Große Pläne

Der jüngste Bürgermeister der kleinsten Gemeinde im Landkreis Weilheim-Schongau: So waren die ersten 100 Tage im Amt

Mit gerade mal 26 Jahren ist Andreas Echtler zum Bürgermeister gewählt worden. Doch der jüngste Bürgermeister der kleinsten Gemeinde hat bereits große Pläne.

Mit gerade mal 26 Jahren ist Andreas Echtler zum Bürgermeister gewählt worden. Doch der jüngste Bürgermeister der kleinsten Gemeinde hat bereits große Pläne.

Bild: Werner Böck

Mit gerade mal 26 Jahren ist Andreas Echtler zum Bürgermeister gewählt worden. Doch der jüngste Bürgermeister der kleinsten Gemeinde hat bereits große Pläne.

Bild: Werner Böck

Mit 26 Jahren lenkt Andreas Echtler als jüngster Bürgermeister die Geschicke Prems. Eine Sache liegt ihm dabei ganz besonders am Herzen.
05.08.2020 | Stand: 17:16 Uhr

Die kleinste Gemeinde mit dem jüngsten Bürgermeister im Landkreis Weilheim-Schongau. So kann sich seit rund 100 Tagen das idyllische Dorf Prem mit seinen 890 Einwohnern nennen. Der 26-jährige Andreas Echtler gewann die Kommunalwahl im Frühjahr mit knapp 60 Prozent gegen seinen Mitbewerber Michael Christa.

Erste Tage noch "relativ ruhig"

Egal, wie sehr man plant, meistens kommt es doch anders. So auch bei dem gelernten Bankkaufmann Andreas Echtler, der während seines Bachelor-Studiums der Betriebswirtschaft im elterlichen Schreinerbetrieb Sieber einstieg. Auf die Frage, wie es schlussendlich doch zu der Entscheidung kam, in die Kommunalpolitik einzusteigen und sich auf der offiziellen Nominierungsversammlung von der CSU als Bürgermeister-Kandidat aufstellen zu lassen, antwortet Echtler: „Weil mir die Entwicklung des Ortes sehr am Herzen liegt!“ Die ersten Tage in seinem neuen Ehrenamt waren noch „relativ ruhig“ und von vielen Erstterminen geprägt.

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In neue Aufgabe hineinwachsen

Für ihn ist es jetzt Zeit, in die neue Aufgabe hineinzuwachsen. Er stützt sich dabei auf einen jungen engagierten Gemeinderat, der „alle Seiten“ der Bevölkerung abdeckt, sowie den guten Mitarbeitern in der Verwaltung und im Bauhof. „Ich weiß noch gar nicht, wie zeitaufwendig diese Aufgabe als Ehrenamt für mich ist und wie weit dies in meine berufliche Arbeit in der Schreinerei eingreifen wird.“

Echtler will Baugrund für junge Menschen schaffen

Echtler hat jedoch bereits Pläne, um die erfolgreiche Arbeit von Vorgänger Herbert Sieber fortzuführen. Dazu gehören unter anderem die Schaffung von Baugrund für junge Leute, der Wegebau für die Landwirtschaft sowie die Unterstützung des Vereinslebens. „Nur durch ein solch vorbildliches und funktionierendes Vereinsleben, wie man es in Prem vorfindet, kann eine Gemeinde mit viel Lebensqualität überzeugen und somit attraktiv für Jung und Alt bleiben.“ Auch die Nahversorgung sowie die Schaffung von alters- und behindertengerechtem Wohnraum sind für ihn wichtig.

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Das erste größere Projekt

Erstes größeres Projekt wird die weitere Verwendung der alten Schule sein. Dazu wurde in den ersten Sitzungen bereits eine Sanierungsberaterin für den Ortskern bestellt. Darüber hinaus strebt der junge Bürgermeister an, ein guter, fairer und vor allem unkomplizierter Partner für bestehende wie auch für neue Betriebe zu sein. „Regionale Unternehmen sind sehr wichtig für eine Gemeinde. Sie schaffen Arbeitsplätze und bringen ein nachhaltiges Einkommen in die Gemeindekasse, das notwendig für zukünftige Investitionen ist.“