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Freie Fahrt für Käpt’n Nico

Motorsport Abt-Fahrer Müller erhält von Audi grünes Licht für DTM-Rennen am Nürburgring. Wie er sich darauf vorbereitet
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Von Ralf Lienert
12.09.2019 | Stand: 15:36 Uhr

Wer gewinnt das Deutsche Tourenwagen Masters 2019? Eine Antwort auf diese Frage könnte es bereits an diesem Wochenende auf dem Nürburgring geben. Einer der Top-Favoriten kommt aus dem Kemptener Rennstall Abt Sportsline. Sportdirektor Thomas Biermaier hat nach den Stallorder-Vorwürfen gegen Audi das Motto ausgegeben: Freie Fahrt für Nico Müller.

Vor den letzten vier DTM-Rennen haben rechnerisch noch fünf Piloten die Möglichkeit, die Fahrermeisterschaft zu gewinnen: René Rast (Audi/234 Punkte), Nico Müller (Abt-Audi/214), Marco Wittmann (BMW/167), Philipp Eng (BMW/140) und Mike Rockenfeller (Audi/138). Müller nutzte die drei Wochen Pause zum Wasserskifahren mit Lebensgefährtin Viktoria Paschold in seiner Heimat am Thuner See in der Schweiz. „Ich habe es genossen, den einen oder anderen freien Tag zu haben, mit dem Rad um den See zu fahren, Familie und Freunde zu treffen.“ Jetzt fiebert Müller seinem 100. DTM-Rennen entgegen: „Diese Marke in einer so hart umkämpften Serie zu erreichen macht mich sehr stolz.“

Dabei will der Eidgenosse an seine Erfolgsserie anknüpfen. Müller ist der einzige Fahrer, der in jedem der bisherigen 14 Saisonrennen die Top Ten und damit Punkte erreicht hat. Saisonübergreifend schaffte es der Schweizer sogar bei 18 Rennen in Folge unter die besten Zehn. Damit fährt er in der Spur von Ex-Abt-Champion Mattias Ekström. Der Schwede hält seit vielen Jahren die Bestmarke für aufeinanderfolgende Rennen mit Punkten. Dem Wahl-Münchner gelang das Kunststück, von 2003 bis 2005 saisonübergreifend 24 Mal zu punkten.

Für den neuen Abt-Sportsline-Geschäftsführer Thomas Biermaier ist klar: „Wir gehen den Nürburgring so wie die Rennen Nummer 97 und 98 an. Da war Müller gleich zweimal auf dem Podium.“ Für den 27-jährigen Schweizer ist es wieder ein Highlight, auf dem Grand-Prix-Kurs beziehungsweise der Kurzanbindung zu fahren: „Es hat dort leidenschaftliche Fans. Die Strecke ist sehr technisch. Es ist wichtig, den richtigen Rhythmus zu finden. Gerade im ersten Sektor kann man viel Zeit gewinnen oder verlieren.“

Die Äbte haben noch ein zweites Ass im Ärmel. Robin Frijns stand bei den letzten vier DTM-Rennen dreimal auf dem Podium. Der Niederländer hat sich nach dem Lausitzring mit seiner Freundin einen Kurzurlaub auf der griechischen Insel Santorini gegönnt. Jetzt schickt er sich an, zusammen mit Müller die Teammeisterschaft nach Kempten zu holen. Auf dem Lausitzring hat das Team Abt Sportsline die Führung vom Team Rosberg übernommen, allerdings nur mit 22 Punkten Vorsprung. 192 Punkte werden noch vergeben.

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