Projekt-Seminar

Ansturm auf den „Hiddeobed“: Oberstdorfer Schüler mit Kartenspiel erfolgreich

Die Elftklässler beim selbst produzierten Kartenspiel (von links: Anna, Dominik, Kayan und Franziska).

Die Elftklässler beim selbst produzierten Kartenspiel (von links: Anna, Dominik, Kayan und Franziska).

Bild: Elke Wiartalla

Die Elftklässler beim selbst produzierten Kartenspiel (von links: Anna, Dominik, Kayan und Franziska).

Bild: Elke Wiartalla

1.500 Kartenspiele hat die Schüler-firma aus Oberstdorf abgesetzt. Von der großen Resonanz wurden die Gymnasiasten selbst überrascht.
Die Elftklässler beim selbst produzierten Kartenspiel (von links: Anna, Dominik, Kayan und Franziska).
Von Elke Wiartalla
15.10.2020 | Stand: 11:30 Uhr

Ein Projekt-Seminar mit überraschenden Erfahrungen, vielen Hürden und besonderem Arbeitseifer im Endspurt liegt hinter den zwölf Elftklässlern des Gertrud- von-le-Fort-Gymnasiums in Oberstdorf. Ein spannendes Kartenspiel hatten sie als „Schülerfirma“ ersonnen, Spielregeln aufgestellt, Layouts entworfen sowie Produktion- und Vertriebswege erschlossen. Bei der Präsentation des fertigen Produkts „Hiddeobed“ im Oberstdorfer Heimatmuseum verrieten die Jungunternehmer stolz, dass das pfiffige Kartenspiel rund um Hütten und Bergbahnen im Oberallgäu und Kleinwalsertal reißenden Absatz gefunden hat. Sie hatten vorsichtig kalkuliert. Aber nun sind 1.500 Spiele verkauft an Abnehmer wie Hotels, Hütten, Kommunen und das Landratsamt.

Zwischenzeitlich sah es gar nicht gut aus

Im Rückblick sah es zwischenzeitlich gar nicht gut aus für die Schülerfirma. Corona hatte die Aktivitäten stark ausgebremst. So startete das Projekt eineinhalb Monate später als geplant und wichtige Vertriebswege wie die Märkte in der Region waren wegen der Pandemie abgesagt. Da musste das Internet herhalten, um die Reichweiten zu erhöhen. Mit Erfolg, denn in den letzten Wochen erlebten die Gymnasiasten einen solchen Ansturm auf die restlichen 500 Spiele, dass sie sich gar nicht mehr retten konnten vor Anfragen.

Der Dank der Schüler galt der tatkräftigen Unterstützung vor allem durch die Marketing-Abteilung der Allgäuer Zeitung bei der grafischen Gestaltung. „Das hätten wir als Schülerfirma nie im Leben so professionell hingekriegt“, lobt Firmenchef Pius Porkert.

Einfache Spielregeln

Die Spielregeln sind einfach. Die Mitspieler müssen Karten mit Alphütten und Bergbahnen sammeln. Es gibt Hütten- und Geldkarten und Ereigniskarten, die den Spielverlauf komplett auf den Kopf stellen könne. Ziel ist, alle Hütten aus drei Regionen zu besitzen, Durch strategisches Ausspielen von Ereigniskarten können die Gegner am Gewinnen gehindert werden. Wer die Spielregeln nicht gleich versteht, kann sich bei der Schülerfirma über das Videoportal „youtube“ bei einem Probespiel helfen lassen.

Die kleine Firma wird im November ausgelöst. Dann heißt es für die Chefs auf Zeit, sich wieder dem Schulleben mit Klausuren und Prüfungen zu widmen.