Füssen

In neun Jahren viel gepredigt, gesungen, gekocht und gelacht

Eine Schubkarre voll mit Geschenken erhielt Pfarrer-Ehepaar Huber von der Füssener Kirchengemeinde zum Abschied.

Eine Schubkarre voll mit Geschenken erhielt Pfarrer-Ehepaar Huber von der Füssener Kirchengemeinde zum Abschied.

Bild: Heike Heel

Eine Schubkarre voll mit Geschenken erhielt Pfarrer-Ehepaar Huber von der Füssener Kirchengemeinde zum Abschied.

Bild: Heike Heel

Das Pfarrer-Ehepaar Ilka und Andreas Huber wechselt von Füssen an den Schliersee. Welches Geschenk es zum Abschied gegeben hat.

Eine Schubkarre voll mit Geschenken erhielt Pfarrer-Ehepaar Huber von der Füssener Kirchengemeinde zum Abschied.
Von Heike Heel
04.08.2020 | Stand: 18:00 Uhr

Das Pfarrer-Ehepaar Ilka und Andreas Huber hat sich in Füssen mit viel Engagement für die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde eingebracht. Das unterstrich der stellvertretende Dekan Pfarrer Dr. Wolfgang Thumser aus Kempten beim Abschiedsgottesdienst für das Paar, das nach neun Jahren in Füssen nun an den Schliersee wechselt.

Mit einer feierlichen Eröffnung durch den Posaunenchor begann der Festgottesdienst in der Füssener Christuskirche mit rund 100 Festgästen. Dazu waren Gemeindemitglieder, Familie, Freunde und Kollegen gekommen, um sich vom Pfarrer-Ehepaar Huber zu verabschieden. Viele der Gäste wurden von Pfarrerin Huber persönlich begrüßt, der es sichtlich schwer fiel, sich von lieb gewonnen Menschen zu trennen, mit denen im Laufe der Jahre eine enge und kreative Zusammenarbeit stattgefunden hatte. Die Sonntagslesung aus dem Johannesevangelium übernahm Kirchenvorstandsmitglied Norbert Dietz, an der Orgel spielte Carmen Schrödle und die Oboe blies Michaela Tartler von der Sing- und Musikschule Kempten, die für einen besonders festlichen Rahmen sorgten.

Mit Freude für die Kirchengemeinde tätig

In seiner letzten Predigt sprach Pfarrer Andreas Huber seine tiefe Dankbarkeit für das Vertrauen aus, das er und seine Familie in der Füssener Zeit erfahren durfte. Der stellvertretende Dekan Pfarrer Dr. Wolfgang Thumser aus Kempten sprach in seiner Predigt zum Thema „Taler, Taler du musst wandern“ über die ständigen Veränderungen, die im stetigen Wechsel mit Stabilität stehen. Jeder Aufbruch ist verbunden mit Freude und Hoffnung, aber auch ein gespanntes Bangen auf alles Neue. Er lobte die Arbeit der beiden ausscheidenden Pfarrer, die mit viel Engagement und Freude für ihre Kirchengemeinde tätig waren. Es wurde viel gepredigt, gesungen, gekocht, gespielt und gelacht. Für die kommenden Aufgaben in der neuen Gemeinde wünschte er dem Ehepaar viel Glück, gab ihm Segenswünsche mit auf den Weg und entpflichtete es von den Ämtern in der Füssener Kirchengemeinde.

Herzliche Grußworte sprach Pfarrer Markus Dörre von der Pfarreiengemeinschaft am Forggensee. Er hob besonders die Ökumene hervor, die sich in den vergangenen Jahren vom hässlichen Entlein zum schönen Schwan entwickelt habe. Er überreichte sinnbildlich dafür eine handgefertigte Schwanenfigur als Andenken an die Zeit am Forggensee, die jetzt an den Schliersee umzieht.

Eine Sammlung an Kochrezepten

Ein weiteres Grußwort übernahm die Vertrauensfrau des Kirchenvorstands Annerose Schneider, die sich mit sehr persönlichen Worten von den beiden Freunden, mit denen sie viel Zeit im Kirchenküchenteam beim Kochen verbrachte, verabschieden musste. Sie warf einen Rückblick auf die vergangenen Jahre und übergab als Geschenk eine Sammlung an Kochrezepten, die im Laufe der Zeit in der Gemeinde zusammengetragen wurde. Sie erwähnte die Tatkraft und den Elan, mit dem das Pfarrer-Ehepaar Huber stets an ihre Aufgaben gingen. Die Pfarrer waren sich auch nicht zu schade, wenn es mal nötig war, mal den Kirchenboden zu putzen. Regionalität und Bodenständigkeit zeichneten die Eheleute aus und ihre Arbeit für die Füssener Gemeinde könne nicht hoch genug gelobt werden. Als Abschiedsgeschenk wurde eine Schubkarre mit Grill und jeder Menge Zubehör vom Kirchenvorstand, Förderverein und anderen Beteiligten überbracht.

Ein anschließender Empfang war in der momentanen Situation nicht möglich, aber für ein kurzes Gespräch und eine persönliche Verabschiedung war nach dem Gottesdienst noch Zeit eingeplant, bevor die Koffer und Kisten gepackt werden und der Umzug an den Schliersee Ende August ansteht.