Fotokunst im Oberallgäu

Bergpässe aus der Vogelperspektive

Tom Hegen

Wie ein Reptil schlägelt sich die Straße in schneebedeckter Landschaft über einen Berg. Kunstvolle Luftaufnahmen von Schweizer Bergpässen zeigt der Fotograf Tom Hegen in der Wandelhalle des Oberstdorfer Kurparks. Die Ausstellung war eigentlich für den Fotogipfel „Berge“ geplant, der heuer abgesagt wurde.

Bild: Repro: Irmgard Rampp

Wie ein Reptil schlägelt sich die Straße in schneebedeckter Landschaft über einen Berg. Kunstvolle Luftaufnahmen von Schweizer Bergpässen zeigt der Fotograf Tom Hegen in der Wandelhalle des Oberstdorfer Kurparks. Die Ausstellung war eigentlich für den Fotogipfel „Berge“ geplant, der heuer abgesagt wurde.

Bild: Repro: Irmgard Rampp

Tom Hegen aus München zeigt Aufnahmen von Schweizer Passstraßen in der Oberstdorfer Wandelhalle. Er zeigt dabei eine eigene Technik, die neugierig macht.
19.08.2021 | Stand: 17:00 Uhr

Pandemiebedingt haben die Veranstalter den heurigen Oberstdorfer Fotogipfel abgesagt. Ausstellungen von hochkarätigen Fotografen sind jedoch im Freien vor dem Oberstdorf-Haus und in der Wandelhalle im Kurpark zu sehen, der Cewe-Galerie, wie der Ausstellungsort nach einem der Sponsoren des Fotogipfels benannt ist.

Ausstellung läuft bis zum 31. August

Noch bis zum 31. August zeigt der Münchener Grafiker und Fotograf Tom Hegen in der Wandelhalle großformatige Aufnahmen zum Thema „The Swiss Pass Series“. In brillanten Luftaufnahmen mäandern sich Schweizer Straßen über Bergpässe durch die schneebedeckte Landschaft. Mal als Schwarzweiß-Fotografie, die teilweise ins Monochrome tendiert. Mal als bewusst dezent gehaltene Farbbilder.

Dabei entfaltet sich ein Spannungsbogen zwischen den gestochen scharfen und in die Abstraktion gleitenden Details. Und es entsteht der Eindruck, als würde der Fotograf die Flüchtigkeit festhalten wollen. Der 30-Jährige hat seine eigene Technik, wenn er seine Motive vom Hubschrauber, dem Heißluftballon oder der Propellermaschine aus in den Fokus nimmt: Er fotografiert immer senkrecht nach unten – ohne Perspektive, weil dadurch die Grenze zwischen Fotografie und Malerei verschwimmt.

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