Neubau

Oberstdorfer stimmen Kontrakt mit Nebelhornbahn zu

Der Neubau der Nebelhornbahn und der Talstation schreitet voran. Das Bild zeigt, wie die Station in Zukunft aussehen soll.

Der Neubau der Nebelhornbahn und der Talstation schreitet voran. Das Bild zeigt, wie die Station in Zukunft aussehen soll.

Bild: Nebelhornbahn

Der Neubau der Nebelhornbahn und der Talstation schreitet voran. Das Bild zeigt, wie die Station in Zukunft aussehen soll.

Bild: Nebelhornbahn

Der Neubau läuft bereits auf Hochtouren. Beim Vertrag geht es auch um die Verkehrssituation. Da muss einiges geregelt werden.
25.05.2020 | Stand: 22:14 Uhr

Der Neubau der Nebelhornbahn läuft auf Hochtouren. Wie berichtet hat die Gesellschaft die Arbeiten vorgezogen, weil die Corona-Pandemie in diesem Sommer sowieso nur einen eingeschränkten Betrieb zugelassen hätte. Jetzt hat der Gemeinderat grünes Licht für einen städtebaulichen Vertrag gegeben – ein Mittel der Zusammenarbeit der öffentlichen Hand mit privaten Investoren. Der Kontrakt regelt die Kooperation mit der Bergbahn aber auch die Verkehrswege rund um die neue Talstation.

Wesentliche Inhalte des Vertrages sind, den Fußweg von Oststraße über die Trettach zum Eissportzentrum sicherzustellen, Verkehr und Parksituation zu regeln, das ÖPNV-Angebot zu verbessern sowie Unterhalts- und Verkehrssicherungspflichten zu übernehmen.

Intelligentes Parksystem soll zur Nebelhornbahn führen

Konkret geregelt werden soll der Verkehr zur Nebelhornbahn mit einem intelligenten Parksystem und einer einheitlichen Beschilderung. Zudem ist geplant, ein einheitliches Tarifsystem auf den Parkflächen rund um die Nebelhornbahn einzuführen und die notwendigen Stellplätze zu schaffen. Zudem soll die Bergbahn untersuchen, ob der Nebehornsteg verbreitert und so für Autos befahrbahr gemacht werden kann, erklärte Bürgermeister Klaus King.

>> Lesen Sie dazu auch: So will Oberstdorf gegen Staus und überfüllte Parkplätze vorgehen <<

Die Zufahrt zur neuen Talstation soll von Norden über die Nebelhornstraße führen, die Abfahrt nach Norden über den Trettachweg auf die Plattenbichlstraße. Das Ziel ist es, den Verkehr am Kohlplätzle zu beruhigen und die Belastung auf der Nebelhornstraße zu reduzieren. Das Verlassen des Parkhauses nach Süden (in Richtung Oststraße) wird unterbunden. So kann der Kastanienplatz beruhigt und so die Aufenthaltsqualität verbessert werden. In dem Vertrag ist zudem geregelt, dass die Nebelhornbahn zu Spitzenzeiten einen Shuttle-Verkehr zwischen den Parkplätzen am Ortsrand (P1) und der Talstation anbietet.

Um die Zeit der behördlich angeordneten Corona-Pause zu nutzen zu können, hat die Nebelhornbahn AG wie berichtet beschlossen, den geplanten Bau einer neuen Bahn vorzuziehen. Deshalb ist die Nebelhornbahn diesen Sommer und kommenden Winter nicht in Betrieb. Die neue Anlage soll zu Ostern 2021 fertig sein.

Investitionen in neue Nebelhornbahn: 55 Millionen Euro

Gebaut wird eine Zwei-Seil-Umlaufbahn mit Zehner-Kabinen. Bisher standen die Fahrgäste eng zusammengedrängt in den Großkabinen. Häufig mussten Ausflügler unten mehr oder weniger lange warten, bis es endlich hinauf ging. Das Umsteigen an der Mittelstation, der Seealpe, entfällt künftig.

Insgesamt 55 Millionen Euro investiert die Nebelhornbahn AG in das Projekt. Mit ersten Arbeiten war bereits im vergangenen Sommer begonnen worden. Zum Gesamtpaket gehört auch der Neubau der Bahnstationen im Tal und am Berg. Ein moderner Bau mit Holz- und Glaselementen und geschwungenen Linien soll künftig die Gäste an der neuen Talstation erwarten.