Jubiläum

Seine Leidenschaft galt stets den Bergen

Der Hopferauer Max Schweiger feiert 80. Geburtstag.

Der Hopferauer Max Schweiger feiert 80. Geburtstag.

Bild: Norbert Plattner

Der Hopferauer Max Schweiger feiert 80. Geburtstag.

Bild: Norbert Plattner

Max Schweiger aus Hopferau feierte am Samstag seinen 80. Geburtstag. Zufrieden blickt er zurück. Was sein größter Ausflug in die Berge war.
Der Hopferauer Max Schweiger feiert 80. Geburtstag.
Von Norbert Plattner
22.11.2020 | Stand: 07:15 Uhr

Max Schweiger ist ein Mensch, der es in 80 Jahren dank stillem Humor und Zielstrebigkeit zu etwas gebracht hat, wovon viele träumen: Zufriedenheit. Am Samstag feierte er seinen 80. Geburtstag.

Geboren wurde er als zweiter von drei Jungen der Eheleute Max und Kreszentia Schweiger in Schraden, seine Brüder verstarben schon im Kleinkind-Alter. Wie alle Hopferauer besuchte er die Volksschule im Ort, in der bisweilen nahezu alle Klassen in einem Raum unterrichtet wurden und man sich von der ersten bis zur 8. Klasse kannte. Natürlich spielte er mit den Kindern in Schraden, doch gab es in der elterlichen Landwirtschaft schon einige Tätigkeiten, zu denen er herangezogen wurde.

Auf dem Bau verdiente sich Schweiger Geld dazu

Dass er den Hof übernehmen werde, stand fest: Die Lehrzeit absolvierte er daheim und die Berufsschule im Ort; und wenn das Taschengeld zur Neige ging, verdiente er es sich bei einem Bauunternehmer. Dort eignete er sich auch Kenntnisse an, die ihm später beim Hausbau nutzten.

Doch bei aller Arbeit war noch Zeit, sich mit Gleichaltrigen zu treffen, wo Max Schweiger seine spätere Frau Franziska Schrade aus Hopferried nach der gemeinsamen Schulzeit und im Schützenverein wieder traf. 1966 heirateten die beiden und bekamen in der Folgezeit vier Töchter. Bereits 1964 war ihm der Hof übergeben worden, ein Jahr später begann er, das Haus zu bauen. Parallel zur Arbeit brachte er sich 32 Jahre lang als Aufsichtsrat in der Sennerei Lehern ein und in den Ortsvereinen war und ist er präsent: bei der Freiwilligen Feuerwehr, dem Männerchor und vor allem den Hubertus-Schützen. Die repräsentierte er 1973 (zusammen mit seiner Gattin als Schützenliesl) und 1994 als Schützenkönig.

Auf dem Gipfel des Matterhorns

Seine Leidenschaft waren stets die Berge. Noch heute glänzen seine Augen, wenn er an die zahlreichen Touren in der Heimat, in Österreich, der Schweiz, Frankreich und Italien denkt. Einer der Höhepunkte war die Besteigung des Matterhorns 1965, auf dessen Gipfel er mit seinem Schwager und einem weiteren Bergsteiger stand – ein großes Foto ziert noch heute die Stube.

Das Jahr 2000 fügte seiner Biografie insofern eine Zäsur ein, als Max Schweiger bei der Waldarbeit, die ihm stets am Herzen lag, von einem Baumwipfel getroffen wurde und er in die Klinik geflogen werden musste. Nach dreimonatigem Aufenthalt reifte der Entschluss, die Landwirtschaft aufzugeben. Viel ruhiger wurde es im Haus jedoch nicht: Die sechs Enkelkinder bereichern das Familienleben, zudem beherbergen er und seine Gattin nach wie vor Feriengäste. Mit 80 Jahren, so stellt der Jubilar fest, kann man schon mal zurückschauen; wichtig ist zumindest ihm, dass man dies mit Zufriedenheit tun könne.