Kirchengemeinde

Lebendiger Adventskalender in Pfronten geplant

Bereits an seinen früheren Wirkungsstätten ist es Pfarrer Andreas Liedtke gelungen, einen „Lebendigen Adventskalender“ zu gestalten. Nun will er diese ökumenische Aktion auch in Pfronten umsetzen.

Bereits an seinen früheren Wirkungsstätten ist es Pfarrer Andreas Liedtke gelungen, einen „Lebendigen Adventskalender“ zu gestalten. Nun will er diese ökumenische Aktion auch in Pfronten umsetzen.

Bild: Andreas Liedtke

Bereits an seinen früheren Wirkungsstätten ist es Pfarrer Andreas Liedtke gelungen, einen „Lebendigen Adventskalender“ zu gestalten. Nun will er diese ökumenische Aktion auch in Pfronten umsetzen.

Bild: Andreas Liedtke

Der evangelische Pfarrer Andreas Liedtke will Pfrontener und Institutionen zum Mitmachen bewegen. Wann man sich darüber informieren kann.
Bereits an seinen früheren Wirkungsstätten ist es Pfarrer Andreas Liedtke gelungen, einen „Lebendigen Adventskalender“ zu gestalten. Nun will er diese ökumenische Aktion auch in Pfronten umsetzen.
Von Erwin Kargus
09.10.2020 | Stand: 18:15 Uhr

„Macht hoch die Tür, die Tor macht weit“ – so wird es schon bald im Advent wieder erklingen. Ein solches „Tor“ kann ein kleines Türchen im Adventskalender sein, hinter dem sich eine freudige Überraschung verbirgt. Denkbar ist aber auch eine große Allgäuer Haustür. Vor dieser lädt bei einem „Lebendigen Adventskalender“ der Hausherr als Gastgeber etwa seine Nachbarn für eine dreiviertel Stunde zu Lesung, Musik, Singen, Beten, vielleicht auch Gebäck und Punsch sowie auf jeden Fall zu einem kleinen Hoigarte ein. Der evangelische Pfrontener Pfarrer Andreas Liedtke möchte mit dieser Idee, die er andernorts schon erfolgreich ausprobierte, in der Auferstehungsgemeinde vorweihnachtlich-ökumenische Besinnung und Freude aufkommen lassen.

„Lebendiger Adventskalender heißt für Pfarrer Liedtke: „Man trifft sich in lockerer Atmosphäre, um bei guter Musik und ansprechenden Texten auf den Advent einzustimmen.“ Er versuchte den „Lebendigen Adventskalender“ mit Erfolg bereits an seinen bisherigen Wirkungsstätten in Schleswig-Holstein, Rheinland-Pfalz und Bayern. Es gelang ihm dabei fast immer, für alle Adventsabende zwischen 1. und 24. Dezember je einen Gastgeber zu finden. Gastgeber können Privatpersonen oder Institutionen wie Kindergarten, Vereine oder Kommunen sein.

Auf Weihnachten einstimmen

Jeder Gastgeber lädt an seinem Adventstag abends um 18 Uhr vor seine Haustür ein. Jeder ist willkommen. Gemeinsam besinnen sich die Teilnehmer etwa 45 Minuten lang auf den eigentlichen Grund der Adventszeit. Mit gemeinsamem Singen, Hören von Geschichten und einem kurzen Gebet stimmen sie sich auf den Heiligen Abend und Weihnachten ein. Das sei in einer hektisch gewordenen Zeit sehr wichtig, sagt Liedtke. Die Teilnehmer machten sich wie damals Maria und Josef auf den Weg. Auch sie begegnen dabei Menschen, die ihnen Freund oder fremd sind. Die programmliche Ausgestaltung der Zusammenkünfte ist Sache der Gastgeber. Ob und was es dabei zusätzlich als kleine Leckerei oder Getränk gibt, bleibt ebenfalls den Gastgebern überlassen. So ergibt es sich von selbst, dass man einander menschlich ein wenig nahe ist und miteinander spricht. „Die frohe Botschaft von Gottes Menschwerdung wird so sehr persönlich von Mensch zu Mensch erfahrbar“, verdeutlicht der Pfarrer: „Es geht auch darum, den Advent miteinander besinnlich und entschleunigt unter Corona-Bedingungen zu erleben.“

"Es ist ein ökumenische Aktion"

Die evangelische Kirchengemeinde Pfronten organisiert diese Aktion. „Jeder, der auf unserem Gemeindegebiet wohnt, ist herzlich eingeladen, sich zu beteiligen, es ist eine ökumenische Aktion“, erläutert Liedtke. Wer gerne Gastgeber sein möchte, könne sich im Pfarramt, Telefon (08363) 211, melden, auch wenn er erst mal eine Frage habe. „Wir wünschen uns, dass wir es schaffen, an jedem Abend im Advent vor eine Tür einzuladen. Helfen Sie doch bitte mit, dass uns das gelingt“, laut der Appell des Seelsorgers.

Ein Infoabend für Gastgeber findet am Donnerstag, 15. Oktober, um 18 Uhr im Gemeinderaum der evangelischen Auferstehungskirche in Pfronten statt. Das dabei erarbeitete Programm für den „Lebendigen Adventskalender wird dann rechtzeitig auf der Webseite der Gemeinde angekündigt, in der Zeitung bekannt gegeben, in den Schaukästen zu finden sein und liegt auch in den Geschäften aus.