Tipps bei Betrug

Anrufe von Betrügern im Oberallgäu: Das rät die Polizei

Fälle mit Bitcoins, bei denen Betroffene getäuscht werden und zum Teil viel Geld verlieren, häufen sich - auch im Oberallgäu.

Fälle mit Bitcoins, bei denen Betroffene getäuscht werden und zum Teil viel Geld verlieren, häufen sich - auch im Oberallgäu.

Bild: Rolf Vennenbernd, dpa (Symboldbild)

Fälle mit Bitcoins, bei denen Betroffene getäuscht werden und zum Teil viel Geld verlieren, häufen sich - auch im Oberallgäu.

Bild: Rolf Vennenbernd, dpa (Symboldbild)

Betrugsfälle häufen sich: Falsche Microsoft-Mitarbeiter haben sich bei einem Oberallgäuer gemeldet. Wie die Täter vorgehen und welche Tipps die Polzei gibt.
11.01.2022 | Stand: 15:00 Uhr

Anrufbetrüger nahmen erneut einen Senior aus dem Landkreis Oberallgäu ins Visier. Indem sie falsche Tatsachen vortäuschten, erbeuteten sie bei dem Mann Bitcoins in Höhe von knapp 5000 Euro. Dabei handelt es sich um eine Kryptowährung, die im Internet gehandelt wird und ein hochspekulatives Investment ist.

Betrüger erbeutet 5000 Euro von Oberallgäuer Senior

Zwischen dem 24. November und 3. Januar erhielt der 70-Jährige nach Angaben der Polizei mehrere Anrufe von einem angeblichen Microsoft-Mitarbeiter. Dieser gab an, dass sein Rechner gehackt wurde. Der Mann gewährte dem „Microsoft-Mitarbeiter“ daraufhin Fernzugriff auf den Computer. Während zahlreicher Telefonate kaufte der Täter über das Konto des Mannes Bitcoins ein, um so angeblich auf die Spur der vermeintlichen Hacker zu kommen. Als der Senior im Nachhinein stutzig wurde, sperrte er sein Bankkonto und unterbrach den Kontakt. Zu diesem Zeitpunkt hatte der Betrüger knapp 5000 Euro an Bitcoins erbeutet. Die Immenstädter Polizei hat die Ermittlungen in dem Fall aufgenommen.

Im Jahr 2020 registrierten die Beamten im Bereich des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West bei den Betrugsfällen mit falschen Microsoft-Mitarbeitern insgesamt 59 Anzeigen. Dabei waren die Täter in sieben Fällen erfolgreich und erbeuteten über 25.000 Euro.

Im Jahr 2021 verzeichnete das Präsidium bis Jahresende insgesamt 150 Delikte mit der Betrugsmasche „Falsche-Microsoft-Mitarbeiter“, bei denen in 17 Fällen ein Schaden von über 70.000 Euro entstanden ist.

Die Polizei rät deshalb:

  • Seriöse Unternehmen nehmen keinen unaufgeforderten Kontakt zu Personen auf. Sollte sich ein angeblicher Mitarbeiter melden, ohne dass darum gebeten wurde: Einfach den Hörer auflegen.
  • Auf keinen Fall sollten private Daten wie Bankkonto- oder Kreditkartendaten oder Zugangsdaten zu Kundenkonten herausgegeben werden.
  • Einem unbekannten Anrufer sollte niemals Zugriff auf einen Rechner, beispielsweise mit der Installation einer Fernwartungssoftware, gestattet werden.

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Bei wem die Täter zugeschlagen haben, der sollte

  • den Rechner vom Internet trennen. Über einen zweiten Rechner sollten unverzüglich betroffene Passwörter geändert werden.
  • seinen Rechner überprüfen lassen.
  • sich von seinem Geldinstitut beraten lassen, ob bereits getätigte Zahlungen zurückgeholt werden können.
  • Anzeige bei der Polizei erstatten.
  • auch mit Verwandten, Bekannten und Nachbarn über das Phänomen sprechen.

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