Ausbau der B17

Ortsdurchfahrt: Wann wird die B17 bei Schwangau saniert?

Im Bereich der Horner Gabel ist die B 17 bereits ausgebaut worden, wie auf diesem Bild zu sehen ist. Nun soll auch die Ortsdurchfahrt in Schwangau auf Vordermann gebracht werden. Das dauert aber noch.

Im Bereich der Horner Gabel ist die B 17 bereits ausgebaut worden, wie auf diesem Bild zu sehen ist. Nun soll auch die Ortsdurchfahrt in Schwangau auf Vordermann gebracht werden. Das dauert aber noch.

Bild: Archiv/Benedikt Siegert

Im Bereich der Horner Gabel ist die B 17 bereits ausgebaut worden, wie auf diesem Bild zu sehen ist. Nun soll auch die Ortsdurchfahrt in Schwangau auf Vordermann gebracht werden. Das dauert aber noch.

Bild: Archiv/Benedikt Siegert

Die Arbeiten an der Schwangauer Ortsdurchfahrt werden erneut verschoben. Warum das der Gemeinderat entschieden hat und nicht nur Corona der Grund dafür ist.
07.10.2020 | Stand: 10:42 Uhr

Es sollte das größte Schwangauer Projekt für 2020 werden – doch dann kam Corona: Im Frühjahr hatten die Gemeinderäte den geplanten Ausbau der Bundesstraße 17, die durch das Dorf der Königsschlösser führt, bereits auf Eis gelegt. Jetzt landete das Thema erneut auf der Tagesordnung – und die Kommunalpolitiker entschieden am Montagabend einstimmig, die Planungen für den Ausbau 2022 oder 2023 in Abstimmung mit dem Staatlichen Bauamt Kempten und der Regierung von Schwaben weiter zu verfolgen.

Auch Corona-Pandemie hat Einfluss auf Ausbau

Die Verwaltung hatte vorgeschlagen, unter anderem aufgrund der aktuellen Haushaltslage mit den Arbeiten noch zu warten. Im März war ein Angebot vorgelegen, das allerdings den Kostenansatz erheblich überschritten hatte. Darauf ging Peter Helmer (CSU) nochmals ein: Die Kosten seien „ganz wichtig“, im Frühjahr sei nur ein einziges Angebot auf dem Tisch gelegen. Er regte für die Zukunft „einzelne lose Ausschreibungen“ an, „um mehr Angebote zu bekommen und günstiger zu fahren“. Die Ausführung der einzelnen Arbeiten könne ja trotzdem gleichzeitig über die Bühne gehen, aber dann mit mehreren Firmen.

Bürgermeister Stefan Rinke (CSU) sagte, man nehme diesen Vorschlag auf und prüfe, ob es Sinn macht, „die Maßnahme zeitlich aufzuteilen“. Eine wichtige Rolle für die Verwaltung spiele auch, die Planung zu entzerren und die Belastung für Betroffene gering zu halten. Letzteres wünschte sich auch Michael Weisenbach (CSU). Er erinnerte in diesem Zusammenhang daran, dass man verhindern wollte, die Geschäfte durch die Bauarbeiten gleich wieder zu blockieren, als sie nach dem Corona-Lockdown ihre Türen wieder öffnen durften. Die Einbußen der Gewerbetreibenden an der Bundesstraße  17 sollten durch das Vorhaben so gering wie möglich gehalten werden.

Was genau gemacht wird, steht in Schwangau schon fest

Dietlinde Mitzdorf (Freie Dorfgemeinschaft) wollte wissen: „Was man wie machen will, steht fest?“ Ja, antwortete Rinke und fasste nochmals die geplanten Arbeiten zusammen: So soll die Fahrbahnbreite reduziert werden, um gleichzeitig „Raum zu gewinnen für einen kombinierten Fuß- und Radweg“. Davon erhoffe sich die Verwaltung auch, die Geschwindigkeit des Verkehrs auf der Ortsdurchfahrt zu reduzieren, damit die vorgeschriebenen 50 Stundenkilometer besser eingehalten werden. Das solle den Anwohnern zugute kommen, die dann weniger Lärm ausgesetzt sind. (Lesen Sie auch: An anderer Stelle in Schwangau fanden bereits Arbeiten statt: Hang in Schwangau wird wegen Felssturzgefahr von Geröll befreit.)