Zwei Tiere sterben

Kühe erschreckt: 13 Rinder stürzen am Immenstädter Horn ab

Auf der Alpe Alp unterhalb des Immenstädter Horns sind 13 Rinder abgestürzt. Zwei Tiere starben. Der Vorfall wurde nur zufällig bekannt.

Auf der Alpe Alp unterhalb des Immenstädter Horns sind 13 Rinder abgestürzt. Zwei Tiere starben. Der Vorfall wurde nur zufällig bekannt.

Bild: Ralf Lienert (Symbolbild)

Auf der Alpe Alp unterhalb des Immenstädter Horns sind 13 Rinder abgestürzt. Zwei Tiere starben. Der Vorfall wurde nur zufällig bekannt.

Bild: Ralf Lienert (Symbolbild)

In der letzten Woche sind am Immenstädter Horn 13 Rinder abgestürzt. Die Verursacher meldeten den Absturz nicht. Die Hirten hörten erst durch Zufall davon.
29.06.2020 | Stand: 17:09 Uhr

In der vergangenen Woche sind 13 Rinder der Alpe Alp unterhalb des Immenstädter Horns abgestürzt. Das teilt die Stadt Immenstadt in einer Pressemitteilung mit. Zwei der Jungrinder haben den etwa 300 Meter tiefen Absturz nicht überlebt, ein Drittes muss noch behandelt werden. Die anderen kamen mit Verletzungen und dem Schrecken davon und konnten geborgen werden. Die Polizei hat inzwischen Ermittlungen aufgenommen.

Hirtenfamilie erfährt nur durch mitgehörtes Gespräch vom Absturz

Zur Empörung der Hirtenfamilie Hengge, die die Alpe Alp bewirtschaftet, haben die Verursacher die Hirten nicht über den Absturz der Rinder informiert. Nur durch ein zufällig mitgehörtes Gespräch und die Nachfrage durch einen anderen Älpler wurde der Vorfall bekannt, teilt die Stadt weiter mit. Die sofort anberaumte Suche nach den Tieren dauerte den ganzen Tag an. Neben dem Verlust der Tiere ist der wirtschaftliche Schaden nicht versichert.

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Menschen erschrecken die Rinder nachts

Die Schutzhütte auf dem Immenstädter Horngipfel soll nachts regelmäßig genutzt werden. Die Besucher würden dort campieren und Feste feiern, teilt die Stadt Immenstadt mit. In letzter Zeit scheinen sich die Feiern zu häufen, immer wieder soll Müll hinterlassen werden - Spuren von Lagerfeuern fanden sich.

Das Campieren im freien Gelände hat laut Stadt auch im Steigbachtal stark zugenommen. Erlaubt ist es nur, wenn ein Abstieg nicht möglich ist oder Ziel noch nicht erreicht ist. In dem jetzt praktizieren Ausmaß sind damit massive Störungen von Wildtieren verbunden.

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Stadt Immenstadt bittet Menschen, sich an die Regeln zu halten

An Wanderer und Trailrunner ergeht deshalb - auch von Seiten des städtischen Forstreferates - der dringende Appell:

  • auf nächtliche Aktivitäten außerhalb fester Forst- und Alpwege zu verzichten,
  • keine stark strahlenden Leuchten zu verwenden und
  • das Feuermachen und ähnliche Aktivitäten zu unterlassen.

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Erschreckte Rinder reagieren panisch

Rinder, die auf der Weide nachts ruhen, werden durch plötzlich auftauchende Menschen stark erschreckt und reagieren panisch. Wildtiere haben sich an Tagesaktivitäten angepasst und verlagern deshalb die Nutzung ihrer Lebensräume in die Abend- und Nachtzeiten, um Störungen aus dem Weg zu gehen.

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