Keinen Sieger gab es im Allgäu-Derby der Fußball-Bayernliga zwischen dem 1. FC Sonthofen und dem TSV Kottern. Am Ende hieß es 1:1 (0:1). Dem Nachbarschaftsduell fehlte vor stattlicher Kulisse zunächst das Feuer. Erst in der zweiten Halbzeit kam durch die Spannung so etwas wie Derby-Fieber auf. Die ersatzgeschwächten Gäste waren dem Sieg näher.
Bayernliga-Derby in Sonthofen: Kottern hatte eindeutige Vorteile in der ersten Halbzeit
Für die Hausherren ging es zwar ganz gut los, als Manuel Methfessel in der dritten Minute eine Rudenko-Ecke an die Querlatte geköpft hatte. Dann herrschte aber lange Zeit Flaute im Sonthofer Spiel. Der TSV Kottern hatte bis zur Pause eindeutige Vorteile, doch Kai Dusch legte sich den Ball mit der Brust zu weit vor, sodass Torwart Marco Zettler eingreifen konnte.
Mark Nosdrin verfehlte das Sonthofer Tor um einige Meter, während es Marco Faller auf Sonthofer Seite auch nicht besser machte. Dann kam die 34. Minute. Zuerst verhinderte Zettler mit einer Glanzparade bei einem Nosdrin-Knaller den Einschlag, dann traf Kim Paschek nach der folgenden Ecke für Kottern zur Führung.
1. FC Sonthofen gleicht nach der Pause aus
Nach dem Seitenwechsel wurden die Hausherren stärker. Sie waren jetzt präsenter, kamen besser in die Zweikämpfe und drängten auf den Ausgleich. Vor allem die Einwechslung von Kutay Yel und Benedikt Buchberger brachte frischen Wind. Mitte der zweiten Halbzeit war es dann soweit. Ebenfalls nach einer Ecke erzielte Kevin Haug das 1:1.
Die Partie war jetzt in der entscheidenden Phase. Beide Seiten wollten den Sieg. In der Nachspielzeit hätte Dusch für die Gäste zum Matchwinner werden können. Zuerst traf er bei einem schnellen Konter die Querlatte und kurz darauf scheiterte er an FC-Keeper Zettler, der für seine Farben das Unentschieden festhielt.
Coach des TSV Kottern hadert mit Ergebnis
TSV-Coach Frank Wiblishauser sagte in seiner Analyse, dass seine Mannschaft die erste Halbzeit eindeutig in der Hand gehabt habe. „Da waren wir wesentlich mehr am Zug, um das zweite Tor zu machen“. Nach der Pause habe es sich etwas gedreht. „Letztendlich fühlt es sich nicht hundertprozentig rund an. Ganz zum Schluss mit den beiden Chancen, die wir nicht gemacht haben, war mehr für uns drin als der eine Punkt“.

Sein Gegenüber Benjamin Müller redete nicht lange um den heißen Brei herum. „Das war kein gutes Spiel von uns. Von Anfang an hatte ich nicht das Gefühl, dass bei meinem Team Derby-Charakter aufkam.“ Er bemängelte vor allem die Unordnung im Umschaltspiel und bei Standards. „Da müssen wir uns vor allem bei Benedikt Buchberger und Kutay Yel bedanken, dass wir wenigsten einen Punkt geholt haben. Wir hatten uns viel mehr vorgenommen“.
Für Sonthofens Torschütze Kevin Haug war es ein Auf und Ab. „Nach dem Rückstand sind wir bis zur Pause mental in ein richtiges Loch gefallen. Dann hatten wir zunächst die Nase vorn, und zum Schluss war der Gegner wieder am Start.“ (dl)
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