Gastronomie

Früher gab es drei Restaurants am Immenstädter Hofgarten, heute keins mehr

Drei Restaurants und Cafés gab es mal rund um den Hofgarten in Immenstadt. Alle drei sind zu. Zwei davon sind auf dem Bild zu sehen: links das in der Hofgarten-Stadthalle und im Hintergrund das Park-Café.

Drei Restaurants und Cafés gab es mal rund um den Hofgarten in Immenstadt. Alle drei sind zu. Zwei davon sind auf dem Bild zu sehen: links das in der Hofgarten-Stadthalle und im Hintergrund das Park-Café.

Bild: Franz Summerer

Drei Restaurants und Cafés gab es mal rund um den Hofgarten in Immenstadt. Alle drei sind zu. Zwei davon sind auf dem Bild zu sehen: links das in der Hofgarten-Stadthalle und im Hintergrund das Park-Café.

Bild: Franz Summerer

Am Hofgarten in Immenstadt gibt es keine Gastronomie mehr. Die Stadt bemüht sich um Nachfolger, doch derzeit sind Wirte besonders vorsichtig.
15.08.2022 | Stand: 11:30 Uhr

Viel Laufkundschaft, ein kleiner Park daneben und ein verkehrsberuhigter Bereich: Die Ecke Hofgarten und Alleestraße in Immenstadt ist geradezu prädestiniert für Restaurants und Cafés. Lange Zeit gab es dort auch drei gastronomische Angebote in unmittelbarer Nachbarschaft. Doch derzeit ist an dem Platz keines mehr offen.

Schon vor einigen Jahren machte das Café-Restaurant Pavarotti in der Hofgarten-Stadthalle zu. Seit kurzem gibt es auch keinen Pächter mehr gegenüber im Park-Cafe in der Hofgartenstraße. Und zuvor schloss das China-Restaurant Bambus in der Alleestraße 3. Dort soll ein Neubau entstehen und im Erdgeschoss Platz für ein Ladengeschäft gemacht werden. Das Bambus ist mittlerweile einige Straßen weiter in den ehemaligen Gasthof „Traube“ in der Kemptener Straße 2 gezogen.

Zwischenzeitlich war sogar ein neues französisches Restaurant in der Hofgartenstraße im Gespräch. Dafür sollte im Haus 10 eine Ladenfläche zur Gastronomie mit 30 Sitzflächen umgewandelt werden. Die Stadträte im Bauausschuss hatten nichts dagegen und stimmten dem Antrag auf Nutzungsänderung einhellig zu.

Gastronom kurzfristig abgesprungen

„Leider ist der Gastronom dann kurzfristig abgesprungen“, bedauert Wirtschaftsförderer Alfred Becker. Dabei sei der Immobilienbesitzer mit allem einverstanden gewesen. Denn das sei immer das große Fragezeichen, wenn es um die Vermietung von Gastro- oder Handelsflächen gehe: Was wollen die Eigentümer der Häuser? Das werde sich auch bei dem Park-Cafe zeigen. Er könne sich dort nur als Vermittler anbieten, sagt Becker: „Natürlich wäre es an der Stelle gut, wieder ein gastronomisches Angebot zu haben.“

Einzelhändler in Immenstadt beißen sich durch

Allerdings sind in der derzeitigen Lage mit Aussicht auf eine neue Corona-Welle die Wirte vorsichtiger bei Investitionen geworden. In der Hofgartenstraße 10 ist jedenfalls mittlerweile ein kosmetisches Studio eingezogen. Und wie sieht es sonst mit den Geschäften in Immenstadt aus – immerhin gebe es einige Leerstände? „Der Immenstädter Handel hat Corona gut überlebt“, sagt Becker. Das liege an den vielen inhabergeführten Geschäften in der Stadt. „Die haben sich durchgebissen.“ In Städten mit vielen Filialisten sehe es da schon anders aus. Die derzeitigen Leerstände „sind die normale Fluktuation“, zeigt sich der Wirtschaftsförderer zufrieden.

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