Eishockey

ESC Kempten: Nikolas Oppenberger ist wieder zurück beim Bayernligisten

Stürmer Nikolas Oppenberger bleibt dem Eishockey-Bayernligisten ESC Kempten erhalten. Der 32-Jährige verlängerte seinen Vertrag um eine weitere Saison.

Stürmer Nikolas Oppenberger bleibt dem Eishockey-Bayernligisten ESC Kempten erhalten. Der 32-Jährige verlängerte seinen Vertrag um eine weitere Saison.

Bild: Ralf Lienert

Stürmer Nikolas Oppenberger bleibt dem Eishockey-Bayernligisten ESC Kempten erhalten. Der 32-Jährige verlängerte seinen Vertrag um eine weitere Saison.

Bild: Ralf Lienert

Nach einer Saison beim EV Lindau in der Oberliga kehrt Stürmer Nikolas Oppenberger zurück zum ESC Kempten. Warum er sich dort auch im Nachwuchs engagiert.
04.05.2021 | Stand: 15:10 Uhr

Eine wichtige Personalie vermeldet Eishockey-Bayernligist ESC Kempten: Mit Nikolas Oppenberger bleibt ein absoluter Leistungsträger erhalten. Der 32-jährige Stürmer absolvierte, nachdem die Bayerliga-Runde coronabedingt abgebrochen wurde, den Rest der vergangenen Saison beim Oberligisten EV Lindau Islanders. Nun kehrt er zurück zu seinem Heimatverein.

Herr Oppenberger, wie lief es denn in Lindau? Wie groß ist der Unterschied zur Bayernliga?

Nikolas Oppenberger: Ich bin ganz zufrieden, sportlich ist das natürlich etwas anderes. Ein Wechsel mitten in der Saison ist nicht ganz einfach, aber es hat schon gut geklappt. Eine Saison ohne Eishockey wäre für mich gar nicht denkbar gewesen. Die Top-Mannschaften aus der Bayernliga könnten auch in der Oberliga mitspielen. Wenn man sich auf zwei oder drei Positionen gezielt verstärkt und hart arbeitet, kann man da mithalten. Es ist intensiver, robuster und schneller. Vor allem die Special-Teams in Unter- und Überzahl sind wichtig, da insgesamt weniger Fehler gemacht werden.

Ein einzelnes Spiel ohne Zuschauer hat man schon das eine oder andere Mal erlebt, aber wie fühlt es sich an, eine komplette Saison ohne Fans zu absolvieren? Vor allem die Derbys gegen Füssen und Memmingen.

Oppenberger: Merkwürdig, auch wenn man sich im Laufe der Saison daran gewöhnt. Aber die Fans und die Stimmung sind nun mal das Salz in der Suppe beim Sport. Auch der Heimvorteil fällt weg, wenn man die eigenen Fans zuhause nicht im Rücken hat. Gerade in den Play-offs gegen Selb wäre das eine andere Atmosphäre gewesen.

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Wäre denn auch in der Bayernliga eine Saison ohne Zuschauer möglich?

Oppenberger: Aus sportlicher Sicht wäre es immer noch besser, eine Saison ohne Zuschauer zu spielen, als gar keinen Amateursport mehr zu haben. So etwas wie im vergangenen Jahr, als die Spielzeit nach zwei Monaten abgebrochen wurde, wollen wir nicht nochmal erleben. Man muss einfach alles dafür tun, damit wir in der nächsten Runde, wie auch immer, mit Zuschauern spielen können. Sei es geimpft oder mit Schnelltests. Man kann nicht immer nur alle Leute wegsperren. Die Sportvereine mit ihren Hygienekonzepten helfen dem Staat ja auch bei der Eindämmung der Pandemie.

Wie halten Sie sich über den Sommer fit?

Oppenberger: Mit Fahrradfahren und, wenn wir das wieder dürfen, mit Inlinehockey. Das sind meine Sportarten im Sommer. Dann hoffentlich auch wieder im Sommertraining in kleinen Gruppen. Dies ist mit dem notwendigen Abstand im Stadion oder draußen im Freien eigentlich problemlos möglich.

Ihr Einsatz beim ESC Kempten geht über die erste Mannschaft hinaus. Sie trainieren auch den Nachwuchs ...

Oppenberger: Das stimmt. Zusmmen mit Alessandro Feldmeier trainiere ich die U15. Im Moment mache ich den Trainerschein, damit ich zu Saisonbeginn bereit bin. Die Module dazu finden online statt. Wie es mit dem geplanten Block auf dem Eis in Landshut aussieht, müssen wir abwarten.

Spürt man denn als Top-Spieler einen größeren Respekt beim Nachwuchs?

Oppenberger: Das kann ich so jetzt noch nicht sagen, da fehlen mir noch die Erfahrungswerte. Auf jeden Fall hören die Jungs gut zu und sind bei der Sache. Ich weiß es noch aus meiner eigenen Zeit im Nachwuchs: Wenn ein Spieler aus der ersten Mannschaft als Trainer kam, war das eine Extra-Motivation für mich.

Wenn Sie für die nächste Saison einen Wunsch frei hätten, welcher wäre das?

Oppenberger: Dass wir eine Saison mit möglichst vielen Zuschauern spielen können.

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