Festival in Füssen

„Ein Teil vom Ganzen“ Festival lockt zahlreiche Besucher in den Magnuspark

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Musik und eine Ausstellung in der Kunsthalle am Lech mit Arbeiten der Holzbildhauerin Julia Hiemer und des Malers Peter Jente standen auf dem Programm des Festivals „Ein Teil vom Ganzen“ im Magnuspark. Im Freigelände tummelten sich auch viele Familien mit Kindern.

Bild: Fotos: Werner Hacker

Musik und eine Ausstellung in der Kunsthalle am Lech mit Arbeiten der Holzbildhauerin Julia Hiemer und des Malers Peter Jente standen auf dem Programm des Festivals „Ein Teil vom Ganzen“ im Magnuspark. Im Freigelände tummelten sich auch viele Familien mit Kindern.

Bild: Fotos: Werner Hacker

Erste Veranstaltung der neu gegründeten Kulturinitiative Füssen Süd zieht mehr als 500 Erwachsene und viele Kinder an und in die Kunsthalle am Lech.
22.09.2021 | Stand: 05:45 Uhr

„Geht Ihr auch in die Hanfwerke?“, ist am frühen Samstagnachmittag ein Pärchen von anderen jungen Leuten an der Lechhalde in Füssen gefragt worden. Über die frisch sanierte Lechbrücke zum Magnuspark, wie das Areal des einst größten regionalen Unternehmens längst heißt, zog es Scharen von Besuchern, die bis in die Nacht das Festival „Ein Teil vom Ganzen“ erlebten. Das Angebot aus Bildenden Künsten und populärer Musik wurde erstmals konzipiert.

Es wurde professionell auf die Beine gestellt – und kam glänzend an. Mehr als 500 Besucher zählten die Veranstalter, Kinder nicht mitgezählt. Die waren auf dem Festivalgelände nicht zu übersehen, wo sie zahlreich mit ihren Eltern unterwegs waren. Und so manche Oma freute sich mit ihrem Enkelkind über leckeres Eis von Beppos Eiskutsche.

Festival in Füssen begeistert Magnuspark-Managerin

Voll des Lobes für die Leistung des Organisationsteams aus der erst im vergangenen Sommer gegründeten Kulturinitiative Füssen Süd war zum Beispiel Ariana Rehmann. Die Managerin, die im Magnuspark Ansprechpartnerin für die geschäftstreibenden und kreativ arbeitenden Mieter ist, erklärte gegenüber unserer Zeitung: „Man sieht, dass es gemeinsam gelungen ist, zu einem neuen Festival einzuladen, das angenommen wird.“ Für die Idee, die Claus Haas, Geschäftsführer der hier schon lange ansässigen Lederwerkstatt „Häute“, an die Managerin herangetragen hatte, habe sie sich sofort begeistern können.

Live-Musik – hier mit der Band „Tain“ mit Musikern aus Schongau und Lechbruck, war auf dem Festival geboten.
Live-Musik – hier mit der Band „Tain“ mit Musikern aus Schongau und Lechbruck, war auf dem Festival geboten.
Bild: Werner Hacker

Das Festival war konzeptionell mehrteilig aufgebaut. Wer Live-Musik erleben wollte, war schon von der Band „Tain“ mit Musikern aus Schongau und Lechbruck gut bedient. Der Bluesrock erntete Beifall. Um ein zweites Teilstück zu erleben, durfte man – mit Maske – die große Kunsthalle am Lech besuchen. Sie war geöffnet für die überregional bekannten heimischen Künstler: Peter Jente zeigte Gemälde und Holzbildhauerin Julia Hiemer war mit lebensgroßen Skulpturen vertreten, die menschliche Körper in Posen darstellen: liegend, stehend, aber immer den Betrachter sinnlich ansprechend.

Außengelände als Ort für Begegnung

Das Herz des Festivals war zweifellos das Außengelände als Ort für Begegnungen. Füssen zeigte – mit Kind und Kegel – sein junges Gesicht. „Ein Haufen Leute sind hier, darunter viele Bekannte“, freute sich eine Besucherin. Die versammelten Generationen einer Familie und die jungen Cliquen, denen sich – mit Getränken und Essen gut versorgt – schon die nächste tolle Band auf der Bühne vorstellte, wurden von den Musikern gut unterhalten, die nacheinander auf die Bühne traten.

Auch Kunst war in den Hallen geboten.
Auch Kunst war in den Hallen geboten.
Bild: Werner Hacker

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Sie war links neben dem Durchgang zu weiteren Werkstätten aufgebaut. Anklang bei den Besuchern fand nicht zuletzt der Hauptact, den das aus München angereiste „Minimal Techno Jazz Piano Trio“ servierte. Auf dem ehemaligen Gelände der Textilwerke, wo unzählige Arbeiter aus nah und fern ihr Auskommen im Schichtbetrieb fanden, durfte getanzt werden.

Seine Mitglieder eingeladen, beim Event dabei zu sein, hatte übrigens Vorsitzender Andreas Ullrich vom Bund der Selbstständigen (BdS) Füssen. Aus der Kulturinitiative ist zu hören: Neue Ideen und Beteiligung an ihrer Arbeit sind erwünscht.