Roßhaupten

Hier war schnelles Handeln gefragt

Forggensee Staudamm bei Rosshaupten

Forggensee Staudamm bei Rosshaupten

Bild: Benedikt Siegert

Forggensee Staudamm bei Rosshaupten

Bild: Benedikt Siegert

Forggensee Sanierung kostete 30 Millionen Euro. Jetzt ist das Mammutprojekt abgeschlossen
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Von dec
12.09.2019 | Stand: 17:26 Uhr

„Der Forggensee kann seine Erfolgsgeschichte weiterschreiben. Er geht nicht mit 65 Jahren in Rente“, sagte Dr. Klaus Engels. Der Direktor der Wasserkraft von Uniper Deutschland war gestern froh, dass eine große Herausforderung erfolgreich bewältigt wurde. Die Rede ist von der Sanierung des Forggensee-Staudamms bei Roßhaupten (Ostallgäu), die gestern Nachmittag mit einem Festakt abgeschlossen wurde.

Seit dem Frühjahr 2018 hatte die Uniper Kraftwerke GmbH als Betreiberin des Forggensees dieses Mammutprojekt gestemmt. Es sei mit Kosten von 30 Millionen Euro nicht nur eine finanzielle Herausforderung gewesen, sondern auch eine bauliche, sagte Engels. „Vor allem die unterschiedliche Härte und Stellung der Felsen, auf denen der Damm steht, galt es zu meistern.“

Obwohl das Vorhaben für Anrainer und Tourismus Einbußen bedeutete, weil der See ein Jahr lang komplett leer und die Straße über den Damm gesperrt war, stieß das Projekt laut Engels auf Verständnis. Es sei unstrittig gewesen, dass der Damm nach 65 Jahren saniert werden müsse. „Schnelles Handeln war wegen der Sicherheit nötig“, sagte Engels.

„Wir freuen uns, dass der Damm mit der neuen Dichtung höchsten Sicherheitsansprüchen genügt und für die nächsten Jahrzehnte gerüstet ist“, sagte Dr. Rüdiger Detsch vom bayerischen Umweltministerium. Am Lech würden zwölf Prozent des bayerischen Wasserkraftstroms erzeugt und der Forggensee spiele dabei eine wichtige Rolle.