Rettungswesen

Gegen Funkloch: Oberstaufen legt Standort für Digitalfunkmast fest

Antennen Mast

Nicht nur im Flachland, sondern auch in den Bergen soll das Funknetz verbessert werden. Besonders schlecht ist die Verbindung nördlich des Hochgrats bei Oberstaufen. Nun soll ein Funkmast für Rettungsorganisationen errichtet werden.

Bild: Jochen Aumann (Archiv)

Nicht nur im Flachland, sondern auch in den Bergen soll das Funknetz verbessert werden. Besonders schlecht ist die Verbindung nördlich des Hochgrats bei Oberstaufen. Nun soll ein Funkmast für Rettungsorganisationen errichtet werden.

Bild: Jochen Aumann (Archiv)

Die 52 Meter hohe Anlage bei Oberstaufen soll die Funkversorgung für Blaulichtorganisationen schließen.
20.09.2021 | Stand: 19:21 Uhr

Das Ehrenschwanger Tal nördlich vom Hochgrat und dem Rindalphorn ist bei Wanderern und Mountainbikern gleichermaßen beliebt. Auf einen Mobilfunkempfang müssen sie dort freilich verzichten. Das trifft bislang auch Einsatzkräfte, die dort Hilfe leisten sollen. Doch zumindest für sie soll sich das Funkloch bald schließen. Der Bund will dort einen weiteren BOS-Funkmast errichten.

„BOS“ steht für „Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben“, im Regelfall also Blaulichtorganisationen wie Polizei, Feuerwehr und Rettungswesen. Für sie ist in den vergangenen Jahren ein eigenes digitale Netz aufgebaut worden, das sogenannte BOS-Funknetz. Insbesondere bei der Einführung im Feuerwehr-Bereich hat dies immer wieder zu Schlagzeilen geführt, da es mehrfach Verzögerungen gab.

Bei Unfällen keine Verständigung

Nun ist zwar das Netz in Betrieb, aber es hat Lücken – eben auch im Ehrenschwanger Tal. Kommt es nun dort zu Unfällen, ist eine Verständigung der Einsatzkräfte untereinander über die digitale Technik nicht möglich. Abhilfe schaffen soll ein neuer, 52 Meter hoher Funkmast nordöstlich des Bereichs Hochbühl.

Der Bau- und Umweltausschuss des Marktgemeinderats Oberstaufen hat einer entsprechenden Bauvoranfrage jetzt zugestimmt. Marktbaumeister Josef Aichele machte dabei klar, dass der Mast „zwingend erforderlich für die Rettungs- und Einsatzkräfte“ sei. Und Bürgermeister Martin Beckel unterstrich: „Die Bergwacht wünscht es sich, dass dort endlich Funk möglich ist“. Denn Einsätze in diesem Bereich kommen immer wieder vor.

„Massiv“ sei der Mast aufgrund seiner Höhe zweifellos, räumte der Marktbaumeister ein. Aber: „Hier heiligt der Zweck die Mittel“, sagte Aichele.

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