschaft Elischama nordöstlich von Tel Aviv am Sonntag wie verlangt testen ließ, verschaffte der Betrüger sich vermutlich Zugang zu ihrem Haus. Er habe Bargeld, Schmuck und Wertsachen gestohlen, hieß es in dem Bericht. Die Polizei sei ihm jedoch schnell auf die Spur gekommen, der Einbrecher befinde sich nun in Haft.

Dienstag, 9. Februar, 14. 05 Uhr: Corona-Ausnahme: Blumenverkauf am Valentinstag in Bayern erlaubt

Die Staatsregierung lässt am Valentinstag eine kleine Ausnahme vom strikten Corona-Lockdown zu: Blumenläden dürfen am kommenden Sonntagmorgen Blumen verkaufen, wenn auch nur zur Abholung im sogenannten "Click&Collect" und ohne vorherige Besichtigung im Geschäft. Was Kunden jetzt wissen müssen.

Dienstag, 9. Februar, 13.35 Uhr: Studie: Anti-Lockdown-Demonstrationen trugen zur Verbreitung des Corona-Virus in Deutschland bei

Laut einer einer Studie des Wirtschaftsforschungsinstituts ZEW und der Humboldt-Universität Berlin haben Demonstrationen von Corona-Gegnern im November dazu beigetragen, dass sich das Corona-Virus in Deutschland so stark verbreitet hat. Aber wie kommt die Untersuchung auf dieses Ergebnis? Sie stützt sich auf das Infektionsgeschehen in den Landkreisen, in denen auf Kundgebungen spezialisierte Busunternehmen Fahrten zu den großen Demos nach Berlin und Leipzig angeboten hatten. Und genau in diesen Kreisen stieg den Angaben nach die Sieben-Tages-Inzidenz stärker an als in Kreisen, in denen die Busunternehmen keine Reisen anboten.

Dienstag, 9. Februar, 13.10 Uhr: Kultusminister für schrittweise Schulöffnung ab nächster Woche

Die Kultusminister der Länder sprechen sich bei weiter sinkenden Corona-Zahlen dafür aus, dass die Schulen in Deutschland ab der kommenden Woche schrittweise wieder aufmachen. Einen entsprechenden Beschluss fassten sie am Montagabend in einer Schaltkonferenz, den die Kultusministerkonferenz (KMK) am Dienstag veröffentlichte. "Die negativen Folgen von Schulschließungen für die Bildungsbiografien und die soziale Teilhabe von Kindern und Jugendlichen müssen begrenzt werden", heißt es in dem Papier.

Verwiesen wird darin auf die gesunkenen Corona-Zahlen. "Sollte dieser Trend anhalten, sprechen sich die Kultusministerinnen und Kultusminister nachdrücklich dafür aus, dass über die Abschlussklassen hinaus auch die unteren Jahrgänge, beginnend ab dem 15.2.2021, in den eingeschränkten Regelbetrieb gemäß den Vorschriften des jeweiligen Landes, zum Beispiel in den Wechsel- oder Präsenzunterricht gehen dürfen", heißt es weiter.

Erwähnt wird mit Blick auf mögliche Lockerungen auch der Stufenplan der KMK von Anfang Januar. Dieser empfiehlt, dass der Schulbetrieb je nach Infektionslage beginnend mit den Grundschülern schrittweise wieder aufgenommen wird. Anschließend sollen ältere Schüler zunächst im Wechselmodell zurück an die Schulen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder beraten an diesem Mittwoch über das weitere Vorgehen nach dem bis Ende dieser Woche befristeten Lockdown. Das Thema Kitas und Schulen wird eines der zentralen Themen sein. Die meisten Einrichtungen in Deutschland sind seit Mitte Dezember geschlossen oder nur in stark eingeschränktem Betrieb.

Dienstag, 9. Februar, 13 Uhr: Kretschmann: Lockerung bei Kitas und Grundschulen ist Konsens

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) geht fest davon aus, dass es bundesweit demnächst eine Lockerung der Corona-Maßnahmen für Kitas und Grundschulen geben wird. "Wir gehen jetzt erstmal stufenweise vor. Priorität haben Kindertagesstätten und Grundschulen. Darin besteht Konsens zwischen Kanzlerin und Ministerpräsidenten", sagte Kretschmann am Dienstag in Stuttgart. Aber auch diese Öffnung werde an die Zahl der Infektionen gebunden. Erst wenn die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz bundesweit weiter sinke, könne in weiteren Bereichen schrittweise gelockert werden. Dazu gehörten Frisöre, Geschäfte und dann erst Gaststätten.

An diesem Mittwoch wollen Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Regierungschefs der Länder darüber beraten, wie es nach dem bis Sonntag geltenden Lockdown weitergehen soll. Kretschmann warb um Verständnis, dass es wegen der neuen aggressiveren Virusvarianten keine Planungssicherheit geben könne. "Ich sehe nicht, dass wir schon Termine festlegen können." Er halte es allerdings für denkbar, dass man die Termine "streng an Inzidenzien" festmache. "Ich persönlich glaube nicht, dass es dazu einen Konsens geben wird."

Dienstag, 9. Februar, 12.45 Uhr: Laschet will rasche Corona-Hilfe: "Gar nichts auf die Kette gekriegt"

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet hat an den Bund appelliert, die Corona-Hilfen jetzt schnellstmöglich auszuzahlen. In einer Sondersitzung des Düsseldorfer Landtags zum weiteren Umgang mit der Pandemie sparte der CDU-Bundesvorsitzende nicht mit Kritik an der großen Koalition. Bei der Überbrückungshilfe III hätten sich Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) und Finanzminister Olaf Scholz (SPD) verhakt. "Und es hat gedauert und gedauert und gedauert."

Laschet sagte, das Vorurteil, das alles besser werde, wenn der Bund es übernehme, habe sich "hier wieder mal eklatant als falsch erwiesen". "Seit November bis Ende Februar gar nichts auf die Kette gekriegt." Viele Antragsteller hätten bis heute keinen Cent gesehen. "Bazooka angekündigt - nichts gekommen." In den nächsten Tagen müsse das Geld endlich fließen, "sonst vernichten wir Existenzen". An diesem Mittwoch beraten Bund und Länder über das weitere Vorgehen in der Corona-Pandemie.

Laschet appellierte an die Bürger: "Lassen Sie uns diese letzten Wochen im Wettlauf mit dem mutierten Virus jetzt noch einmal zusammen gehen." Er wisse, dass dies Eltern, Lehrern und Erzieherinnen "sehr viel an Nerven und an sonstiger Kraft" koste. Jetzt dürfe dem mutierten Virus aber keine Chance gegeben werden.

Dienstag, 9. Februar, 12.30 Uhr: Urteil: Keine Ferienwohnungen für Geimpfte in Mecklenburg-Vorpommern

Besitzer von Ferienwohnungen in Mecklenburg-Vorpommern dürfen laut einem Beschluss des Verwaltungsgerichts Greifswald Gäste auch dann nicht beherbergen, wenn diese gegen Covid-19 geimpft oder von einer Covid-19-Erkrankung genesen sind. Das Gericht begründete das Urteil am Dienstag unter anderem damit, dass es derzeit keine hinreichend gesicherten wissenschaftlichen Erkenntnisse dahingehend gebe, dass durch Geimpfte oder Genesene keine Übertragung des Corona-Virus mehr erfolgen könne (Az. 4 B 122/21 HGW).

Die Antragssteller stammen aus Nordrhein-Westfalen und haben dem Gericht zufolge Ferienwohnungen im Ostseebad Heringsdorf auf Usedom. Sie wollten den Landrat des Landkreises Vorpommern-Greifswald dazu verpflichten, ihnen eine Ausnahmegenehmigung zu erteilen. Die Corona-Verordnung von Mecklenburg-Vorpommern verbietet Besitzern von Ferienwohnungen die Beherbergung von Gästen. An dieser Regelung gibt es laut Gericht keine ernsten Zweifel. Das Gericht verwies auch auf die hohen Infektionszahlen im Landkreis Vorpommern-Greifswald. Die Antragssteller können gegen den Beschluss Beschwerde einlegen, über die das Oberverwaltungsgericht in Greifswald entscheiden müsste.

Dienstag, 9. Februar, 12.20 Uhr: Dobrindt: Bund-Länder-Runde soll Lockerungs-Orientierungspunkte geben

CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt erwartet von der Bund-Länder-Beratung an diesem Mittwoch eine Perspektiventscheidung für mögliche Lockerungen von Corona-Schutzmaßnahmen. Es müsse erklärbare Orientierungspunkte geben, wie angesichts von weiter fallenden Infektionszahlen ein Lockerungsmechanismus aussehen könne, sagte Dobrindt am Dienstag in Berlin. Auf konkrete Zahlen unterhalb des von der Bundesregierung angestrebten Werts von 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und Woche wollte er sich nicht festlegen.

Die Lage sei angesichts der Mutationen aus Großbritannien und Südafrika nicht so, dass zum 14. Februar Lockerungen umgesetzt werden könnten, sagte Dobrindt. Er sei auch gegen einen festen Stufenplan für Lockerungen, da dieser ein zu starres Korsett sei und nicht ausreichend Flexibilität ermögliche. Dobrindt wiederholte seine Aussage, nicht die Schulen sollten bei Lockerungen zu Beginn höchste Priorität haben. Dort gebe es funktionierende Betreuungsangebote, zudem sei das Infektionsrisiko an den Schulen nach wie vor hoch. Vielmehr könnten körpernahe Dienstleistungen wie jene von Friseuren betrachtet werden. Zugleich forderte Dobrindt eine Auszahlung der Überbrückungshilfe 3 für die Unternehmen noch im Laufe des Monats.

Dienstag, 9. Februar, 12.10 Uhr: Dieses neue Desinfektionsmittel soll Fahrgäste im Unterallgäu schützen

Das Unterallgäuer Busunternehmen Brandner will für mehr Sicherheit und für Vertrauen sorgen. So wird das neue Mittel in 45 Fahrzeugen eingesetzt. Mehr dazu lesen Sie hier.

Dienstag, 9. Februar, 12 Uhr: Bundesregierung will weitere 6,2 Milliarden Euro für Impfstoff-Kauf freigeben

Zur zusätzlichen Beschaffung von Corona-Impfstoffen auf EU-Ebene will die Bundesregierung weitere 6,2 Milliarden Euro freigeben. Die bisher von der Kommission gekauften Impfstoffe, Verhandlungen mit weiteren Herstellern sowie auch nationale Verhandlungen Deutschlands mit einzelnen Herstellern führten zu diesen Mehrkosten, heißt es in einem Schreiben des Finanzministeriums an den Haushaltsausschuss im Bundestags, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Zuvor hatte das "Handelsblatt" darüber berichtet.

Mit der Aufstockung stünden in diesem Jahr insgesamt rund 8,89 Milliarden Euro zum Kauf von Impfstoffen zur Verfügung. "Das Bundesgesundheitsministeriums beabsichtigt, damit insgesamt bis zu 635,1 Millionen Impfstoffdosen zu beschaffen", heißt es in dem Schreiben von Finanz-Staatssekretärin Bettina Hagedorn. Der Haushaltsausschuss muss das Zusatz-Geld allerdings noch freigeben, das hatte der Bundestag beim Beschluss des Etats für 2021 so festgelegt.

Dienstag, 9. Februar, 11.50 Uhr: Corona-Zahlen in den USA gehen weiter zurück

In den USA geht die Zahl der täglich erfassten Corona-Neuinfektionen weiter zurück. Auch andere Zahlen scheinen Grund zur Hoffnung zu geben. Die aktuellen Zahlen finden Sie hier.

Dienstag, 9. Februar, 11.38 Uhr: Corona-Patient stirbt im Memminger Klinikum

Auch am Montag ist ein Corona-Patient im Klinikum Memmingen gestorben. Das teilte die Verwaltung am Dienstag mit. In dem Krankenhaus werden derzeit 14 Menschen behandelt, die positiv auf das Corona-Virus getestet worden sind. Alle werden auf der normalen Station behandelt. Auf der Intensiv-Station befindet sich kein Corona-Patient.

Dienstag, 9. Februar, 11.30 Uhr: Mittelstand stellt Corona-Hilfspolitik miserables Zeugnis aus

Der Mittelstand hat der Corona-Hilfspolitik ein miserables Zeugnis ausgestellt. In einer Umfrage des Bundesverbands mittelständische Wirtschaft sagten 71 Prozent der Firmen, die Beantragung und Auszahlung der staatlichen Wirtschaftshilfen sei bürokratisch und kompliziert. Nur ein Drittel der Firmen ist zufrieden mit der Corona-Politik der Bundesregierung. 47 Prozent sagten, diese sei schlecht oder sehr schlecht. Mehr dazu lesen Sie hier.

Dienstag, 9. Februar, 11.15 Uhr: "Rülpser aus Wien": Tirol zeigt sich trotz Reisewarnung selbstbewusst

Die politische Führungsspitze Tirols relativiert die von der Regierung verhängte Reisewarnung für das österreichische Bundesland mit markanten Worten. Die Reaktion lesen sie hier.

Dienstag, 9. Februar, 11.03 Uhr: China bietet Staaten in Ost- und Mitteleuropa Corona-Impfstoff an

China hat den Staaten Ost- und Mitteleuropas Corona-Impfstoffe in Aussicht gestellt und diese gleichzeitig zu mehr Kooperation und Zusammenarbeit aufgerufen. China sei bereit für eine Impfstoffkooperation, sagte Präsident Xi Jinping am Dienstag laut der staatlichen Nachrichtenagentur Xinhua beim sogenannten Treffen 17+1. Das jährliche Gipfeltreffen Chinas mit 17 Ländern in Mittel- und Osteuropa wurde in diesem Jahr virtuell abgehalten.

Laut Xi Jinping hat Serbien bisher eine Million Dosen Impfstoffe von einem chinesischen Unternehmen erhalten. Auch das EU-Mitglied Ungarn sei eine Kooperation mit einem chinesischen Impfstoffhersteller eingegangen. China werde eine solche Zusammenarbeit mit anderen Ländern der Region aktiv prüfen, wenn dies erforderlich sei. Offenheit und Einbeziehung seien der Schlüssel für die anhaltende Dynamik der Zusammenarbeit zwischen China und den mittel- und osteuropäischen Ländern, sagte der chinesische Präsident weiter. China hat in den vergangenen Jahren viele Milliarden Euro in die Infrastruktur Ost- und Südosteuropas investiert. An Chinas Engagement in der Region gibt es Kritik aus Teilen der EU. So wurden Vorwürfe laut, dass Peking seinen Einfluss ausweiten und Europa spalten wolle.

Dienstag, 9. Februar, 10.45 Uhr: Corona-Lockdown: Die Stimmung in der Wirtschaft ist "katastrophal"

Bei vielen Firmen im Lockdown herrscht Verzweiflung. In manchen Bereichen nimmt die Schwarzarbeit zu. Eine Perspektive erhoffen sich viele von Beratungen am Mittwoch. Mehr dazu lesen Sie hier.

Dienstag, 9. Februar, 10.30 Uhr: Corona-Lehre: EU stärkt Katastrophenschutz

Die Europäische Union will künftig schneller und entschlossener auf Naturkatastrophen und andere Unglücke in einem oder mehreren EU-Staaten reagieren können. Unterhändler der Mitgliedsstaaten und des Europaparlament einigten sich am späten Montagabend darauf, den Zivilschutz-Mechanismus zu stärken. Damit ziehen sie auch eine Lehre aus der Corona-Krise. Die Übereinkunft muss noch formell von beiden Seiten bestätigt werden.

Die Einigung stelle sicher, dass kein Hilferuf eines EU-Landes mehr ohne Antwort bleibe, sagte der Parlamentsverhandler Nikos Androulakis. Der Grieche verwies auf den Beginn der Corona-Krise, als Italien erfolglos Unterstützung durch das Programm angefragt habe. Damals seien die EU-Staaten jedoch damit beschäftigt gewesen, dass die Pandemie sie selbst bald treffen werde.

Unter anderem darf die EU-Kommission künftig unter bestimmten Bedingungen nötige Ressourcen anschaffen. In den kommenden sieben Jahren soll das Hilfsprogramm dafür mit 1,263 Milliarden Euro ausgestattet sein - drei mal so viel wie zuletzt. Ein bestimmter Anteil soll direkt in Krisenprävention gehen.

Dienstag, 9. Februar, 10 Uhr: Corona-Lockdown wird bei Bund-Länder-Schalte am Mittwoch wohl verlängert

Wann öffnen Schulen wieder? Wann Läden? Antworten und einen gemeinsamen Perspektivplan könnte es bei der Bund-Länder-Schalte am Mittwoch geben. Aber was sagt Gesundheitsminister Jens Spahn dazu? Und wird der Lockdown bis Ende Februar verlängert? Antworten auf diese Fragen finden Sie hier.

Dienstag, 9. Februar, 9.45 Uhr: So verdienen Gauner weltweit an der Corona-Pandemie

Des einen Leid ist des anderen Verdienstmöglichkeit. Überall auf der Welt gibt es Menschen, die aus der Pandemie Profit schlagen. Beispiele reichen vom Verkauf gefälschter Testbescheinigungen bis hin zu Masken aus Toilettenpapier. Mehr dazu lesen Sie hier.

Dienstag, 9. Februar, 9.32 Uhr: Lauterbach gegen Lockerungen: Sonst dritte Welle mit "Turbo-Virus"

Trotz sinkender Zahlen bei den Corona-Neuinfektionen sieht der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach baldige Lockerungen der staatlichen Beschränkungen sehr skeptisch. Grund sind die um sich greifenden, wahrscheinlich deutlich ansteckenderen Virusmutanten, wie der Mediziner auf Twitter schrieb. In eigenen Berechnungen komme er zu dem Ergebnis, dass bei derzeitiger Ausbreitung der Mutanten die Fallzahlen nur noch bis Ende Februar sinken dürften, dann komme eine dritte Welle der Pandemie.

Die britische und südafrikanische Variante des Coronavirus gelten als ansteckender, auch in Deutschland sind sie aufgetaucht. Lauterbach schrieb, nach seiner Einschätzung hätten sie Stand heute einen Anteil von rund 20 Prozent. Auch andere Experten hatten sich skeptisch geäußert, ob Lockerungen der Corona-Einschränkungen sinnvoll sind, auch wenn die Infektionszahlen hierzulande sinken.

Somit sei die Entscheidung bei den Bund-Länder-Beratungen an diesem Mittwoch "extrem schwer", schrieb Lauterbach: Die Bevölkerung erwarte Lockerungen, weil die Fallzahlen sinken. Epidemiologisch gesehen "müssten wir sogar verschärfen", weil eine dritte Welle mit "Turbo-Virus" drohe, warnte er. Zusätzlich gefährdeten Lockerungen den Impferfolg, weil bei einigen Mutanten Impfungen weniger gut wirkten.

Weiter schrieb Lauterbach: "Die politisch schlechteste Lösung wäre: Warten, bis die 3. Welle beginnt, weil dann die Bevölkerung reif für die schlechte Nachricht wäre. Das wäre falsch. Weil die verlorene Zeit nicht einholbar ist. Es bliebe nur Lockdown bis Ostern. Jetzt sind Mut und Transparenz gefragt."

Dienstag, 9. Februar, 9.30 Uhr: Robert-Koch-Institut meldet etwa 600 Fälle aus Nordrhein-Westfalen nach

Das Robert-Koch-Institut (RKI) gab am Dienstagmorgen den wichtigen Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen am frühen Morgen zunächst mit 72,8 an, schränkte dann aber später ein, dass rund 600 Fälle aus Nordrhein-Westfalen fehlten. Der Wert sei daher um 0,8 zu niedrig, liege aber immer noch unter 75. Die fehlenden Daten aus NRW würden am morgigen Mittwoch berücksichtigt.

Dienstag, 9. Februar, 9.15 Uhr: Bundesfamilienministerin sieht bei Schülern "depressive Verstimmungen und Vereinsamung"

Die baldige Öffnung von Schulen und Kitas ist aus Sicht von Bundesfamilienministerin Franziska Giffey dringend notwendig, weil die jetzige Belastung im Corona-Lockdown in manchen Familien in Richtung Kindeswohlgefährdung gehe. "Wir haben noch etwa zehn Wochen, die wir überbrücken müssen. Da kann man nicht die Antwort geben: Es bleibt alles zu", sagte die Berliner SPD-Landesvorsitzende am Dienstag im NDR. Bis Lehrerinnen und Lehrer geimpft sind, sollte intensiv getestet werden. Giffey schlug eine Taktung von zwei Tests pro Woche vor.

Mit Blick auf die Bund-Länder-Beratungen an diesem Mittwoch sagte sie, es könne noch nicht gesagt werden, ob schon kommende Woche Lockerungen kommen. Es müsse aber über zeitnahe Perspektiven gesprochen werden. "Ich werde mich dafür einsetzen", fügte sie an. Der Druck sei enorm. "Wir sehen gerade in sozialen Brennpunkten Verluste an Bildung, depressive Verstimmungen und Vereinsamung. Dem müssen wir entgegentreten."

Dienstag, 9. Februar, 9 Uhr: DOSB-Präsident Alfons Hörmann: Olympia-Entscheidung "allerspätestens im April"

DOSB-Chef Alfons Hörmann aus Sulzberg (Oberallgäu) erwartet eine Entscheidung über die Austragung der Sommerspiele in Tokio für "noch im März oder allerspätestens im Lauf des April". Wie der Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes in einem "Sportschau"-Podcast sagte, darf es die Spiele nicht um jeden Preis geben. "Das kann man nur mit Nein beantworten, weil das auch beinhalten würde, dass man auch die gesundheitlichen Folgen negiert. Das kann man nicht guten Gewissens tun", sagte Hörmann.

Wegen der Corona-Pandemie waren die für 2020 geplanten Tokio-Spiele auf diesen Sommer verschoben worden. Die japanischen Gastgeber und das Internationale Olympische Komitee hatten zuletzt mehrfach betont, das Großereignis auch unter Corona-Bedingungen sicher veranstalten zu wollen. Hörmann zufolge werde der DOSB auf die Entsendung eines Teams verzichten, "wenn man nicht aus guter und innerer Überzeugung eine Mannschaft guten Gewissens nach Japan schicken kann, in der Erwartung, dass die Mannschaft auch gesund wieder heimkommt". Der DOSB-Präsident versicherte aber, Vertrauen in die Vorbereitungen der Organisatoren zu haben. "Ich weiß, dass viele Athletinnen und Athleten den Tag der Eröffnung kaum erwarten können", sagte der 60-Jährige.

Die Kritik von Athletenvertretern wegen eines Mangels an Informationen über die Olympia-Planungen wies Hörmann zurück. "Ein Athlet muss auch nicht die letzten Details einer solchen Planung permanent wissen. Diesen Vorwurf der Intransparenz halte ich schlichtweg für nicht akzeptabel", sagte der DOSB-Chef.

Dienstag, 9. Februar, 8.45 Uhr: Elektro-Industrie erholt sich weiter von Corona-Pandemie

Die deutsche Elektroindustrie hat sich weiter von der Corona-Krise erholt. Im Dezember stiegen die Auftragseingänge dank einer starken Inlandsnachfrage um 13 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum, wie der Branchenverband ZVEI am Dienstag in Frankfurt mitteilte. "Es war das nunmehr vierte Plus in Folge", sagte ZVEI-Chefvolkswirt Andreas Gontermann. Für das gesamte Jahr verbuchte die Branche damit noch einen Auftragsrückgang von 3,3 Prozent.

Dienstag, 9. Februar, 8.30 Uhr: Corona-Krise brockt Reiseveranstalter Tui erneut hohen Verlust ein

Die Beschränkungen wegen der Corona-Pandemie haben den weltgrößten Reisekonzern Tui auch Ende 2020 tief in die roten Zahlen gerissen. Im ersten Geschäftsquartal bis Ende Dezember stand unter dem Strich ein Verlust von rund 803 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Dienstag in Hannover mitteilte. Ein Jahr zuvor hatte Tui hier ein saisontypisches Minus von 129 Millionen Euro verbucht. Wegen des Einbruchs im Reisegeschäft brach der Umsatz nun um fast 88 Prozent auf 468 Millionen Euro ein. Der deutsche Staat hat Tui seit vergangenem Frühjahr mit Milliardensummen vor dem wirtschaftlichen Untergang bewahrt.

Für den bevorstehenden Sommer zeigte sich Tui-Chef Fritz Joussen vor allem mit Blick auf den Fortschritt der Impfungen in Großbritannien weiterhin zuversichtlich. Bisher zählt Tui für die warme Jahreszeit nach eigenen Angaben konzernweit 2,8 Millionen Buchungen. Die Preise lägen im Schnitt 20 Prozent höher als im Vorkrisen-Sommer 2019. Das Reiseangebot von Tui soll weiterhin 80 Prozent des Sommerprogramms von 2019 erreichen.

Dienstag, 9. Februar, 8.10 Uhr: Deutsche Exporte brechen 2020 um 9,3 Prozent ein

Die deutschen Exporte sind im Corona-Krisenjahr 2020 eingebrochen. Die Ausfuhren sanken gegenüber dem Vorjahr um 9,3 Prozent auf 1204,7 Milliarden Euro, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mitteilte. Mehr dazu lesen Sie hier.

Dienstag, 9. Februar, 7.45 Uhr: 469 neue Corona-Fälle in Bayern

469 Corona-Neuinfektionen haben die bayerischen Behörden dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages gemeldet. Die Sieben-Tage-Inzidenz - also die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche - lag am Dienstag bei 74,7. (Stand: 9. Februar, 00.00 Uhr).

Bundesweit sank der Inzidenzwert auf 72,8 - und lag damit erstmals seit mehr als drei Monaten unter der Schwelle von 75. Das politische Ziel ist eine Sieben-Tage-Inzidenz von langfristig unter 50.

25 Landkreise und kreisfreie Städte im Freistaat lagen nach den Zahlen unter dem Inzidenzwert von 50 - 4 aber noch über 200. Den höchsten Wert hatte der Landkreis Tirschenreuth mit 392,8. Er ist damit bundesweit Spitzenreiter. Die wenigsten Neuinfizierten binnen einer Woche bezogen auf die Einwohnerzahl gab es im Landkreis Neuburg-Schrobenhausen mit einer Inzidenz von 22,6.

80 neue Todesfälle wurden in Zusammenhang mit einer Corona-Infektion innerhalb von 24 Stunden verzeichnet. In Bayern sind seit Beginn der Pandemie 414 332 Infektionen und 11 226 Tote gemeldet worden.

Dienstag, 9. Februar, 7.40 Uhr: Aiwanger will Ausgangssperre beenden

Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) hat sich angesichts sinkender Corona-Infektionszahlen für ein Ende der abendlichen Ausgangssperre eingesetzt. "In meinen Augen ist jetzt auch die Sperrstunde nicht mehr angemessen", sagte Aiwanger im Interview der "Augsburger Allgemeinen".

Er wolle die Gefahren durch Corona keineswegs kleinreden und habe sich auch für die Pflicht zum Tragen von FFP2-Masken eingesetzt. "Dann muss man aber auch die zusätzlich gewonnene Sicherheit für Öffnungen nutzen, um wieder Steuergelder zu erwirtschaften und den Menschen nicht mehr Freiheitseinschränkungen abzuverlangen als nötig", sagte Aiwanger vor der Ministerpräsidentenkonferenz mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) an diesem Mittwoch.

Dienstag, 9. Februar, 7.30 Uhr: So ist die Lage in den Impfzentren im Allgäu

Bisher wurden in der Region alle gelieferten Dosen verwertet. Den Impfzentren fehlt aber Nachschub, weil die Herstellerfirma Biontec/Pfizer zu wenig liefert. Mehr über die Lage der Impfzentren im Allgäu lesen Sie hier.

Dienstag, 9. Februar, 7.15 Uhr: Kinobetreiber: Öffnung zu Ostern wäre wichtig

Die Kinobetreiber in Deutschland hoffen auf eine baldige Perspektive für ihre Filmtheater. Die Häuser sind wegen der Pandemie seit rund drei Monaten wieder geschlossen. In einem Brief appellierten mehrere Filmverbände an Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten, die sich am Mittwoch erneut zu Beratungen zusammenschalten wollen.

"Sofern sich die positive Entwicklung des Infektionsgeschehens fortsetzt und die Pandemie auch mit Mutationen beherrschbar bleibt, wäre für uns eine Öffnung zu Ostern sehr wichtig", heißt es in dem Schreiben mehrerer Kino- und Verleihverbände.

Dienstag, 9. Februar, 7.05 Uhr: Bayerischer Landtag diskutiert über Corona-Politik

Wie geht es an Schulen und Kitas weiter, wie im Einzelhandel? Und was ist mit der bundesweit fast einmaligen nächtlichen Ausgangssperre? Vor der neuen Bund-Länder-Runde nimmt der Druck auf Ministerpräsident Söder zu - auch im Landtag. Die FDP droht mit juristischen Schritten. Mehr dazu lesen Sie hier.

Dienstag, 9. Februar, 6.45 Uhr: Sieben-Tage-Inzidenz fällt auch im Allgäu weiter

Im Allgäu sinken die Sieben-Tage-Inzidenz-Werte in nahezu allen Landkreisen und Städten: Die Zahl für das Oberallgäu fällt auf unter 50, in Memmingen dagegen klettert sie wieder leicht über die 100er-Marke. Die aktuellen Zahlen finden Sie hier.

Dienstag, 9. Februar, 6 Uhr: RKI: Sieben-Tage-Inzidenz sinkt erstmals seit drei Monaten unter 75

Einen guten Morgen wünscht das Digitalteam der Allgäuer Zeitung. Die Lage verbessert sich weiter: Erstmals seit mehr als drei Monaten liegt die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz laut Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) unter der Schwelle von 75. Das RKI gab den wichtigen Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen am frühen Morgen zunächst mit 72,8 an, schränkte dann aber später ein, dass rund 600 Fälle aus Nordrhein-Westfalen fehlten. Der Wert sei daher um 0,8 zu niedrig, liege aber immer noch unter 75. Die fehlenden Daten aus NRW würden am morgigen Mittwoch berücksichtigt. Die Zahl sinkt seit mehreren Wochen. Ihren Höchstwert hatte die Sieben-Tage-Inzidenz am 22. Dezember mit 197,6 Fällen pro 100.000 Einwohner. Unter die Schwelle von 100 war sie vor zwölf Tagen gerutscht. Das politische Ziel ist eine Sieben-Tage-Inzidenz von langfristig unter 50.

Binnen eines Tages meldeten die deutschen Gesundheitsämter dem RKI 3379 Corona-Neuinfektionen. Außerdem wurden 481 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet. Vor genau einer Woche hatte das RKI 6114 Neuinfektionen und 861 neue Todesfälle binnen 24 Stunden verzeichnet.

Der Höchststand von 1244 neuen gemeldeten Todesfällen war am 14. Januar erreicht worden. Bei den binnen 24 Stunden registrierten Neuinfektionen war mit 33.777 am 18. Dezember der höchste Wert gemeldet worden - darin waren jedoch 3500 Nachmeldungen enthalten.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 2.291.924 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 09.02., 00.00 Uhr). Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte noch deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg um 481 auf 62.156. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 2.057.300 an.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Sonntagabend bei 0,94 (Vortag 0,95). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 94 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

Montag, 8. Februar, 21.45 Uhr: New York: Nach Läden und Restaurants soll auch Kultur nach draußen

Nach Geschäften und Restaurants soll sich in der Coronavirus-Pandemie in New York jetzt auch die Kultur unter freiem Himmel ausbreiten. "Kunst, Kultur und Live-Veranstaltungen sind das Herz von New York", sagte Bürgermeister Bill de Blasio am Montag bei einer Pressekonferenz. "Heute bringen wir sie zurück." Ab dem 1. März dürften kulturelle Einrichtungen Anträge dafür einreichen, auf bestimmten Straßen der Millionenmetropole Kunstausstellungen oder kulturelle Vorstellungen zu präsentieren.

Um die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen, aber gleichzeitig den Einzelhandel und die Gastronomie zu unterstützen, hatte die Stadt zuvor bereits Geschäften, Restaurants, Bars und Cafés erlaubt, sich auf Straßen, Plätzen und Bürgersteigen auszubreiten. Die Programme gelten - vor allem bei Restaurants - als Erfolge und sollen bleiben.

Montag, 8. Februar, 21.30 Uhr: Merkel und Johnson betonen Zusammenarbeit im Kampf gegen Corona

Bundeskanzlerin Angela Merkel und der britische Premierminister Boris Johnson haben in einem Telefonat ihre Kooperation im Kampf gegen das Coronavirus betont. "Die Regierungschefs haben den vor uns liegenden schwierigen Weg in der Corona-Pandemie besprochen und waren sich einig, dass die Regierungen weiterhin zusammenarbeiten sollten, um Impfstoffe auf der ganzen Welt zur Verfügung zu stellen", teilte eine Sprecherin der britischen Regierung am Montagabend mit. Johnson und Merkel hätten ihre Unterstützung für die weltweite Impfstoff-Initiative Covax bekundet und die Notwendigkeit einer gerechten Verteilung der Vakzine betont.

Montag, 8. Februar, 21 Uhr: Corona-Ausbruch bei Würth - britische Mutation festgestellt

In einem der vier Logistikzentren des Werkzeug-Handelsriesen Würth hat es einen größeren Corona-Ausbruch gegeben. Wie das Landesgesundheitsamt in Stuttgart am Montagabend der dpa bestätigte, sind etwa 40 Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet worden. Bei der Überprüfung im Labor wurde in drei Fällen festgestellt, dass es sich um die noch ansteckendere Corona-Mutation aus Großbritannien handelt. Es werde damit gerechnet, dass in weiteren Proben diese Virusvariante nachgewiesen wird. Zuerst hatte die "Heilbronner Stimme" über den Ausbruch berichtet.

Montag, 8. Februar, 20.45 Uhr: Berlins Bürgermeister fordert Perspektive für Lockerungsschritte

Nach den Worten von Berlins Regierendem Bürgermeister Michael Müller brauchen die Menschen eine Aussicht auf mögliche Lockerungen. "Wir sind in einer kritischen Phase. Zum einen geben die zurückgehenden Infektionszahlen Grund zur Hoffnung, aber die diffusen Informationen und Erkenntnisse zu den Mutanten bereiten uns große Sorgen", sagte der Vorsitzende der Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) am Montag der Deutschen Presse-Agentur. "Wir wollen und müssen den Menschen aber eine Perspektive für mögliche Lockerungsschritte geben, wenn dies die Infektionszahlen hergeben", so der SPD-Politiker.

Montag, 8. Februar, 20 Uhr: US-Abgeordneter Wright nach Corona-Infektion gestorben

Ein Abgeordneter des US-Repräsentantenhauses, der Republikaner Ron Wright, ist nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Das teilte die Vorsitzende der Parlamentskammer, Nancy Pelosi, am Montag mit. Der 67-jährige Abgeordnete aus dem Bundesstaat Texas hatte am 21. Januar erklärt, dass ein Corona-Test bei ihm positiv ausgefallen sei. Wright hinterlässt drei Kinder und neun Enkelkinder, wie Pelosi mitteilte.

US-Medien berichteten unter Berufung auf eine Stellungnahme von Wrights Büro, dass zuletzt sowohl der Abgeordnete als auch seine Frau Susan wegen der vom Coronavirus ausgelösten Krankheit Covid-19 im Krankenhaus behandelt worden seien. Wright war demnach seit Jahren auch wegen einer Krebserkrankung in ärztlicher Behandlung gewesen. Er war 2018 erstmals ins Repräsentantenhaus eingezogen.

Montag, 8. Februar, 19.45 Uhr: Niederlande verlängern Ausgangssperre bis März

Die wegen der Corona-Pandemie verhängte Ausgangssperre in den Niederlanden ist bis 2. März verlängert worden. Das teilte die Regierung am Montag in Den Haag mit. Bürger dürfen sich damit auch in den kommenden Wochen von 21 Uhr bis 4:30 Uhr nicht ohne wichtigen Grund draußen aufhalten. Seit 23. Januar gilt die abendliche Ausgangssperre, um die Zunahme von Neuinfektionen vor allem mit Mutationen des Corona-Virus zu stoppen.

Proteste gegen diese bislang schärfste Corona-Maßnahme waren in den ersten Tagen der Ausgangssperre eskaliert. Es hatte Krawalle in mehreren Städten gegeben.

Montag, 8. Februar, 19.30 Uhr: EU-Vertrag mit Biontech über bis zu 300 Millionen Impfdosen finalisiert

Der EU-Vertrag mit Biontech/Pfizer über weitere bis zu 300 Millionen Corona-Impfdosen hat die letzte formelle Hürde genommen. Das Kollegium der EU-Kommissare habe dem Vertrag über 200 Millionen Dosen und eine Option auf 100 Millionen weitere am Montag zugestimmt, sagte ein Sprecher der EU-Kommission auf Anfrage. Dies sei nur noch eine Formalie gewesen, hieß es aus EU-Kreisen. EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen hatte die Abmachung bereits am 8. Januar öffentlich gemacht. Insgesamt kann die EU nun bis zu 600 Millionen Impfstoff-Dosen von Biontech/Pfizer beziehen.

Montag, 8. Februar, 19 Uhr: Lange Staus an der Grenze zu Österreich

Die österreichische Regierung hat die Grenzkontrollen verschärft. Wer nach Österreich will, braucht einen "triftigen Grund" und muss sich vorher elektronisch anmelden. Wegen der strengeren Kontrollen kam es am Montag unter anderem am Grenzübergang auf der A96 zwischen Sigmarszell (Kreis Lindau) und Hörbranz zu langen Staus.

Montag, 8. Februar, 18.50 Uhr: Brandenburgs Ministerpräsident Woidke für Lockerungsplan

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) hält bei sinkender Corona-Gefahr eine Lockerung in Stufen für sinnvoll - allerdings nicht im Februar. "Was zuletzt eingeschränkt wurde, soll wieder zuerst aufmachen. Deshalb haben für mich die Grundschulen Vorrang", sagte Woidke am Montag auf Anfrage. "Die nächsten Schritte könnten einzelne körpernahe Dienstleistungen wie das Friseurhandwerk sein."

Zu alledem gehörten klare Hygienekonzepte, betonte der Regierungschef. Trotz sinkender Infektionszahlen sei Vorsicht geboten. "Aufgrund der aktuellen Zahlen halte ich es für erforderlich, dass die bestehenden Einschränkungen im Grundsatz über den 14. Februar bis Ende Februar verlängert werden."

Montag, 8. Februar, 18.40 Uhr: Nach Zweifel an Wirksamkeit: WHO-Experten beraten über Impfstoff von Astrazeneca

Experten der Weltgesundheitsorganisation (WHO) haben am Montag über den weiteren Umgang mit dem Astrazeneca-Impfstoff beraten. Südafrika hatte geplante Impfungen mit dem Vakzin wegen Zweifeln an dessen Wirksamkeit gegen die dort vorherrschende Coronavirus-Variante vorläufig gestoppt. "Das sind auf jeden Fall beunruhigende Nachrichten", sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus am Montagabend in Genf. Die Entwicklung zeige, dass Vakzine schnell produziert und zu den Menschen gebracht werden müssten.

"Wir wissen, dass Viren mutieren, und wir wissen, dass wir bereit sein müssen, Impfungen anzupassen, damit sie wirksam bleiben", sagte der WHO-Chef weiter. Tedros will sich am Dienstag mit den Experten der Strategie-Gruppe der WHO (SAGE) treffen, um Empfehlungen im Umgang mit dem Impfstoff zu besprechen, den Astrazeneca zusammen mit der Universität Oxford entwickelt hat.

Montag, 8. Februar, 18.15 Uhr: Bundespräsident Steinmeier dankt Betriebsräten für Einsatz in Corona-Pandemie

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat den rund 400.000 Betriebs- und Personalräten in Deutschland für ihren Einsatz zur Bewältigung der Corona-Pandemie gedankt. Das Funktionieren von Betrieben und Verwaltungen liege natürlich auch immer an der Führung und Betriebsleitung, sagte Steinmeier am Montag in Berlin bei einer Videokonferenz mit Betriebs- und Personalräten. Es liege aber auch an diesen, weil sie dafür sorgten, "dass die Dinge nicht aus dem Ruder laufen, die Arbeitsfähigkeit in den Betrieben und Verwaltungen erhalten bleibt".

Montag, 8. Februar, 18.10 Uhr: Israel und Griechenland planen Reise-Korridor für Corona-Geimpfte

Israel und Griechenland wollen in der Corona-Krise Tourismus für Geimpfte ermöglichen. Vertreter beider Länder verständigten sich am Montag in Jerusalem darauf, geimpften Bürgern Reisen zwischen den Staaten ohne Auflagen zu gestatten, sobald die Flugbeschränkungen aufgehoben sind.

Montag, 8. Februar, 18 Uhr: Tschechische Ministerin vergleicht Corona-Krise mit Zweitem Weltkrieg

Die tschechische Arbeits- und Sozialministerin Jana Malacova hat sich nach einem Vergleich der Corona-Krise mit dem Zweiten Weltkrieg entschuldigen müssen. Ihre Wortwahl sei unpassend gewesen, bedauerte die Sozialdemokratin am Montag. "Das ganze Land steht still - selbst der Zweite Weltkrieg hat nicht das verursacht, wofür Covid-19 gesorgt hat", hatte sie in einer Fernsehdebatte gesagt. Keine andere Situation habe jemals verhindert, dass die Kinder in die Schule gehen können, behauptete die 39-Jährige..

Montag, 8. Februar, 17.45 Uhr: Bayerischer Landtag diskutiert am Dienstag über Corona-Politik

Vor den Bund-Länder-Beratungen über den weiteren Kampf gegen Corona debattiert darüber am Dienstag (14 Uhr) der bayerische Landtag. In einer Aktuellen Stunde will die FDP den Druck auf Ministerpräsident Markus Söder (CSU) erhöhen, den Lockdown in Bayern zu lockern. Insbesondere droht die Oppositionsfraktion mit einer Klage gegen die nächtliche Ausgangssperre, sollte die Staatsregierung diese über das Wochenende hinaus verlängern wollen.

Am Mittwoch wollen Bund und Länder über mögliche Lockerungen beraten - vor dem Hintergrund sinkender Neuinfektionszahlen, aber wachsender Sorge vor einer Ausbreitung der mutierten Virusarten. Am Donnerstag will das bayerische Kabinett entscheiden, am Freitag der Landtag.

Montag, 8. Februar, 17.20 Uhr: Russlands Corona-Totenzahl 2020 mehr als doppelt so hoch wie bekannt

Die Zahl der Corona-Toten in Russland ist nach Angaben des nationalen Statistikamtes Rosstat mehr als doppelt so hoch wie offiziell angegeben. Allein im Jahr 2020 sind mehr als 162.000 Russen mit dem Virus gestorben, wie die Behörde am Montag mitteilte. Auf der offiziellen Corona-Seite der Regierung war am selben Tag hingegen von 77.068 Toten seit Beginn der Pandemie die Rede. Dort werden lediglich Fälle aufgelistet, bei denen Covid-19 als Todesursache bestätigt wurde. An dieser Zählweise hat es immer wieder Kritik gegeben.

Insgesamt starben in Russland im vergangenen Jahr fast 18 Prozent mehr Menschen als im Jahr 2019, wie Vizeregierungschefin Tatjana Golikowa der Agentur Interfax zufolge sagte. Laut Statistikamt schrumpfte die russische Bevölkerung 2020 so stark wie seit 15 Jahren nicht mehr.

Montag, 8. Februar, 17.15 Uhr: Schutzkittel-Bestellung des Landes Nordrhein-Westfalen bei Modefirma van Laack laut Gutachten nicht rechtmäßig

Ein Rechtsgutachten im Auftrag der SPD hält den millionenschweren Schutzkittel-Auftrag der NRW-Landesregierung an die Modefirma van Laack für nicht rechtmäßig. Eine Koblenzer Anwaltskanzlei kommt zu dem Schluss, dass bei der Vergabe "grob gegen die herrschenden Vorschriften des Vergaberechtes verstoßen" worden sei. "Eine Rechtfertigung, das Vergabeverfahren derart intransparent und mit nur einem Unternehmen zu führen, besteht nicht", heißt es in dem Ende Dezember fertiggestellten vierseitigen Gutachten, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Zuerst hatte die "Welt" online am Montag berichtet.

Der Auftrag über Schutzausrüstung in der Corona-Pandemie aus dem vergangenen April hatte einen Umfang von 38,5 Millionen Euro ohne Mehrwertsteuer. Das Geschäft hatte Kritik geweckt, nachdem bekannt wurde, dass der Kontakt zu van Laack über den Sohn von Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) zustande kam. Johannes "Joe" Laschet ist Mode-Blogger und seit Jahren mit van Laack im Geschäft.

Montag, 8. Februar, 17.10 Uhr: Bundesfamilienministerin Giffey fordert mehr Corona-Tests für Beschäftigte an Kitas und Schulen

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey hat vor den Bund-Länder-Beratungen über das weitere Vorgehen in der Corona-Krise deutlich mehr Corona-Tests für Beschäftigte an Kitas und Schulen gefordert. Die Beschäftigten seien beim Impfen wahrscheinlich erst im Mai an der Reihe. Das Testen als Brücke zum Impfen müsse daher deutlich ausgebaut werden, sagte die SPD-Politikerin am Montag in Berlin. "Unsere Empfehlung ist hier ganz klar: Mindestens zwei Mal in der Woche sollte getestet werden."

Montag, 8. Februar, 16.55 Uhr: Spahn: Koalition will Regelungen zu "epidemischer Lage" verlängern

Die rechtliche Grundlage für Corona-Regelungen etwa zu Impfungen und Testkosten soll nach Plänen der großen Koalition über die bis Ende März bestehende Frist hinaus erhalten werden. Dazu werde derzeit ein Gesetzentwurf abgestimmt, um die so genannte epidemische Lage von nationaler Tragweite zu verlängern, sagte Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Montag in Berlin.

Vorgesehen sei dabei weiterhin, dass der Bundestag diese Lage ausdrücklich feststellen müsse. Darauf fußt die Möglichkeit zu direkten Verordnungen des Bundes, die aber bisher bis zum 31. März befristet sind. Spahn sagte: "Diese Pandemie ist offenkundig Ende März noch nicht vorbei." Finale Abstimmungen dazu liefen noch.

Montag, 8. Februar, 16.50 Uhr: Oberbürgermeister streicht Impfprivilegien für Stadträte in Halle

Nach der Kritik an den vorgezogenen Impfungen hoher Beamter in Halle hat die Stadt die Impf-Privilegien für Stadträte und die Angehörigen des Katastrophenstabes abgeschafft. Übrig gebliebene Impfdosen würden künftig nur noch an Angehörige der ersten Prioritätsgruppe im Impfplan vergeben, kündigte Oberbürgermeister Bernd Wiegand (parteilos), der selbst bereits seine erste Impfung bekommen hatte, am Montag an. Er betonte, der Kritik an der bisherigen Impf-Praxis nur widerwillig zu folgen.

Am Samstag hatte der Oberbürgermeister eingeräumt, dass er und zehn Stadträtinnen und Stadträte bereits eine Impfung bekommen hätten, obwohl sie nicht in der ersten Prioritätsgruppe stehen. Demnach hatte die Stadt, wenn Impfdosen übrig geblieben sind, zunächst versucht, Menschen zu erreichen, denen bereits eine Impfung zusteht. Das sind aktuell über 80-Jährige und Menschen, die von Berufswegen vielen Infizierten ausgesetzt sind, wie Pflegerinnen und Pfleger.

Montag, 8. Februar, 16.40 Uhr: Illegale Shisha-Bar: Britische Polizei brummt Corona-Geldbußen auf

Dutzende Gäste einer illegalen Shisha-Bar sind der Polizei in Birmingham ins Netz gegangen. Wegen Verstoßes gegen die Corona-Regeln verteilten die Beamten noch an Ort und Stelle 36 Geldstrafen in Höhe von je 800 Pfund (gut 910 Euro), wie die englische Polizei mitteilte. Die Gäste seien auf engem Raum zusammengepfercht gewesen, hätten Karten gespielt und Fußball geguckt. "Es war ein offensichtlicher Verstoß gegen die Gesetze zur Kontaktvermeidung, um die Ausbreitung des Coronavirus zu stoppen", betonte die Polizei.

Montag, 8. Februar, 16.40 Uhr: Gesundheitsminister Spahn gegen frühere Corona-Impfungen für Lehrer

Deutschlands Lehrerinnen und Lehrer sollen nicht früher gegen Corona geimpft werden als bisher vorgesehen. Der Städtetag und Gewerkschaften hatten dies gefordert. Doch auch nach der am Montag in Kraft getretenen veränderten Corona-Impfverordnung zählen Lehrkräfte und Kita-Beschäftigte erst zu Gruppe drei - zusammen mit den Über-60-Jährigen, wie aus der Verordnung hervorgeht.

Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) warb für Verständnis. Für jeden Vorgezogenen gebe es jemanden vorerst ohne Impfung. "Diese Entscheidung, so schwierig sie auch ist, werden wir die nächsten Wochen immer wieder treffen müssen." Bei den Schulen gehe es um die Frage: "Sind Schulen Drehscheiben für das Virus?" Wenn dies wegen des Aufeinandertreffens von Menschen aus vielen Haushalten der Fall sei, müssten eigentlich auch Eltern geimpft werden. "Das erfordert Impfdosen in einer Zahl, wie wir sie jetzt im Februar noch nicht haben."

Montag, 8. Februar, 16.15 Uhr: Dreyer warnt vor zu frühen Lockerungen

Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) hat vor der nächsten Corona-Schalte von Bund und Ländern am Mittwoch vor zu großen Hoffnungen auf Lockerungen gewarnt. "Ich setze darauf, dass wir in den wesentlichen Schritten bundesweit möglichst einheitlich vorgehen", sagte Dreyer am Montag der Deutschen Presse-Agentur in Mainz. Es sei noch zu früh für generelle Lockerungen des Lockdowns. Dennoch sei ein bundeseinheitlicher Stufenplan wichtig, um den Menschen eine Perspektive zu geben. Ein Ziel zu haben helfe, die Entbehrungen besser auszuhalten, sagte Dreyer. "Das hatten wir auch so vereinbart." Vorrang habe für sie der Wechsel-Präsenzunterricht an Grundschulen.

Montag, 8. Februar, 16.10 Uhr: Südafrika stoppt vorläufig Impfungen mit Astrazeneca-Vakzin

Südafrika hat geplante Impfungen mit dem Astrazeneca-Impfstoff wegen Zweifeln an dessen Wirksamkeit gegen die dort vorherrschende Coronavirus-Variante vorläufig gestoppt. Sie reagierte damit auf eine Studie, wonach das Vakzin nur minimal vor leichten und moderaten Erkrankungen nach einer Infektion mit der in Südafrika vorherrschenden Variante B.1.351 schützt. Die noch nicht in einem Fachmagazin erschienene und von unabhängigen Experten begutachtete Untersuchung wurde am Sonntag von den Universitäten Oxford in Großbritannien und Witwatersrand in Südafrika veröffentlicht.

Montag, 8. Februar, 15.55 Uhr: Gesundheitsminister Spahn gegen rasches Ende des Lockdowns

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hält vor möglichen Lockdown-Lockerungen deutlich niedrigere Infektionszahlen als derzeit für nötig. "Wir müssen jetzt spürbar unter 50 kommen, um es nicht dauerhaft über 50 schnellen zu lassen", sagte Spahn am Montag in Berlin. Der Inzidenzwert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern pro Woche gilt als wichtige Marke. Spahn sagte aber, auch bei knapp unter 50 in einer Region drohten die Zahlen dann schnell wieder in die Höhe zu gehen.

Montag, 8. Februar, 15.45 Uhr: Corona-Fälle: Volleyballer des VfB Friedrichshafen verzichten auf Champions League

Wegen sechs positiver Corona-Fälle hat der VfB Friedrichshafen seine Teilnahme am Heim-Turnier in der Champions League abgesagt. Der komplette Trainerstab um Chefcoach Michael Warm und drei Spieler seien positiv getestet worden und deswegen in Quarantäne, teilte der deutsche Volleyball-Rekordmeister am Montag und damit einen Tag vor dem Turnierbeginn mit. Die Entscheidung sei in Absprache mit dem Gesundheitsamt gefallen.

Montag, 8. Februar, 15.40 Uhr: Wiener Corona-Experte weist Kritik an EU-Impfstoffbeschaffung zurück

Der Co-Vorsitzende der für Corona-Impfstoffe zuständigen EU-Steuerungsgruppe hat den Vorwurf zu langsamer Verhandlungen mit den Herstellern zurückgewiesen. "Diese Kritik stammt von Leuten, die diesen Prozess nicht kennen und ihn nicht genau verfolgt haben", sagte der Österreicher Clemens Martin Auer der "Süddeutschen Zeitung" (Dienstag). Auer beklagte zu hohe Erwartungen, die im ersten Quartal nicht erfüllbar seien: "Wir wussten immer, dass am Anfang die Impfdosen knapp sein werden", sagte er. In Deutschland habe auch der Aufbau großer Impfzentren Erwartungen geschürt.

Montag, 15.35 Uhr: Coronavariante in Belmer Altenheim: Ansteckungszeit weiter unklar

Bei dem Corona-Ausbruch mit der Variante B.1.1.7 in einem Alten- und Pflegeheim in Belm im Landkreis Osnabrück sind weiter Fragen offen. Wann sich die Bewohner genau infiziert haben, konnte die Leitung der Einrichtung auch am Montag nicht sagen. Es gebe weiterhin keine schweren Verläufe, hieß es. In dem Heim war bei 14 Senioren B.1.1.7. nachgewiesen worden, wie der Landkreis am Sonntag mitgeteilt hatte. Zuvor waren am 25. Januar alle Bewohner des Heims zum zweiten Mal mit dem Produkt von Biontech/Pfizer gegen Corona geimpft worden.

Montag, 8. Februar, 15.20 Uhr: Berchtesgadener Land will Corona-Impfung beim Hausarzt ausweiten

Der Landkreis Berchtesgadener Land will Corona-Impfungen in Hausarztpraxen ausweiten. Noch in dieser Woche sollen vor allem über 80-Jährige die Chance zur Impfung in drei weiteren Praxen erhalten, sagte eine Sprecherin des Landratsamtes in Bad Reichenhall am Montag. Schon am Wochenende waren 132 Menschen in zwei Hausarztpraxen geimpft worden. Mit dem Pilotprojekt solle über 80-Jährigen mit eingeschränkter Mobilität die Corona-Impfung erleichtert werden, teilte das Landratsamt dazu mit.

Montag, 8. Februar, 15.20 Uhr: Mehrere Corona-Mutationen in Italien - Provinz Perugia im Lockdown

Aus Angst vor einer Ausbreitung zweier Corona-Mutationen in der italienischen Provinz Perugia hat die zuständige Regionalregierung einen Lockdown verhängt. Mehrere Fälle sowohl der britischen als auch der brasilianischen Variante des Coronavirus seien festgestellt worden, hieß es in einer Mitteilung der Regierung der mittelitalienischen Region Umbrien. In der Provinz Perugia und einigen Kommunen der angrenzenden Provinz Terni gelten deshalb ab Montag für etwas mehr als zwei Wochen die Regeln der Roten Zone. Das öffentliche Leben wird damit sehr stark eingeschränkt.

Montag, 8. Februar, 15.10 Uhr: 105 statt 30 Besucher - Polizei löst Gottesdienst in Zimmern ob Rottweil (Baden-Württemberg) auf

Wegen Verstößen gegen die Corona-Verordnung hat die Polizei einen freikirchlichen Gottesdienst in Zimmern ob Rottweil aufgelöst. Anstatt der genehmigten 30 Besucher nahmen 105 Menschen an der Zusammenkunft teil, wie die Beamten am Montag mitteilten. Zudem hielt sich etwa ein Drittel der Besucher nicht an die Maskenpflicht. Auch die Teilnehmerliste sei nicht ordentlich geführt worden. Der Gottesdienst der freikirchlichen Gemeinde im Kreis Rottweil wurde daraufhin am Sonntagabend beendet. Der Veranstalter und die Besucher zeigten sich den Beamten zufolge kooperativ und einsichtig.

Montag, 8. Februar, 15 Uhr: Wissenschaftler berechneten für Seehofer kostenlos Corona-Szenarien

Die ersten Modellrechnungen zu den Folgen der Corona-Pandemie hat das Bundesinnenministerium binnen weniger Tage erstellt. Forscher wirkten damals nach Angaben des Ministeriums ohne Honorar daran mit. In Anbetracht der unter anderem in China und Italien zu beobachtenden dramatischen Auswirkungen der Gesundheitslage auf das gesamte gesellschaftliche Leben habe im März 2020 "dringender Handlungsbedarf" bestanden, sagte Ministeriumssprecher Steve Alter am Montag in Berlin auf Nachfrage.

Die "Welt am Sonntag" hatte zuvor unter Berufung auf einen umfangreichen E-Mail-Verkehr zwischen dem Ministerium und den beteiligten Wissenschaftlern berichtet, das Innenministerium habe Forscher von verschiedenen Institutionen für politische Zwecke eingespannt.

Montag, 8. Februar, 14.55 Uhr: Norbert Rier von den Kastelruther Spatzen hat Corona

Der Südtiroler Musiker Norbert Rier von den Kastelruther Spatzen hat Corona und musste deshalb seinen "Riverboat"-Auftritt im MDR-Fernsehen absagen. "Kurz vorher wurde ich leider positiv getestet", sagte der 60-jährige Sänger und Frontmann der Spatzen am Montag in einem Video auf Facebook. "Mir geht es eigentlich zur Zeit gut", erläuterte der Künstler aus Norditalien der Deutschen Presse-Agentur. "Ich werde hier demnächst noch mal getestet."

Montag, 8. Februar, 14.50 Uhr: Bund dringt auf weitere Senkung der Corona-Infektionszahlen

Die Bundesregierung dringt kurz vor Beratungen mit den Ländern auf eine weitere Senkung der Corona-Infektionszahlen. "Die zweite Welle der Pandemie ist gebrochen, aber sie ist natürlich noch nicht zu Ende", sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag in Berlin. Es sei eine sehr gute Entwicklung, dass die Zahl der Neuinfektionen und die Belegung von Intensivstationen abnehme. Das Ziel, bundesweit auf weniger als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen zu kommen, sei aber noch nicht erreicht.

Montag, 8. Februar, 14.40 Uhr: Virologe: Infektionen mit Corona-Mutation nach Impfung kein Anlass zur Beunruhigung

Das Auftreten der Coronavirus-Variante B.1.1.7 nach zwei erfolgten Impfungen bei Heimbewohnern im niedersächsischen Belm bei Osnabrück ist aus Sicht des Virologen Andreas Dotzauer kein Anlass zur Beunruhigung. Nach der ersten Impfung vergingen etwa zehn Tage, bis schützende Antikörper nachgewiesen würden und nach der zweiten Impfung brauche es noch mal Zeit, bis sich die besonders starken Antikörper gebildet hätten, sagte der Leiter des Laboratoriums für Virusforschung der Universität Bremen am Montag auf Anfrage.

Montag, 8. Februar, 14.25 Uhr: Tourismus fordert Perspektiven für Neustart - Vorschlag Ampelsystem

Nach rund drei Monaten im Corona-Lockdown dringt die Tourismuswirtschaft in Deutschland auf klare Perspektiven für einen Neustart. Die Branche hofft, mit ihren Vorschlägen bei der Bund-Länder-Runde an diesem Mittwoch zum weiteren Vorgehen in der Corona-Pandemie Gehör zu finden. Aktuell werde der Deutschland-Tourismus mit seinen rund 3 Millionen Beschäftigten nicht ausreichend wahrgenommen, kritisierte Reinhard Meyer, Präsident des Deutschen Tourismusverbandes (DTV) am Montag. Der DTV schlägt für einen Neustart ein Ampelsystem vor, das auf der Sieben-Tage-Inzidenz beruht.

Montag, 8. Februar, 14.20 Uhr: Karliczek zu Schulöffnungen: Müssen weiter vorsichtig sein

Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) hat zu Vorsicht bei möglichen Schulöffnungen aufgerufen. Das Thema werde am Mittwoch bei den Beratungen von Bund und Ländern sicher eines der bestimmenden Themen sein, sagte sie am Montag in Berlin. "Bislang waren Vorsicht und Vorbeugung die entscheidenenden Grundlagen für die getroffenen Entscheidungen. (...) Das halte ich auch nach wie vor für richtig. Wir müssen weiter vorsichtig sein."

Montag, 8. Februar, 14.10 Uhr: Zweite Corona-Welle führt zu Arbeitsausfall von 59 Millionen Tagen

In Deutschland sind wegen der zweiten Corona-Welle bisher schätzungsweise rund 59 Millionen Arbeitstage ausgefallen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Nürnberger Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Allein durch erhöhten Krankenstand, Quarantänemaßnahmen und Schließungen von Kitas oder Schulen werde die Arbeitszeit von Oktober 2020 bis Mitte Februar 2021 um schätzungsweise 276 Millionen Stunden beziehungsweise 6,2 Stunden je Erwerbstätigem abnehmen, teilte das Institut am Montag in Nürnberg mit. Die Arbeitszeitausfälle durch Kurzarbeit oder Kündigungen seien dabei nicht berücksichtigt.

Montag, 8. Februar, 14 Uhr: Landtags-FDP droht mit Klage gegen nächtliche Ausgangsbeschränkungen in Bayern

Die Landtags-FDP erhöht den Druck auf die Staatsregierung, die nächtlichen Ausgangsbeschränkungen abzuschaffen. "Wir erwarten, dass die Staatsregierung die landesweite Ausgangssperre zum 14. Februar auslaufen lässt. Andernfalls werden wir gerichtlich gegen diese massive Grundrechtseinschränkung vorgehen", sagte Fraktionschef Martin Hagen am Montag in München.

Zuvor hatte der Verwaltungsgerichtshof in Baden-Württemberg die dortigen nächtlichen Ausgangsbeschränkungen gekippt - das Land will nun lediglich noch für Corona-Hotspots solche Maßnahmen ergreifen.

Montag, 8. Februar, 13.55 Uhr: Österreich spricht Reisewarnung für Tirol aus

Für das österreichische Bundesland Tirol gilt aufgrund der als brisant eingeschätzten Corona-Lage eine Reisewarnung. Das erklärte die österreichische Regierung am Montag in Wien. In Bayern wurde über Grenzschließungen nach Tirol diskutiert. Gesundheitsminister Holetschek (CSU) hält sie für noch nicht angemessen. Was an der Grenze zu Österreich beachten ist.

Montag, 8. Februar, 13.40 Uhr: Bundesbildungsministerin stellt Leitfaden für Corona-Maßnahmen an Schulen vor

Masken, regelmäßiges Lüften, die Bildung fester Gruppen, ein entzerrter Schülerverkehr und andere Infektionsschutzmaßnahmen können einen Schulbetrieb unter Corona-Bedingungen möglich machen. Das wird nun in einem gemeinsamen Leitfaden verschiedener wissenschaftlicher Fachgesellschaften, Experten und Vertreter aus dem Schulbereich bestätigt. Das Papier zur Prävention und Kontrolle von Corona-Übertragungen in Schulen wurde am Montag von Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) in Berlin vorgestellt. Um den Zeitpunkt möglicher Schulöffnungen nach dem Lockdown geht es darin nicht.

Es werden auch keine neuen Maßnahmen präsentiert, sondern Dinge genauer betrachtet, die während der Pandemie bereits an den Schulen umgesetzt werden und wurden. Ausgewertet wurden 40 vorliegende Studien aus verschiedenen Ländern zum Nutzen solcher Maßnahmen. Nun liegt eine gemeinsame Einschätzung auf breiter Basis vor, ob sie etwas bringen. Das Papier richtet sich an Ministerien, Behörden, Schulen, Lehrer, Schüler und Eltern. Als wirkungsvoll erachtet und empfohlen wird demnach je nach Infektionsgeschehen die Bildung sogenannter Kohorten an Schulen, also die Einteilung von Schülern in feste große Gruppen und eine Trennung, etwa jahrgangs- oder klassenweise. Bei höheren Ansteckungszahlen wird Klassenteilung und Wechselunterricht empfohlen. Bei der Rückkehr in den Präsenzunterricht sollen zuerst Grundschüler dran sein.

Die Leitlinie empfiehlt ab "hohem Infektionsgeschehen" auch das Tragen von medizinischen Masken in Schulen. "Mit Maskentragen gehen geringe gesundheitliche Nebenwirkungen einher. Es gibt keine Evidenz für mögliche Schäden durch Tragen einer Maske", heißt es in dem Papier. Bei hohen Corona-Zahlen wird zudem eine Entzerrung des Schülerverkehrs und das Tragen von OP-Masken im Schulbus empfohlen. Konkrete Inzidenzzahlen werden in der Leitlinie nicht genannt.

Ebenfalls befürwortet wird in dem Papier die inzwischen bekannte Lüftungsempfehlung des Umweltbundesamtes: Alle 20 Minuten drei bis fünf Minuten Stoßlüften. Als gleichwertig wird eine "geeignete Lüftungs- oder raumlufttechnische Anlage" bezeichnet. Damit sind aber keine mobilen Luftreiniger gemeint. Diese Geräte sollen, so die Empfehlung, nur "als ergänzende Maßnahme" zum Einsatz kommen, wenn grundsätzlich ausreichend gelüftet werden kann. Zudem gibt es Empfehlungen für Musik- und Sportunterricht und zum Umgang mit erkälteten Schülern und Verdachtsfällen.

Montag, 8. Februar, 13.20 Uhr: Curling-WM der Frauen 2021 coronabedingt abgesagt

Die für März geplante Curling-WM der Frauen in der Schweiz fällt aus. Wie der Weltverband WCF am Montag mitteilte, kann vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie die Endrunde nicht stattfinden. Die WM hätte vom 19. bis zum 28. März in Schaffhausen ausgetragen werden sollen. Die lokalen Gesundheitsbehörden sprachen sich den Angaben zufolge aber gegen das Turnier mit 14 Nationen aus. "Selbst mit strengen Schutzmaßnahmen bleibt während dieses 10-tägigen "Indoor-Anlasses" ein Ansteckungs- und Übertragungsrisiko bestehen", hieß es vom Organisationskomitee. Mit Blick auf Olympia 2022 in Peking erklärte der Weltverband: "Wir werden alle uns zur Verfügung stehenden Optionen prüfen, um die Qualifikation der Frauenmannschaften für die Olympischen Winterspiele 2022 in Peking abzuschließen, und wir werden alles tun, was wir können, um sicherzustellen, dass es im Wettbewerb auf dem Eis ausgetragen wird."

Montag, 8. Februar, 12.49 Uhr: Gericht kippt nächtliche Ausgangssperre in Baden-Württemberg

Der Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg hat die coronabedingte nächtliche Ausgangssperre gekippt. Nach dem am Montag veröffentlichten Beschluss muss die Vorschrift in der Corona-Verordnung, die nächtliche Ausgangsbeschränkungen von 20 Uhr bis 5 Uhr vorsieht, außer Vollzug gesetzt worden. Zum letzten Mal findet sie in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag Anwendung. Damit war der Eilantrag einer Klägerin aus Tübingen erfolgreich.

Montag, 8. Februar, 12.45 Uhr: Holetschek: Trotz hohem Druck muss Politik nach Fakten entscheiden

Der hohe Druck auf die Politik darf nach Ansicht von Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek nicht das Maß für die Entscheidungen zu möglichen Corona-Lockerungen sein. "Ich verstehe die Diskussionen, aber wir dürfen uns nicht unter Druck setzen lassen", sagte der CSU-Politiker am Montag vor Journalisten in München. Oberste Prämisse sei weiter die Gesundheit der Menschen und Grundlage für alle diese Entscheidungen seien die Fakten. Für größere Öffnungen brauche es etwa ein besonders niedriges Zahlenlevel, damit dann das Leben mit der Pandemie seriös gesteuert werden könne.

Am Mittwoch wollen sich in Berlin wieder die Ministerpräsidenten mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) über den weiteren Kurs austauschen. Der aktuelle Lockdown gilt noch bis zum 14. Februar, wie es danach weiter geht, ist offen. Einige Länder pochen auf Lockerungen, andere - darunter Bayern - auf eine Verlängerung des Lockdowns. In Bayern mehren sich jedoch auch die Lockerungsforderungen innerhalb der CSU und auch in der Staatsregierung durch den Koalitionspartner Freie Wähler.

Wie Ministerpräsident Markus Söder (CSU) bleibe auch er dabei, dass der bisherige Kurs der "Umsicht und Vorsicht" richtig sei, betonte Holetschek. Und natürlich müsse es nun angesichts der langsam sinkenden Infektionszahlen darum gehen, Perspektiven zu eröffnen. Diese müssten aber in einer nachhaltigen Form erfolgen. Alle Entscheidungen müssen aus bester Überzeugung erfolgen, ein "Drehtüreffekt" müsse in jedem Fall verhindert werden. "Dass die Menschen es sich wünschen, dass Perspektiven eröffnet werden, kann ich verstehen. Aber bitte nachhaltig."

Würde die Regierung einfach dem Druck von außen - aber auch aus den eigenen Reihen - nachgeben, könne schnell verspielt werden, "was wir uns nun mühsam erarbeitet haben", sagte Holetschek. Wegen der unklaren Situation bei den Mutationen habe er aber schon den Eindruck, dass die Akzeptanz da sei, "noch mal durchzuhalten".

Montag, 8. Februar, 12.38 Uhr: Laborstudie: Biontech-Impfstoff wirkt gegen zwei Corona-Varianten

Einer Laborstudie zufolge wirkt der Corona-Impfstoff von Biontech und Pfizer auch gegen die in Großbritannien und Südafrika erstmals aufgetauchten Varianten von Sars-CoV-2. Die Daten der Studie seien im Fachblatt "Nature Medicine" veröffentlicht worden, teilten beide Unternehmen am Montag gemeinsam mit. Es habe sich im Labor gezeigt, dass das Blut von 20 mit dem Impfstoff geimpften Menschen die Schlüsselmutationen der Coronavirus-Varianten aus Großbritannien und Südafrika neutralisiere, in dem Blut also ausreichend neutralisierende Antikörper waren.

Ende Januar waren die Daten der Untersuchung von Pfizer und der University of Texas erstmals bekannt geworden. Damals hatten Biontech und Pfizer betont, die Ergebnisse deuteten nicht auf die Notwendigkeit eines neuen Impfstoffs gegen die neu auftretenden Varianten hin. Mittlerweile haben auch externe Experten die Ergebnisse begutachtet, so dass es nun zu der Veröffentlichung in dem Fachblatt "Nature Medicine" kam. Dort heißt es unter anderem, nun brauche es klinische Daten, um noch mehr über die Wirkung des Impfstoffs gegen Virusvarianten zu lernen. Die anhaltende Weiterentwicklung von Sars-CoV-2 mache ein kontinuierliches Monitoring der Variationen und möglicher Folgen für die Effektivität von Impfstoffen nötig.

Die britische und südafrikanische Variante des Coronavirus gelten als ansteckender, auch in Deutschland sind sie aufgetaucht. Angesichts dessen zeigen sich manche Experten skeptisch, ob Lockerungen der Corona-Einschränkungen sinnvoll sind, auch wenn die Infektionszahlen hierzulande sinken.

Montag, 8. Februar, 12.20 Uhr: Altmaier entschuldigt sich bei Wirtschaft für langsame Corona-Hilfen

Angesichts massiver Kritik hat sich Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) bei Unternehmen für die langsame Auszahlung von Corona-Hilfen entschuldigt. Altmaier sagte am Sonntagabend in der Politik-Talkshow "Die richtigen Fragen" bei "Bild live": "Erst einmal entschuldige ich mich dafür, dass es so lange dauert. Wenn ich irgendeine Möglichkeit gesehen hätte, es zu beschleunigen, ich hätte es gemacht."

Da die Bundesländer sich nicht in der Lage gesehen hätten, die November- und Dezember-Hilfen zu administrieren, habe man eine Plattform dafür "aus dem Boden stampfen müssen". Für die Überbrückungshilfen ab Januar habe man bis vor wenigen Tagen mit dem Bundesfinanzministerium über die Bedingungen gestritten. Vorher könne man aber nicht mit der Auszahlung beginnen. "Das ist etwas, wo wir zu schwerfällig sind, wo wir schneller werden müssen", sagte Altmaier.

Die Bundesregierung steht wegen der schleppenden Umsetzung der Corona-Hilfen und zu viel Bürokratie seit langem heftig in der Kritik.

Wie das Wirtschaftsministerium am Montag mitteilte, wurden seit Beginn der Corona-Krise insgesamt mehr als 80 Milliarden Euro an Hilfen für die Wirtschaft bewilligt. Dazu komme das Kurzarbeitergeld im Umfang von rund 23 Milliarden Euro. Bei der November- und Dezemberhilfe wurden demnach rund 5,2 Milliarden Euro an Geldern ausgezahlt. Diese Hilfen richten sich vor allem an Firmen im Lockdown, erstattet werden Umsatzausfälle.

Montag, 8. Februar, 12.10 Uhr: Klinik-Mitarbeiter sollen Corona-Prämie von bis zu 1500 Euro bekommen

Besonders belastete Klinikmitarbeiter sollen als Anerkennung in der Corona-Pandemie bis Ende Juni eine Prämie von bis zu 1500 Euro pro Person bekommen. Das geht nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur aus einer Vorlage von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) für das sogenannte Corona-Kabinett der Bundesregierung an diesem Montag hervor. Die Zeitungen der Funke Mediengruppe hatten zuerst darüber berichtet. Insgesamt stellt die Bundesregierung dafür 450 Millionen Euro bereit.

Montag, 8. Februar, 11.50 Uhr: Bayern sieht Grenzschließungen nach Tirol als letzte Möglichkeit

Trotz der großen Sorge in Deutschland wegen der Corona-Lage in Tirol hält Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek Grenzschließungen weiter für noch nicht angemessen. "Grenzschließungen kann man als Ultima Ratio nicht ausschließen. Aber zunächst gilt es, den Grenzverkehr auf das notwendigste Maß zu reduzieren", sagte der CSU-Politiker am Montag vor Journalisten in München. Ziel müsse es sei, die Infektionsketten über die Grenzen hinweg zu brechen, dazu müsse jeglicher Austausch hinterfragt werden.

Bayern und Deutschland würden die Lage genau beobachten und bereits jetzt verstärkt kontrollieren, sagte Holetschek. Je nach Entscheidung auf österreichischer Seite müsse das auch weiter engmaschig begleitet werden. Generell sei aber klar, man müsse die Lage sehr ernst nehmen. Nach sechs Wochen Corona-Lockdown öffnen in Österreich am Montag die Geschäfte wieder. Zunächst blieb aber unklar, ob es spezielle Maßnahmen für das Bundesland Tirol geben wird. In Tirol war die ansteckendere Südafrika-Variante des Coronavirus vermehrt aufgetreten. Daher forderten Wissenschaftler eine schnelle Isolierung einzelner Orte oder des ganzen Bundeslandes an der Grenze zu Deutschland, um die Verbreitung der Mutation zu unterbinden. Tirols Regierung wehrte sich aber lautstark gegen jede neue Maßnahme.

Montag, 8. Februar, 11.30 Uhr: Studie: Rund 1,5 Milliarden Euro Schaden durch Ausfall des Karnevals

Keine Straßenumzüge, keine Prunksitzungen und keine Faschingspartys: Der coronabedingte Ausfall des Karnevals verdirbt in diesem Jahr nicht nur vielen Narren die Stimmung, sondern auch vielen Einzelhändlern, Gastronomen und Hoteliers das Geschäft. Eine am Montag veröffentlichte Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) beziffert den wirtschaftlichen Schaden durch den Ausfall der diesjährigen Session bundesweit mit rund 1,5 Milliarden Euro. Zuvor hatte das Nachrichtenportal "t-online" über die Studie berichtet.

Die IW-Experten berücksichtigten in ihrer Studie nicht nur den Kölner Karneval, sondern auch das närrische Treiben in Düsseldorf und Mainz. Den größten Schaden erleidet durch den Ausfall des feuchtfröhlichen Feierns die Gastronomie mit rund 660 Millionen Euro. Doch auch dem Einzelhandel entgehen den Berechnungen zufolge Einnahmen in Höhe von rund 330 Millionen Euro. Davon entfallen allein 280 Millionen Euro auf den Kostümverkauf. Dem Hotelgewerbe fehlen 160 Millionen Euro und dem Transportsektor rund 240 Millionen Euro.

Dabei geht das IW sogar davon aus, dass das jecke Treiben - Corona hin oder her - wohl nicht zu hundert Prozent ausfallen wird, sondern etwa die Einzelhandelsverkäufe von alkoholischen Getränken in der Woche vor Karneval wie jedes Jahr zunehmen werden. Außerdem berücksichtigten die Experten, dass die Session in diesem Jahr mit nur 98 Tagen relativ kurz ist und dementsprechend die Umsatzausfälle auch geringer sind, als sie es in einem durchschnittlichen Karnevalsjahr wären.

Montag, 8. Februar, 10.50 Uhr: Gut für die deutsche Autoindustrie: Verkäufe in China ziehen im Januar stark an

Der für die deutschen Autobauer immens wichtige chinesische Automarkt belebt sich zum Jahresbeginn weiter deutlich. Im Vergleich zum vom Coronavirus-Ausbruch belasteten Vorjahresmonat kletterten die Einzelhandelsverkäufe von Autos im Januar um 25,6 Prozent auf 2,18 Millionen Stück, wie der Branchenverband PCA (China Passenger Car Association) am Montag in Peking mitteilte. Vergangenes Jahr hatten ein früherer Beginn des chinesischen Neujahrsfestes sowie der Kampf gegen die Ausbreitung der Covid-19-Pandemie den Markt schwer belastet.

Auch der Herstellerverband CAAM (China Association of Automobile Manufacturers) hatte in der vergangenen Woche von einem kräftigen Aufschwung berichtet. Der CAAM misst den Absatz der Hersteller an die Händler, dieser war nach vorläufigen Zahlen im Januar um 31,9 Prozent gestiegen. Der chinesische Markt ist mit Abstand der wichtigste Einzelmarkt der deutschen Autokonzerne Volkswagen sowie Daimler und BMW.

Die Folgen der Pandemie belasteten den chinesischen Automarkt vor allem in den ersten Monaten des vergangenen Jahres. So schrumpfte der weltgrößte Automarkt 2020 trotz einer kräftigen Belebung in der zweiten Jahreshälfte zum dritten Mal in Folge. Bereits 2018 und 2019 war der Absatz nach Jahrzehnten des Wachstums gefallen. Die chinesische Regierung kurbelte die Verkäufe nach dem Corona-Einbruch mit Förderungen wieder an. Im zweiten Halbjahr 2020 gab es daher oft prozentual zweistellige Zuwachsraten.

Montag, 8. Februar, 10.20 Uhr: Südafrika stoppt vorübergehend Impfungen mit Astrazeneca-Vakzin

Südafrika hat geplante Impfungen mit dem Astrazeneca-Impfstoff vorübergehend gestoppt, weil eine Studie auf eine begrenzte Wirkung des Vakzins gegen die in dem Land aufgetauchte Corona-Variante hindeutet. Studien zum Astrazeneca- sowie zum Novavax-Wirkstoff in Südafrika hätten gezeigt, dass die klinische Wirksamkeit wesentlich verringert sei, sagte am Sonntag Salim Abdool Karim, der Leiter des Corona-Beratungskomitees der Regierung. "Also muss die Einführung des Astrazeneca-Impfstoffs vorübergehend unterbrochen werden." Gesundheitsminister Zweli Mkhize sagte, es müsse noch mehr Arbeit getan werden, um das Problem zu verstehen.

Südafrika, das zahlenmäßig am schwersten von Corona betroffene Land in Afrika, hatte vergangene Woche eine Million Dosen des Astrazeneca-Impstoffs erhalten und geplant, schon bald mit der Impfung von Gesundheitsmitarbeitern zu beginnen. Am Sonntag aber veröffentlichten die Universitäten von Witwatersrand und Oxford vorläufige Ergebnisse einer Studie, die zeigen, dass der Astrazeneca-Wirkstoff leichte Erkrankungen der in Südafrika kursierenden Variante weniger verhindert. Allerdings hatte die Studie nur rund 2000 primär junge Probanten. Nun will die Regierung Südafrikas die Einführung des Wirkstoffs von Johnson & Johnson beschleunigen. Die in Südafrika kursierende Variante B.1.351 wurde Ende vergangenen Jahres entdeckt und kommt mittlerweile auch in vielen anderen Ländern vor. Daher haben viele Staaten Einreisen aus Südafrika eingeschränkt, auch Deutschland. Die Variante hatte sich auch in den Tests anderer Impfstoff-Hersteller als resistenter erwiesen. Eine mögliche Anpassung der Vakzine an die Variante läuft bei mehreren Unternehmen bereits auf Hochtouren.

Montag, 8. Februar, 10 Uhr: Ein Corona-Patient am Wochenende in Memminger Klinikum gestorben

Die Lage in Allgäuer Kliniken bleibt angespannt: Ein Corona-Patient ist am Wochenende im Klinikum Memmingen an beziehungsweise mit dem Virus gestorben. Das teilet die Verwaltung mit. Derzeit werden in der Klinik 22 Menschen behandelt, die positiv auf das Corona-Virus getestet worden sind. Zwei von ihnen liegen auf der Intensivstation.

29 Corona-Patienten werden zudem in den Häusern des Allgäuer Klinikverbunds in Kempten (6), Immenstadt (9) und Mindelheim (14) behandelt. Sechs von ihnen werden auf der Intensivstation betreut.

Montag, 8. Februar, 9.50 Uhr: Scholz: Über Öffnungskonzepte sprechen, aber vorsichtig bleiben

SPD-Kanzlerkandidat und Vizekanzler Olaf Scholz dringt vor dem Bund-Länder-Treffen auf einen Dialog über mögliche Öffnungsperspektiven in der Corona-Pandemie. "Wichtig ist, dass wir über ein Öffnungskonzept und eine Öffnungsstrategie miteinander sprechen", sagte Scholz am Montag im ZDF-"Morgenmagazin". "Wir müssen vorsichtig bleiben, das ist ganz sicher klar, wir müssen auf die Mutationen achten. Aber wir sehen, dass unsere politischen Handlungen auch Erfolge haben, denn die Infektionsraten gehen ja zurück." Die Priorität müsse aus seiner Sicht bei den Öffnungen von Schulen und Kitas liegen, betonte er. Am Mittwoch treffen sich Bund und Länder erneut, um über das weitere Vorgehen in der Corona-Krise zu beraten.

Vor dem Hintergrund der noch schleppend voranschreitenden Corona-Impfungen kritisierte Scholz, die EU hätte mehr Impfstoff bestellen können und sollen. Nun gehe es darum, die Impfstoffproduktion rasch anzukurbeln und das Impfen so gut wie möglich zu modellieren. "Wenn nach der jetzigen Situation, wo wir zu wenig Impfstoff haben, eine kommt, wo wir viel Impfstoff haben, aber der nicht verimpft wird, dann ist die nächste große, schwierige Lage da. Und das müssen wir dringend vermeiden", mahnte Scholz.

Montag, 8. Februar, 9.30 Uhr: Industrie produziert im Corona-Jahr 2020 rund 8,5 Prozent weniger

Die deutsche Industrie hat im vergangenen Jahr 8,5 Prozent weniger produziert als 2019. Nach dem Tiefpunkt während des ersten Corona-Lockdowns im April hat sich die Lage im weiteren Jahresverlauf kontinuierlich erholt, wie das Statistische Bundesamt am Montag in Wiesbaden berichtete. Im Dezember lag der preisbereinigte Wert der hergestellten Güter nur noch 1,0 Prozent unter dem Vorjahresmonat und stabil im Vergleich zum November.

Die Industrie im engeren Sinne, also ohne Bergbau und Baugewerbe, legte in dem Monat im Vergleich zum November um 0,9 Prozent zu. Vor allem Vorleistungsgüter (+2,0 Prozent) und Konsumgüter (+2,6 Prozent) zogen an. Außerhalb der Industrie lag die Energieerzeugung 2,9 Prozent niedriger als im Vormonat und die Bauproduktion war um 3,2 Prozent gesunken. Das Baugewerbe ist allerdings deutlich besser durch die Corona-Krise gekommen als das übrige Produzierende Gewerbe.

Montag, 8. Februar, 8.55 Uhr: Wie geht es mit dem Unterricht in Bayern weiter?

Schule war schon immer ein emotionales Thema - und ist es in diesen Zeiten umso mehr. Nun trifft sich der Kultusminister mit Schülern, Lehrern und Eltern. Sie dürfte besonders interessieren, wie es Mitte Februar mit Distanz-, Wechsel- und Präsenzunterricht weitergeht. Was am Montag beim Schulgipfel besprochen wird, lesen Sie hier.

Montag, 8. Februar, 8.35 Uhr: Spahn und Söder dämpfen Hoffnung auf beständigen Corona-Ausstiegsplan

In zwei Tagen treffen sich Bund und Länder, um über das weitere Vorgehen in der Corona-Krise zu beraten. Es wird wohl um Forderungen nach einem Ausstiegsplan und die Schulen gehen. An ein Versprechen der Kanzlerin wollen viele Deutsche noch nicht so recht glauben. Mehr dazu lesen Sie hier.

Montag, 8. Februar, 8.15 Uhr: Mehrheit der Deutschen vertraut nicht in Merkels Impfversprechen

Eine große Mehrheit der Deutschen glaubt nicht daran, dass die Bundesregierung wie versprochen jedem Impfwilligen bis zum 21. September eine Corona-Impfung anbieten kann. Nach einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur erwartet nur etwa jeder Vierte (26 Prozent), dass das Ziel eingehalten wird. 57 Prozent rechnen dagegen nicht damit. 17 Prozent machten keine Angaben.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat mehrfach angekündigt, bis zum 21. September allen Erwachsenen in Deutschland, die geimpft werden wollen, ein Angebot machen zu wollen. Die Skepsis überwiegt selbst in ihren eigenen Reihen. 47 Prozent der Wähler von CDU und CSU glauben nicht an ein Impfangebot für alle bis zum Ende des Sommer. Dagegen rechnen nur 38 Prozent damit, dass das Ziel erreicht wird.

Bei allen anderen im Bundestag vertretenen Parteien ist das Vertrauen in das Impfversprechen noch geringer. Von den Grünen-Wählern glauben immerhin noch 37 Prozent daran, dahinter folgen die Anhänger der SPD (32 Prozent), FDP (27 Prozent), der Linken (22 Prozent) und der AfD (12 Prozent).

Für die Verzögerungen bei der Versorgung mit Impfstoff zu Beginn der Impfkampagne geben die Befragten am ehesten der Bundesregierung die Schuld. 19 Prozent sehen die Hauptverantwortung bei ihr, 17 Prozent bei der Europäischen Union und nur 11 Prozent bei den Herstellern der Impfstoffe. 33 Prozent sagen, alle drei seien gleichermaßen schuld. 7 Prozent sehen die Hauptverantwortung bei keinem der Genannten. 12 Prozent machten keine Angaben.

Montag, 8. Februar, 7.25 Uhr: 855 neue Corona-Fälle in Bayern

Die Behörden in Bayern haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 855 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Die Sieben-Tage-Inzidenz - also die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche - lag am Montag bei 76,7. (Stand: 8. Februar, 00.00 Uhr). Sie sinkt seit Tagen kontinuierlich. Am Montag sind die vom RKI gemeldeten Fallzahlen aber meist niedriger, unter anderem weil am Wochenende weniger getestet wird.

22 Landkreise und kreisfreie Städte im Freistaat lagen nach den am Montag veröffentlichten Zahlen unter dem Inzidenzwert von 50 - 4 aber noch über 200. Den höchsten Wert hatte der Landkreis Tirschenreuth mit 391,4 - bundesweiter Spitzenreiter. Die wenigsten Neuinfizierten binnen einer Woche bezogen auf die Einwohnerzahl gab es im Landkreis Neuburg-Schrobenhausen mit einer Inzidenz von 22,6.

20 neue Todesfälle wurden in Zusammenhang mit einer Corona-Infektion innerhalb von 24 Stunden verzeichnet. In Bayern sind seit Beginn der Pandemie 413 863 Infektionen und 11 146 Tote gemeldet worden.

Montag, 8. Februar, 6.50 Uhr: Sieben-Tages-Inzidenz: Werte im Allgäu leicht gestiegen

Im Allgäu sind nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) die Werte für die Sieben-Tages-Inzidenz wieder leicht angestiegen. Ausgenommen im Landkreis Lindau: Dort sank dieser Wert auf 59,0. Dennoch bleiben weiter alle Allgäuer Städte und Kreise unter der 100er-Marke. Die aktuellen Zahlen dazu finden Sie hier.

Montag, 8. Februar, 6 Uhr: 4535 Corona-Neuinfektionen und 158 neue Todesfälle gemeldet

Einen guten Morgen wünscht das Digitalteam der Allgäuer Zeitung. Wir starten mit den aktuellen Zahlen: Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 4535 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Außerdem wurden 158 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet, wie aus Zahlen des RKI vom Montag hervorgeht. Vor genau einer Woche hatte das RKI 5608 Neuinfektionen und 175 neue Todesfälle binnen 24 Stunden verzeichnet. Die erfassten Fallzahlen sind an Montagen in der Regel niedriger, unter anderem weil am Wochenende weniger getestet wird.

Der Höchststand von 1244 neuen gemeldeten Todesfällen war am 14. Januar erreicht worden. Bei den binnen 24 Stunden registrierten Neuinfektionen war mit 33.777 am 18. Dezember der höchste Wert gemeldet worden - darin waren jedoch 3500 Nachmeldungen enthalten.

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag laut RKI am Montagmorgen bei 76. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden. Die meisten Bundesländer verzeichnen laut RKI weiterhin sinkende Sieben-Tages-Inzidenzen.

Das RKI zählt seit Beginn der Pandemie 2.288.545 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 08.02., 00.00 Uhr). Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte noch deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 61.675. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 2.041.300 an.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Sonntagabend bei 0,94 (Vortag 0,95). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 94 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

Sonntag, 7. Februar, 21.25 Uhr: Was ist Ihr neues Corona-Hobby?

Während des Lockdown mussten sich viele Leute ein neues Hobby suchen - wir haben uns einmal umgehört.

Sonntag, 7. Februar, 20.40 Uhr: Präsident des Lehrerverbands: Schulen "behutsam und vorsichtig" öffnen

Der Präsident des Deutschen Lehrerverbands hat vor einer schnellen Wiedereröffnung der Schulen gewarnt. Eine Öffnung sei nur "sehr behutsam und vorsichtig, auf keinen Fall flächendeckend in allen Regionen möglich", sagte Verbandspräsident Hans-Peter Meidinger der Welt. Auch in Städten und Landkreisen mit geringem Infektionsgeschehen sollten Bildungseinrichtungen nur stufenweise in den Wechselbetrieb zurückkehren und die Klassen in kleineren Gruppen mit Mindestabstand unterrichten. Zudem wünscht sich Meidinger eine FFP2-Maskenpflicht für Lehrkräfte und mindestens eine OP-Maskenpflicht für Schülerinnen und Schüler.

Die Hauptforderung sei ein an regionalen Inzidenzen orientierter Hygienestufenplan, der klar regele, welcher Schulbetrieb möglich sei, sagte Meidinger. Er erneuerte seine Forderung, dass Lehrerinnen und Lehrer früher geimpft werden müssten. Dafür plädieren unter anderem auch der Deutsche Städtetag, der Verband Bildung und Erziehung (VBE) und Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU).

Sonntag, 7. Februar, 19.55 Uhr: Was bringt das Besuchsverbot nach der Geburt im Füssener Krankenhaus?

Besuche im Kreißsaal sind derzeit wegen der Pandemie nur sehr begrenzt erlaubt. Was anfangs auf Widerstand stieß, birgt jedoch auch Vorteile für Eltern und Pflegepersonal.

Sonntag, 7. Februar, 19.30 Uhr: Entscheidung zur möglichen Schließung Tirols lässt noch auf sich warten

Noch immer gibt es keine Entscheidung, ob Tirol wegen der "Südafrika -Mutante" abgeschottet wird. Aus Politik-Kreisen heißt es, dass die Entscheidung auch vertagt werden könnte. Das berichten Medien aus Österreich.

Sonntag, 7. Februar, 19.10 Uhr: Söder: "Auf Sicht fahren ist das Einzige, was hilft"

Aus Sicht von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) ist ein detaillierter Stufenplan mit Corona-Öffnungsschritten nur schwer umsetzbar. "Ich warne aber jetzt schon ein bisschen davor, dass wir sozusagen durchexerzierte Stufenpläne mit acht, neun, oder zehn Stufen haben, die dann möglicherweise auf den Tag terminiert sind und dann nicht zu halten sind", sagte Söder am Sonntag im ARD-"Bericht aus Berlin". "Das Auf-Sicht-fahren nervt. Aber das Auf-Sicht-fahren ist das einzige, was wirklich hilft. Denn der Herausforderer, vor dem wir stehen, - Corona - hält sich null an Termine, die wir setzen."

Über eine Perspektive werde aber bei den Bund-Länder-Beratungen am Mittwoch gesprochen, sagte Söder. Die werde es sicher geben - "ganz klar". "Wie und wielange und in welchem Umfang, das muss man noch diskutieren." Es sei wichtig, kleinere Signale zu setzen - beispielsweise bei personennahen Dienstleistungen wie Friseuren. "Aber alles vernünftig Schritt für Schritt", so der CSU-Chef. "So einen Weg wie in anderen Ländern, jetzt bei einer Inzidenz von fast 140 einfach alles aufzumachen, und wie es manchmal auch die FDP fordert, ein paar Masken und Testen noch dazu, das hat leider nicht funktioniert."

Sonntag, 7. Februar, 18 Uhr: Herrmann: Bayern verstärkt Grenzkontrollen

Um die Verbreitung des Coronavirus einzudämmen, dehnt Bayern die Grenzkontrollen zu Österreich und Tschechien aus. Er habe eine verstärkte Schleierfahndung bei Grenzpendlern, Grenzgängern und Reiserückkehrern angeordnet, sagte Innenminister Joachim Herrmann (CSU) dem Münchner Merkur (Montag). Auch werde Bayerns Grenzpolizei verstärkt durch zusätzliche Einheiten der Bereitschaftspolizei. Weiteres dazu lesen Sie hier.

Sonntag, 7. Februar, 17.30 Uhr: Ungarn genehmigt russischen Corona-Impfstoff Sputnik V

Ungarn lässt erwartungsgemäß den russischen Corona-Impfstoff Sputnik V zu. Das teilte der Minister für Humanressourcen, Miklos Kasler, am Sonntag auf seiner Facebook-Seite mit. Das Zentrum für Nationale Volksgesundheit (NNK) habe nach Ende der notwendigen Prüfung die Genehmigung erteilt, sagte Kasler, zu dessen Ressort auch das Gesundheitswesen gehört. Ministerpräsident Viktor Orban hatte bereits am Freitag angekündigt, dass die Zulassung von Sputnik V bevorstehe.

Ungarn nutzt damit erstmals einen Impfstoff gegen das Coronavirus, der noch nicht EU-weit zugelassen ist. Im Genehmigungsverfahren befindet sich in Ungarn zudem das von der chinesischen Firma Sinopharm produzierte Anti-Corona-Vakzin. In Ungarn werden zudem die Impfstoffe von Pfizer/Biontech, Moderna sowie Astrazeneca verimpft. Hier finden Sie einen Überblick zu den Impfstoffen.

Sonntag, 7. Februar, 17 Uhr: Mehrere Feiergruppen beschäftigen Bundespolizei in München

In München haben junge Menschen die Bundespolizei am Samstagabend auf Trab gehalten, weil sie trotz der Corona-Beschränkungen Partys veranstalteten. Sogar ein Polizeihubschrauber war im Einsatz. Mehr dazu erfahren Sie hier.

Sonntag, 7. Februar, 16.30 Uhr: Die aktuellen Zahlen des LGL für das Allgäu

In den Landkreisen Oberallgäu (55,77), Ostallgäu (38,25) und Lindau (62,21) sind die 7-Tage-Inzidenzen leicht gestiegen im Vergleich zum Vortag. Laut dem Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit hat sich der Inzidenzwert auch in Memmingen (99,77) erhöht. In den übrigen Landkreisen und Städten ist der Inzidenzwert entweder gesunken oder wie im Fall von Kaufbeuren (49,55) gleich geblieben. Die Zahlen im Detail finden Sie hier.

Sonntag, 7. Februar, 16.10 Uhr: Österreich verschärft Grenzkontrollen zu Nachbarländern

Österreich will aus Sorge vor der Verbreitung des Coronavirus Grenzkontrollen zu Deutschland und den weiteren Nachbarländern ab Montag massiv verschärfen. So sollen alle nicht notwendigen Reisen in der Pandemie verhindert werden, teilte das Innenministerium am Sonntag mit. Mehr dazu lesen Sie hier.

Sonntag, 7. Februar, 15.55 Uhr: Ein Fünftel der über 80-Jährigen gegen Corona geimpft

Knapp 20 Prozent der über 80-Jährigen im Ostallgäu und der Stadt Kaufbeuren haben nach Angaben des Landratsamtes bislang die erste Impfung gegen das Coronavirus erhalten. Allerdings würden aus Sicht des Landratsamtes die baulichen Kapazitäten in den Impfzentren Marktoberdorf und Kaufbeuren sowie die personellen Ressourcen des BRK mehr Impfungen zulassen – wenn mehr Impfstoff zur Verfügung stünde.

Sonntag, 7. Februar, 15.35 Uhr: Mehrere Corona-Verstöße im Allgäu am Wochenende

Die Polizei im Allgäu hat in der Nacht von Samstag auf Sonntag gleich mehrere Corona-Partys auflösen und weitere Verstöße ahnden müssen.

Sonntag, 7. Februar, 15.25 Uhr: Altenheim bei Osnabrück: 14 Bewohner positiv auf Corona-Variante getestet

In einem Heim bei Osnabrück sind 14 Senioren mit der britischen Variante des Coronavirus infiziert - obwohl die Bewohner geimpft waren.

Sonntag, 7. Februar, 14.45: Österreich lockert Lockdown - Schulen und Einzelhandel öffnen wieder

In Österreich wird der Lockdown ab Montag gelockert - allerdings unter strengen Bedingungen. Mehr dazu lesen Sie hier.

Sonntag, 7. Februar, 14.40 Uhr: Bürger kritisieren Ostallgäuer Landratsamt: "Kurzsichtig und inkompetent"

Senioren sollten per Post erfahren, wie sie sich für einen Impftermin anmelden. Doch der Brief kam zu spät an. Wie das Landratsamt auf die Vorwürfe reagiert, lesen Sie hier.

Sonntag, 7. Februar, 14.30 Uhr: Polizei löst Corona-Party auf - Flucht auf das Dach

Eisige Kälte hat nach kurzer Zeit die Flucht von Teilnehmern einer Party vor der Polizei in Potsdam beendet. Die Beamten waren in der Nacht zu Sonntag wegen lauter Musik aus einer Wohnung alarmiert worden, wie die Polizei mitteilte. Mehrere Menschen im Alter von 16 bis 20 Jahren wurden laut Polizei angetroffen, die nachweislich nicht einem Haushalt angehörten und damit gegen die Corona-Regeln verstießen.

Einige der Party-Gäste seien dann aus dem Fenster über die Feuerleiter aufs Dach geflüchtet. Zunächst hätten die Jugendlichen nicht auf die Polizei reagiert. Die Temperaturen und der eisige Wind hätten sie dann aber zur Rückkehr in die Wohnung bewegt. Anzeigen wegen des Verstoßes gegen die Corona-Eindämmungsverordnung wurden erstattet.

Sonntag, 7. Februar, 14.15 Uhr: Österreich lockert Lockdown - Schulen und Einzelhandel öffnen wieder

Nach sechs Wochen Lockdown aufgrund der Corona-Pandemie öffnen in Österreich am Montag die Geschäfte wieder. Auch Kinder und Jugendliche dürfen - teilweise im Schichtbetrieb und mit Corona-Tests - wieder in die Schule gehen. Friseure können Kunden bedienen. Es gelten verschärfte Hygienemaßnahmen. Das Tragen einer besonders schützenden FFP2-Maske wird nahezu überall Pflicht.

  • Für den Besuch eines körpernahen Dienstleisters ist zudem ein negativer Corona-Test nötig, der nicht älter als 48 Stunden sein darf. Dafür wurde das Angebot für kostenlose Testungen auf fast 1.000 Stationen ausgebaut. In Betrieben gibt es eine Testoffensive und schrittweise sollen auch flächendeckend Apotheken gratis testen.
  • Museen können nun ebenfalls wieder besucht werden. Die nächtlichen Ausgangsbeschränkungen bleiben bestehen. Hotels und die Gastronomie müssen weiter geschlossen bleiben. Die Zahlen der durchschnittlichen täglichen Neuansteckungen stagnierten zuletzt. Das Innenministerium meldete am Sonntag 1317 Neuinfektionen.

Sonntag, 7. Februar, 13.50 Uhr: Abschottung wegen Mutationsfällen? Am Sonntag soll die Entscheidung für Tirol fallen

Ob auf Tirol wegen der "Südafrika-Mutante" noch verschärfte Maßnahmen zukommen oder doch nicht, war bis zum Sonntagvormittag noch nicht geklärt. Zuletzt war sogar von einer möglichen Isolation oder einer Lockdown-Verlängerung für das Bundesland die Rede. Das sorgte für heftige Kritik in Tirol. Wie die APA erfuhr, soll bis Sonntagabend "Bilanz" gezogen und dann eine Entscheidung bekanntgegeben werden.

Sonntag, 7. Februar, 13.25 Uhr: 300 Fans nach Lauterns Derbysieg auf dem Betze: Polizei ermittelt

Der Empfang der Derbysieger des 1. FC Kaiserslautern durch rund 300 Fans hat wohl ein Nachspiel. Die Polizei und die Ordnungsbehörde der Stadt Kaiserslautern ermitteln, weil die Fußball-Fans die Mindestabstände nicht einhielten und teilweise keine Mund-Nasen-Bedeckung trugen, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Die Pfälzer waren nach dem 2:0-Derbysieg bei Waldhof Mannheim am Samstag nach Kaiserslautern zurückgekehrt und dort von jubelnden Anhängern empfangen worden.

Die Fans verhielten sich nach Polizeiangaben friedlich, "brannten aber bei der Ankunft des Mannschaftsbusses auf der Zufahrt zum Stadion Pyrotechnik ab". Dabei sei es neben den Corona-Verstößen auch zu Behinderungen im Straßenverkehr gekommen. Die Polizei werte zum Sachverhalt derzeit noch Videos aus, die am Samstag im Internet kursierten.

Sonntag, 7. Feburar, 11.45 Uhr: Kurz will Impfstoffe aus Russland und China in Österreich herstellen

Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz will im Kampf gegen die Corona-Pandemie die Impfstoffe aus Russland und China im eigenen Land produzieren lassen. Voraussetzung sei eine Zulassung in Europa, sagte der konservative Politiker der "Welt am Sonntag". Dann "würde Österreich ganz bestimmt versuchen, Produktionskapazitäten bei geeigneten einheimischen Unternehmen für russische oder chinesische Impfstoffe zur Verfügung zu stellen".

Sonntag, 7. Februar, 11.30 Uhr: Wenig Hoffnung auf schnelle Corona-Lockerungen - aber zu Ostern?

Vor den Beratungen von Bund und Ländern am Mittwoch sind keine großen Lockerungen der Corona-Regeln in Sicht. Mehrere Politiker mahnten am Wochenende angesichts der Ausbreitung von Mutationen des Coronavirus noch einmal zu größter Vorsicht.

Wirtschaftsminister Peter Altmaier versucht, Hoffnungen zu machen: Zu Ostern draußen in der Sonne sitze und speisen? Das hält er gar nicht für so unwahrscheinlich - trotz Corona.

Sonntag, 7. Februar, 11.01 Uhr: Sorge um Immunsystem: Vitaminpräparate in Pandemie begehrt

In der Corona-Krise kaufen viele Verbraucher verstärkt Nahrungsergänzungsmittel, um ihr Immunsystem zu stärken. Drogerieketten verzeichnen in der Pandemie eine höhere Nachfrage nach den Produkten. Seit Beginn der Pandemie würden deutlich mehr Nahrungsergänzungsmittel zur Immunstärkung verkauft, "insbesondere Präparate mit Vitamin C, Vitamin D und Zink", berichtete das Unternehmen Rossmann.

Ähnliches beobachtet der Konkurrent dm. Die Nachfrage nach Produkten, die der Abwehrstärkung dienen, sei in den vergangenen Wochen und Monaten gestiegen. Darauf reagiere man seit vergangenem Herbst mit einem noch breiteren Angebot. Zahlen zum Absatz der Produkte legten die beiden Unternehmen nicht vor.

Sonntag, 7. Februar, 10.40 Uhr: Israel lockert dritten Corona-Lockdown trotz hoher Infektionszahlen

Israel hat am Sonntag trotz anhaltend hoher Infektionszahlen mit Lockerungen seines dritten Corona-Lockdowns begonnen. Beschäftigte, die keinen Konktakt zu Kunden haben, dürfen an ihre Arbeitsplätze zurück. Besuche im privaten Kreis sind wieder erlaubt, ebenso wie Ausflüge in die Natur und Übernachtungen von Kernfamilien in Ferienwohnungen. Kindergärten und Schulen sollen von Dienstag an in eingeschränktem Umfang wieder geöffnet werden. Der internationale Flughafen Ben Gurion bei Tel Aviv bleibt jedoch grundsätzlich geschlossen.

Das Neun-Millionen-Einwohner-Land hatte Ende Dezember einen Teil-Lockdown verhängt und vor einem Monat verschärft. Trotz einer massiven Impfkampagne bleiben die Infektionsfälle aber auf hohem Niveau. Auch die Zahl der Schwerkranken ist kaum gesunken. Das Gesundheitssystem liegt nahe der Belastungsgrenze. Mehr als zwei Millionen Menschen haben bereits zwei Dosen gegen das Virus erhalten. Die Regierung macht für die weiterhin hohen Infektionszahlen vor allem eine Mutation verantwortlich. Häufig wurden aber auch Lockdown-Regeln missachtet oder nicht durchgesetzt.

Sonntag, 7. Februar, 10.05 Uhr: Studie: Corona kostet Karnevalshochburg Köln 600 Millionen Euro

Die coronabedingte Absage der Karnevalsfeierlichkeiten kostet die Schunkelmetropole Köln einer Studie zufolge knapp 600 Millionen Euro. Von dem üblichen Umsatz pro Session - also im Zeitraum 11.11. bis Aschermittwoch - blieben dieses Mal wohl nur etwa 9 Millionen Euro beziehungsweise weniger als zwei Prozent übrig, heißt es in einer Analyse der Unternehmensberatung Boston Consulting Group (BCG). "In nahezu allen Bereichen des Karnevals sind die Einnahmen aufgrund der Coronamaßnahmen weggebrochen", erklärt BCG-Partner Jochen Schönfelder.

Köln ist die größte deutsche Karnevalshochburg. Finanziell Leidtragende sind vor allem Musiker, Veranstalter und das Gastgewerbe, etwa Inhaber und Mitarbeiter von Kneipen. Auch Brauereien und dem Getränkehandel entgeht viel Geschäft.

Sonntag, 7. Februar, 8.10 Uhr: Alle Allgäuer Städte und Kreise unter der 7-Tage-Inzidenz von 100

Im Allgäu geht die Zahl der Corona-Neuinfektionen größtenteils zurück. In Memmingen, Lindau, im Oberallgäu und im Ostallgäu gibt es im Vergleich zum Vortag einen (leichten) Anstieg. Alle Städte und Kreise liegen weiter unter der Inzidenz 100. In der Region hat Memmingen die höchste 7-Tage-Inzidenz mit 99,8, die niedrigste hat das Ostallgäu mit 38,2. Alle Zahlen im Detail finden Sie hier. Im gesamten Allgäu gab es in den vergangenen sieben Tagen insgesamt 372 (Vortag 356) Neu-Infektionen mit dem Coronavirus.

Sonntag, 7. Februar, 7 Uhr: 8.616 Corona-Neuinfektionen und 231 neue Todesfälle gemeldet

Guten Morgen vom Digitalteam der Allgäuer Zeitung. Wir starten den Sonntag mit den aktuellen Zahlen: Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 8.616 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Außerdem wurden 231 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet, wie aus Zahlen des RKI vom Sonntag hervorgeht. Vor genau einer Woche hatte das RKI 11.192 Neuinfektionen und 399 neue Todesfälle binnen 24 Stunden verzeichnet.

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag laut RKI am Sonntagmorgen bei 75,6. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden. Die meisten Bundesländer verzeichnen laut RKI weiterhin sinkende Sieben-Tages-Inzidenzen.

Samstag, 6. Februar, 20.02 Uhr: Zahl der Intensivpatienten in Deutschland unter 4000

Die Zahl der Corona-Intensivpatienten in Deutschland ist auf unter 4000 gesunken. Wie aus der Zeitreihe der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi) hervorgeht, wurden am Samstag 3958 Covid-19-Erkrankte intensivmedizinisch behandelt (Stand 12.17 Uhr). Das waren 108 weniger als am Vortag. Über die Hälfte der Patienten wurde invasiv beatmet. Zuletzt lag die Zahl der Corona-Intensivpatienten am 3. Dezember unter 4000, danach war sie bis Anfang Januar über 5700 gestiegen.

Samstag, 6. Februar, 18.15 Uhr: Rumänien will Corona-Impfstoff produzieren

Rumänien will mindestens einen der in der EU zugelassenen Impfstoffe gegen das Coronavirus selbst produzieren. Das sagte Ministerpräsident Florin Citu am Samstag, wie die rumänische Nachrichtenagentur Mediafax berichtete. Die EU-Kommission habe gefragt, ob Rumänien dafür grundsätzlich Kapazitäten habe und man habe "ja" gesagt. Nun gehe es darum, weitere Formalitäten zu erfüllen, sagte Citu weiter. Russische oder chinesische Vakzine lehne man ab.

Samstag, 6. Februar, 16.45 Uhr: Länder erhalten erste Lieferungen des Astrazeneca-Impfstoffs

Mehrere Bundesländer haben am Samstag die ersten Lieferungen des Corona-Impfstoffs von Astrazeneca erhalten. So bekam Hessen 26.400 Impfstoff-Dosen, in Thüringen sind 9600 Dosen eingetroffen. Nach Berlin kamen 14.400 Dosen. Nordrhein-Westfalen durfte 74.400 Corona-Impfdosen von Astrazeneca in Empfang nehmen. Geimpft werden soll mit dem neuen Impfstoff ab kommender Woche.

Insgesamt sollen 345.600 Impfdosen des britisch-schwedischen Herstellers am Samstag an die Länder ausgeliefert werden. In der nächsten Woche ist die Auslieferung von 391.200 Impfdosen vorgesehen, eine Woche später knapp über eine Million und nochmal eine Woche später knapp 1,5 Millionen. Insgesamt will Astrazeneca nach eigenen Angaben bis Anfang März rund 3,2 Millionen Impfdosen liefern.

Samstag, 6. Februar, 15.41 Uhr: Dobrindt: Schulen müssen bei Lockerungen nicht zwingend vorne stehen

Aus Sicht von CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt müssen bei den Lockerungen der Corona-Maßnahmen nicht zwingend Schulen an erster Stelle stehen. "Schnelle Lockerungen sehe ich noch nicht", sagte Dobrindt dem "Münchner Merkur". "Aber wenn man über die Reihenfolge von Lockerungsmechanismen diskutiert, muss nicht zwingend die Schule zu Beginn stehen. Ich weiß, dass die Forderungen danach besonders stark sind und es dafür auch gute Gründe gibt, aber ein mögliches Infektionsgeschehen in den Schulen stellt aus meiner Sicht kein unwesentliches Risiko dar. Ich könnte mir Lockerungen beispielsweise bei körpernahen Dienstleistungen oder anderen Bereichen zu Beginn eher vorstellen."

Samstag, 6. Feburar, 14.21 Uhr: Söder warnt vor überstürzten Corona-Lockerungen

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat vor den Bund-Länder-Beratungen zum Corona-Kurs vor überstürzten Lockerungen mit der Gefahr eines Rückfalls gewarnt. "Wenn die Zahlen sinken, und das tun sie, dann haben wir mehr Perspektiven, dann gibt es auch Veränderungen und natürlich wieder zu mehr Freiheit und Normalität", sagte Söder am Samstag auf dem CDU-Landesparteitag im niedersächsischen Hildesheim. Lockerungen müssten aber nicht übereilt, sondern in einem moderaten Prozess erfolgen, nötig seien Empathie und Ehrlichkeit gegenüber der Bevölkerung.

Lockerungen zu überstürzen, könne gefährlich werden, wie sich im Nachbarland Tschechien und teils auch in Österreich zeige, sagte Söder, der zu dem weitestgehend online organisierten Parteitag zugeschaltet wurde. "Sicherheit ist - glaube ich - am Ende der beste Ratgeber."

Samstag, 6. Februar, 13.20 Uhr: Westallgäuer Bürgermeister übt Kritik an der Corona-Politik

Der Heimenkircher Bürgermeister Markus Reichart befürchtet massive Folgeschäden durch den Lockdown. Er fordert einen klaren Rahmen: Gebote statt Verbote. Wofür er absolut kein Verständnis hat.

Samstag, 6. Februar, 13.15 Uhr: Laschet will Priorität für Schule und Kinder bei Corona-Lockerungen

Vor den Bund-Länder-Beratungen zum Corona-Kurs hat Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) eine Priorität für Schule und Kinder bei möglichen Lockerungen gefordert. "Uns ist allen klar, Schule, Bildung, Kinderbetreuung muss absolute Priorität haben", sagte Laschet am Samstag auf dem CDU-Landesparteitag im niedersächsischen Hildesheim.

"Ehe wir irgendein Geschäft oder etwas anderes öffnen, muss die Bildung für unsere Kinder wieder in Gang gesetzt werden, denn wir richten mit dem Lockdown auch Schäden an", sagte der CDU-Bundesvorsitzende, der zu dem weitestgehend online organisierten Parteitag zugeschaltet wurde. "Wenn Kinder wochenlang nicht in der Schule sind, nicht gesehen werden, gibt es Kindeswohlgefährdung und da werden Bildungschancen gefährdet."

Nötig sei ein größtmöglicher Konsens der CDU- und SPD-geführten Länder am Mittwoch bei der nächsten Corona-Runde von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und den Ministerpräsidenten. "Das werden wir auch am Mittwoch machen."

Samstag, 6. Februar, 12.55 Uhr: Olaf Scholz sagt Impfstoff-Herstellern finanzielle Unterstützung zu

Bundesfinanzminister und SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz hat Pharma-Unternehmen, die Corona-Impfstoffe herstellen, bei Bedarf finanzielle Unterstützung zugesagt. "Ich spreche mit Unternehmen und frage: Gibt es eine Stelle, wo wir mit öffentlichen Mitteln privatwirtschaftliche Entscheidungen erleichtern können?", sagte Scholz dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Samstag). "Wenn eine Firma (...) Sorge hat, soll sie das klipp und klar sagen und wir lösen das Problem. Am Geld wird die schnellere Beschaffung von Impfstoff jedenfalls nicht scheitern."

Seine Kritik an der Impfstoff-Beschaffung der EU erhielt er indes aufrecht: "Alles, was wir heute wissen, kann man nur so zusammenfassen: Es hätte mehr Impfstoff bestellt werden können und müssen. Das ist unterblieben. Das sollte niemand beschönigen."

Wenige Tage vor dem nächsten Bund-Länder-Treffen zur Corona-Pandemie am Mittwoch sagte Scholz, dass es noch zu früh sei, um über Lockerungen zu sprechen. Man wolle aber gemeinsam über Öffnungsstrategien sprechen. "Sobald Lockerungen möglich sind, haben Schulen und Kitas für mich oberste Priorität." Insbesondere Grundschüler hätten es sehr schwer, da sie den persönlichen Kontakt zu Lehrerinnen und Lehrern besonders brauchen würden, so Scholz. "Da hilft auch kein technischer Fortschritt."

Samstag, 6. Februar, 11.15 Uhr: Der Standard über Lockdown-Lockerungen: Söder hat recht

Bayern ist skeptisch wegen der anstehenden Corona-Lockerungen im Nachbarland Österreich. Die Wiener Zeitung Der Standard kann das nachvollziehen.

Samstag, 6. Februar, 11.05 Uhr: Weil fordert deutschlandweiten Stufenpln für Corona-Lockerungen

Dass die Corona-Beschränkungen zeitnah gelockert werden, ist laut dem niedersächsischen Ministerpräsidenten eher unwahrscheinlich. Er fordert einen Stufenplan.

Samstag, 6. Februar, 10.44 Uhr: So stark lässt die Corona-Krise die Ungleichheit in Deutschland ansteigen

Corona ist ein Faktor für wachsende Ungerechtigkeit. Um das zu erkennen, braucht es einen Blick hinter die Statistiken. Doch nicht nur die verraten Missstände. Mehr dazu lesen sie hier.

Samstag, 6. Februar, 9.25 Uhr: Gedenkfeier für Corona-Tote am 18. April

Die zentrale Gedenkfeier für die Toten im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie soll am 18. April stattfinden. Das sagte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier der Rheinischen Post. "Das Ziel der Gedenkfeier ist klar: als Gesellschaft innehalten, den Hinterbliebenen eine Stimme geben, in Würde Abschied nehmen von den Toten", sagte der Bundespräsident. Die Veranstaltung soll live übertragen werden. "Neben Hinterbliebenen wird an diesem Sonntag auch die Staatsspitze teilnehmen. Wegen Corona kann leider nur eine begrenzte Anzahl von Teilnehmern dabei sein, und viele Planungen bleiben unsicher."

In Deutschland sind seit Beginn der Pandemie vor rund einem Jahr mehr als 60 000 Menschen im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben, wie das Robert Koch-Institut am Samstagmorgen mitteilte.

"Der Tod ist keine statistische Größe, sondern tragische Realität", sagte Steinmeier. "Er ist nicht nur Gegenstand von individueller Trauer - es wird uns noch etwas bewusst: eine schon fast verdrängte Verletzlichkeit unseres Daseins. Wir haben unsere Individualität gepflegt und spüren jetzt, wie existenziell wir auf andere angewiesen sind."

Samstag, 6. Februar, 8.45 Uhr: Bürger sind immer unzufriedener mit dem Corona-Management

Wie geht es mit dem Lockdown weiter? Darüber berät die Politik am Mittwoch. Sorge vor Mutationen bremst die Wünsche nach Lockerung. Die Unzufriedenheit der Bürger wird größer.

Samstag, 6. Februar, 7.50 Uhr: Tausende Liter Bier werden weggeschüttet

In Vorarlberg müssen Wirte wegen des Lockdowns Tausende Liter Bier wegschütten. Mehr dazu lesen Sie hier.

Samstag, 6. Februar, 7 Uhr: Pathologe: Großteil der Corona-Toten an statt mit Covid gestorben

An oder mit Covid-19 gestorben - über diese Definition wird viel diskutiert. Ein Pathologe präsentiert nun Ergebnisse.

Samstag, 6. Februar, 6.35 Uhr: Experte warnt vor Lockerungen ab Inzidenz von 50

Immer wieder wird von Lockerungen ab einer Inzidenz von 50 gesprochen. Ein Pharmazie-Professor warnt nun davor. Die aktuellen Inzidenzzahlen für das Allgäu finden Sie hier.

Samstag, 6. Februar, 6 Uhr: 10 485 Corona-Neuinfektionen und 689 neue Todesfälle gemeldet

Guten Morgen vom Digitalteam der Allgäuer Zeitung! Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 10 485 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Außerdem wurden 689 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet, wie aus Zahlen des RKI vom Samstag hervorgeht. Vor genau einer Woche hatte das RKI 12 321 Neuinfektionen und 794 neue Todesfälle binnen 24 Stunden verzeichnet.

Der Höchststand von 1244 neuen gemeldeten Todesfällen war am 14. Januar erreicht worden. Bei den binnen 24 Stunden registrierten Neuinfektionen war mit 33 777 am 18. Dezember der höchste Wert gemeldet worden - darin waren jedoch 3500 Nachmeldungen enthalten.

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag laut RKI am Samstagmorgen bei 77,3. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden. Die meisten Bundesländer verzeichnen laut RKI weiterhin sinkende Sieben-Tages-Inzidenzen.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 2.020.900 an.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Freitagabend bei 0,93 (Vortag 0,89). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 93 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

Freitag, 5. Februar, 21.02 Uhr: Spahn stellt Corona-Impfstoff für Kinder für Sommer in Aussicht

Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat einen für Kinder und Jugendliche geeigneten Impfstoff gegen das Coronavirus für diesen Sommer in Aussicht gestellt. Derzeit gebe es noch keinen für Kinder und Jugendliche zugelassenen Impfstoff, sagte Spahn, der als Gast bei der Jahresauftakt-Klausur der hessischen Union am Freitagabend online zugeschaltet war. Das Vakzin von Biontech/Pfizer sei ab 16 Jahren zugelassen, die beiden anderen Impfstoffe von Moderna und Astrazeneca ab 18 Jahre.

Gerade bei Kindern und Jugendlichen mit Vorerkrankungen sei dies ein Problem. Es gebe eine Reihe von Herstellern, bei denen Studien mit Kindern und Jugendlichen liefen, von drei oder vier Herstellern wisse er dies sicher. "Wir gehen davon aus, toi, toi, toi, wenn die Dinge gut laufen, dass wir im Sommer auch einen Impfstoff haben, der eben dann Kinder und Jugendliche schützen kann."

Freitag, 5. Februar, 19.30 Uhr: Flughafen Friedrichshafen sucht Rettung im Schutzschirmverfahren

Der Flughafen Friedrichshafen sucht angesichts wirtschaftlicher Probleme durch die Corona-Pandemie Rettung in einem Schutzschirmverfahren. Einen entsprechenden Antrag habe das Amtsgericht Ravensburg bewilligt, teilte der Bodensee-Airport am Freitag mit.

Freitag, 5. Februar, 19.10 Uhr: Holetschek: Lockerung von Corona-Maßnahmen muss nachhaltig sein

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) hat vor der nächsten Zusammenkunft der Ministerpräsidenten mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Mittwoch zur Vorsicht bei Lockerungen der Corona-Schutzmaßnahmen gemahnt.

Freitag, 5. Februar, 18.30 Uhr: Österreich will nach Lockdown-Ende Einkaufstourismus verhindern

Die österreichischen Behörden wollen nach dem Ende des Lockdowns Einkaufstourismus aus Bayern vorbeugen. Die Geschäfte im Nachbarland dürfen am Montag wieder öffnen, die von der Wiener Bundesregierung angekündigte Verschärfung der Einreisebestimmungen ist mittlerweile in eine Verordnung umgesetzt worden und tritt am Mittwoch, 10. Februar, in Kraft. Diese trifft vor allem Pendler.

Freitag, 5. Februar, 17.35 Uhr: Keine Faschingsferien: Sonthoferin schreibt an Kultusminister - Brief geht viral durch die Decke

Die Kinder brauchen eine Verschnaufpause vom Homeschooling. Und deswegen sollen sie Faschingsferien haben. Dieser festen Überzeugung ist Ulrike Eifert aus Sonthofen. Daher hat sie einen offenen Brief an den bayerischen Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) geschrieben. Was darin stand und wie der Brief auf Social Media viral ging, lesen Sie hier.

Freitag, 5. Februar, 17.20 Uhr: Die Corona-Zahlen des LGL für das Allgäu

Der Landkreis Ostallgäu ist mit einem Inzidenzwert von 38,96 unter die 50er-Marke gerutscht. Laut dem Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) haben auch die Stadt Kempten (44,83) und Kaufbeuren (47,30) einen Inzidenzwert von unter 50. Der Wert in Memmingen hingegen hat sich zum Vortag leicht erhöht auf 90,7. In den übrigen Landkreisen und kreisfreien Städten ist der Inzidenzwert leicht gesunken. Die Werte im Detail finden Sie hier.

Freitag, 5. Februar, 16.40 Uhr: Bayern bekommt fast eine Million Impfdosen binnen vier Wochen

Die 100 Impfzentren in Bayern werden in den nächsten vier Wochen mit fast einer Million Impfdosen der Hersteller Astrazeneca, Biontech/Pfizer und Moderna beliefert. Das geht aus einer Mitteilung des Bundesgesundheitsministeriums auf dessen Webseite hervor. Allein Astrazeneca wolle im Februar und der ersten Märzwoche 504.000 Dosen nach Bayern liefern. Die ersten 52.000 sollen bereits an diesem Samstag ankommen. Mehr dazu lesen Sie hier.

Freitag, 5. Februar, 16 Uhr: Sorge wegen Virus-Varianten - jetzt gibt es erste Zahlen

Die ansteckenderen Corona-Varianten dürften nach Einschätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) eine immer größere Rolle in Deutschland spielen. Bislang dominierten sie aber noch nicht das Infektionsgeschehen, wie RKI-Chef Lothar Wieler am Freitag in Berlin sagte. Der Anteil der in Großbritannien entdeckten Variante B.1.1.7 liege nun bei knapp sechs Prozent. In 13 der 16 Bundesländern sei sie inzwischen nachgewiesen.

Freitag, 5. Februar, 15.40 Uhr: Virus-Mutation im Landkreis Lindau aufgetaucht

Zwei Personen im Landkreis Lindau haben sich vermutlich mit einer hochansteckenden Corona-Mutation infiziert. „Es handelt sich um begründete Verdachtsfälle“, sagte Landrat Elmar Stegmann in einer kurzfristig anberaumten Pressekonferenz. Mehr dazu lesen Sie hier.

Freitag, 5. Februar, 15.30 Uhr: Österreich bald mit zehn Millionen Corona-Tests

Österreich wird nach den Worten von Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) in Kürze die Marke von zehn Millionen Corona-Tests überschreiten - rund 4,5 Millionen als PCR-Tests und 5,5 Millionen als Antigentests. Außerdem strebe das Land mittelfristig eine Verdoppelung der täglichen Testkapazitäten auf dann mehr als 100.000 an, sagte Anschober am Freitag in Wien. Weiteres zur Teststrategie in Österreich erfahren Sie hier.

Freitag, 5. Februar, 15 Uhr: Fastenprediger Maxi Schafroth allein auf dem Nockherberg

Nach der Absage im Vorjahr soll es in diesem Jahr den traditionellen Starkbier-Anstich auf dem Nockherberg in München wieder geben - wegen der Corona-Pandemie wird allerdings kein Publikum dabei sein, wenn Kabarettist Maxi Schafroth sich als Fastenprediger die Politiker aus Land und Bund vorknöpft. Wie das Event heuer geplant ist und wann es übertragen wird, lesen Sie hier.

Freitag, 5. Februar, 14.40 Uhr: Curevac: Partnerschaft mit Großbritannien bei Corona-Mutationen

Das biopharmazeutische Unternehmen Curevac und Großbritannien wollen gemeinsam Impfstoffkandidaten gegen diverse Corona-Varianten entwickeln und herstellen. Das teilte Curevac am Freitag in Tübingen mit. Die zukünftigen Curevac-Vakzine sollen der Mitteilung zufolge teilweise in Großbritannien hergestellt und vertrieben werden. Ziel der Zusammenarbeit sei es, die Auswirkungen der aktuellen Pandemie zu mildern.

Freitag, 5. Februar, 13.20 Uhr: Protest mit Grablichtern und Kreuzen gegen Corona-Maßnahmen in Mecklenburg-Vorpommern

Aus Protest gegen die Corona-Politik haben Unbekannte in mehreren Städten Vorpommerns und im Osten Mecklenburgs mehr als 230 brennende Grabkerzen sowie Holzkreuze aufgestellt, darunter vor dem Wahlkreisbüro von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) in Stralsund. Die Aktionen fanden zwischen Donnerstagabend und Freitagfrüh vor Geschäften und Einrichtungen in Stralsund, Anklam, Pasewalk und Neustrelitz statt, wie eine Polizeisprecherin am Freitag sagte. Mit mehr als 100 Grablichtern wurden die meisten in der Stralsunder Innenstadt gefunden.

Freitag, 5. Februar, 13.10 Uhr: Mehrheit der Deutschen für schärfere Einreisebeschränkungen

Eine Mehrheit der Deutschen wünscht sich weitere Einreisebeschränkungen im Kampf gegen die Corona-Pandemie. In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur sprachen sich insgesamt 51 Prozent für eine Verschärfung der bereits ergriffenen Maßnahmen aus. Davon sind mehr als die Hälfte (29 Prozent aller Befragten) sogar dafür, die Grenzen so weit wie möglich zu schließen.

Freitag, 5. Februar, 13.05 Uhr: Tschechien verlegt Corona-Patienten mit Krankenwagen-Kolonne

Die Corona-Lage im tschechischen Grenzgebiet zu Bayern spitzt sich weiter zu. Erstmals wurden nun Covid-19-Patienten mit einer Krankenwagen-Kolonne in weniger betroffene Landesteile gebracht, wie eine Sprecherin des Rettungsdienstes am Freitag mitteilte. Zum Einsatz kamen ein Großraumrettungswagen auf Lastwagenbasis mit Platz für bis zu zwölf Personen sowie ein Dutzend kleinere Krankenwagen. Die Polizei begleitete die Kolonne. Ziel ist es, die überforderten Krankenhäuser in Cheb (Eger) und Sokolov (Falkenau an der Eger) zu entlasten. Binnen eines Tages kamen dort 40 neue Patienten hinzu.

Freitag, 5. Februar, 12.55 Uhr: RKI-Chef Wieler: Gibt immer noch Personen, die Corona leugnen

Nach Einschätzung des Präsidenten des Robert Koch-Instituts, Lothar Wieler, nehmen zu viele Menschen das Coronavirus nicht ernst genug. "Es gibt in dieser Gesellschaft immer noch Personen, die Corona leugnen. Es gibt immer noch Menschen in unserem Land, die sich bewusst gegen Masken entscheiden. Es gibt immer noch Menschen, die das Problem nicht ernst nehmen", sagte der RKI-Chef am Freitag in Berlin. Daher sei es wichtig, dass sie alle verstünden, dass das Virus "in unserem Land und in der ganzen Welt wirklich eine schreckliche Spur hinterlassen hat".

Freitag, 5. Februar, 12.50 Uhr: Eilantrang in Augsburg gescheitert: Liftbetreiber aus dem Allgäu darf seinen Schlepplift nicht vermieten

Rudi Holzberger, Betreiber des Gohrensberg-Skilifts, hat in Augsburg beantragt, seinen Schlepplift stundenweise vermieten zu dürfen. Das Gericht lehnte den Antrag ab. Wie das Verwaltungsgericht Augsburg seine Entscheidung begründet.

Freitag, 5. Februar, 12.30 Uhr: Arzt entwendet Corona-Impfstoff für seine schwer kranke Frau

Um seine schwer kranke Frau vor einer Corona-Infektion zu schützen, hat ein Arzt im Hamburger Impfzentrum Impfstoff entwendet. Die Gesundheitsbehörde bestätigte am Freitag einen entsprechenden Bericht der "Bild"-Zeitung, wonach der 69-Jährige Mitte Januar eine aufgezogene Spritze mit in den Eingangsbereich des Zentrums nahm und den Impfstoff seiner dort wartenden Frau verabreichte. Die Tat sei sofort entdeckt und der Arzt einen Tag später entlassen worden.

Freitag, 5. Februar, 12.20 Uhr: Männer verstoßen in Oberstdorf gegen Corona-Regeln

Fünf Männer haben am Donnerstag in Oberstdorf gegen die Corona-Regeln verstoßen. Beamte der Polizei Oberstdorf trafen die Personen am Bahnhof an. Laut polizeibericht komsumierten dieses eng beieinander stehend Alkohol. Die zwischen 35 und 49 Jahre alten Männer achteten hierbei weder auf die Abstandsregeln, noch auf die Verpflichtung einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Außerdem missachteten sie die Ausgangsbeschränkung.

Freitag, 5. Februar, 12.15 Uhr: Virologin Melanie Brinkmann: Lockerungen bei Inzidenz von knapp unter 50 wären "fatal"

Die Virologin Melanie Brinkmann hat diskutierte Lockerungen der Corona-Einschränkungen bei einer Inzidenz von knapp unter 50 als "fatal" bezeichnet. "Die Zahlen würden sofort wieder steigen. So eine Mittelinzidenz bedeutet letztlich eine Art Dauer-Lockdown, aus dem man nur zwischendurch mal kurz auftauchen und nach Luft schnappen kann", sagte die Wissenschaftlerin vom Helmholtz Zentrum für Infektionsforschung dem "Spiegel" (Online am Freitag).

Aus Sicht der Virologin könnten niemals genügend Menschen geimpft werden, "bevor die Mutanten durchschlagen". Dieser Wettlauf sei längst verloren. "Alles andere entspringt Wunschdenken, genährt von falschen Versprechungen einiger Politiker. Der Impfstoff ist zwar da, die Produktion läuft, aber es wird dauern, bis alle ihn bekommen. Das Impfen wird uns erst aus der Pandemie befreien, wenn sie weltweit abflaut. Corona wird uns 2022 noch beschäftigen - wahrscheinlich darüber hinaus", sagte Brinkmann.

Freitag, 5. Februar, 11.50 Uhr: Fünf afrikanische Länder als Corona-Mutationsgebiete eingestuft

Die Bundesregierung hat fünf weitere afrikanische Länder als Corona-Risikogebiete mit besonders gefährlichen Virusmutationen eingestuft. Für Botsuana, Malawi, Mosambik, Sambia und Simbabwe gilt damit ab Sonntag eine Beförderungsverbot für Fluggesellschaften, von dem allerdings deutsche Staatsbürger und in Deutschland lebende Ausländer sowie Transitpassagiere ausgenommen sind. Das teilte das Robert Koch-Institut am Freitag im Internet mit. Damit sind ab Sonntag insgesamt zwölf Länder als Mutationsgebiete eingestuft, davon acht im südlichen Afrika sowie Großbritannien, Portugal, Irland und Brasilien.

Freitag, 5. Februar, 11.45 Uhr: Skigebiete in Italien erwarten Öffnung - Südtirol im Teil-Lockdown

In Italien bereiten sich viele Skiregionen nach der Corona-Sperre auf eine erwartete Öffnung ihrer Wintersportgebiete ab 15. Februar vor. In Südtirol beschloss die Landesregierung am Donnerstagabend allerdings eine Verschärfung der Corona-Schutzmaßnahmen.

Freitag, 5. Februar, 11.30 Uhr Briten müssen wegen Lockdowns fast 50 Millionen Liter Bier vernichten

In Großbritannien müssen wegen der Corona-Lockdowns insgesamt fast 50 Millionen Liter Bier vernichtet werden. Das geht aus einer Berechnung der British Beer and Pub Association hervor, über die der Sender BBC am Freitag berichtete. Insgesamt geht der Verband von 49,5 Millionen Litern Fassbier aus, die wegen der lange geschlossenen Pubs weggeschüttet werden müssen - das entspricht dem Bericht zufolge etwa 495.000 Badewannen voll Bier.

Freitag, 5. Februar, 11.25 Uhr: Schülersprecher: Wechselunterricht riskiert das Leben von Schülern

Mit der Rückkehr zum Wechselunterricht wird aus Sicht des Landesschülersprechers in Bayern die Gesundheit von Schülern und Lehrern riskiert. "Die Politik spielt hier mit dem Leben von Schülern, Lehrern und deren Umfeld", kritisierte Moritz Meusel im Gespräch mit dem "Fränkischen Tag" (Freitag). "Das geht zu weit. Wir sind doch keine Versuchskaninchen."

Freitag, 5. Februar, 11.10 Uhr: 22 Menschen bei Geburtstagsfeier in Mannheim - Polizei löst Treffen auf

Bei einer illegalen Geburtstagsfeier in Mannheim hat die Polizei 22 Menschen angetroffen. Nach einem Hinweis wegen Ruhestörung wurden in einer Drei-Zimmer-Wohnung 19 Erwachsene und drei Kinder aus neun unterschiedlichen Haushalten entdeckt, wie die Polizei am Freitag mitteilte. Die Teilnehmer der Feier erhielten Platzverweise. Gegen sie seien Bußgeldverfahren wegen Verstoßes gegen die Corona-Verordnung eingeleitet worden.

Freitag, 5. Februar, 10.45 Uhr: RKI: Corona-Varianten dominieren noch nicht - trotzdem Sorge

Bislang dominieren die ansteckenderen Corona-Varianten nach Einschätzung des Robert Koch-Instituts noch nicht das Infektionsgeschehen in Deutschland - sie dürften sich aber weiter ausbreiten. Der Anteil der vor allem in Großbritannien grassierenden Variante B.1.1.7 liege bei etwas weniger als sechs Prozent, sagte der Präsident des Robert Koch-Instituts, Lothar Wieler, am Freitag in Berlin. In 13 der 16 Bundesländern sei sie inzwischen nachgewiesen. "Die Situation ist noch lange nicht unter Kontrolle", sagte Wieler. Insgesamt gebe es drei besorgniserregende Varianten in Deutschland. "Sie dominieren das Geschehen noch nicht." Ihr Anteil dürfte sich aber weiter erhöhen. Insgesamt sei das Virus gefährlicher geworden. "Das Virus ist noch nicht müde, im Gegenteil, es hat gerade nochmal einen Boost bekommen."

Freitag, 5. Februar, 10.40 Uhr: Aufnahmestopp für Klinik nach Verdacht auf Corona-Mutation beendet

Nach dem Verdacht auf eine Corona-Mutation und mehreren Reihentests ist der Aufnahmestopp für das Buchloer Krankenhaus wieder aufgehoben worden. Wie das Landratsamt in Marktoberdorf am Freitag mitteilte, waren bei einer zweiten Reihentestung des Personals in der Corona-Station der kommunalen Klinik in Buchloe alle Ergebnisse negativ. Bei einer ersten Reihentestung waren fünf Mitarbeiter positiv auf Corona getestet und in Quarantäne geschickt worden.

Freitag, 5. Februar, 10.35 Uhr: Reiserechtler für Testpflicht oder Impfnachweis bei Flug-Passagieren

Passagiere sollten nur noch mit einem negativen Corona-Test ein Flugzeug betreten dürfen - mit diesem Vorschlag will der Reiserechtler Philipp Kadelbach den darniederliegenden Luftverkehr schnell wieder in Schwung bekommen. "Wenn sich alle Passagiere vor einem Flug auf Corona testen lassen müssen, hilft das dabei, das Vertrauen in die Sicherheit des Flugbetriebes wiederherzustellen", sagte der Gründer des Fluggastrechtportals "Flightright" am Freitag der Deutschen Presse-Agentur.

Aus seiner Sicht würden bereits Antigen-Schnelltests ein ausreichendes Maß an Sicherheit bringen, sagte Kadelbach. Das sei logistisch für die Fluggesellschaften zwar eine Herausforderung, aber durchaus zu bewältigen. Die Kosten für Schnelltests am Flughafen könnten bereits im Reisepreis enthalten sein.

Freitag, 5. Februar, 10.15 Uhr: Spahn: Weg aus den Beschränkungen mit Augenmaß finden

Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat zu Augenmaß bei einem Weg aus dem Lockdown in Deutschland aufgerufen. Der zuletzt mühsam erreichte Fortschritt bei den Infektionszahlen dürfe nicht leichtfertig verspielt werden, sagte er am Freitag in Berlin und wies erneut auf die Gefahr durch Virusmutationen hin. "Wenn wir diesen Mutationen die Möglichkeit zur Ausbreitung geben würden, riskierten wir einen erneuten Anstieg der Infektionszahlen", sagte Spahn. Sobald geöffnet werden könne, solle dies zuerst bei Kitas und Schulen geschehen.

Freitag, 5. Februar, 9.50 Uhr: Corona-Fall in Bremerhaven: Eishockey-Spieler Urbas positiv getestet

Eishockey-Stürmer Jan Urbas von den Fishtown Pinguins aus Bremerhaven ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Der 32-Jährige sei symptomfrei und befinde sich in häuslicher Quarantäne, teilte der Club aus der Deutschen Eishockey Liga (DEL) am Freitag mit. Alle anderen Spieler, Trainer und Betreuer der Pinguins wurden negativ getestet. Das DEL-Spiel der Mannschaft von Trainer Thomas Popiesch am Montag (19.30 Uhr) gegen die Grizzlys Wolfsburg soll wie geplant stattfinden. Nach zuletzt zwei Corona-Fällen bei den Wolfsburgern war die Partie bereits um einen Tag nach hinten verlegt worden.

Freitag, 5. Februar, 9.30 Uhr: Laut einer Studie haben viele Kurzarbeiter Existenzsorgen

Durch millionenfache Kurzarbeit ist ein dramatischer Anstieg der Arbeitslosigkeit in Deutschland in der Corona-Krise bisher vermieden worden. Dennoch haben viele Kurzarbeiterinnen und Kurzarbeiter Existenzsorgen, wie eine am Freitag veröffentlichte Studie des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung ergab.

Fast die Hälfte (48 Prozent) der Kurzarbeiter bewerteten ihre finanzielle Situation im November als stark belastend, wie das WSI gestützt auf eine repräsentative Online-Befragung von mehr als 6100 Erwerbstätigen und Arbeitssuchenden berichtete. Die Quote sei damit fast vier Mal so hoch wie bei sozialversicherungspflichtig Beschäftigten ohne Kurzarbeit und nicht viel niedriger als bei Arbeitslosen. Mehr als die Hälfte der Kurzarbeiter hätten Existenzängste.

Freitag, 5. Februar, 9.10 Uhr: Corona-Krise reißt Löcher bei Umsatz und Aufträgen der Industrie

Die Corona-Krise hat im vergangenen Jahr Löcher in die Umsatz- und Auftragsbilanz der deutschen Industrie gerissen. Trotz der im Sommer einsetzenden Erholung stand im Gesamtjahr ein Minus von 7,2 Prozent in den Order-Büchern des verarbeitenden Gewerbes, wie das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mitteilte. Der Umsatz verringerte sich gegenüber dem Vorjahr um 10,1 Prozent.

Freitag, 5. Februar, 8.45 Uhr: Erstmals mehr als 4.900 Corona-Tote an einem Tag in den USA

In den USA hat die Zahl der an einem Tag erfassten Toten mit einer bestätigten Corona-Infektion einen neuen Höchstwert erreicht. Am Donnerstag meldeten die Behörden 4.942 Todesfälle, wie aus den Daten der Johns-Hopkins-Universität (JHU) in Baltimore vom Freitagmorgen (MEZ) hervorging. Der bisherige Höchstwert war mit 4.466 Toten am 12. Januar verzeichnet worden. Die Zahl der Neuinfektionen lag laut JHU am Donnerstag bei 119.931. Der bisherige Höchststand neuer Ansteckungen war am 2. Januar mit 300.282 erreicht worden.

Freitag, 5. Februar, 8.20 Uhr: Bayerische Landkreise an der Grenze haben weiter höchste Corona-Inzidenzen

Die bayerische Grenzregion zu Tschechien hat bundesweit nach wie vor die höchsten Corona-Neuinfektionszahlen. Nach den am Freitag veröffentlichten Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) lag der Oberpfälzer Landkreis Tirschenreuth mit 363,7 Infektionen pro 100.000 Einwohnern binnen sieben Tagen in Deutschland an der Spitze.

In vielen anderen Teilen Bayerns entspannt sich derweil die Lage: In 20 Städten und Landkreisen lagen die Zahlen inzwischen unter dem Schwellenwert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen - darunter auch in München. Den Wert hatte die Staatsregierung als Zwischenziel angestrebt. Für Bayern meldete das RKI am Freitag eine Sieben-Tage-Inzidenz von 81,6, 1948 neue Infektionen und 128 Todesfälle.

Freitag, 5. Februar, 8.05 Uhr: Macron: Bin nicht über chinesischen Corona-Impfstoff informiert

Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron hat sich kritisch über den chinesischen Corona-Impfstoff geäußert. Er habe "keinerlei Information" darüber, sagte der 43-Jährige am Donnerstagabend in einer Online-Debatte der US-Denkfabrik Atlantic Council. Falls sich auf mittlere und längere Sicht herausstellen sollte, dass der Impfstoff ungeeignet sei, könnte er das Aufkommen von neuen Varianten des Virus begünstigen.

China hatte erst am Mittwoch mitgeteilt, die Lieferung von zehn Millionen Impfdosen für die globale Verteilungsplattform Covax zu planen. Damit will in Peking nach eigenen Angaben zur Deckung des dringenden Bedarfs in Entwicklungsländern beitragen.

Freitag, 5. Februar, 7.40 Uhr: Gewerkschaften wollen "Generation Corona" in der Ausbildung verhindern

Verbände und Gewerkschaften machen sich angesichts der Entwicklung auf dem Ausbildungsmarkt Sorgen um die Zukunft der Jugendlichen und Betriebe. Wenn nicht weiter konsequent etwas getan werde, habe das in Zukunft massive Auswirkungen, sagte die zweite Vorsitzende der IG Metall, Christiane Benner, der Deutschen Presse-Agentur. "Am Ausbildungsmarkt muss eine Corona-Generation unbedingt verhindert werden. Junge Menschen brauchen eine Chance."

"Eine gute Ausbildung dauert in der Regel drei Jahre, die Corona-Krise geht jetzt ins zweite Jahr", sagte die stellvertretende Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), Elke Hannack. Viele Jugendliche hätten deshalb bereits jetzt gut die Hälfte ihrer Ausbildung im Ausnahmezustand gelernt. Dazu kommt zeitweiser Distanzunterricht in den Berufsschulen.

Freitag, 5. Februar, 7.30 Uhr: Impfen im Linienbus - Immer mehr Angebote für Senioren in Bayern

Neben Memmingen überlegen immer mehr Städte und Landkreise in Bayern, wie sie bewegungseingeschränkten Menschen Corona-Impfungen ermöglichen können. "Bei weiteren Kreisverwaltungsbehörden finden derzeit Überlegungen statt, Impfbusse anzuschaffen oder andere dezentrale Lösungen zu entwickeln", teilte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums in München mit. Eine bayernweite Impfstrategie für Senioren, die nicht in einem Heim leben, gebe es nach wie vor nicht. Die Kommunen und Kreise "können vor Ort am besten einschätzen, ob sie neben den Mobilen Impfteams weitere regionale Impfangebote bereitstellen", heißt es dazu aus dem Ministerium.

Freitag, 5. Februar, 7 Uhr: Moskau macht Impfstoff Sputnik V zum Exportschlager

Das mittlerweile auch in Deutschland von vielen Impffreunden herbeigesehnte russische Präparat Sputnik V wird in Moskau sogar schon beim Shoppen oder in der Oper verabreicht. Wer nicht anstehen will für den Impfstoff mit einer Wirksamkeit von mehr als 91 Prozent gegen das Coronavirus, kann sich auch in einer Poliklinik einen Termin geben lassen. Auch Deutsche bekommen Sputnik V in Moskau und müssen etwa in der GMS-Klinik nur den Reisepass vorlegen.

Zwar sind in Moskau nach städtischen Angaben erst etwa 400.000 Bürger geimpft - von rund 13 Millionen. Doch der Andrang in der größten Stadt Europas werde immer stärker, bestätigen die GMS-Klinikmitarbeiter - wohl auch, weil in der medizinischen Fachzeitschrift "The Lancet" nun erstmals russischen Daten von unabhängigen Experten bewertet wurden. Das positive Urteil ist für Russland, das wegen der frühen Freigabe im August international kritisch beäugt wurde, ein Triumph.

Freitag, 5. Februar, 6.25 Uhr: Johnson & Johnson beantragt US-Notfallzulassung für Corona-Impfstoff

Der US-Konzern Johnson & Johnson hat bei der US-Arzneimittelbehörde FDA eine Notfallzulassung für den von seiner Pharmasparte entwickelten Corona-Impfstoff beantragt. Die entsprechenden Dokumente seien der FDA übergeben worden, teilte der Konzern mit Hauptsitz in New Brunswick im US-Bundesstaat New Jersey am Donnerstag mit. Der Antrag auf Notfallzulassung bei der EU-Arzneimittelbehörde EMA solle "in den kommenden Wochen" folgen. Es wäre der erste in den USA und der EU zugelassene Impfstoff, der nur einmal gespritzt werden muss.

Freitag, 5. Februar, 6 Uhr: Homeoffice laut Institut Chance für Entspannung am Wohnungsmarkt

Mit der wachsenden Bedeutung des Homeoffice während der Corona-Pandemie sehen Experten Chancen für Entspannung an den Wohnungsmärkten. Frei werdende Büroflächen könnten umgewidmet und als Wohnfläche genutzt werden, schreibt das Hannoveraner Pestel Institut in einer Analyse, die ein Bündnis aus der Caritas Behindertenhilfe und Psychiatrie, dem Deutschem Mieterbund und der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG Bau) an diesem Freitag in Berlin vorstellen will. Zudem dürften mehr Menschen aufs Land ziehen, wenn künftig mehr Menschen zumindest einen Teil ihrer Zeit von zuhause aus arbeiteten.

Freitag, 5. Februar, 5.45 Uhr: Wirtschaft fordert Öffnungsperspektive - Ruf nach "Wirtschaftsgipfel"

Wirtschaftsverbände werden angesichts des wochenlangen Corona-Lockdowns zunehmend ungeduldig und verlangen von Bund und Ländern eine klare Öffnungsperspektive. Viele Unternehmer stünden wirtschaftlich mit dem Rücken zur Wand und zehrten angesichts massiver Ertragseinbußen von ihren Reserven, heißt es in einer Mitteilung der Arbeitsgemeinschaft Mittelstand. "Gerade sie warten dringend auf eine klare und an nachvollziehbaren Kriterien ausgerichtete Öffnungsperspektive." Ein Wiederhochfahren sei nicht per Knopfdruck möglich, sondern müsse sorgfältig vorbereitet werden.

Der Zentrale Immobilien Ausschuss (ZIA) als Spitzenverband der Immobilienwirtschaft forderte, einen "Wirtschaftsgipfel" einzuberufen. Der ZIA begrüßte die stufenweise Öffnungspläne, wie ihn die Länder Niedersachsen und Schleswig-Holstein bereits entwickelt hätten. "Jeder Monat Lockdown kostet 34 Milliarden Euro. Trotz aller Wirtschaftshilfen gilt: Öffnungen sind die besten Hilfen", so ZIA-Präsident Andreas Mattner.

Bund und Länder wollen am 10. Februar über ihr weiteres Vorgehen in der Corona-Pandemie beraten.

Freitag, 5. Februar, 5.30 Uhr: 12.908 Corona-Neuinfektionen und 855 neue Todesfälle gemeldet

Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 12.908 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Außerdem wurden 855 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet, wie aus Zahlen des RKI vom Freitag hervorgeht. Vor genau einer Woche hatte das RKI 14.022 Neuinfektionen und 839 neue Todesfälle binnen 24 Stunden verzeichnet.

Der Höchststand von 1.244 neuen gemeldeten Todesfällen war am 14. Januar erreicht worden. Bei den binnen 24 Stunden registrierten Neuinfektionen war mit 33.777 am 18. Dezember der höchste Wert gemeldet worden - darin waren jedoch 3.500 Nachmeldungen enthalten.

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag laut RKI am Freitagmorgen bei 79,9. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden. Die meisten Bundesländer verzeichnen laut RKI weiterhin sinkende Sieben-Tages-Inzidenzen.

Donnerstag, 4. Februar, 22 Uhr: Auch Merkel freut sich auf nächsten Friseurbesuch

Seit Wochen geschlossene Friseursalons - das macht auch der Bundeskanzlerin langsam zu schaffen. "Also, ich freue mich auch, wenn Friseure mal wieder auf machen können, das ist ja klar", verriet Angela Merkel (66) am Donnerstag im Interview mit den Sendern RTL und ntv.

Immerhin geht es der Kanzlerin haarmäßig besser als dem Normalbürger. "Ich habe ja bekanntermaßen da auch Unterstützung durch eine Assistentin", sagte sie auf die Frage, wer sich denn in diesen Lockdown-Zeiten um ihre Frisur kümmere. "Wir halten natürlich alle sanitären Bestimmungen ein", versicherte die CDU-Politikerin. Alles kann die Assistentin aber offenbar nicht richten. "Dass man langsam grau wird, damit muss man dann leben", meinte Merkel. Im Interview sagte sie ebenfalls: "Ich sehe ein leichtes Licht am Ende des Tunnels, aber es ist eine unglaublich schwere Zeit."

Donnerstag, 4. Februar, 20.30 Uhr: Die wichtigsten Fragen zur Corona-Impfung - und die Antworten von Allgäuer Experten

Kaum ein Thema macht derzeit so viele Schlagzeilen wie die Corona-Impfung. Ständig gibt es neue Informationen, viele Allgäuer sind verunsichert. Beim Lesertelefon unserer Redaktion zum Thema Impfen glühten die Leitungen. Zwei Stunden lang haben Gregor Blumtritt, ärztlicher Leiter der Impfzentren in Kaufbeuren und im Ostallgäu, und Alexander Denzel, Verwaltungsleiter dieser beiden Zentren, über 50 Fragen beantwortet. Das Wichtigste im Überblick lesen Sie exklusiv mit AZ Plus.

Donnerstag, 4. Februar, 19.45 Uhr: Von der Leyen gibt Versäumnisse bei Beschaffung von Impfstoffen zu

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat Versäumnisse bei der Beschaffung von Corona-Impfstoffen auf europäischer Ebene eingestanden. Die EU habe unterschätzt, welche Komplikationen bei der Herstellung solcher Impfstoffe auftreten können, sagte von der Leyen in einem Interview der "Süddeutschen Zeitung" (Freitag) und anderer europäischer Medien. Mit Blick auf Kritik, die EU habe zu zögerlich bestellt, sagte sie: "Natürlich: Ein Land kann ein Schnellboot sein. Und die EU ist mehr ein Tanker."

Die deutsche Kommissionspräsidentin sagte weiter: "Wir haben uns sehr stark auf die Frage fokussiert, ob es ein Vakzin geben wird, also die Entwicklung." Aus heutiger Sicht hätte man "stärker parallel über die Herausforderungen der Massenproduktion nachdenken müssen". Die CDU-Politikerin fügte hinzu: "Wir hätten den Menschen erklären sollen, dass es vorangeht, aber langsam, und dass es bei diesen komplett neuen Verfahren Probleme und Verzögerungen geben wird. Doch wir haben unterschätzt, welche Komplikationen auftreten können."

Die Kommission hat für die 27 EU-Mitgliedstaaten bei insgesamt sechs Herstellern bis zu 2,3 Milliarden Impfdosen geordert. Derzeit liefern die Unternehmen jedoch weniger als erhofft oder versprochen. Inzwischen, so von der Leyen, gelte jedoch: "Die Richtung stimmt bei den Lieferzahlen." Sie betonte zudem, dass alle 27 Regierungen in die Verhandlungen mit den Pharmakonzernen eng eingebunden gewesen seien.

Donnerstag, 4. Februar, 18.30 Uhr: Antrag abgelehnt: Liverpool darf für Leipzig-Spiel nicht einreisen

Das Champions-League-Achtelfinale in Leipzig findet nicht am 16. Februar statt. Die Bundespolizei lehnte einen Einreise-Antrag des FC Liverpools ab.

Donnerstag, 4. Februar, 17.10 Uhr: "Emotional am Limit" und "völlig erschöpft" - Eltern berichten Merkel über Corona-Ausnahmezustand

Es ist der emotionalste Moment in der eineinhalbstündigen Videoschalte mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) an diesem Donnerstag: Als Jihan Kodr, vierfache Mutter und Mitarbeiterin eines Sozialprojekts aus Wattenscheid sagt, "wir wollen unseren Kindern mehr helfen", bricht ihr die Stimme weg. "Viele Familien in Wattenscheid, Bochum, viele Migrationsfamilien sind einfach Analphabeten. Die Kinder bekommen die Unterstützung nicht", sagt sie mit tränenerstickter Stimme.

Donnerstag, 4. Februar, 16.40 Uhr: Brauereien in Bayern in Not: Gaststätten zu, keine Hilfen

Die kleinen Brauereien in Bayern wissen nicht weiter. "Die Tische sind leer, aber die Bank möchte genauso bedient werden", klagte Christine Püttner am Donnerstag bei einer Pressekonferenz der Grünen. Als Chefin einer Brauerei mit eigener Gastwirtschaft trifft sie die Corona-Krise besonders hart. Als sogenannte Mischbetriebe bekommen Braugasthöfe nicht einmal November- und Dezemberhilfen.

Donnerstag, 4. Februar, 16 Uhr: Die aktuellen Inzidenz-Werte im Allgäu

Der 7-Tage-Inzidenzwert im Unterallgäu ist laut LGL auf 79,81 gesunken. Am Mittwoch lag er noch bei 101,14. Auch im Oberallgäu, im Landkreis Lindau, in Memmingen und in Kempten sind die Inzidenzwerte am Donnerstag niedriger als am Mittwoch. Im Landkreis Ostallgäu sowie in Kaufbeuren sind Inzidenzwerte jeweils leicht angestiegen. Die Zahlen im Überblick.

Donnerstag, 4. Februar, 15 Uhr: Corona-Lage in Bayern entspannt sich - ausgenommen in der Grenzregion zu Tschechien

Der Lockdown zeigt Wirkung - aber nur in Teilen Bayerns. Schnelle Lockerungen wird es nicht geben, auch wenn sich die Lage vielerorts stark verbessert hat.

Donnerstag, 4. Februar, 14.15 Uhr: Landkreis zog heimlich 320 Polizisten bei Corona-Impfungen vor

Der Landkreis Stendal hat auf eigene Faust und gegen die Vorgaben aus dem Impfplan 320 Polizisten bei der Corona-Schutzimpfung bevorzugt. Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne (SPD) bestätigte den Vorgang am Donnerstag im Landtag auf Anfrage des Linken-Politikers Wulf Gallert. Sie zeigte sich verärgert und kündigte an, den Landkreis für die nicht abgesprochene Aktion zu ermahnen. Mehr dazu lesen Sie hier.

Donnerstag, 4. Februar, 13 Uhr: Viele Gesundheitsämter lehnen Corona-Software ab

Eigentlich soll es eine einheitliche Software zur Kontaktnachverfolgung geben - doch die Gesundheitsämter sind nicht begeistert. Den Grund erfahren Sie hier.

Donnerstag, 4. Februar, 12.10 Uhr: Caritas-Zentrum Seeg widerspricht Kritik an Umgang mit Corona-Ausbruch

Der Umgang mit dem Corona-Ausbruch im Seeger Seniorenheim sorgt für Kritik, unter anderem wegen fehlender FFP2-Masken. Die Heimleitung hält dagegen.

Donnerstag, 4. Februar, 11 Uhr: Schweden will bis zum Sommer einen digitalen Impfpass einführen

Schweden will bis zum Sommer einen digitalen Impfpass einführen, mit dem man unter anderem seine Corona-Impfungen nachweisen kann. Mehrere Behörden seien mit der Umsetzung beauftragt worden, teilte die schwedische Regierung am Donnerstag mit. Ziel sei es, dass die digitale Infrastruktur für die Nachweise bis zum 1. Juni steht.

"Mit einer digitalen Impfbescheinigung wird es schnell und einfach, durchgeführte Impfungen vorzuweisen", sagte Digitalisierungsminister Anders Ygeman am Donnerstag. Seine Regierung wies darauf hin, dass solche Impfnachweise künftig von manchen Ländern bei der Einreise oder auch in anderem Zusammenhang - etwa bei Kultur- und Sportveranstaltungen - gefordert werden könnten.

Donnerstag, 4. Februar, 10.20 Uhr: Ethikrat hält Sonderrechte für Geimpfte nicht für sinnvoll

Der Ethikrat hat sich gegen sonderrechte für Geimpfte ausgesprochen. Mehr dazu lesen Sie hier.

Donnerstag, 4. Februar, 10.05 Uhr: Streit um Gesichtsmaske in Erfurter Supermarkt eskaliert: Mann wird von Auto angefahren

Weil er seine Maske zu spät aufsetzte, entbrannte ein Streit mit einem anderen Kunden. Der verfolgte den Mann mit dem Auto und fuhr ihn an. Was genau geschah, lesen Sie hier.

Donnerstag, 4. Februar, 9.55 Uhr: Australien will bis Oktober gesamte Bevölkerung gegen Corona impfen

Bis Oktober sollen alle Australier gegen das Coronavirus geimpft sein. Los soll es mit dem Impfstoff von Pfizer und im März mit Astrazeneca weitergehen. Mehr dazu lesen Sie hier.

Donnerstag, 4. Februar, 9.43 Uhr: Esken: Kinderbonus wird im März oder April ausgezahlt

Die vom Koalitionsausschuss beschlossenen Corona-Hilfen wie etwa der Kinderbonus könnten nach Angaben von SPD-Chefin Saskia Esken im Frühjahr fließen. "Das ist jetzt eine technische Frage. Bis vielleicht März, April müsste das möglich sein, das Geld auszuzahlen", sagte Esken am Donnerstag im RTL/ntv-"Frühstart". Im vergangenen Jahr habe man es auch "innerhalb weniger Wochen oder Monate allerspätestens" geschafft.

Der Koalitionsausschuss hatte am Mittwochabend milliardenschwere Hilfen zur Abfederung der Corona-Krise beschlossen. Familien sollen einen Kinderbonus von 150 Euro erhalten. Im Vorjahr hatte es einen ähnlichen Bonus von 300 Euro gegeben. Auch erwachsene Menschen in Grundsicherung sollen einen einmaligen Zuschuss von 150 Euro erhalten. Außerdem wurden Entlastungen für Unternehmen beschlossen.

Donnerstag, 4. Februar, 9.30 Uhr: Polizei löst illegale Kindergeburtstagsparty bei Ulm auf

In einem Ort in der Nähe von Ulm hat die Polizei eine illegale Kindergeburtstagsparty aufgelöst.

Donnerstag, 4. Februar, 8.50 Uhr: Altmaier: Neue Corona-Steuerhilfe stärkt Mittelstand

Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) hat sich zufrieden mit den Beschlüssen der großen Koalition zugunsten von Unternehmen und Gastronomie in der Corona-Krise geäußert. Die neuen steuerlichen Erleichterungen für Firmen seien ein wichtiger Schritt, erklärte er am Donnerstag. "Wir stärken damit viele mittelständische Unternehmen, auf deren Wettbewerbsfähigkeit wir angewiesen sind, damit die Wirtschaft nach der Krise schneller in Schwung kommt."

Die Spitzen von Union und SPD hatten sich geeinigt, den steuerlichen Verlustrücktrag auszuweiten. Damit können Unternehmen nun in größerem Umfang Verluste aus 2020 und 2021 steuerlich mit Gewinnen aus den Vorjahren verrechnen. Dadurch müssen sie jetzt weniger Steuern zahlen.

Außerdem wurde beschlossen, dass auf Speisen in der Gastronomie bis Ende 2022 weiter der ermäßigte Mehrwertsteuersatz von 7 statt 19 Prozent gelten soll. Das sei "eine gute Nachricht für viele Gaststätten und Restaurants, die von der Pandemie besonders schwer getroffen sind", erklärte Altmaier. Ursprünglich war die Regelung bis Ende Juni 2021 befristet gewesen.

Donnerstag, 4. Februar, 8.30 Uhr: Corona-Lage entspannt sich in Bayern - mit Ausnahme der Grenzregion

In vielen bayerischen Städten und Kreisen sinkt die 7-Tage-Inzidenz auf unter 50. Die Situation an der Grenze zu Tschechien bleibt aber weiter angespannt.

Donnerstag, 4. Februar, 7.50 Uhr: Deutsche Bank schließt Corona-Jahr 2020 mit Überschuss ab

Die Deutsche Bank hat trotz Corona-Krise 2020 erstmals seit Jahren auch unter dem Strich Gewinn gemacht. 624 Millionen Euro standen nach Steuern in der Bilanz, wie Deutschlands größtes Geldhaus am Donnerstag mitteilte. Mehr dazu lesen Sie hier.

Donnerstag, 4. Februar, 7.30 Uhr: Bayerische Staatsregierung hofft auf neue Impfstoff-Produktionsstätten

Pharmakonzerne auf der ganzen Welt arbeiten an Corona-Impfstoffen. Die bayerische Staatsregierung hofft jetzt auch auf Produktionsstätten in Bayern.

Donnerstag, 4. Februar, 6.35 Uhr: Spahn zurückhaltend hinsichtlich Lockerungen ab Mitte Februar

Der Lockdown geht bis Mitte Februar - kommende Woche wird entschieden, ob er verlängert wird. Gesundheitsminister Spahn will nicht von Lockerungen sprechen.

Donnerstag, 4. Februar, 6.22 Uhr: Entsetzen über Corona-Ausbruch nach Wandergruppen-Ausflug

Erst wanderten 14 Ausflügler durchs Donautal. Dann saßen sie Berichten zufolge gesellig beisammen. Politiker fordern: Der Regelbruch muss hart geahndet werden. Den ganzen Artikel lesen Sie hier.

Donnerstag, 4. Februar, 6 Uhr: 14.211 Corona-Neuinfektionen und 786 neue Todesfälle gemeldet

Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 14 211 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Außerdem wurden 786 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet, wie aus Zahlen des RKI vom Donnerstag hervorgeht. Vor genau einer Woche hatte das RKI 17 553 Neuinfektionen und 941 neue Todesfälle binnen 24 Stunden verzeichnet.

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag laut RKI am Donnerstagmorgen bei 80,7. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden. Die meisten Bundesländer verzeichnen laut RKI weiterhin sinkende Sieben-Tages-Inzidenzen.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 1 991 000 an.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Mittwochabend bei 0,83 (Vortag 0,85). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 83 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

Mittwoch, 3. Februar, 22 Uhr: Sonderrechte für Geimpfte? Ethikrat stellt Empfehlungen vor

Der Deutsche Ethikrat um die Vorsitzende Alena Buyx will am Donnerstag (10.30 Uhr) in Berlin Empfehlungen zur Debatte um Sonderregeln für Geimpfte vorstellen. Das unabhängige Gremium berät die Bundesregierung in den ethischen Fragen der Corona-Pandemie. Die Diskussion über Sonderrechte hat mit dem schrittweisen Anstieg der Impfzahlen in Deutschland zuletzt nochmals Fahrt aufgenommen. Sie berührt nicht nur rechtliche, sondern auch ethische Fragen, vor allem solange es nicht genügend Impfstoff für alle gibt.

Mittwoch, 3. Februar, 21.30 Uhr: Slowakei will Schulen schrittweise wieder öffnen

Unter strengen Auflagen dürfen in der Slowakei ab Montag schrittweise wieder Schulen und Kindergärten öffnen. Wie die Regierung in Bratislava am Mittwoch bekanntgab, gilt die Lockerung zunächst nur für die ersten vier Schulstufen und die Abschlussklassen einiger Schultypen. Bedingung für das Betreten des Schulgebäudes ist für die jüngsten Schüler ein höchstens sieben Tage alter negativer Corona-Test der Eltern, für die älteren ein eigener Testnachweis.

Die meisten über zehn Jahre alten Schüler haben vorerst weiterhin nur Online-Unterricht, obwohl sie schon seit Oktober ihre Lehrer nicht mehr persönlich treffen konnten. Seit Mitte Dezember waren Schulgebäude und Kindergärten auch für die Jüngeren geschlossen. Seit Jahresbeginn gelten außerdem strenge Ausgangsbeschränkungen im ganzen Land, die nun teilweise noch verschärft werden, während Regierungsmitglieder sich selbst immer wieder Ausnahmen bewilligten.

Die Stadtteilverwaltungen der Hauptstadt Bratislava warnte am Mittwochabend, sie könnten wegen knapper Testkapazitäten nicht alle geplanten Schulöffnungen garantieren. In den Kommunalverwaltungen wächst der Unmut darüber, dass sie die vielen Corona-Tests großteils allein stemmen müssen. Sie stöhnten schon seit Monaten unter immer neuen Runden landesweiter Massentests, die die Regierung anordnete.

Mittwoch, 3. Februar, 21 Uhr: Schon über 60.000 Corona-Tote in Spanien - aber auch gute Nachrichten

In dem von der Pandemie schwer getroffenen Spanien hat die Zahl der Todesopfer die Marke der 60 000 durchbrochen. Binnen 24 Stunden seien 565 Menschen mit Covid-19 ums Leben gekommen, womit die Gesamtzahl der Opfer auf 60.370 gestiegen sei, teilte das Gesundheitsministerium am Mittwoch in Madrid mit. Die Zahl der nachgewiesenen Infektionen kletterte den amtlichen Angaben zufolge um mehr als 31.000 auf knapp 2,9 Millionen.

Für die 47 Millionen Einwohner des beliebten Urlaubslandes gab es aber auch gute Nachrichten: Die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen ist seit einer Woche im Zuge von zum Teil sehr strengen Einschränkungen der Bewegungs- und Versammlungsfreiheit konstant rückläufig. Am Mittwoch fiel sie auf 329. Das sind 22 weniger als am Vortag und 91 weniger als noch vor einer Woche (ca. 420). Zum Vergleich: in Deutschland beläuft sich dieser Wert nach Angaben des Robert Koch-Instituts derzeit auf 83.

Das Sinken der Inzidenz sei positiv, aber kein Grund, im Kampf gegen die Pandemie leichtfertig zu werden, warnte Gesundheitsministerin Carolina Darias mit Blick auf die prekäre Lage in den Krankenhäusern. Die Zahl der auf Intensivstationen behandelten Covid-Patienten kletterte innerhalb einer Woche um 321 auf 4836.

"Wir haben noch einige schwere Wochen vor uns. Vor allem in jenen Regionen, in denen mehr als 50 Prozent der Intensivbetten mit Covidkranken besetzt sind", sagte die Ministerin. Von besonders hohen Belegungsquoten sind die Regionen Valencia und La Rioja sowie die Nordafrika-Exklave Melilla betroffen, die alle mehr als 70 Prozent aufweisen. Auch in Madrid und Katalonien mit der Metropole Barcelona werden derzeit auf mehr als 50 Prozent aller Intensivbetten Covid-Kranke behandelt.

Mittwoch, 3. Februar, 20.40 Uhr: Schweigeminute im britischen Parlament und Applaus für "Captain Tom"

Das britische Unterhaus in London und Menschen im ganzen Land haben am Mittwoch des nach einer Coronavirus-Infektion gestorbenen Rekordspendensammlers Tom Moore ("Captain Tom") gedacht. Mehr dazu lesen Sie hier.

Mittwoch, 3. Februar, 20 Uhr: Spahn stellt Wahlmöglichkeit bei Corona-Impfstoff in Aussicht

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) geht davon aus, dass es in einigen Monaten bei der Corona-Impfung auch eine Wahlmöglichkeit beim Impfstoff geben wird. "Dann wird es auch möglich sein, ein Stück Auswahl möglich zu machen", so wie bei anderen Impfstoffen auch, sagte der CDU-Politiker am Mittwochabend bei einer Online-Diskussion der Friedrich-Naumann-Stiftung. Bei absoluter Knappheit gehe das allerdings nicht. Die Bundesregierung geht davon aus, dass die Impfstofflieferungen im zweiten Quartal deutlich anziehen werden.

Der Gesundheitsminister rechnet nach eigener Aussage damit, dass es in Deutschland mittelfristig eine Debatte über Impfbereitschaft geben wird. "Die Debatte wird sich sehr bald sehr ändern, da bin ich sicher." Dann werde es um die Frage gehen, ob sich überhaupt genug Menschen impfen ließen in Deutschland. "Und was machen wir eigentlich mit denen, die sich nicht impfen lassen wollen? Müssen wir dann weiterhin auf die aufpassen, indem wir alle Schutzmasken tragen?"

Mittwoch, 3. Februar, 19.40 Uhr: EU-Gesundheitsbehörde: Mehrwert von FFP2-Masken im Alltag gering

FFP2-Masken gelten als besonders guter Schutz gegen das Coronavirus. Aber bringen sie im Alltag wirklich mehr als andere Masken? Die zuständige EU-Behörde hat Zweifel. Mehr dazu lesen sie hier.

Mittwoch, 3. Februar, 19.20 Uhr: Klinikum Bayreuth hat erste Bestätigungen für Mutation

Im Klinikum Bayreuth hat sich der Verdacht auf eine Ausbreitung der Corona-Mutation aus Großbritannien bestätigt. Wie die Klinik am Mittwochabend berichtete, gibt es neun gesicherte Fälle der Mutation B.1.1.7. Es handelt sich demnach um sieben Patienten und zwei Beschäftigte. Das Krankenhaus hatte zuvor mehr als 20 Verdachtsfälle bestimmt.

Mit einer sogenannten Sequenzierung in Laboren unter anderem in Universitätskliniken in Regensburg und München sollen nun auch die weiteren Verdachtsfälle genau bestimmt werden. Es sei damit zu rechnen, dass auch diese sich bestätigen, berichtete das Bayreuther Krankenhaus. Die Mutation B.1.1.7 ist nach Angaben der oberfränkischen Klinik im Krankheitsverlauf nicht gefährlicher als das bisher bekannte Coronavirus, wohl aber deutlich ansteckender. Je nach Studie soll die Ansteckungsgefahr um 50 bis 70 Prozent höher liegen.

Mittwoch, 3. Februar, 18.40 Uhr: Erneut zahlreiche Corona-Infektionen in Flüchtlingsheim

Erneut ist es in einem bayerischen Flüchtlingsheim zu einer Masseninfektion mit dem Coronavirus gekommen. Wie das Landratsamt in Tirschenreuth am Mittwoch berichtete, sind in der ostbayerischen Kreisstadt seit dem Vortag insgesamt 44 neue Fälle in einer Gemeinschaftsunterkunft für Asylbewerber registriert worden. Dies war etwa die Hälfte aller insgesamt in dem Landkreis festgestellten Neu-Infektionen.

Der Landkreis war zuvor bereits Deutschlands Pandemie-Hotspot. Laut Robert Koch-Institut (RKI) stand Tirschenreuth am Mittwoch mit einer sogenannten Sieben-Tage-Inzidenz von 297 Infektionen pro 100 000 Einwohnern weiterhin bundesweit an der Spitze. Danach folge der Burgenlandkreis in Sachsen-Anhalt (267) und an dritter Stelle mit dem oberfränkischen Landkreis Hof wiederum ein Kreis in Bayern (262).

Zuletzt hatte der Bayerische Flüchtlingsrat die Hygienebedingungen in den Flüchtlingsheimen scharf kritisiert, nachdem auch in einer Bamberger Unterkunft zahlreiche Menschen sich angesteckt hatten. Nach Angaben der Kreisverwaltung in Tirschenreuth waren dort in der vergangenen Woche zunächst nur drei Bewohner der Unterkunft positiv getestet worden. Eine Reihenuntersuchung der knapp 100 Bewohner habe nun die große Zahl neuer Fälle ergeben. Alle Bewohner der Einrichtung, die von der Regierung der Oberpfalz betrieben wird, wurden unter Quarantäne gestellt.

Mittwoch, 3. Februar, 18.38 Uhr: Europäische Arzneimittelbehörde beginnt Prüfung des Corona-Impfstoffs von Novavax

Die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) hat ein Prüfverfahren für einen weiteren Corona-Impfstoff eingeleitet. Auf der Grundlage erster Ergebnisse von Laborversuchen und klinischen Studien des US-Herstellers Novavax habe man das sogenannte Rolling-Review-Verfahren eingeleitet, wie die EMA am Mittwoch in Amsterdam mitteilte. Nach dem Verfahren werden Daten und Ergebnisse von Studien bereits bewertet, noch bevor ein formeller Antrag auf Zulassung gestellt wurde. Damit wird das Verfahren deutlich verkürzt. Nach der Prüfung aller Daten und nachdem ein formeller Zulassungsantrag gestellt wurde, geben die Experten eine Empfehlung ab. Bei einer positiven Bewertung muss die EU-Kommission den Impfstoff zulassen. Das gilt als Formsache. Bisher wurden drei Impfstoffe gegen Covid-19 in der EU nach Empfehlung der EMA zugelassen.

Mittwoch, 3. Februar, 18.30 Uhr: SPD-Chefs pochen auf Entlastung für Geringverdiener und Familien

Die SPD will beim Koalitionsausschuss eine deutliche finanzielle Entlastung für Geringverdiener und Familien durchsetzen. Es gehe um die Menschen, "die mit besonders schmalem Budget in diesen Zeiten auskommen müssen", sagten die Parteichefs Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans am Mittwoch unmittelbar vor dem Treffen der Spitzen von Union und SPD mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) im Kanzleramt.

"Der Koalitionspartner sollte an dieser Stelle nicht nur auf diejenigen gucken, die hohe Einkommen haben, sondern auch auf die, die wirklich jetzt in dieser Zeit belastet sind", betonte Walter-Borjans. In der Vergangenheit habe man immer wieder erlebt, "dass es nicht ganz einfach war, etwas durchzusetzen, was gerade die kleinen und mittleren Einkommensbezieher entlastet". Der SPD gehe es nicht nur um Grundsicherungsempfänger, sondern auch um Familien mit kleinen und durchschnittlichen Einkommen.

Auf dem Tisch liegen Forderungen etwa nach einem weiteren Kinderbonus ähnlich wie im vergangenen Jahr und nach einer Corona-Soforthilfe von 200 Euro für Geringverdiener und Langzeitarbeitslose. Die Union will unter anderem steuerliche Erleichterungen für belastete Unternehmen erreichen. Esken betonte: "Der Koalitionspartner, das dürfen wir erwarten, darf mal einen Blick auf das C in seinem Parteinamen werfen - und dann hoffen wir, dass die Situation von Familien mit besonders kleinem Einkommen auch eine Rolle spielt."

Mittwoch, 3. Februar, 18 Uhr: Corona-Experten in den USA: Bitte keine Parties zum Super Bowl

In den USA haben führende Corona-Experten die Menschen ermahnt, sich zum Angucken des Super Bowls nicht mit Personen aus anderen Haushalten zu Parties zu verabreden. "Bitte sehen Sie sich den Super Bowl sicher an und treffen Sie sich dafür nur online oder mit den Menschen Ihres Haushalts", forderte am Mittwoch die Chefin der Gesundheitsbehörde CDC, Rochelle Walensky. Auch der renommierte Immunologe Anthony Fauci mahnte im Gespräch mit dem Sender NBC: "So sehr es Spaß macht, für eine große Super-Bowl-Party zusammenzukommen, jetzt ist nicht die Zeit dafür". Fauci warnte, ähnliche Anlässe wie Weihnachten oder Feiertage hätten in der Vergangenheit zu einer Zunahme der Corona-Infektionen geführt. "Haben Sie Spaß bei dem Spiel, gucken Sie es im Fernsehen, aber tun Sie es mit ihrer unmittelbaren Familie, den Menschen in ihrem Haushalt", sagte Fauci.

Am Sonntag treten beim 55. Super Bowl die Tampa Bay Buccaneers gegen die Kansas City Chiefs an. Rund 22 000 Personen - deutlich weniger als üblich - können das American-Football-Spiel am Sonntag (00.30 Uhr Montag MEZ) in Tampa/Florida live verfolgen. In den USA, einem Land mit 330 Millionen Einwohnern, sind seit Beginn der Pandemie bereits mehr als 26,4 Millionen Infektionen mit dem Coronavirus bestätigt worden. Fast 450 000 Menschen kamen ums Leben. Die Zahl der täglichen Neuinfektionen war zuletzt rückläufig und lag im Schnitt knapp unter 140 000, was Experten positiv bewerteten.

Mittwoch, 3. Februar, 17.40 Uhr: Sitzen und stehen schon bald geimpfte Fußball-Fans in den Stadien?

Dank Anti-Corona-Impfungen könnten nach Ansicht des Mainzer Finanzvorstands Jan Lehmann die Fußballfans Spiele bald wieder live und vor Ort verfolgen. Seinen Vorschlag lesen Sie hier.

Mittwoch, 3. Februar, 17.35 Uhr: Solidarität in der Pandemie: Deutsche Soldaten helfen in Portugal

Die Corona-Nothilfe der Bundeswehr ist in Portugal eingetroffen. Der Empfang am Tejo-Fluss ist herzlich. Die Soldaten und Soldatinnen erwartet eine weitaus dramatischere Lage als in Deutschland. Mehr dazu lesen Sie hier.

Mittwoch, 3. Februar, 17.30 Uhr: Aiwanger und Wirtschaft warnen vor Pleitewelle

In der Corona-Krise ist die befürchtete Insolvenzwelle bislang ausgeblieben. Doch je länger der Lockdown dauert, desto größer die Wahrscheinlichkeit, dass vielen Unternehmen trotz Staatshilfen das Geld ausgeht. Steht der bayerischen Wirtschaft eine Pleitewelle bevor? Davor warnen Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und der Bayerische Industrie- und Handelskammertag (BIHK). Mehr dazu lesen Sie hier.

Mittwoch, 3. Februar, 17.20 Uhr: Auch Grüne fordern: Streichung der Faschingsferien zurücknehmen

Die Forderungen an die Staatsregierung, die kurzfristige Streichung der Faschingsferien in Bayern rückgängig zu machen, nehmen zu. Nun verlangen auch die Landtags-Grünen nach wochenlangem Distanzunterricht eine "dringend benötigte pädagogische Verschnaufpause" für Schüler, Eltern und Lehrer gleichermaßen.

Die Staatsregierung hatte erst Anfang Januar beschlossen, die Ferienwoche vom 15. bis 19. Februar zu streichen. Begründet wurde dies damit, dass in dieser Zeit Unterricht nachgeholt werden könne, der wegen der Pandemie ausgefallen sei. Inzwischen zeichnet sich allerdings ab, dass eine Rückkehr zum Präsenzunterricht, auch im Wechsel, zum 15. Februar für viele Klassen unwahrscheinlich ist.

"Unsere Schulfamilie braucht die dringend benötigte pädagogische Verschnaufpause", sagte die schulpolitische Sprecherin der Landtags-Grünen, Anna Toman. Zudem hätte das Kultusministerium dann eine weitere Woche, "um den Schulbetrieb nach dem 22. Februar entsprechend zu organisieren und zu regeln", erklärte sie. Eltern, Schüler und Lehrkräfte täten ihr Bestes, die Belastungen seien enorm. Hier brauche es politische Unterstützung. "Gerade in dieser besonders anstrengenden und kräftezehrenden Zeit können wir unsere Schulfamilie nicht bis zu den Osterferien weiterschuften lassen", sagte sie. Ein entsprechender Dringlichkeitsantrag der Grünen soll in der Plenarsitzung des Landtags an diesem Donnerstag beraten werden.

Mittwoch, 3. Februar, 17 Uhr: Nürnberg öffnet Zentrum für kostenlose Corona-Schnelltests

Als eine der ersten Städte in Bayern hat Nürnberg ein Corona-Schnelltest-Zentrum errichtet, wo sich Einheimische und Einpendler kostenlos auf das Virus testen lassen können. Die Ergebnisse sollen innerhalb von 15 bis 20 Minuten zur Verfügung stehen, sagte der Leiter der Nürnberger Berufsfeuerwehr, Volker Skrog, am Mittwoch. Die baden-württembergische Stadt Tübingen habe als Beispiel gedient.

Die Einrichtung wird von der Stadt Nürnberg getragen und von den Hilfsorganisationen Rotes Kreuz, Arbeiter-Samariter-Bund, Johanniter-Unfallhilfe und Malteser-Hilfsdienst organisiert. Auf zwei Testgassen sollen jeweils 15 bis 20 Tests pro Stunde möglich sein. Das Testzentrum ist montags, mittwochs und freitags zwischen 10 und 18 Uhr geöffnet.

Mit Hilfe der Schnelltests soll es schneller möglich sein, auch auf Virus-Mutationen zu reagieren. Mögliche Infektionsketten sollen schneller erkannt und unterbrochen werden können. Nürnberg gehört zu den Städten mit einer nach wie vor vergleichsweise hohen Zahl von Coronafällen. Die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen liegt weiterhin über 100. Zudem gibt es nach Angaben der Stadtverwaltung rund ein Dutzend bestätigte Fälle mit neuen Virus-Varianten. In zwei Pflegeheimen wurde sie bei Bewohnerinnen und Bewohnern sowie Mitarbeitenden nachgewiesen. In beiden Heimen fanden bereits Reihentestungen statt.

Mittwoch, 3. Februar, 16.45 Uhr: Sieben-Tages-Inzidenz: LGL meldet größtenteils sinkende Werte im Allgäu

Bei der Sieben-Tages-Inzidenz geht es im Allgäu größtenteils weiter bergab: Die Stadt Kaufbeuren hat nun nach den aktuellen Zahlen des Bayerischen Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) wie das Ostallgäu die 50er-Marke unterschritten. Der Landkreis Unterallgäu nähert sich der 100er-Marke an. Lediglich in memmingen und in Kempten sind die Werte leicht gestiegen. Die aktuellen Zahlen finden Sie hier.

Mittwoch, 3. Februar, 16.30 Uhr: Virusvarianten breiten sich in Deutschland aus: Überblick erwartet

Angesichts der Ausbreitung wahrscheinlich hochansteckender und besonders gefährlicher Corona-Varianten in Deutschland arbeiten die Behörden unter Hochdruck an einem Überblick. Anfang kommender Woche soll es eine offizielle Übersicht über die tatsächliche Ausbreitung dieser Mutationen geben, wie Regierungssprecher Steffen Seibert am Mittwoch in Berlin bekräftigte. Eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums sagte, die entsprechenden Virus-Analysen würden derzeit deutlich ausgeweitet und das Robert Koch-Institut wolle die Daten in Kürze veröffentlichen.

Experten gehen davon aus, dass die Mutanten bereits weiter verbreitet sind als bekannt. Sie gehen auch davon aus, dass eine umso schnellere Ausbreitung droht, je früher es Lockerungen beim Lockdown gibt. Für Aufmerksamkeit sorgte eine Mitteilung der Stadt Köln von Montag, nach der allein dort 88 Fälle der mutierten britischen Virus-Variante und 17 Fälle der südafrikanischen Variante nachgewiesen wurden. Unter anderem mehrere Kitas waren betroffen.

Bundesweit gibt es seit Tagen immer wieder Meldungen über einzelne Nachweise von Varianten - zuletzt beispielsweise in der Altmark in Sachsen-Anhalt, im sächsischen Vogtlandkreis, in Cottbus, dem Landkreis Elbe-Elster, in Delmenhorst, im Kreis Mainz-Bingen, im Kreis Rhein-Hunsrück, im Kreis Germersheim und im Kreis Trier-Saarburg.

Im Landkreis Tirschenreuth wurden als Ursache für einen besonders hohen Corona-Inzidenzwert Mutationen vermutet, da in es in Nachbarlandkreisen bereits entsprechende Varianten gebe. 40 Verdachtsfälle auf Corona-Mutationen verteilten sich dort über den ganzen Landkreis.

Anders als in Großbritannien hatten Behörden und Virologen in Deutschland bisher nicht engmaschig nach den Varianten gesucht. Dabei können sie sich sehr schnell ausbreiten. In Großbritannien ist die Variante B.1.1.7 inzwischen in den bei weitem meisten untersuchten Proben zu finden. Noch im Herbst war ihr Anteil verschwindend gering.

Zugleich erregen weitere neue Mutationen die Aufmerksamkeit von Wissenschaftlern. So gibt es etwa bei der britische Variante eine zusätzliche Mutation, von der angenommen wird, dass sich die Menschen damit trotz Impfungen oder bereits erfolgten Infektionen leicht anstecken können. Es ist die Mutation E484K. "Das Virus entkommt dem Immunsystem einfacher", sagte der Virologe Alexander Kekulé dazu der Deutschen Presse-Agentur.

Mittwoch, 3. Februar, 16.05 Uhr: Studie: Mehrheit hat sechs Monate nach Corona-Infektion Antikörper

Fast 90 Prozent der Corona-Infizierten haben sechs Monate nach ihrer Infektion Antikörper gegen das Coronavirus im Körper. Das ist das zentrale Ergebnis einer Studie der UK Biobank, der größten britischen biomedizinischen Datenbank, die am Mittwoch in London veröffentlicht wurde. Bei 88 Prozent der untersuchten Studienteilnehmer hätten nach den vollen sechs Monaten der Untersuchung Antikörper nachgewiesen werden können, nach drei Monaten war dies sogar bei 99 Prozent der Patienten der Fall.

"Obwohl wir nicht sicher sein können, inwieweit dies mit einer Immunität einhergeht, legen die Befunde nahe, dass Menschen für mindestens sechs Monate vor einer erneuten Ansteckung geschützt sein könnten", sagte Chef-Forscherin Naomi Allen. In weiteren, noch länger als sechs Monate angelegten Untersuchungen wollen die Forscher herausfinden, ob Antikörper auch noch längere Zeit später bei den Probanden festgestellt werden können.

Mittwoch, 3. Februar, 15.45 Uhr: Drosten: Erst nach Ostern verändern Corona-Impfungen die Pandemie

Die Menschen sehnen Lockerungen in der Corona-Pandemie herbei. Doch sie müssen sich wohl noch gedulden - trotz der absehbar zunehmenden Zahl von Bürgern, die gegen das Coronavirus geimpft sind: Virologe Christian Drosten warnt erneut eindringlich vor zu frühen Lockerungen der Beschränkungen. Mehr dazu lesen Sie hier.

Mittwoch, 3. Februar, 15.30 Uhr: Corona-Mutation im Unterallgäu bestätigt

Im Landkreis Unterallgäu ist eine Corona-Mutation nachgewiesen worden. Es handelt sich um die Mutation RNA N501Y, die zum Beispiel in Brasilien und Südafrika verbreitet ist. Der Infizierte hat sich im Landkreis Landsberg angesteckt, teilte das Landratsamt Unterallgäu soeben mit. Zwei Menschen, die mit dem Erkrankten in einem Haushalt leben, sind ebenfalls positiv auf das Corona-Virus getestet worden. Es steht zwar noch die Bestätigung aus, dass es sich ebenfalls um das mutierte Virus handelt. Das ist jedoch laut Gesundheitsamt sehr wahrscheinlich.

Davon unabhängig werden derzeit nach Angaben des Landratsamts weitere Verdachtsfälle abgeklärt: Ein Mensch, der Kontakt zu einer nachweislich mit einer Mutation infizierten Person aus dem Raum Regensburg hatte, wurde positiv auf das Corona-Virus getestet. Eine Bestätigung aus dem Labor, dass es sich dabei um das mutierte Virus handelt, steht noch aus. Ein Familienmitglied, das als enger Kontakt gilt, befindet sich in Quarantäne und wurde zunächst negativ getestet. Eine weitere Kontaktperson lebt außerhalb des Landkreises Unterallgäu. Die zuständige Behörde ist informiert. Es handelt sich bei diesen Verdachtsfällen ebenfalls um die Mutation RNA N501Y.

Mittwoch, 3. Februar, 15.24 Uhr: Mehrheit glaubt nicht an Ende von Corona-Pandemie in diesem Jahr

Die Mehrheit der Deutschen bezweifelt, dass die Corona-Pandemie bis zum Jahresende überwunden sein wird. Nach einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov in Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsinstitut Statista glauben 59 Prozent der Befragten nicht an ein Ende der Pandemie 2021. Ein Drittel (33 Prozent) zeigte sich dagegen optimistisch. Acht Prozent machten keine Angaben.

Für die Zeit nach der Pandemie haben viele schon konkrete Pläne: 57 Prozent wollen als erstes wieder in einem Restaurant essen gehen. Für 55 Prozent steht ein Treffen mit Freunden und Verwandten ganz oben auf der Liste. Eine Reise außerhalb Deutschlands ist für 33 Prozent das erste, was sie nach Ende der Pandemie tun möchten.

Mittwoch, 3. Februar, 15.20 Uhr: Coronafall im Tennis-Hotel: Bis zu 600 Menschen in Quarantäne

Am Montag beginnen die Australian Open in Melbourne. Nun gibt es im Hotel der Spieler einen Corona-Fall. Hunderte Spieler und Offizielle müssen in Quarantäne. Mehr dazu lesen Sie hier.

Mittwoch, 3. Februar, 15 Uhr: Virologin: Teile Tirols möglicher Hotspot für Südafrika-Corona-Mutation

In Teilen des österreichischen Bundeslandes Tirol soll die Ausbreitung der südafrikansichen Corona-Mutation schnell voranschreiten. Die Einschätzung einer Virologin lesen Sie hier.

Mittwoch, 3. Februar, 14.30 Uhr: Virologe: Neue Corona-Mutation entkommt Immunsystem einfacher

Die nun auch in Großbritannien aufgetauchte Mutation E484K stärkt das Coronavirus nach Angaben des Virologen Alexander Kekulé gegen die Abwehrmechanismen im Körper. "Das Virus entkommt dem Immunsystem einfacher", sagte der Professor der Universität Halle-Wittenberg am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. Die Mutation betrifft wie auch andere Mutationen das sogenannte Spike-Protein, das dem Coronavirus die kronenhafte Form verleiht.

Antikörper seien aber deutlich weniger wirksam gegen die E484K-Variante, sagte Kekulé mit Verweis auf Angaben aus Brasilien und bislang weniger belastbare Berichte aus Südafrika. "Das Virus wird schlechter neutralisiert." Wer nach einer Corona-Infektion Antikörper gebildet habe, könne an Viren mit der E484K-Mutation leichter als am herkömmlichen Coronavirus ein zweites Mal erkranken. Die gute Nachricht sei aber, dass die Krankheitsverläufe dann in der Regel milder seien. "Wir haben dann zwar nicht das volle Sortiment, das das Virus abfängt", erklärte der Mediziner. "Aber wir können es bremsen."

Die Gefahr einer Erkrankung bestehe bei E484K zwar auch nach einer Impfung, sagte Kekulé. Die mRNA-Impfstoffe böten aber deutlich besseren Schutz als eine natürliche Immunreaktion. Wie stark der Schutz durch die Impfstoffe bei E484K sinke, wisse man noch nicht, sagte der Virologe. "Vielleicht geht die Wirksamkeit nur von 95 auf 90 Prozent zurück." Er sei sich aber sicher, dass spätestens im Herbst neue Impfstoffvarianten nötig würden.

Dass das Virus unabhängig an verschiedenen Orten die Mutation E484K gebildet habe, spreche dafür, dass diese einen Vorteil für das Virus habe, erklärte Kekulé. Aus seiner Sicht wäre es daher hilfreich, jetzt schnell die Risikogruppen einmal zu impfen. "Damit wir das Virus überholen." Die offiziellen Empfehlungen des Ständigen Impfkommission sehen aber eine zweifache Impfung pro Person vor.

Mittwoch, 3. Februar, 13.30 Uhr: Memminger Stadtfest und "Memmingen blüht" abgesagt

Aufgrund der Corona-Pandemie hat das Stadtmarketing Memmingen das Stadtfest und "Memmingen blüht" abgesagt. Mehr dazu erfahren Sie hier.

Mittwoch, 3. Februar, 12.40 Uhr: Kühlschrank aus - Hunderte Impfdosen unbrauchbar

Wegen Stromproblemen eines Kühlschranks sind in England einem Bericht zufolge mehrere Hundert Dosen des Biontech-Impfstoffes entsorgt worden. Rund 450 Dosen des Vakzins hätten im Januar aufgrund von "strombedingten Problemen" in einem Impfzentrum im englischen Rotherham entsorgt werden müssen, nachdem der Kühlschrank über Nacht keine durchgängige Stromversorgung gehabt habe, berichtete die britische Nachrichtenagentur PA am Donnerstag. Mitarbeiter hätten dies entdeckt, als sie am Morgen die Temperatur des Kühlschranks prüfen wollten.

Der Impfstoff von Biontech und Pfizer muss - anders als etwa das Präparat von Astrazeneca - in speziellen Kühlschränken bei minus 70 Grad Celsius aufbewahrt werden, um sich länger zu halten. Für einige Tage hält er sich jedoch auch bei normalen Kühlschranktemperaturen.

Mittwoch, 3. Februar, 12 Uhr: Corona-Demonstration in Memmingen verlief friedlich

Die Corona-Demonstration, bei der Teilnehmer mit Fackeln durch Memmingen zogen, verlief friedlich. Das berichtet die Polizei. An der Versammlung nahmen etwa 60 Personen teil. Lediglich ein Versammlungsteilnehmer verstieß wiederholt gegen die Maskenpflicht. Auch in Oberstaufen und Bad Wörishofen gab es in den vergangenen Tagen Corona-Verstöße.

Mittwoch, 3. Februar, 11.25 Uhr: Keine Maskenpflicht mehr im Freien in Füssen

In Füssen besteht im Freien keine Maskenpflicht mehr. Eine Rückfrage bei der Stadtverwaltung ergab, dass die Allgemeinverfügungen des Landratsamtes Ostallgäu für diese Maskenpflicht auf „stark frequentierten öffentlichen Plätzen“ abgelaufen ist und nicht verlängert wurde. Bereits seit einigen Tagen galt die Maskenpflicht nicht mehr, nun entfernte der Bauhof die entsprechenden Schilder. Mehr dazu lesen Sie hier.

Mittwoch, 3. Februar, 11.20 Uhr: Digitaler Corona-Pass als Impfnachweis in Dänemark

Dänemark will einen digitalen Ausweis mit Corona-Impfdaten entwickeln und damit zunächst vor allem Dienstreisenden das Leben erleichtern. Mit dem sogenannten Corona-Pass sollen die Däninnen und Dänen auf Dienst- und weiteren Reisen im Ausland künftig dokumentieren können, dass sie gegen Covid-19 geimpft worden sind. Das teilte das dänische Finanzministerium am Mittwoch mit. Auch in Deutschland wurde bereits über Privilegien für Corona-Geimpfte diskutiert, ein Impfpass ist jedoch bisher nicht geplant.

Mittwoch, 3. Februar, 10.55 Uhr: Bundeswehr-Kontingent für Corona-Einsatz wird auf 25 000 vergrößert

Die Bundeswehr hält nun 25 000 Soldaten für Hilfseinsätze in der Corona-Pandemie bereit. Damit seien zusätzlich 5000 Männer und Frauen bereit zur Unterstützung von Ländern und Kommunen, teilte das Verteidigungsministerium am Mittwoch mit. Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer habe das Bundeskabinett über den Schritt berichtet.

Es würden auch mehr Reservisten einberufen. Bisher habe es mehr als 3 900 Anfragen wegen Amtshilfe gegeben. Aktuell seien 17 600 Soldaten im Einsatz. "Es fordern jetzt mehr Landkreise und Kommunen die Hilfe der Bundeswehr besonders für Tests in Alten- und Pflegeheimen an", erklärte die Ministerin dazu.

Mittwoch, 3. Februar, 10.10 Uhr: Grünen-Abgeordnete Haubrich fordert rückwirkende Tests auf Corona-Mutanten in Bayern

Nachdem Fälle von Corona-Mutationen im St-Josef-Klinikum in Buchloe bekannt wurden, fordert die Grünen-Abgeordnete Christina Haubrich die Überprüfung aller positiven Corona-PCR-Tests auf die Virus-Varianten.

Die gesundheitspolitische Sprecherin der Grünen im Landtag begründet ihre Forderung damit, dass es bereits neue Test-Verfahren gebe. So könne man dabei in einem Schritt Covid-19 und andere bekannte Mutanten nachweisen. Sie fordert in einem Schreiben, alle positiv getesteten Corona-Proben rückwirkend für den 1. Januar 2021 auf die Corona-Mutanten zu überprüfen. Das solle für ganz Bayern gelten. Haubrich sagt: „Damit bekommen wir nicht nur einen Überblick über die Ausbreitung in Bayern, sondern können auch eine eventuelle Verbreitung der Corona-Mutationen identifizieren.“

Mit diesem Schritt könne es laut Haubrich gelingen neue Varianten frühzeitig zu erkennen und deren Ausbreitung zu verhindern. Die bayerische Abgeordnete zeigt sich alarmiert nachdem sich die Virus-Varianten in den letzten Tagen rasant in Bayern ausgebreitet hatten.

Mittwoch, 3. Februar, 8.45 Uhr: Erneuter Corona-Ausbruch in Ankerzentrum in Oberfranken

In einem Ankerzentrum in Bamberg sind 75 Menschen mit dem Corona-Virus infiziert. Das gab die Regierung Oberfranken bekannt.

Vor allem der Bayerische Flüchtlingsrat und die Bamberger Mahnwachen Asyl kritisieren den Infektionsschutz in den Unterkünften stark. Demnäch werden Geflüchtete dort trotz Quarantäne in Mehrbett-Zimmern untergebracht oder haben eine gemeinsame Essensausgabe. Mehr dazu lesen Sie hier.

Mittwoch, 3. Februar, 8.20 Uhr: Teststationen in Lindenberg und Lindau eingerichtet

Ehrenamtlich Mitarbeiter des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) richten regelmäßige Teststationen in Lindenberg und Lindau ein.

Jeweils zweimal wöchentlich werden dort Schnelltests bei Personen ab 18 Jahren abgenommen. Auftakt ist am Dienstag, 9. Februar, an beiden Teststationen. Eine ähnliche Aktion gab es bereits zur Weihnachtszeit 2020. Mehr dazu lesen Sie hier.

Mittwoch, 3. Februar, 8.05 Uhr: Münchner Studie zur Infektionsgefahr an Schulen und Kitas

Eine Münchner Studie zur Übertragung des Coronavirus bei Kindern hat keine gegenüber der Allgemeinheit erhöhte Infektionsgefahr in Kindergärten und Schulen gezeigt.

Von Juni bis Ende Oktober 2020 wurden Schüler bis elf Jahre und Kinder an Kitas und Kindergärten getestet. Erst in der zweiten Phase dieser "Virenwächter"-Studie nach den Sommerferien gab es zwei positive Befunde. Mehr dazu lesen Sie hier.

Mittwoch, 3. Februar, 7.50 Uhr: Corona-Bilanz im Ostallgäu

Die Corona-Pandemie schlägt sich auch in den Zahlen im Ostallgäu nieder. So haben im vergangenen Jahr weniger Menschen geheiratet. Die Hochzeitspaar stammten außerdem vor allem aus der Region. Auch bei den Geburten ist ein Trend erkennbar. So gab es in Obergünzburg mehr Hausgeburten als noch die Jahre zuvor. Alle Zahlen und Fakten zu Geburt, Hochzeit und Sterbefällen finden Sie hier.

Mittwoch, 3. Februar, 7.40 Uhr: Ostallgäuer Gastronomen werden erfinderisch

Um über die Krise zu kommen haben sich Ostallgäuer Gastronomen ganz besondere Aktionen einfallen lassen. Thomas Petrich, Chef des Landgasthofs Hubertus in Apfeltrang, liefert sein Essen mit einer eigens dafür entwickelten App aus dem Ostallgäu aus. Und auch Christoph Kugler, Chef des Gasthauses Grüner Baum in Westendorf, merkt gerade in Zeiten der Corona-Pandemie, wie sehr seine Gäste ihn unterstützen. Mehr dazu lesen Sie hier.

Mittwoch, 3. Februar, 7 Uhr: Bierhoff: Keine Zweifel an Fußball-Europameisterschaft im Sommer

Oliver Bierhoff rechnet fest damit, dass die Fußball-Europameisterschaft im Sommer trotz der Corona-Pandemie ausgetragen wird. "Es muss aktuell stark angezweifelt werden, ob Fans in den Stadien dabei sein werden - dass das Turnier aber stattfindet, zweifle ich überhaupt nicht an", sagte der Direktor Nationalmannschaften des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) in einem Interview der "Sport Bild" (Mittwoch). "Mein Stand ist, dass eine Reduzierung der zwölf Länder aktuell genauso wenig infrage kommt wie die Austragung an nur einem Standort", sagte Bierhoff.

Mittwoch, 3. Februar, 6.30 Uhr: Grüne fordern monatlichen Corona-Zuschlag

Die Grünen im Bundestag erhoffen sich vom Spitzentreffen der Regierungsparteien CDU, CSU und SPD an diesem Mittwoch mehr Hilfe für Arme in der Pandemie. "Ich erwarte vom Koalitionsausschuss, dass Union und SPD einen wirkungsvollen Rettungsschirm für Menschen in Armut aufspannen", sagte der sozialpolitische Sprecher der Grünen-Bundestagsfraktion, Sven Lehmann, der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. "Das Hin und Her auf dem Rücken der Betroffenen muss ein Ende haben."

Die Grünen forderten schnellstmöglich einen Corona-Zuschlag in Höhe von 100 Euro monatlich für Erwachsene und 60 Euro für Kinder auf die Grundsicherung, erklärte Lehmann. Zudem schließe sich die Fraktion den Forderungen von Sozialverbänden, Gewerkschaften und Familienverbänden an, die Grundsicherung dauerhaft auf rund 600 Euro monatlich anzuheben. "Dazu werden wir weiter Druck machen."

Mittwoch, 3. Februar, 6 Uhr: 9.705 Corona-Neuinfektionen und 975 neue Todesfälle gemeldet

Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 9705 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Außerdem wurden 975 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet, wie aus Zahlen des RKI vom Mittwoch hervorgeht. Vor genau einer Woche hatte das RKI 13.198 Neuinfektionen und 982 neue Todesfälle binnen 24 Stunden verzeichnet.

Der Höchststand von 1.244 neuen gemeldeten Todesfällen war am 14. Januar erreicht worden. Bei den binnen 24 Stunden registrierten Neuinfektionen war mit 33.777 am 18. Dezember der höchste Wert gemeldet worden - darin waren jedoch 3.500 Nachmeldungen enthalten.

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag laut RKI am Mittwochmorgen bei 82,9. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden.

Mittwoch, 3. Februar, 5.30 Uhr: Deutsche Hilfe in Portugal dringend nötig: "Lage absolut dramatisch"

Die 26 Ärzte und Pfleger der Bundeswehr, die ab Mittwoch das strauchelnde Hochrisikoland Portugal im Kampf gegen die Corona-Pandemie unterstützen, bekommen einen warmen Empfang. Der Europaabgeordnete Paulo Rangel sprach von einem "Beispiel europäischer Solidarität". Auch Österreich und Spanien wollen helfen, aber "Die Deutschen sind die ersten", titelte das Renommierblatt "Público" anerkennend. Leser der Zeitung schrieben, sie seien bewegt und dankbar ob der Hilfe aus Berlin. "In schwierigen Stunden erkennt man die echten Freunde", lautete ein Eintrag in der Kommentarspalte.

Verwunderlich sind die vorwiegend positiven Reaktionen nicht. Die Nothilfe aus Deutschland wurde dringend erwartet und kommt vermutlich gerade noch rechtzeitig. Kaum irgendwo auf der Welt richtet das Coronavirus derzeit größeren Schaden an. Nirgendwo wurden zuletzt im Verhältnis zur Bevölkerungszahl mehr Neuinfektionen und mehr Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 gemeldet, wie das von der Oxford University unterstützte Portal "Our World in Data" zeigt.

Mittwoch, 3. Februar, 5 Uhr: Studie: Rolle des Wetters bei Corona-Verbreitung nicht unterschätzen

Saisonale Wetterbedingungen spielen zyprischen Forschern zufolge eine unterschätzte Rolle beim Verlauf der Corona-Pandemie. Deshalb sollten Wetterdaten stärker in Modelle zur Ausbreitung des Virus einbezogen werden, schreiben Dimitris Drikakis und Talib Dbouk von der University of Nicosia in Nikosia (Zypern) im Fachmagazin "Physics of Fluids". In ihrer Arbeit erweiterten sie ein klassisches Modell zum Pandemieverlauf um einen Index, der Luftfeuchtigkeit und -temperatur sowie Windgeschwindigkeit berücksichtigt.

Luftfeuchtigkeit, Temperatur und Windgeschwindigkeit bestimmen demnach beispielsweise, welche Erregerkonzentration winzige Speicheltröpfchen aufweisen, wie lange sie sich in der Luft halten und wie weit sie sich ausbreiten können. So seien hohe Temperaturen im Sommer für die Übertragung des Virus eher schlecht.

Dienstag, 2. Februar, 21.50 Uhr: Drosten: Bis Ostern nicht viel Bevölkerungsschutz durch Impfungen

Der Virologe Christian Drosten hat erneut eindringlich vor zu frühen Lockerungen in der Corona-Pandemie gewarnt. "Für die Zeit bis Ostern können wir noch nicht viel an Bevölkerungsschutz durch die Impfung erwarten", sagte der Charité-Wissenschaftler im Podcast "Coronavirus-Update" bei NDR-Info vom Dienstag. Im Vordergrund stehe der Schutz für die Risikogruppen. Auch wenn durch die Impfungen die Sterblichkeit sinke, bleibe das Verringern der Fallzahlen für ihn essenziell.

Wo und wie schnell man lockere, müsse man genau prüfen, betonte Drosten. Es gebe "einen großen Grund zur Sorge". Er sprach von einem Szenario, in dem es zu zahlreichen schweren Krankheitsverläufen in der mehr als 23 Millionen Menschen umfassenden Gruppe der 40- bis 60-Jährigen kommen könnte - falls zu früh gelockert würde und diese Menschen noch nicht ausreichend geschützt seien, etwa durch Impfungen.

Über den in Aussicht gestellten Anstieg der Impfstoffdosen im Jahresverlauf zeigte sich Drosten nach dem Impfgipfel von Bund und Ländern "sehr positiv überrascht". "Die Situation ist viel besser als ich das noch vor Tagen gedacht habe."

Dienstag, 2. Februar, 21 Uhr: Memminger demonstrieren mit Fackeln gegen Corona-Maßnahmen

Auf einem Protestzug und einer Kundgebung demonstrieren zeitweise bis zu 120 Menschen in der Innenstadt. Was die Teilnehmer und Organisatoren antreibt, lesen Sie exklusiv mit AZ Plus.

Dienstag, 2. Februar, 20.15 Uhr: ARD-Interview mit Kanzlerin Merkel

Impf-Debatte, Lockerungen, Lockdown: Im ARD-Format "Farbe bekennen" spricht die Kanzlerin über die Corona-Krise. In der Mediathek ist bereits das komplette Interview abrufbar.

Dienstag, 2. Februar, 19.45 Uhr: Erste Fälle von Corona-Mutationen: Stadt Augsburg richtet "Sondereinheit" ein

In Augsburg gibt es jetzt vier bestätigte Fälle der britischen Corona-Mutation. Die Stadt befürchtet eine dritte Welle und reagiert mit einer Sonderheit.

Dienstag, 2. Februar, 18.30 Uhr: Merkel bittet Bürger um Geduld - wann kommen Lockerungen?

Trotz sinkender Corona-Infektionszahlen macht Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) den Bürgern keine Hoffnung auf eine schnelle Lockerung der Beschränkungen.

Dienstag, 2. Februar, 18 Uhr: Werden Schulen und Kitas bald weiter geöffnet? Entscheidung fällt kurzfristig

Kinder und Eltern, Lehrer und Erzieher in Bayern müssen sich weiterhin in Geduld üben, ob und welche weiteren Öffnungsschritte es ab dem 15. Februar an Schulen und Kitas geben wird. Entscheidungen dazu würden erst kommende Woche, also wieder relativ kurzfristig, gefällt, sagten Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) und Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) am Dienstag nach einer Videoschalte des Kabinetts in München.

Dienstag, 2. Februar, 17.30 Uhr: Corona-Sondersendung mit Angela Merkel

Die Kanzlerin in der Prime-Time: Am Dienstag sendet die ARD um 20.15 Uhr ein Interview mit Angela Merkel zur Corona-Krise. In "Farbe bekennen" stellt sich Merkel den Fragen von Tina Hasse (Studioleiterin und Chefredakteurin Fernsehen) und Rainald Becker (ARD-Chefredakteur). Das Interview wird bereits um 17.30 Uhr aufgezeichnet.

Dienstag, 2. Februar, 15.35 Uhr: Corona-Mutations-Verdacht im Krankenhaus Buchloe - fünf Mitarbeiter positiv getetstet

Nachdem am vergangenen Wochenende im Krankenhaus Buchloe der Verdacht auf eine ansteckendere mutierte Variante des Corona-Virus aufgetreten ist, wurden alle Mitarbeiter der Covid-Station getestet. Das Ergebnis der Reihentestung: Von 40 Mitarbeitern sind 35 negativ und fünf positiv auf Corona getestet worden. Das teilt das Landratsamt Ostallgäu in Marktoberdorf am Dienstagnachmittag mit.

Die fünf positiven Mitarbeiter befinden sich in Quarantäne. Für die positiven Befunde wurde ebenfalls die Sequenzierung auf die Virusmutation veranlasst. Das Ergebnis der Test-Sequenzierung des Verdachtsfalls liegt jedoch noch noch nicht vor. Am Mittwoch sollen die 35 negativ getesteten Mitarbeiter erneut getestet werden.

Dienstag, 2. Februar, 15.20 Uhr: Hunderte Verstöße gegen Corona-Einreiseregeln

Die Bundespolizei hat innerhalb weniger Tage mehrere Hundert Verstöße gegen die verschärften Corona-Einreiseregeln festgestellt. Zwischen dem 24. und dem 31. Januar seien bei 215 Flügen aus ausländischen Hochrisiko- und Virusvariantengebieten 802 Verstöße gegen die geltenden Regeln festgestellt worden, sagte eine Sprecherin des Bundesinnenministeriums der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag in Berlin. Den Angaben zufolge kamen 309 Passagiere an, die vorab keine digitale Einreiseanmeldung ausgefüllt hatten. In 493 Fällen fehlte der aktuelle negative Corona-Test.

Konkret geht es um Flüge aus Gebieten mit besonders hohen Inzidenzen, also Ansteckungsraten, und um Gebiete, in denen eine womöglich ansteckendere neue Variante des Coronavirus kursiert.

Für die sogenannten Virusvariantengebiete gilt außerdem seit dem vergangenen Samstag ein Beförderungsverbot mit eng gefassten Ausnahmen. Fluggesellschaften dürfen seither im Prinzip nur noch deutsche Staatsbürger oder Ausländer, die hierzulande ihren Wohnsitz haben, nach Deutschland bringen. An den ersten beiden Tagen nach Inkrafttreten stellte die Bundespolizei laut Innenministerium acht Verstöße gegen die neue Corona-Schutzverordnung fest.

Dienstag, 2. Februar, 14.55 Uhr: Thüringen beschließt fünf Tage längeren Lockdown

Thüringens Landesregierung hat die im Freistaat geltenden Lockdown-Regeln um fünf Tage verlängert. Das Kabinett habe in seiner Sitzung am Dienstag beschlossen, die derzeit geltende Corona-Verordnung bis zum 19. Februar in Kraft zu lassen, sagte ein Regierungssprecher am Dienstag in Erfurt.

Eine Sprecherin des Thüringer Gesundheitsministeriums und ein Sprecher des Bildungsministeriums erklärten, damit blieben alle derzeit geltenden Lockdown-Regeln bis mindestens zu diesem Tag in Kraft. Die meisten Einzelhandelsgeschäfte in Freistaat müssen damit ebenso geschlossen bleiben wie beispielsweise Schulen und Kindergärten. Auch etwa die derzeit geltenden Kontaktbeschränkungen bleiben bestehen.

Aus dem Gesundheitsministerium hieß es, die Verlängerung der entsprechenden Verordnung habe vor allem formale Gründe. Weil die nächsten Bund-Länder-Beratungen zum weiteren Vorgehen in der Krise für den 10. Februar geplant seien, bleibe nicht ausreichend Zeit eine Nachfolgeverordnung zu erarbeiten, sollten die bestehenden Regelungen schon am 14. Februar auslaufen. Mit der nun getroffenen Festlegung werde sichergestellt, dass die neue Verordnung vor ihrem Inkrafttreten zum Beispiel auch vom Landtag mitberaten werden könne.

Dienstag, 2. Februar, 13.43 Uhr: Herrmann: Rückgang der Corona-Infektionszahlen in Bayern stagniert

Der Rückgang der Corona-Infektionen in Bayern stagniert derzeit. "Die Infektionslage ist nach wie vor sehr angespannt", sagte Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) am Dienstag nach der Sitzung des Kabinetts in München. Hätte die Zahl der Neuinfektionen vor einer Woche bei 801 gelegen, seien es aktuell noch immer 796.

"Das ist keine deutliche Verlangsamung", betonte Herrmann. Auch läge die Inzidenz der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner landesweit bei 92 und damit noch "weit weg von 50". Besorgniserregend sei derzeit, dass das Virus sich aber in einigen grenznahen Landkreisen stark nach oben bewege. "Das Geschehen ist nach wie vor hoch dynamisch, daher gibt es keine Grund zu entwarnen."

Herrmann und auch Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) betonten, dass weiterhin größte Vorsicht und Umsicht notwendig sei. Sorge bereite auch die Ausbreitung der Virusmutationen. Aussagen zu Lockerungen seien daher jetzt noch verfrüht, dies könne wieder erst kurzfristig in der Woche vor dem 14. Februar nach der Ministerpräsidentenkonferenz entschieden werden.

Dienstag, 2. Februar, 13.36 Uhr: Frühere Impfung für Krebskranke gefordert: "Doppelte Lebensgefahr"

Die Bayerische Krebsgesellschaft fordert, Krebspatienten wesentlich früher als bisher vorgesehen gegen Covid-19 zu impfen. Krebskranke Menschen und deren Angehörige würden nach der Verordnung der Bundesregierung in der Regel erst der Gruppe 3 mit erhöhter Priorität zugeordnet, teilte die Gesellschaft am Dienstag mit.

"Wir halten die aktuelle Regelung der Impf-Priorisierung für nicht angemessen, da sie immungeschwächte und besonders gefährdete krebskranke Menschen ausgrenzt", kritisierte Günter Schlimok, Präsident der Bayerischen Krebsgesellschaft. "Krebspatienten mit einer neuen, fortschreitenden oder metastasierten Erkrankung haben eine schlechtere Prognose, wenn sie an Covid-19 erkranken." Vor allem Betroffene mit Blut- oder Lungenkrebs, aber auch mit schweren Organschäden hätten bei einer Infektion mit Corona häufig schwere Krankheitsverläufe und ein deutlich erhöhtes Sterberisiko. "Diese Härtefälle können durch eine frühe Impfung verhindert werden", sagte Schlimok.

Es gibt verschiedene Faktoren, die einen schweren Verlauf bei Covid-19 beeinflussen können. Dazu zählen die Krebsart, die Therapie, das Alter und die körperliche Verfassung sowie Vorerkrankungen des Patienten. Diese Aspekte würden in der aktuellen Impfstrategie der Bundesregierung nicht berücksichtigt. Das führe dazu, dass sich viele Krebspatienten in Deutschland in einer doppelt lebensgefährlichen Situation befänden, solange sie nicht geimpft seien.

Dienstag, 2. Februar, 13.28 Uhr: Freistaat finanziert Zusatz-Schulbusse bis zu den Sommerferien

Zum Schutz vor Corona-Ansteckungen finanziert die Staatsregierung zusätzliche Schulbusse nun bis zum Beginn der Sommerferien. Für das entsprechende Sonderprogramm werden weitere 20 Millionen Euro bereitgestellt. Das hat das Kabinett am Dienstag beschlossen. Damit übernimmt der Freistaat weiterhin hundert Prozent der Kosten, die den Kommunen für die Bereitstellung zusätzlicher Schulbusse entstehen. Bislang waren in diesem Jahr 20 Millionen Euro, aber nur für die Zeit bis zu den Osterferien, vorgesehen gewesen.

Man wolle für Sicherheit für die Schülerinnen und Schüler sorgen, sagte Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) nach der Videoschalte des Kabinetts in München. Das gelte vor allem vorausschauend für die Zeit, wenn es wieder mehr Präsenzunterricht geben werde. Man lasse die Kommunen mit dieser Aufgabe und den Kosten nicht alleine.

Schon im vergangenen Jahr griff der Freistaat den eigentlich für die Finanzierung der Schulbusse zuständigen Kommunen unter die Arme, um auf dem Schulweg Ansteckungsrisiken zu reduzieren. Mehrere hundert sogenannte Verstärkerbusse waren im Herbst zeitweilig im Einsatz.

Dienstag, 2. Februar, 13.20 Uhr: Handel in Bayern wird ungeduldig: "Sperrt die Geschäfte auf"

Angesichts der gesunkenen Corona-Fallzahlen verlangen Bayerns Einzelhändler ein Ende des Lockdowns. Der Handelsverband Bayern (HBE) forderte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) und sein Kabinett am Dienstag auf, die Geschäfte wieder öffnen zu lassen. Hauptgeschäftsführer Wolfgang Puff warf der Staatsregierung einen fehlenden Fahrplan Richtung Normalität vor. "Die Infektionszahlen sinken immer weiter", erklärte Puff. "Einkaufen in Bayern war und ist sicher." Der Handel sei kein Treiber der Corona-Pandemie.

"Die Politik hangelt sich perspektivlos nur von einem Lockdown zum anderen", kritisierte Puff. "Klare Aussagen, unter welchen Bedingungen und wann die Betriebe wieder öffnen können: Fehlanzeige." Das sture Festhalten an den Beschränkungen sei immer weniger nachvollziehbar. "Unsere Händler werden ohne Perspektive und finanzielle Hilfen alleine gelassen", sagte der HBE-Hauptgeschäftsführer. "Frust, Existenzängste, Verzweiflung und Wut auf die Politik nehmen dramatisch zu. Wir haben es satt, immer nur salbungsvolle Worte zu hören."

Live-Stream: Pressekonferenz nach der Kabinettssitzung

Staatskanzleiminister Dr. Florian Herrmann, Kultusminister Prof. Dr. Michael Piazolo und Gesundheitsminister Klaus Holetschek informieren über die wesentlichen Ergebnisse der Beratungen.

Dienstag, 2. Februar, 13 Uhr: Kretschmann dämpft Hoffnung auf Lockerung des Corona-Lockdowns

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hat Hoffnungen auf eine Lockerung des harten Corona-Lockdowns nach dem 14. Februar gedämpft. Öffnungen könne es nur geben, wenn der Inzidenzwert auf unter 50 falle, sagte der Regierungschef am Dienstag in Stuttgart. "Wenn wir in deren Nähe nicht kommen, wird das eher zu Verlängerungen führen." Nächste Woche Mittwoch wollen die Ministerpräsidenten mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) darüber sprechen, ob der seit dem 16. Dezember geltende Lockdown mit vielen geschlossenen Geschäften und Schulen sowie Kitas im Notbetrieb über den 14. Februar hinaus verlängert wird.

Der Südwesten liege mit einem Wert von 74,2 bei den Neuinfektionen in den vergangenen sieben Tagen pro 100.000 Einwohner am besten von den 16 Bundesländern, sagte Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne). Kurz vor Weihnachten lag diese Sieben-Tage-Inzidenz im Land bei über 200. Kretschmann betonte allerdings, der Inzidenzwert sinke seit Tagen kaum mehr. "Ich sehe mit einer gewissen Besorgnis, dass wir uns im Moment gerade wieder in einer Seitenbewegung befinden." Die Menschen hätten offensichtlich immer noch zu viele Kontakte. "Die Unsicherheit bleibt", sagte Kretschmann. In einer Pandemie sei es schwer zu planen.

Dienstag, 2. Februar, 12.50 Uhr: Hunderte Verstöße gegen Corona-Einreiseregeln

Die Bundespolizei hat innerhalb weniger Tage mehrere Hundert Verstöße gegen die verschärften Corona-Einreiseregeln festgestellt. Zwischen dem 24. und dem 31. Januar seien bei 215 Flügen aus ausländischen Hochrisiko- und Virusvariantengebieten 802 Verstöße gegen die geltenden Regeln festgestellt worden, sagte eine Sprecherin des Bundesinnenministeriums der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag in Berlin. Den Angaben zufolge kamen 309 Passagiere an, die vorab keine digitale Einreiseanmeldung ausgefüllt hatten. In 493 Fällen fehlte der aktuelle negative Corona-Test.

Konkret geht es um Flüge aus Gebieten mit besonders hohen Inzidenzen, also Ansteckungsraten, und um Gebiete, in denen eine womöglich ansteckendere neue Variante des Coronavirus kursiert. Anders als bei Risikogebieten mit etwas weniger hohen Infektionsraten reicht ein Corona-Test nach der Einreise hier nicht aus. Für die sogenannten Virusvariantengebiete gilt außerdem seit dem vergangenen Samstag ein Beförderungsverbot mit eng gefassten Ausnahmen. Fluggesellschaften dürfen seither im Prinzip nur noch deutsche Staatsbürger oder Ausländer, die hierzulande ihren Wohnsitz haben, nach Deutschland bringen. An den ersten beiden Tagen nach Inkrafttreten stellte die Bundespolizei laut Innenministerium acht Verstöße gegen die neue Corona-Schutzverordnung fest.

Dienstag, 2. Februar, 12.45 Uhr: Hochzeitsfeier aufgelöst - Polizei setzt Pfefferspray ein

Die Polizei hat eine Hochzeitsfeier in einer Wohnung in Berlin-Schöneberg mit Pfefferspray aufgelöst. Zehn Feiernde im Alter zwischen 15 und 53 Jahren seien am Montagabend in der Hohenfriedbergstraße angetroffen worden, teilte die Polizei am Dienstag mit. Sie hätten die Corona-Schutzregeln missachtet. Offensichtlich wollten die Partygäste aber nicht freiwillig das Feld räumen: Es kam laut Polizei zu Widerstand gegen die Einsatzkräfte, so dass Pfefferspray eingesetzt worden sei.

Sechs Gäste erlitten dadurch leichte Verletzungen, die von Rettungskräften vor Ort behandelt wurden. Eine Frau wollte sich dort nicht medizinisch versorgen lassen, sie kam in ein Krankenhaus. Sechs Einsatzkräfte wurden ebenfalls leicht verletzt, konnten ihren Dienst aber fortsetzen. Die Gäste wurden der Wohnung verwiesen.

Dienstag, 2. Februar, 12.30 Uhr: Verfassungsgerichtshof: Bayerische Corona-Verordnung bleibt in Kraft

Die bayerische Corona-Verordnung mit weitreichenden Einschränkungen bleibt vorerst weiter in Kraft. Der Bayerische Verfassungsgerichtshof lehnte es in einer am Dienstag veröffentlichten Entscheidung erneut ab, die Verordnung durch einstweilige Anordnung außer Vollzug zu setzen. Mehrfach musste sich das Gericht bereits mit den Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie auseinandersetzen - und lehnte die Außerkraftsetzung fast immer ab. Mehr dazu lesen Sie hier.

Dienstag, 2. Februar, 12.15 Uhr: Bayern hat die meisten Sitzenbleiber - Sonder-Regelung im Corona-Jahr

Im Freistaat haben im Schuljahr 2019/20 so viele Schülerinnen und Schüler eine Klasse wiederholt wie in keinem anderen Bundesland. Sie waren im Sommer 2019 nicht versetzt worden oder entschieden sich freiwillig für den Schritt, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mitteilte. "In Bayern waren sowohl die Zahl, als auch der Anteil der Wiederholerinnen und Wiederholer am höchsten: 36 000 Kinder und Jugendliche beziehungsweise 3,8 Prozent der Schülerinnen und Schüler besuchten im Schuljahr 2019/2020 die gleiche Klassenstufe zum wiederholten Mal."

Bundesweit waren es im Durchschnitt 2,3 Prozent - er wird durch die höheren Zahlen aus Bayern, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt stark geprägt. Am seltensten wiederholten Schüler in Berlin eine Jahrgangsstufe, dort waren es nur 1,1 Prozent. Bundesweit wiederholten den Angaben zufolge rund 143 600 Schülerinnen und Schüler die Klassenstufe. Die Zahlen beziehen sich auf allgemeinbildende Schulen.

Welche Auswirkungen die Corona-Pandemie haben werde, sei noch nicht bekannt, erklärte das Bundesamt. Im vergangenen Jahr hätten die Bundesländer unterschiedliche Regelungen zur Versetzung gefunden. In Bayern etwa hatte das Kultusministerium angekündigt, das sogenannte Vorrücken auf Probe großzügig anzuwenden.

Dienstag, 2. Februar, 11.30 Uhr: Nächstes Bund-Länder-Treffen zu Corona am 10. Februar

Bund und Länder wollen am 10. Februar über ihr weiteres Vorgehen in der Corona-Pandemie beraten. Das aktuelle Vorsitzland der Ministerpräsidentenkonferenz, Berlin, bestätigte den Termin am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. Im Mittelpunkt der Schaltkonferenz mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) wird die Frage stehen, ob der seit 16. Dezember geltende harte Lockdown mit vielen geschlossenen Geschäften und Schulen sowie Kitas im Notbetrieb über den 14. Februar hinaus verlängert wird. Zudem soll bis zu dem Treffen ein "nationaler Impfplan" vorliegen, um mehr Berechenbarkeit und Verlässlichkeit bei den Impfstofflieferungen zu erreichen.

Dienstag, 2. Februar, 10.55 Uhr: Mohamed Ali über "Impfgipfel": "Ablenkungsmanöver naheliegend"

Linken-Fraktionschefin Amira Mohamed Ali hat der Bundesregierung schwere Versäumnisse in der Corona-Impfkampagne vorgeworfen und die Ergebnisse des "Impfgipfels" kritisiert. "Ein Ablenkungsmanöver - das Wort ist naheliegend. Denn es ist in der Tat nicht besonders viel dabei herausgekommen", sagte Mohamed Ali am Dienstag im RTL/ntv-"Frühstart" zu den Beratungen von Bund und Ländern, an dem auch Vertreter der Pharmabranche und der EU-Kommission teilnahmen. Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) trage eine große Verantwortung für den schleppenden Impfstart und werde dieser nicht gerecht. "Man sieht natürlich einen Zusammenhang zwischen fehlenden Impfdosen und dem Sterben besonders betagter Menschen", sagte die Linken-Politikerin. Das Wort "Mitschuld" wolle sie nicht verwenden, es habe aber "große Versäumnisse gegeben."

Dienstag, 2. Februar, 10.30 Uhr: Österreich verschärft Einreise-Bestimmungen

Österreich verschärft aus Sorge vor der Verbreitung der Coronavirus-Mutationen die Einreiseregeln. Künftig müssten alle Einreisenden, für die keine Ausnahme gelte, beim Grenzübertritt einen negativen Coronatest vorlegen. Obendrein sei eine zehntägige Quarantäne einzuhalten, ein Freitesten nach fünf Tagen sei nicht mehr möglich, sagte Innenminister Karl Nehammer am Dienstag in Wien. Mehr dazu lesen Sie hier.

Dienstag, 2. Februar, 10.30 Uhr: Zahl der Corona-Neuinfektionen in den USA sinkt weiter

In den USA sind binnen 24 Stunden rund 131.000 Neuinfektionen mit dem Coronavirus gezählt worden. Das sind rund 20 000 weniger als am gleichen Tag der Vorwoche, wie aus den Daten der Johns-Hopkins-Universität (JHU) in Baltimore von Dienstagmorgen (MEZ) hervorging. Zudem starben am selben Tag 1881 Menschen nach einer Ansteckung mit dem Virus. Der bisherige Höchstwert war am 12. Januar mit 4466 Toten binnen 24 Stunden verzeichnet worden. Der bisherige Tagesrekord an Neuinfektionen wurde am 2. Januar mit 300.282 neuen Fällen gemeldet.

In dem Land mit seinen rund 330 Millionen Einwohnern haben sich bislang rund 26,3 Millionen Menschen mit dem Erreger Sars-CoV-2 infiziert, mehr als 443.000 Menschen starben. In absoluten Zahlen gemessen sind das mehr als in jedem anderen Land der Welt. Die Johns-Hopkins-Webseite wird regelmäßig aktualisiert und zeigt daher einen höheren Stand als die offiziellen Zahlen der Weltgesundheitsorganisation (WHO). In manchen Fällen werden die Zahlen - unter anderem die der Neuinfektionen binnen 24 Stunden, aber auch die der Toten - nachträglich aktualisiert.

Der neue US-Präsident Joe Biden hat den Kampf gegen die Pandemie zu einem seiner Kernanliegen erklärt. Er hat unter anderem als Ziel ausgerufen, dass bis zum Ende seiner ersten 100 Tage im Amt - Ende April - mindestens 100 Millionen Impfdosen verabreicht sein sollen. In den vergangenen Tagen hatte das Impftempo zugenommen. Nach Angaben der Gesundheitsbehörde CDC wurden bislang etwa 32,2 Millionen Impfdosen gespritzt.

Dienstag, 2. Februar, 10.15 Uhr: Vier Corona-Patienten in Allgäuer Kliniken gestorben

Drei Menschen, die wegen einer Corona-Infektion im Memminger Klinikum behandelt worden waren, sind am Montag gestorben. Das teilte die Verwaltung mit. Derzeit werden 24 Corona-Patienten im Klinikum behandelt - zwei von ihnen auf der Intensivstation.

Einen Todesfall in Zusammenhang mit Corona gab es zudem in Klinikum in Kempten. In den sechs Häusern des Klinikverbunds Allgäu werden aktuell 40 Corona-Patienten versorgt. Elf von ihnen liegen auf den Intensivstationen.

Dienstag, 2. Februar, 10 Uhr: Weniger Schüler wiederholten im vergangenen Schuljahr Klassenstufe

Rund 143 600 Schülerinnen und Schüler haben im vergangenen Schuljahr die Klassenstufe wiederholt. Sie waren im Sommer 2019 nicht versetzt worden oder entschieden sich freiwillig für den Schritt, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mitteilte. Die Zahl bezieht sich auf allgemeinbildende Schulen. Der Anteil der Wiederholer betrug den Angaben zufolge 2,3 Prozent. Vor 20 Jahren, 1999, habe er noch 2,8 Prozent betragen.

Welche Auswirkungen die Corona-Pandemie auf den positiven Trend haben wird, sei noch nicht bekannt, erklärte das Bundesamt. Im vergangenen Jahr hätten die Bundesländer unterschiedliche Regelungen zur Versetzung gefunden.

Im Schuljahr 2019/2020 waren 60 Prozent der Wiederholer männlich. Den höchsten Anteil an Wiederholern gab es den Angaben zufolge in Bayern mit 3,8 Prozent, den niedrigsten in Berlin mit 1,1 Prozent. Bundesweit besuchten im Schuljahr 2019/2020 insgesamt rund 8,3 Millionen Kinder und Jugendliche allgemeinbildende Schulen.

Dienstag, 2. Februar, 9.30 Uhr: Bayerns Gesundheitsminister enttäuscht von Corona-"Impfgipfel"

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek zeigt sich enttäuscht von den Ergebnissen des Corona-"Impfgipfels". Ihm fehle vor allem die Perspektive und Planbarkeit, sagte er am Dienstagmorgen in einem Gespräch mit dem inforadio Berlin Brandenburg. "Wir brauchen viel Impfstoff, der planbar und verfügbar ist", betonte Holetschek (CSU). "Wir haben da noch nicht so viel erreicht, wie ich mir gerne vorgestellt hätte."

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte nach dem "Impfgipfel" in der ARD eingeräumt, dass Impfstoff im ersten Quartal knapp bleiben werde. Holetschek sagte zur derzeitigen Situation: "Wenn jemand vor einem Zentrum steht und wieder heimgeschickt wird, weil die Liefermenge nicht mehr zur Verfügung steht, dann ärgert es die Menschen." Deshalb wünsche er sich einen verlässlichen und nachhaltigen Plan, der über die nächsten Wochen hinausgehe. Nur so könne man verhindern, dass auf Lockerungen wieder Verschärfungen der Corona-Regelungen folgen.

Dienstag, 2. Februar, 9.15 Uhr: "Lockdown" ist der "Anglizismus des Jahres" 2020

Der in der Corona-Krise gebräuchliche Begriff "Lockdown" ist zum "Anglizismus des Jahres" 2020 gekürt worden. "Überzeugt hat die Jury am Wort Lockdown neben der zentralen Rolle, die es in der Diskussion um die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie spielt, seine schnelle Integration in den Wortschatz des Deutschen", teilte das Gremium rund um den Berliner Sprachwissenschaftler Anatol Stefanowitsch am Dienstag mit. Das Wort führe schon ein Eigenleben und werde auch zusammengesetzt benutzt - etwa in Lockdown-Verstöße.

Die Initiative Anglizismus des Jahres würdigt seit 2010 jährlich "den positiven Beitrag des Englischen" zur deutschen Sprache. Frühere ausgezeichnete Begriffe waren etwa "Influencer" und "Shitstorm".

Dienstag, 2. Februar, 8.50 Uhr: Tirschenreuth hat höchste Corona-Inzidenz in Deutschland

Die bayerische Grenzregion zu Tschechien bleibt ein Brennpunkt der Corona-Pandemie in Deutschland. Nach den am Dienstag veröffentlichten neuen Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) lag der Oberpfälzer Landkreis Tirschenreuth mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von 322 Infektionen pro 100.000 Einwohnern deutschlandweit an der Spitze. Unter den zehn Kommunen mit den höchsten Inzidenzwerten sind vier bayerische Kreise: Auf Platz drei liegt der Kreis Hof mit 283,8, auf Platz sechs der Landkreis Regen mit 249,3 und an neunter Stelle der Kreis Wunsiedel mit 235,4.

Alle vier Landkreise grenzen an Tschechien, das mit fast einer Million Corona-Infektionen bei knapp elf Million Einwohnern von der Pandemie sehr stark getroffen ist. Bayern war am Dienstag als einziges westdeutsches Bundesland unter den ersten zehn Landkreisen mit besonders hohen Inzidenzen, die übrigen sechs Landkreise liegen sämtlich in den neuen Bundesländern. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz liegt laut RKI bei 90, in Bayern bei 92. Fünf Bundesländer überschritten am Dienstag noch einen Inzidenzwert von 100: Thüringen, Sachsen-Anhalt, Sachsen, Brandenburg und das Saarland.

Dienstag, 2. Februar, 8.30 Uhr: Reisen nur für Geimpfte? Einige Länder drücken schon aufs Tempo

Reiseveranstalter sind gegen Privilegien für Geimpfte. Noch? Einige Länder ersparen Touristen die Quarantäne bei Nachweis einer Corona-Impfung. Mehr zum Thema lesen Sie hier.

Dienstag, 2. Februar, 8 Uhr: Kritik an Ergebnis des "Impfgipfels"

Mit den Corona-Impfungen geht es eher schleppend voran - und daran wird sich auch so schnell nichts ändern. Das wurde bei einem Spitzengespräch deutlich. Nicht nur die Opposition zeigt sich enttäuscht. Mehr dazu lesen Sie hier.

Dienstag, 2. Februar, 7.25 Uhr: Kabinett berät über Corona-Impfungen und Perspektiven für die Schulen

Nach dem Corona-Impfgipfel von Bund und Ländern in Berlin muss am Dienstag das bayerische Kabinett das weitere Vorgehen im Freistaat beraten. Bei der Sitzung per Videoschalte ab 10.00 Uhr dürfte es dann aber abseits der Perspektiven für die Zukunft vor allem auch um die aktuellen Probleme wegen des fehlenden Impfstoffs gehen. Im Freistaat kommt wie in den anderen Bundesländern bisher die Impfung der Bevölkerung nur schleppend voran.

Auch zur Sprache kommen dürfte der am Montag begonnene Wechselunterricht für Abiturienten und die Abschlussklassen an den Berufsschulen im Freistaat. Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hatte erst am Montag erklärt, dass die dort gemachten Erfahrungen wichtig für die weitere Rückkehr von weiteren Schülern in die Klassen seien. Dabei gilt es auch zu klären, inwiefern es für Schüler und Lehrer Corona-Schnelltests geben könne.

Die aktuelle Corona-Verordnung sieht vor, dass bis mindestens 14. Februar alle übrigen Schüler im Distanzunterricht bleiben. Obwohl die Infektionszahlen seit Wochen langsam sinken, gibt es aber weiter Vorbehalte vor schnellen Lockerungen. Ein Grund hierfür ist die Sorge vor der besonders schnellen Verbreitung auch bei Kindern und Jugendlichen durch Virusmutationen. Söder hatte bereits am Montag um Geduld gebeten und erklärt, er sehe derzeit keine Möglichkeit für Lockerungsdebatten.

Dienstag, 2. Februar, 7 Uhr: Virologin: Keine Panik wegen Corona-Mutationen

Auch wenn die Corona-Fallzahlen langsam sinken, schließt Bayern umfassende Lockerungen aus. Zu groß ist die Sorge vor Mutationen. Dabei ist ihre Verbreitung im Freistaat wohl verschwindend gering. Das sagt eine Virologin aus München. Mehr dazu lesen Sie hier.

Dienstag, 2. Februar, 6.40 Uhr: Sieben-Tage-Inzidenz: Werte im Allgäu steigen leicht

Im Vergleich zum Vortag sind die Sieben-Tage-Inzidenz-Werte im Allgäu in fast allen Landkreisen und Städten wieder leicht gestiegen - ausgenommen in Memmingen. Hier finden Sie den Überblick über die aktuellen Zahlen.

Dienstag, 2. Februar, 6 Uhr: 6114 Corona-Neuinfektionen und 861 neue Todesfälle gemeldet

Einen guten Morgen wünscht das Digitalteam der Allgäuer Zeitung. Wir beginnen mit den aktuellen Zahlen: Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 6114 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Außerdem wurden 861 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet, wie aus Zahlen des RKI vom Dienstag hervorgeht. Vor genau einer Woche hatte das RKI 6412 Neuinfektionen und 903 neue Todesfälle binnen 24 Stunden verzeichnet.

Der Höchststand von 1244 neuen gemeldeten Todesfällen war am 14. Januar erreicht worden. Bei den binnen 24 Stunden registrierten Neuinfektionen war mit 33.777 am 18. Dezember der höchste Wert gemeldet worden - darin waren jedoch 3500 Nachmeldungen enthalten.

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag laut RKI am Dienstagmorgen bei 90. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden.

Das RKI zählt seit Beginn der Pandemie 2.228.085 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 02.02., 00.00 Uhr). Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte noch deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 57.981. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 1.954.000 an.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Montagabend bei 0,88 (Vortag 0,91). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 88 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

Montag, 1. Februar, 20.45 Uhr: Merkel: Corona-Impfungen könnten noch über Jahre nötig sein

Impfungen zur Eindämmung des Coronavirus könnten nach Angaben von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) noch über Jahre hinweg nötig sein. "Es kann sein, dass wir noch viele Jahre impfen müssen. So ähnlich wie beim Grippeimpfstoff, wo man jedes Mal die neue Mutation des Virus wieder verimpft", sagte Merkel am Montag in Berlin nach einem Spitzengespräch zum Impfen. "Wenn sich dieses Virus weiter verändert, haben wir noch ein Problem", fügte sie hinzu.

Merkel sagte, eine absolute Gewissheit könne es auch beim Thema Impfungen nicht geben. "Wenn zum Beispiel eine Mutante auftritt, auf die der Impfstoff nicht wirkt, dann fangen wir wieder von vorne an." (Markus Söders Statement nach dem Impfgipfel finden Sie hier.)

Montag, 1. Februar, 20.40 Uhr: Corona-Ausbruch im Haus Iberg in Maierhöfen

Auch in einem Westallgäuer Heim gibt es nun einen Corona-Ausbruch. Mehr dazu lesen Sie hier.

Montag, 1. Februar, 19.15 Uhr: Biontech will 2021 zwei Milliarden Impfdosen herstellen

Der Impfstoffhersteller Biontech will 2021 zwei Milliarden Dosen seines Vakzins herstellen und damit die bisher erwartete Produktion von 1,3 Milliarden Dosen um mehr als 50 Prozent steigern. "Wir sind auf dem richtigen Weg, unsere Produktionskapazitäten zu erweitern", teilte das Unternehmen am Montag in Mainz mit. Die Umbauten im belgischen Pfizer-Werk Puurs seien erfolgreich abgeschlossen worden. "Nun sind wir zurück im eigentlichen Zeitplan für die Lieferung von Impfstoffdosen an die Europäische Union."

Montag, 1. Februar, 10 Uhr: Merkel: Impfangebot für alle bis Ende des Sommers

Auch nach viel Kritik am Start der Corona-Impfkampagne in Deutschland hält Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) an der Prognose fest, dass jedem Bürger bis zum Ende des Sommers ein Impfangebot gemacht werden kann. Vor dem Hintergrund der aktuellen Lieferzusagen der Hersteller könne diese Aussage aufrechterhalten werden, sagte Merkel am Montag in Berlin nach einem Spitzengespräch zum Impfen. Zum Ende des dritten Quartals, also zum Ende des Sommers, könne ein Impfangebot gemacht werden. Dies gelte sogar, wenn lediglich die bereits zugelassenen Impfstoffe von Biontech/Pfizer, Moderna und Astrazeneca verimpft werden könnten, ohne dass bis dann weitere Impfstoffe zugelassen sind. Auch in diesem Fall könne den 73 Millionen erwachsenen Menschen hierzulande ein Impfangebot gemacht werden, für Kinder seien die Impfstoffe nicht vorgesehen. Sollten andere Hersteller dazukommen, gebe es ein größeres Angebot.

Montag, 1. Februar, 19.55 Uhr: EMA prüft Antikörper-Medikament für den Einsatz gegen Corona

Die Europäische Arzneimittelagentur prüft ein neues Corona-Medikament. Auch Donald Trump soll es während seiner Erkrankung genommen haben.

Montag, 1. Februar, 19.10 Uhr: Österreich lockert Corona-Maßnahmen

Nach sechs Wochen Lockdown öffnen am 8. Februar wieder alle Geschäfte. Ausschlaggebend war der Druck der Wirtschaft und der Bürger.

Montag, 1. Februar, 18.45 Uhr: Corona-Mutation im Buchloer Krankenhaus - Nervosität steigt

Nach einem Reihentest bei Patienten und Mitarbeitern sollen am Dienstag die Ergebnisse vorliegen. Die Klinik hat die Hygienemaßnahmen nochmals verschärft. Mehr dazu lesen Sie hier.

Montag, 1. Februar, 17.55 Uhr: Rund 100 Corona-Infizierte in Pflegeheim in Geretsried

In einem Pflegeheim in Geretsried ist Corona ausgebrochen. Bislang wurden rund 100 Fälle registriert. Die Hälfte von ihnen hat die erste Impfdosis erhalten. Mehr dazu lesen Sie hier.

Montag, 1. Februar, 16.55 Uhr: Wegen Variante aus Südafrika: Massentests für Zehntausende in England

mehreren Regionen Englands sollen sich insgesamt Zehntausende Menschen Corona-Schnelltests unterziehen. Zuvor waren einige weitere Fälle der Virus-Mutation aus Südafrika aufgetaucht. Die rund elf Fälle, die in den vergangenen Tagen bekannt geworden seien, hätten keine nachvollziehbaren Reiseverbindungen nach Südafrika, hieß es von der Behörde Public Health England am Montag. Die bislang in Großbritannien entdeckten Fälle der Mutation hatte man in Verbindung mit Reisen aus den betroffenen Gebieten bringen können.

In London, im Südosten sowie Nordwesten von Englands und im Westen der Midlands sollen nun in den nächsten Tagen mobile Teams mit Heimtests durch die Viertel ziehen und bis zu 80 000 Bürger zu Schnelltests auffordern - egal, ob sie Symptome haben oder nicht.

Montag, 1. Februar, 16.50 Uhr: Slowakei will selbst Corona-Impfstoffe produzieren

Der slowakische Gesundheitsminister Marek Krajci hat Verhandlungen über eine mögliche Produktion von Corona-Impfstoffen in dem EU-Land bestätigt. "Ich will das noch nicht konkretisieren, aber ich bestätige, dass unser Interesse sehr groß ist", erklärte Krajci am Montag der Nachrichtenagentur Sita in Bratislava. Demnach soll es Gespräche sowohl mit dem Konsortium Pfizer/Biontech als auch mit dem US-Unternehmen Moderna geben.

Montag, 1. Februar, 16.15 Uhr: Südafrika empfängt erste Ladung mit Corona-Impfstoff

Südafrika ist mit am stärksten von der Corona-Pandemie betroffen. Auch die Wirtschaft im Land leidet enorm. Jetzt ist eine Million Impfdosen angekommen.

Montag, 1. Februar, 15.35 Uhr: 2300 Anzeigen bei Corona-Demonstrationen in Österreich

Bei den sogenannten "Corona-Spaziergängen" in Österreich gab es 2300 Anzeigen und 32 Festnahmen. Mehr dazu lesen Sie hier.

Montag, 1. Februar, 14.50 Uhr: Karnevalsumzug in Thüringer Corona-Hotspot sorgt für Empörung

Auf völliges Unverständnis ist ein Karnevalsumzug in Thüringen mit bis zu 90 Teilnehmern gestoßen. Kritik kam von der Politik - und Karnevalisten. Mehr dazu lesen Sie hier.

Montag, 1. Februar, 14.30 Uhr: Mehr als 3100 Soldaten helfen in Alten- und Pflegeheimen

Die Bundeswehr hat die Zahl der in der Corona-Pandemie zum Schutz in Alten- und Pflegeheimen eingesetzten Soldaten deutlich gesteigert. Inzwischen seien 3145 Frauen und Männer im Einsatz, teilte die Bundeswehr am Montag mit. Aus mehr als der Hälfte der 404 Landkreise gebe es Anträge auf Amtshilfe. Bis Montag hatten 206 der Gebietseinheiten die Bundeswehr um Hilfe gebeten. Das Bundeskabinett hatte in der vergangenen Woche die Kostenfreiheit der Unterstützung geregelt. Das Verteidigungsministerium kündigte an, deutlich mehr Soldaten für Schnelltests bereitzustellen.

Montag, 1. Februar, 13.45 Uhr: Laschet und Spahn für gemeinsame Bestandsaufnahme zu Impfungen

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet hat eine realistische gemeinsame Bestandsaufnahme für Verbesserungen bei den Corona-Impfungen in Deutschland angemahnt. Der Impfgipfel von Bund und Ländern diene vor allem dem Zweck, sich gegenseitig einmal auf den Sachstand zu bringen, sagte der CDU-Chef am Montag vor dem Bund-Länder-Treffen mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU). Ziel sei dann, zu überlegen, wie das Impfen in Deutschland optimal voranzubringen sei. Er wandte sich gegen den Eindruck, man könne die Impfstoffproduktion "mal eben in einer Woche" hochfahren.

Auch Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) nannte es wichtig, zu einer einheitlichen Einschätzung zu kommen. Er verstehe die große Erwartungshaltung, die mit dem Impfen verbunden sei. Die realistische Einschätzung sei aber, dass es noch einige Wochen mit Knappheit von Impfstoffen würden. Dabei könne es im zweiten Quartal schon deutlich anders werden. Es gelte, gemeinsam zu schauen, wo man konkret bei der Beschaffung, der Produktion und der Terminvergabe "die Dinge noch besser machen" könne.

Montag, 1. Februar, 13.30 Uhr: Dezember-Coronahilfen für Unternehmen werden ausgezahlt

Nach wochenlanger Verzögerung kann die Auszahlung der regulären Dezemberhilfen für Firmen in der Corona-Krise nun starten. Die technischen Voraussetzungen dafür stehen, wie das Wirtschaftsministerium am Montag mitteilte. Damit könnten die Auszahlungen durch die Länder ab sofort beginnen. Seit Anfang Januar waren bereits Abschlagszahlungen geflossen, Unternehmen konnten also einen Vorschuss auf die spätere Zahlung bekommen. Außerdem wurden die sogenannten Novemberhilfen zuletzt an die Firmen ausgezahlt.

Die Abschlagszahlungen für den Dezember, die aus der Bundeskasse fließen, seien stark in Anspruch genommen worden, erklärte das Ministerium. So seien bereits mehr als 1,56 Milliarden Euro überwiesen worden. Im Zuge der November- und Dezemberhilfe zusammen wurden demnach bislang mehr als 4,35 Milliarden Euro gezahlt.

Die Dezemberhilfe richtet sich an Unternehmen, Selbstständige und auch Vereine, die von den Schließungen im Dezember besonders stark betroffen waren. Sie können Zuschüsse von bis zu 75 Prozent des Umsatzes aus Dezember 2019 erhalten. Bei den Hilfen stellt der Bund die Mittel zur Verfügung. Die Bundesländer sind für Antragsbearbeitung, Prüfung und Auszahlung zuständig. Seit Beginn der Corona-Krise hat der Bund laut Wirtschaftsministerium rund 80 Milliarden Euro an Hilfen für die Wirtschaft bewilligt.

Montag, 1. Februar, 13.20 Uhr: Großbritannien sichert sich Impfstoff-Dosen des Herstellers Valneva

Trotz seiner bereits recht umfangreichen Versorgung mit Corona-Vakzinen kauft Großbritannien weiter Impfstoffe ein. Man habe sich weitere 40 Millionen Dosen des französischen Herstellers Valneva gesichert, teilte die britische Regierung am Montag mit. Damit kann Großbritannien insgesamt bis 2022 mit 100 Millionen Dosen des Unternehmens rechnen, der im Laufe des Jahres auf eine Zulassung seines Präparats hofft.

Für die folgenden Jahre - 2023 bis 2025 - haben die Briten weitere 90 Millionen Impfdosen bei Valneva bestellt. Der Auftrag soll laut Hersteller ein Volumen von bis zu 1,4 Milliarden Euro haben. Mit der Bestellung setzt die britische Regierung weiterhin auf ihre - bislang erfolgreiche - Strategie, frühzeitig feste Verträge mit Impfstoff-Herstellern zu schließen.

Bis das Vakzin auf den Markt kommt, wird jedoch noch einige Zeit vergehen. Derzeit laufen die klinischen Tests der Phasen I/II, danach steht noch die wichtige Phase III an. Das Mittel soll später unter anderem in einem Werk in Schottland produziert worden.

Insgesamt hat Großbritannien bereits mehr als 400 Millionen Dosen verschiedener Impfstoffe bestellt. Bei zwei Dosen pro Person, wie sie bei den meisten Vakzinen benötigt werden, könnte damit die gesamte Bevölkerung des Landes fast dreimal durchgeimpft werden. Allerdings sind nicht alle der bestellten Impfstoffe bereits zugelassen.

Montag, 1. Februar, 12.50 Uhr: Vier Corona-Tote am Wochenende in Allgäuer Kliniken

Vier Corona-Patienten sind am Wochenende in Allgäuer Krankenhäusern gestorben. Drei Todesfälle gab es in den Häusern des Klinikverbunds Allgäu - zwei davon in der Klinik Mindelheim sowie einen im Krankenhaus Immenstadt. Insgesamt werden derzeit in allen sechs Einrichtungen des Klinikverbunds 34 Corona-Patienten behandelt. Zehn davon liegen auf der Intensivstation. Im Klinikum Memmingen werden zudem 25 Corona-Patienten versorgt - zwei davon intensiv. Am Wochenende starb ein Mensch in dem Krankenhaus an oder mit dem Corona-Virus.

Montag, 1. Februar, 12.30 Uhr: Corona: Hersteller sagen vor Impfgipfel mehr Lieferungen zu

Vor dem Bund-Länder-Treffen zum Impfen sind Fragen offen - neben dem Organisieren der Impfungen in Deutschland wird vor allem darum diskutiert, wie ausreichend Impfstoff beschafft werden kann. Von den Herstellern kommen positive Signale. Mehr dazu lesen Sie hier.

Montag, 1. Februar, 12.10 Uhr: Zusätzliche Termine in Kempten: Maskenausgabe für pflegende Angehörige im Altstadthaus

Nachdem vergangene Woche bereits FFP2-Masken in Kempten verteilt worden sind, werden auch in dieser Woche weitere Exemplare an pflegende Angehörige ausgegeben. Das teilt die Stadt Kempten mit. Die Masken können am Mittwoch und Donnerstag jeweils von 9 Uhr bis 11 Uhr und von 15 Uhr bis 17 Uhr im Altstadthaus, Schützenstraße 2, abgeholt werden.

Um die FFP2-Schutzmasken zu erhalten, ist es notwendig, dass der Pflegebedürftige seinen Wohnsitz in Kempten hat und ein gültiger Bescheid der Pflegekasse über den Pflegegrad vorliegt. Dieser muss bei der Abholung der Masken vorgezeigt werden. Das Altstadthaus darf nur mit einer FFP2-Maske betreten werden.

Montag, 1. Februar, 11.20 Uhr: Söder: Mitte Februar noch keine umfassenden Lockdown-Lockerungen

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat einer umfassenden Lockerung des coronabedingten Lockdowns ab Mitte Februar eine klare Absage erteilt. Welche Gründe er nennt, lesen Sie hier.

Montag, 1. Februar, 11 Uhr: Söder hält staatliche Eingriffe in Impfstoffproduktion für angemessen

Zur Beseitigung des aktuellen Mangels an Corona-Impfstoffen hält CSU-Chef Markus Söder auch Vorgaben des Staates zur Produktion für angemessen. "Nach dem deutschen Verordnungsrecht gäbe es die Möglichkeit, in solchen Notfällen auch zu akquirieren", sagte der bayerische Ministerpräsident am Montag in München. Die Pandemie sei eine außerordentliche Notsituation und niemand dürfe vergessen, dass Impfungen neben gesundheitlichen Gründen auch für die Wirtschaft von extremer Wichtigkeit seien.

Ziel müsse es sein, im Rahmen einer bundesweiten Strategie so viel Impfstoff wie möglich in Deutschland zu produzieren. Söder kritisierte, dass dies bislang versäumt wurde. "Impfen rettet Leben, Impfen schafft Freiheit und Impfen stärkt den wirtschaftlichen Neustart. Und deswegen müssen alle Kapazitäten genutzt werden", sagte Söder. Dazu zähle für ihn auch die Prüfung, ob noch andere Impfstoffe zugelassen werden könnten. Die Europäische Zulassungsbehörde müsse hier von sich aus aktiv werden.

Die aktuellen Versorgungsengpässe bei Corona-Impfstoffen ließen sich leider nicht kurzfristig mit zusätzlichen Prämien für die Hersteller beheben, sagte Söder. Hier sei nur wenig möglich, "weil alles, was verfügbar ist, bestellt und schon zum Teil bezahlt ist. Das ist eher ein Fehler von Anfang an gewesen." Man habe für Europa zu spät, im Vergleich zu anderen Ländern zu wenig bestellt und "hatte offenkundig die Preisfrage zu einem sehr entscheidenden Kriterium gemacht".

Söder betonte, dass er den Fehler aber nicht bei der deutschen Ratspräsidentschaft, sondern im operativen Bestellverfahren sehe. Um die Probleme bei der Impfstoffversorgung dauerhaft zu lösen, dürfe es auch nicht bei einem einmaligen Impfgipfel bleiben, das Format müsse vielmehr zu einer "regelmäßig institutionalisierten Plattform" jenseits der Gesundheitsminister weiterentwickelt werden.

Vom Impfgipfel in Berlin erwarte er, dass es mehr Verlässlichkeit und Planbarkeit gebe. "Wir müssen wissen, wann welche Impfmengen kommen und besser, mehr und schneller als später und weniger", sagte Söder. Das derzeitige Stop-and-go wolle niemand und führe nur zu weiterer Verunsicherung und nicht absehbaren Folgen. "Impfen ist die große Hoffnung, doch Impfen war bislang allerdings eher eine Enttäuschung."

Montag, 1. Februar, 10.30 Uhr: Illegale Faschingsfeier in Corona-Hotspot

Etwa 90 Menschen haben sich am Sonntag in Thüringens Corona-Hotspot Jüchsen zu einem Faschingsumzug versammelt. Der Grabfelder Ortsteil weise die größte Inzidenz in Thüringen auf und gelte demnach als Hotspot, so die Polizei. Laut Angaben eines Polizeisprechers haben sich die Teilnehmenden über Soziale Netzwerke verabredet. Auch Pferde und teils geschmückte Fahrzeuge waren am Umzug beteiligt. Wie der MDR berichtet, seien Mindestabstände und Hygienevorschriften nicht eingehalten worden. Gegen Nachmittag sei die illegale Versammlung durch ein Großaufgebot der Polizei aufgelöst worden. Laut MDR wurden mehrere Strafanzeigen wegen Beleidigung und Widerstand gegen Polizeibeamte gestellt. Die Polizei rechnet noch mit weiteren Anzeigen im Laufe der Ermittlungen. Mehr dazu lesen Sie hier.

Montag, 1. Februar, 10.15 Uhr: Söder im Interview über Fastnacht und Corona: "Im Fernsehen ist Fasching zulässig"

Der Ministerpräsident stellt weitere Hilfen für soloselbstständige Künstler in Aussicht und freut sich auf „Fastnacht in Franken“. Allerdings anders als sonst. Das Interview mit Markus Söder lesen Sie hier.

Montag, 1. Februar, 9.40 Uhr: Sieben-Tage-Inzidenz: Werte sinken weiter im Allgäu

Mit etwas Verspätung hat heute das Robert-Koch-Institut (RKI) die aktuellen Corona-Zahlen veröffentlicht. Im Allgäu sinken die Werte bei der Sieben-Tage-Inzidenz weiter: Das Unterallgäu nähert sich immer mehr der 100er-Marke, das Oberallgäu und Kempten der 50er-Marke. Darunter bleiben weiterhin Kaufbeuren und das Ostallgäu. Die aktuellen Zahlen finden Sie hier.

Montag, 1. Februar, 9.30 Uhr: 5608 Corona-Neuinfektionen und 175 neue Todesfälle gemeldet

Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 5608 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Außerdem wurden 175 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet, wie aus Zahlen des RKI von Montag hervorgeht. Vor genau einer Woche hatte das RKI 6729 Neuinfektionen und 217 neue Todesfälle binnen 24 Stunden verzeichnet.

Die erfassten Fallzahlen sind an Montagen in der Regel geringer, unter anderem weil am Wochenende weniger getestet wird. Außerdem wurden laut RKI aus Sachsen-Anhalt keine Daten übermittelt.

Der Höchststand von 1244 neuen gemeldeten Todesfällen war am 14. Januar erreicht worden. Bei den binnen 24 Stunden registrierten Neuinfektionen war mit 33.777 am 18. Dezember der höchste Wert gemeldet worden - darin waren jedoch 3500 Nachmeldungen enthalten.

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag laut RKI am Montagmorgen bei 91. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden.

Das RKI zählt seit Beginn der Pandemie 2.221.971 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 01.02., 00.00 Uhr). Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte noch deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 57 120.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Sonntagabend bei 0,91 (Vortag 0,92). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 91 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

Montag, 1. Februar, 8.45 Uhr: Corona lässt deutschen Bier-Absatz auf historisches Tief sinken

Die Corona-Krise hat den Bierabsatz in Deutschland auf ein historisch niedriges Maß gedrückt. Die Brauereien und Bierlager setzten im vergangenen Jahr mit 8,7 Milliarden Litern 5,5 Prozent weniger ab als im Jahr 2019, wie das Statistische Bundesamt am Montag in Wiesbaden berichtete. Es war der niedrigste Wert seit der Neufassung des Biersteuergesetzes im Jahr 1993, das die Grundlage der Statistik bildet. Mehr dazu lesen Sie hier.

Montag, 1. Februar, 8.30 Uhr: Merkel hat gedämpfte Erwartungen vor "Impfgipfel" am Montag

Es ist zumindest ein kleiner Schritt: Nach massiver Kritik sagt Astrazeneca zu, der EU doch mehr Impfstoff zu liefern als angekündigt. In Deutschland hat die Kanzlerin zu einem Spitzentreffen geladen. Doch große Hoffnungen auf schnelle Ergebnisse gibt es nicht. Mehr dazu lesen Sie hier.

Montag, 1. Februar, 8.25 Uhr: Ryanair rechnet mit fast einer Milliarde Euro Verlust

Europas größter Billigflieger Ryanair erwartet wegen des Einbruchs des Reiseverkehrs während der Corona-Pandemie im laufenden Geschäftsjahr 2020/21 einen Verlust von fast einer Milliarde Euro. Zwar lasse sich die Entwicklung angesichts der Änderungen von Reisebeschränkungen schwer vorhersagen, doch prognostiziere das Management angesichts der Impfkampagnen für das bis Ende März laufende Geschäftsjahr "verhalten optimistisch" ein Minus von 850 bis 950 Millionen Euro, teilte das Unternehmen am Montag in Dublin mit. Erst Anfang Januar hatte Ryanair wegen der Verschärfung von Lockdowns seine ohnehin schon dürren Geschäftspläne für den Winter noch weiter zusammengestrichen.

Ryanair rechnet seither für das Geschäftsjahr 2020/2021 nur noch mit 26 bis 30 Millionen Fluggästen, wobei laut der Mitteilung vom Montag eine Zahl eher am unteren Ende wahrscheinlicher sei. In den drei Monaten bis Dezember hatte das Unternehmen insgesamt nur noch 8,1 Millionen Fluggäste und damit 78 Prozent weniger als vor einem Jahr. Unter dem Strich fiel ein Verlust von knapp 321 Millionen Euro an. Im Vorjahreszeitraum hatte Europas größter Billigflieger noch fast 88 Millionen Euro verdient.

Nach der Corona-Krise will Konzernchef Michael O'Leary aber wieder durchstarten. Im übernächsten Geschäftsjahr soll bei der Zahl der Fluggäste wieder das Vorkrisenniveau erreicht werden. Bis zum Geschäftsjahr 2026 soll die Zahl der jährlichen Fluggäste auf 200 Millionen wachsen. Erst im Dezember hatte der Konzern die Bestellungen für die Boeing 737 Max um 75 auf 210 Stück aufgestockt.

Montag, 1. Februar, 7.45 Uhr: Lockdown in Israel verlängert: Auch Flughafen bleibt geschlossen

Der seit mehr als drei Wochen geltende Corona-Lockdown in Israel wird zunächst bis Freitag verlängert. Dies beschloss die Regierung in der Nacht zum Montag nach stundenlangen Debatten. Die Maßnahme soll bis Freitagfrüh um 07.00 Uhr Ortszeit (06.00 Uhr MEZ) gelten. Am Mittwoch will die Regierung jedoch erneut darüber beraten, ob eine weitere Verlängerung notwendig ist. Die Menschen dürfen sich laut Corona-Vorschriften nur in Ausnahmefällen mehr als 1000 Meter von ihren Wohnorten entfernen. Der internationale Flughafen Ben Gurion bei Tel Aviv solle bis Sonntag um Mitternacht (Ortszeit) für den Flugverkehr geschlossen bleiben, hieß es in einer Mitteilung des Büros von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu. Es gibt nur wenige humanitäre Ausnahmefälle. Rückkehrer aus allen Ländern müssen sich von Dienstag an wieder zur Quarantäne in sogenannte Corona-Hotels begeben.

Das israelische Parlament hatte am Sonntag eine Erhöhung von Bußgeldern für Corona-Verstöße gebilligt. Die Strafe für die verbotene Öffnung von Erziehungseinrichten, Geschäften oder Festhallen soll auf umgerechnet 2500 Euro erhöht werden. Verteidigungsminister Benny Gantz hatte die Erhöhung der Bußgelder als Bedingung für seine Zustimmung zu einer Verlängerung des Lockdowns genannt.

Besonders in ultraorthodoxen Wohngegenden war es zu zahlreichen Verstößen gekommen. Dies löste bei anderen Bevölkerungsgruppen Zorn aus. Am Sonntag hatten Tausende strengreligiöse Männe an zwei Begräbnissen teilgenommen und damit gegen die Corona-Regeln verstoßen. Sechs Wochen nach Beginn der Impfkampagne in Israel haben mehr als drei Millionen Menschen im Land die Erstimpfung gegen das Coronavirus erhalten. Das ist etwa ein Drittel der Bevölkerung. Rund 1,8 Millionen Israelis sind bereits zweimal geimpft worden. Gleichzeitig bleiben die Infektionszahlen in dem kleinen Mittelmeerland sehr hoch.

Montag, 1. Februar, 7.05 Uhr: Biontech will bis zu 75 Millionen Impfdosen mehr an EU liefern

Der Impfstoffhersteller Biontech kann nach eigenen Angaben im zweiten Quartal möglicherweise bis zu 75 Millionen zusätzliche Dosen seines Vakzins an die Europäische Union ausliefern. Das teilte das Mainzer Unternehmen am Montagmorgen mit - wenige Stunden vor dem Impfgipfel von Bund und Ländern. "Wir arbeiten weiterhin an der Erhöhung der Lieferungen ab der Woche vom 15. Februar, um die vertraglich festgelegte Lieferung der vollen Menge an Impfstoffdosen im ersten Quartal sicherzustellen", wird Biontech-Finanzvorstand Sierk Poetting in der Mitteilung zitiert. "Außerdem könnten wir im zweiten Quartal bis zu 75 Millionen Dosen mehr an die Europäische Union ausliefern."

Weil die Kritik am schleppenden Impfstart, den Lieferschwierigkeiten einzelner Hersteller und den Problemen bei der Terminvergabe nicht abreißt, will Kanzlerin Angela Merkel (CDU) an diesem Montag mit den Ministerpräsidenten, Bundesministern und Vertretern der Pharmabranche über die Lage beraten. Zahlreiche Politiker und Verbandsvertreter haben mehr Klarheit über Zeitpläne, Prioritäten für Bevölkerungsgruppen und verfügbare Impfstoffe gefordert. Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) plädierte in einem Brief an Merkel für einen nationalen Impfplan.

Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) warnte vor übertriebenen Erwartungen: "Wir können durch einen Gipfel alleine noch nicht mehr Impfstoffe produzieren", sagte er am Sonntagabend in der Talkshow "Die richtigen Fragen" auf Bild live. Wichtig sei, dass man zunächst ein einheitliches Bild bekomme, wo die Schwierigkeiten lägen. Die Bundesregierung könne den Ländern auch nur die Lieferdaten und -mengen nennen, die sie von den Herstellern bekomme.

Montag, 1. Februar, 6.50 Uhr: CSU-Vorstand diskutiert heute Vormittag über Impfchaos, Corona und Wahlprogramm

Auch im Januar 2021 kann der CSU-Parteivorstand nur per Videoschalte beraten. Dabei wird es aber nicht nur um die Pandemie gehen. Der Blick geht auch nach vorne. Ein Überblick.

Montag, 1. Februar, 6.40 Uhr: Abschlussklassen ab Montag in Bayern zurück im Schulhaus

Dank sinkender Corona-Neuinfektionen dürfen die ersten Schüler in Bayern heute wieder in ihrem Klassenraum lernen. Mehr dazu lesen Sie hier.

Montag, 1. Februar, 6 Uhr: Corona-Bonus? Ausgleich für Feiertage am Wochenende gefordert

Einen guten Morgen wünscht das Digitalteam der Allgäuer Zeitung. Noch liegen die aktuellen Zahlen des Robert-Koch-Instituts nicht vor. Politiker mehrerer Parteien machen sich dafür stark, dass Feiertage, die auf ein Wochenende fallen, in diesem Jahr als Corona-Bonus an Werktagen nachgeholt werden dürfen. Hintergrund ist nach einem Bericht der "Saarbrücker Zeitung" (Montag), dass diesmal ungewöhnlich viele Feiertage auf ein Wochenende fallen, darunter der Tag der Arbeit am 1. Mai, der Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober sowie die Weihnachtsfeiertage.

SPD-Fraktionsvize Dirk Wiese sagte dem Blatt, da dies so sei, "wäre es eine Anerkennung und ein einfacher Corona-Bonus, wenn der darauffolgende Montag dann frei wäre für die Beschäftigten". Der Bundesgeschäftsführer der Linken, Jörg Schindler, forderte, Arbeitgeber zum Ausgleich solcher Feiertage zu verpflichten und das Arbeitszeitgesetz entsprechend zu ändern. Die arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Grünen, Beate Müller-Gemmeke, betonte: "Feiertage sind für die Menschen Tage der Erholung." Deshalb müsse nun "unaufgeregt" über das Thema debattiert werden.

Die Linksfraktion im Bundestag hatte schon mehrfach Vorstöße für entsprechende Ausgleichsregelungen unternommen. 2018 wies sie in einem Antrag darauf hin, dass es in mehr als 85 Ländern Kompensationsregelungen für Feiertage gebe, die auf einen Sonntag fallen.

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Alle Entwicklungen vom 22. Januar bis 01. Februar lesen Sie in Teil 41 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu.

Alle Entwicklungen vom 17. Januar bis 21. Januar lesen Sie in Teil 40 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu.

Alle Entwicklungen vom 13. Januar bis 16. Januar lesen Sie in Teil 39 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu.

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Alle Entwicklungen vom 27. bis 31. Dezember lesen Sie in Teil 37 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu.

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