Füssen

In Füssen einen Blick ins Mittelalter werfen

Mittelalter

Schmieden war im Mittelalter angesagt: Diese Handwerkskunst wird im Freyberg-Park in Füssen den Besuchern demonstriert.

Bild: Werner Hacker

Schmieden war im Mittelalter angesagt: Diese Handwerkskunst wird im Freyberg-Park in Füssen den Besuchern demonstriert.

Bild: Werner Hacker

Bei Markt im Freyberg-Park können Besucher noch bis Sonntag viel entdecken. Was beim Gesundheitsschutz zu beachten ist

Von Werner Hacker
27.06.2020 | Stand: 11:45 Uhr

Die Besucher haben gestern am Vormittag nicht auf sich warten lassen, um einen Bummel im Freyberg-Park am Bahnhof zu machen, wo noch bis einschließlich Sonntag ein Mittelaltermarkt stattfindet. Die Gewitterwolken über den Marktständen kommentierte Christian Baumer aus dem Füssener Veranstalterteam Bavamont gelassen: „Wir hatten bei früheren Veranstaltungen 30 Grad“, sagte er. Dies sei für Teilnehmer im mittelalterlichen Festgewand oder Rüstung nicht ideal.

In der Drachenküche den Hunger stillen

Folglich herrschten recht gute Bedingungen, um die Händler, die aus mehreren europäischen Ländern angereist sind, und das schaulustige Publikum miteinander Kontakte knüpfen zu lassen. Zuschauen, wie ein Schmied seinem traditionsreichen Handwerk nachgeht, Rüstungen für alle Größen entdecken und den Hunger – etwa als Gast an der Drachenküche – zu stillen, lässt die verbrachte Zeit zwischen den Ständen wie im Flug vergehen. Engelsfiguren und Hexen aus kunsthandwerklichen Werkstätten sind hier zu bewundern, die fünfjährige Juna wiederum hat einen Bogen aus Holz entdeckt. Im Gespräch mit den Eltern aus dem Augsburger Raum ist zu erfahren, dass Juna es mag, wenn ihr Geschichten über Prinzessinnen vorgelesen werden. Der Markt präsentiert auch Schmuckstücke, Spielsachen und Vieles, was sich auch heute im Alltag als überaus nützlich erweisen wird.

Baumer weist darauf hin: „Die Besucher tragen Masken zum allgemeinen Gesundheitsschutz.“ Die Veranstaltung – dieses Mal ohne Auftritte von Musikgruppen, aber dreitägig – wurde möglich, weil der städtische Marktmeister Markus Guggemos und Bavamont an einem Strang zogen, um Einheimischen und Gästen eine unterhaltsame Zeitreise anbieten zu können. Der Markt wird gut angenommen, wie gestern von Anfang an gut zu beobachten war. Der Eintritt ist frei. Die Öffnungszeiten sind jeweils von 10 bis 18 Uhr.