Vereins-Gründung

Herzensheimat für Kinder: Neuer Verein will Kinderdorf in Peru bauen

Vereinsgründerin Nadine Sandra Demez mit Kindern aus Peru.

Vereinsgründerin Nadine Sandra Demez mit Kindern aus Peru.

Bild: Archiv Demez

Vereinsgründerin Nadine Sandra Demez mit Kindern aus Peru.

Bild: Archiv Demez

Sieben Menschen rufen in Ofterschwang den Verein „Kinder der Sonne“ ins Leben. Sie wollen soziale Projekte fördern. Spendenlauf zur Zugspitze geplant.

27.08.2020 | Stand: 19:43 Uhr

Den Verein „Kinder der Sonne – casa del corazon“ gründete Nadine Sandra Demez gemeinsam mit sechs weiteren Gründungsmitgliedern im Hotel Sonnenalp in Ofterschwang. Der Verein will soziale und ökologische Projekte fördern. Nach der Gründung folgten eine Infoveranstaltung für geladene Gäste und ein Benefizkonzert des Musikers Seom. Insgesamt kamen an dem Tag durch Spenden 1360 Euro zusammen.

Der Verein will mit dem Bau eines Kinderdorfes bestehend aus einem Kindergarten und später auch aus einem Waisenhaus in Calca im Heiligen Tal in Peru starten. Dort will die Gründerin ihre Vision – eine Herzensheimat für Kinder weltweit – zuerst verwirklichen. Demez lernte in Calca im Rahmen eines Freiwilligendienstes in einem Kindergarten und in einer Downsyndrom-Schule die Herzlichkeit und Liebe der Menschen kennen, sah aber auch die Schattenseiten der Vernachlässigung von Kindern.

Die Voraussetzung zum Bau des Kinderdorfs in den Bergen Perus auf 2900 Metern Höhe ist laut Mitteilung der Kauf eines Grundstückes für etwa 100 000 Euro. Das von Demez geplante Kinderdorf soll aus zwölf Rundhäuschen für insgesamt 30 Kinder im Alter von drei bis fünf Jahren bestehen. Es sollen sich jeweils eine pädagogische Fachkraft aus Peru und ein Volontär aus Deutschland (oder international) um das Wohl von jeweils zehn Kindern kümmern, um die indigene Tradition und Kultur zu bewahren. Dabei stehe ein ganzheitlicher Förderansatz im Vordergrund.

Der Verein hofft nun auf Fördermitglieder (ab neun Euro Beitrag pro Monat) und plant Aktionen wie einen Spendenlauf mit „Herzensläufer“ Helmut Haberkost zur Zugspitze, eine Baumpflanzung in Kooperation mit der Friedensbaumstiftung von Matthias Walter, Kunstversteigerungen („Kinder malen für Kinder“) und Kulturveranstaltungen. Auch Einzelspenden helfen.