Kirche

Sonthofen und Bad Hindelang: Keine Gottesdienste für Protestanten bis 10. Januar

Gottesdienste können nur mit strengen Abstandsregeln stattfinden. In Sonthofen und Bad Hindelang verzichtet die evangelische Kirchengemeinde sogar komplett auf Gottesdienste in den Kirchen bis 10. Januar.

Gottesdienste können nur mit strengen Abstandsregeln stattfinden. In Sonthofen und Bad Hindelang verzichtet die evangelische Kirchengemeinde sogar komplett auf Gottesdienste in den Kirchen bis 10. Januar.

Bild: Hilgendorf

Gottesdienste können nur mit strengen Abstandsregeln stattfinden. In Sonthofen und Bad Hindelang verzichtet die evangelische Kirchengemeinde sogar komplett auf Gottesdienste in den Kirchen bis 10. Januar.

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Protestanten in Sonthofen und Bad Hindelang verzichten wegen Corona auf Gottesdienste bis 10. Januar. Wie der Kirchenvorstand die Entscheidung begründet.
18.12.2020 | Stand: 18:54 Uhr

An Weihnachten den Gottesdienst besuchen – für viele ist das eine feste Tradition. Doch in der Täufer Johannis Kirche Sonthofen und der Dreifaltigkeitskirche Bad Hindelang wird das heuer nicht möglich sein, heißt es in einer Pressemitteilung des Vorstandes der evangelischen Kirchengemeinden Sonthofen und Bad Hindelang: Die Verantwortlichen haben sich „nach reiflicher Überlegung schweren Herzens“ dazu entschieden, vorerst bis zum 10. Januar auf Gottesdienste zu verzichten. Alternativ soll es „digitale und analoge Möglichkeiten“ geben, das Weihnachtsfest mitzufeiern. Am Montag wird klar sein, welche Angebote es konkret geben wird.

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"Erhöhte Besucherzahlen bei den Gottesdiensten an den Weihnachtsfeiertagen und zwischen den Jahren"

Ursprünglich waren in Sonthofen sogar Open-Air-Gottesdienste im Sontra-Park und im Kurpavillon in Bad Hindelang geplant. Doch der Kirchenvorstand verweist auf die hohen Infektionszahlen wegen der Corona-Pandemie und die steigende Zahl von Patienten. Deshalb hält es der Kirchenvorstand auch wegen der „erhöhten Besucherzahlen bei den Gottesdiensten an den Weihnachtsfeiertagen und zwischen den Jahren für unsere beiden Gemeinden geboten, auf Gottesdienste zu verzichten“.

Für die Gläubigen ist es eine "große Zumutung"

Den Verantwortlichen ist klar, dass die Entscheidung für die Gläubigen eine „große Zumutung ist“. Gleichzeitig hat der Vorstand „großen Respekt für die Entscheidung anderer Kirchengemeinden und Pfarreien, die mit den Gottesdiensten bei ihnen anders verfahren“. Denn in vielen umliegenden Orten finden Gottesdienste statt – freilich mit Hinweis auf die strengen Hygienevorschriften wie Maskenpflicht und Abstand halten. So war zum Beispiel bei der katholischen Pfarreiengemeinschaft Oberstdorf bis zuletzt auch nicht eindeutig klar, wie die Gottesdienste an Weihnachten ablaufen. Ursprünglich gab es sogar die Überlegung, in der Skisprungarena eine Messe zu feiern. Doch die Idee ist inzwischen begraben worden, wie Pfarrer Maurus Mayer auf Nachfrage berichtet. Nun sind am Alten Friedhof Gottesdienste geplant. Das ständige Umplanen in den vergangenen Wochen hat Mayer sehr verärgert. Er unterstützt die Kritik des Augsburger Weihbischofs Florian Wörner. Der hatte die bayerische Staatsregierung scharf dafür kritisiert, die Kirchen nicht von der Ausgangssperre auszunehmen, und von „Gutsherrenart“ gesprochen.