Oberstdorfer Club im Internet

Viele Ideen für "Hör(bar)zu" aus Oberstdorf

Die Zuschauer dürfen Verse dichten und Moderator Tommy Schmidle setzt daraus ein „Hör(bar)zu“-Gedicht im Studio zusammen: Szenenbild aus der vergangenen Livesendung.

Die Zuschauer dürfen Verse dichten und Moderator Tommy Schmidle setzt daraus ein „Hör(bar)zu“-Gedicht im Studio zusammen: Szenenbild aus der vergangenen Livesendung.

Bild: Stefanie Siegert

Die Zuschauer dürfen Verse dichten und Moderator Tommy Schmidle setzt daraus ein „Hör(bar)zu“-Gedicht im Studio zusammen: Szenenbild aus der vergangenen Livesendung.

Bild: Stefanie Siegert

Der geschlossene Oberstdorfer Club "Hörbar" bietet zum dritten Mal eine Live-Sendung mit Musik und Unterhaltung im Internet.

14.08.2020 | Stand: 10:00 Uhr

Die dritte Runde steht an: Die Hörbar präsentiert am Samstag, 15. August (Mariä Himmelfahrt), um 18 Uhr ihren nächsten Livestream, eine fünfstündige Sendung mit Musik und Unterhaltung. Der Oberstdorfer Club ist zwar nach wie vor geschlossen – und Club-Chef Mario Sauter rechnet auch in geraumer Zeit nicht mit einer Öffnung –, aber das Team sendet unter dem Motto „Hör(bar)zu“ mit einem abwechslungsreichen Programm wieder ein Lebenszeichen. Mit dem bisher bewährten Moderatorentrio Laura Heisig, Moritz Batscheider und Tommy Schmidle und mit dem bisher bewährten Mix aus Livemusik, Videoeinspielungen und Interviews – zum Teil vor Ort im Studio, zum Teil online. Außerdem können die Zuschauer wieder mitmachen: Sie können Verse für eine Hör(bar)zu-Dichtung verfassen und ihre Musikwünsche für ein abschließendes Wunschkonzert einsenden.

>> Lesen Sie dazu: Hörbar Oberstdorf: Kreative Köpfe aus Oberstdorf im Internet <<

Erwartet werden als Gäste unter anderem Snowboarderin Selina Jörg, Wakeboarder Felix Georgii, Fernsehkoch Ralf Jakumeit und Comedian Simon Pearce. Letzterer will über ein ernstes Thema sprechen: seine Erfahrungen mit Rassismus in Deutschland und anderswo. Musik soll es unter anderem von „Silly Walks“ aus Hamburg geben und von dem Allgäuer „Sungun Sound“, der dieser Reggae-Band nacheifert. Außerdem sind Videos von „Hoalitte 4“, der Band um den Oberstdorfer Josef Geiger, und von „Kirbums Gonzales“ geplant, einem aus dem Oberallgäu stammenden Duo, das schon beim vergangenen Livestream mit seinem fantasievoll-frechen Video auf sich aufmerksam machte.

Hörbar: Szenetreff in der Region Oberstdorf

Letztere Musiker wollen ein neues Lied zur Corona-Pandemie präsentieren. Jenem Virus, das seit Monaten das Alltagsleben in Europa von heute auf morgen auf den Kopf gestellt und das Kulturleben fast gänzlich erstickt hat. Erst allmählich werden in diesem Bereich wieder erste Atemzüge gewagt. Doch Mario Sauter sieht für seine Hörbar, einen wichtigen Szenetreff für Musiker in der Region, noch keine Perspektive. Nach seinem Bauchgefühl rechnet er mit einer Öffnung des Clubs erst im Herbst nächsten Jahres.

>> Zur Aufzeichnung des Livestreams der Hörbar-Aktion geht's hier (im Videofenster die Dropdown-Pfeile links oben auswählen) <<

Der Krise zum Trotz meldet sich der Club aber seit Juni allmonatlich mit einem aufwendigen Liveprogramm. Es wird aus dem Studio von Marcel Durach in Waltenhofen-Hegge gesendet. Das Besondere dabei: Alle Mitwirkenden vor der Kamera arbeiten ehrenamtlich, erklärt Mario Sauter. Also zum Beispiel das Moderatorenteam und die DJs der Hörbar, die für die Musik sorgen.

Trotzdem entstehen pro Livestream beziehungsweise Livesendung Kosten von etwa 12 000 Euro. Sie entstehen durch die Technik, die benötigt wird, und die Fachleute, die sie bedienen. Denn eine Livesendung wie jene der Hörbar benötige auch eine längere Vorbereitungszeit, erklärt Mario Sauter. Einspieler und Liveschaltungen müssen zum Beispiel erstellt oder geprobt werden.

Nicht kostendeckend: Warum die Macher trotzdem weitermachen wollen

Auch wenn diese Kosten momentan noch nicht pro Sendung gedeckt werden können, stecke das gesamte Team voller Ideen und habe die Zuversicht, dass dieses Format weiter am Leben gehalten werden könne, erklärt Mario Sauter. Immerhin sei es gelungen, mehr Sponsoren als bisher für die Sendung zu begeistern. Außerdem wurde im Vorfeld schon die Trommel für Spenden gerührt. Und Mario Sauter hofft, dass noch weitere Spenden eingehen.

Der Livestream soll wieder im Rahmen eines „Hörbarbeques“ stattfinden, eines netten Grillabends mit Familie und Freunden – natürlich immer in den Grenzen des Möglichen angesichts der staatlichen Schutzmaßnahmen wegen der Corona-Pandemie. Im September soll eine weitere Livesendung folgen.

>> „Hör(bar)zu“-Livestream am Samstag, 15. August, von 18 bis 23 Uhr im Internet <<