Ochsenhausen

Gleich zum Auftakt ein Heimspiel-Knüller

Tischtennis Die TTF Ochsenhausen starten am Samstag gegen Saarbrücken in die Liga-Saison

08.06.2020 | Stand: 14:38 Uhr

Für die Tischtennis-Freunde Liebherr Ochsenhausen, amtierender deutscher Tischtennis-Meister und Pokalsieger, beginnt am Samstagabend ab 19 Uhr im Johann-Vanotti-Gymnasium in Ehingen die neue Bundesliga-Saison mit einem absoluten Knüller. In der Neuauflage des Bundesliga-Finales vom Mai empfangen die Oberschwaben den mit dem Weltklasse-Chinesen Shang Kun verstärkten Vizemeister 1. FC Saarbrücken.

Schenkt man den Trainern der zwölf TTBL-Klubs (erstmals spielt die Liga in voller Sollstärke) Glauben, läuft diesmal wieder alles auf einen Dreikampf zwischen Saarbrücken, Düsseldorf und den TTF hinaus. Eine Herausforderung, der sich die Oberschwaben als erfolgreichster Verein der Vorsaison gerne stellen. Dabei ist die Verteidigung beider Titel nicht das erklärte Saisonziel. Die TTF visieren zunächst einmal „kleinere“ Ziele an. Gemeint ist das Erreichen der Play-off-Runde in der Meisterschaft und das Vordringen ins Liebherr Pokal-Finale in der Neu-Ulmer Ratiopharm-Arena.

Bei der Saisoneröffnungspressekonferenz in Ehingen rief TTF-Präsident Kristijan Pejinovic das neue Saisonmotto „OXcited – mit Leidenschaft am Ball“ aus und erklärte es auch: „Wir sind mit Leidenschaft zusammengewachsen, haben mit Leidenschaft zwei Titel geholt und wollen in der neuen Saison wieder diese außergewöhnliche Leidenschaft zeigen, die auch auf die Fans überspringen soll.“

Man bleibe aber auf dem Boden und erwarte nicht, dass die Mannschaft nun alles in Grund und Boden spiele. „Wir sind Realisten und wissen, dass Vereine wie Saarbrücken und Düsseldorf, mit denen wir letzte Saison in etwa gleichauf waren, kräftig nachgerüstet haben.“ Zudem bedeute das Olympiajahr ohnehin eine reizvolle, aber auch besonders schwierige Aufgabe. „Natürlich müssen wir akzeptieren, dass es in einem Sportlerleben nichts Schöneres gibt, als bei Olympia zu starten, dementsprechend werden sich die Spieler auch stark auf Tokio und die Qualifikation für das Megaevent fokussieren“, erläutert Pejinovic. „Das wird an die Substanz gehen. Jakub Dyjas etwa muss noch acht oder neun Turniere spielen, um sich überhaupt für die Spiele qualifizieren zu können. Aber den Konkurrenten geht es ja ähnlich.“

Erneut geht Ochsenhausen mit Hugo Calderano, Simon Gauzy, Stefan Fegerl und Jakub Dyjas ins Rennen, dahinter reiht sich nun der junge Russe Vladimir Sidorenko (17) anstelle von Jang Woojin ein. Dabei scheint das Team in seiner Entwicklung noch nicht am Ende, könnte also in der aktuellen Saison noch einmal einen Tick stärker sein als in der vorherigen. In der Pole Position für den Titel sieht Trainer Dmitrij Mazunov sein Team aber nicht. Wie sein Präsident formuliert er die Ziele sehr vorsichtig.