Corona aktuell im Allgäu

Joe Biden lässt sich Auffrischungsimpfung verabreichen - Corona drückt Lebenserwartung ähnlich wie Zweiter Weltkrieg

Corona-News aus dem Allgäu und der Welt: Der dritte Pieks - Joe Biden, Präsident der USA, erhält während einer Veranstaltung im South Court Auditorium auf dem Campus des Weißen Hauses eine dritte Impfdosis.

Corona-News aus dem Allgäu und der Welt: Der dritte Pieks - Joe Biden, Präsident der USA, erhält während einer Veranstaltung im South Court Auditorium auf dem Campus des Weißen Hauses eine dritte Impfdosis.

Bild: Evan Vucci/dpa

Corona-News aus dem Allgäu und der Welt: Der dritte Pieks - Joe Biden, Präsident der USA, erhält während einer Veranstaltung im South Court Auditorium auf dem Campus des Weißen Hauses eine dritte Impfdosis.

Bild: Evan Vucci/dpa

Corona-News: US-Präsident Joe Biden hat seine dritte Corona-Impfung bekommen. Studie: Lebenserwartung sinkt vor allem von Männern in den USA. Unser Newsblog.
27.09.2021 | Stand: 20:27 Uhr

<< Wir berichten in unserem Newsblog laufend über die aktuellen Corona-News im Allgäu und in der Welt. >>

Montag, 27. September, 20.23 Uhr: Biden bekommt Corona-Auffrischungsimpfung vor laufender Kamera

US-Präsident Joe Biden hat seine dritte Corona-Impfung bekommen. "Ich weiß, ich sehe nicht so aus, aber ich bin über 65 Jahre alt", scherzte der 78-Jährige am Montag im Weißen Haus, während er sich vor laufender Kamera impfen ließ. Die US-Arzneimittelbehörde FDA hatte Corona-Auffrischungsimpfungen mit dem Mittel von Biontech/Pfizer für ältere Menschen und Risikogruppen in der vergangenen Woche genehmigt. Die zweite Impfung muss mindestens sechs Monate her sein. Biden ließ sich auch die ersten beiden Impfungen öffentlich verabreichen.

Montag, 27. September, 12.35 Uhr: Corona im Outback: Wie das Virus Australiens Ureinwohner gefährdet

Mehrere Dutzend Wohnmobile stehen im Örtchen Wilcannia mitten im Outback, im bevölkerungsarmen Westen des Bundesstaates New South Wales. In ihnen sind Kontaktpersonen derer untergebracht, die sich mit Covid-19 infiziert haben. Die Regionalregierung hat sie bereitgestellt, um die Situation vor Ort wieder unter Kontrolle zu bekommen. "Wir haben 650 Einwohner und insgesamt 146 Corona-Fälle, davon 37 aktuell Infizierte", sagt Jenny Thwaites, Geschäftsführerin des Wilcannia Local Aboriginal Land Council, der Deutschen Presse-Agentur. Etwa 70 Prozent der Bevölkerung sind Indigene.

Die Situation ist schwierig: Wilcannia liegt abgeschnitten in der Wüste. Zum nächstgrößeren Ort Broken Hill sind es knapp 200 Kilometer, nach Sydney fast 1000 Kilometer. Der Ort hat nur ein kleines Krankenhaus. Covid-Patienten mit schweren Verläufen werden vom Royal Flying Doctor Service nach Broken Hill oder in die südaustralische Stadt Adelaide geflogen.

Wilcannia ist kein Einzelfall. In Enngonia, einer weiteren Outback-Gemeinde an der Grenze zu Queensland, hatten sich zwischen August und September innerhalb von drei Wochen 30 Prozent der Einwohner infiziert. Die Ausbrüche zeigen ein größeres strukturelles Problem auf, das in vielen Outback-Orten besteht: Wohnraummangel. Die Folge sind überbelegte Unterkünfte. "Die Menschen leben hier zu zehnt in einem Haus, das für vier Personen gedacht ist", sagt Jenny Thwaites. Da kann sich das Virus leicht ausbreiten.

Auch aus medizinischer Sicht sind Australiens Ureinwohner stärker gefährdet als die nicht-indigene Bevölkerung. Eine Studie unter der Leitung der Australian National University (ANU) in Canberra hat kürzlich bestätigt, dass Aborigines im Impfprogramm als Gruppe priorisiert werden müssen. "Das Risiko eines schweren Krankheitsverlaufs ist in dieser Bevölkerungsgruppe höher", erklärt Dr. Jason Agostino, Allgemeinarzt und Epidemiologe an der ANU. "Indigene Australier leiden häufiger unter Diabetes und chronischen Herz- oder Nierenleiden. Und wir wissen, dass Menschen mit Vorerkrankungen bei einer Corona-Infektion besonders gefährdet sind." Hinzu komme, dass Indigene die Erkrankungen im Schnitt 20 Jahre früher entwickelten als Nicht-Indigene.

Montag, 27. September, 9.40 Uhr: Zum Teil wegen Corona: Notstand an der Zapfsäule in Großbritannien

Großbritannien kämpft mit dem Mangel an Lkw-Fahrern. Zahlreiche Tankstelle haben keinen Kraftstoff mehr. Es kommt zu Panikkäufen und langen Schlangen. Mehr dazu lesen Sie hier.

Ein Zettel mit der Aufschrift «Entschuldigung, kein Benzin verfügbar ist an einer Tankstelle in Bracknell angebracht. Die britische Regierung hat Maßnahmen angekündigt, um den Mangel an LKW-Fahrern zu beenden. Aufgrund der fehlenden Fahrer mussten, unter anderem, Tankstellen schließen.
Ein Zettel mit der Aufschrift «Entschuldigung, kein Benzin verfügbar ist an einer Tankstelle in Bracknell angebracht. Die britische Regierung hat Maßnahmen angekündigt, um den Mangel an LKW-Fahrern zu beenden. Aufgrund der fehlenden Fahrer mussten, unter anderem, Tankstellen schließen.
Bild: Steve Parsons, dpa

Montag, 27. September, 6.25 Uhr: Studie: Corona drückt Lebenserwartung ähnlich wie Zweiter Weltkrieg

Im Zuge der Corona-Pandemie ist die Lebenserwartung in vielen Ländern einer Studie zufolge so stark gesunken wie seit dem Zweiten Weltkrieg in Westeuropa nicht mehr. In einigen Ländern sei der Fortschritt der vergangenen Jahre in kurzer Zeit zunichtegemacht worden, berichten Forscher des Leverhulme Centre for Demographic Science an der Universität Oxford im "International Journal of Epidemiology". Bei Männern war der Rückgang demnach größer als bei Frauen.

Für die Studie untersuchten die Wissenschaftler Daten aus 29 Staaten, die meisten aus Europa, darunter Deutschland, sowie Chile und die USA. In 27 dieser Staaten sank demnach 2020 die Lebenserwartung, in 22 Ländern um mindestens ein halbes Jahr. "In westeuropäischen Ländern wie Spanien, England und Wales, Italien, Belgien wurde ein solcher Rückgang der Lebenserwartung in einem einzigen Jahr zum Zeitpunkt der Geburt zuletzt während des Zweiten Weltkriegs beobachtet", sagte Co-Autor José Manuel Aburto.

Am meisten sank die Lebenserwartung von Männern in den USA - um 2,2 Jahre im Vergleich zu 2019. In den USA sei vor allem die gestiegene Sterblichkeit im erwerbsfähigen Alter unter 60 Jahren bemerkenswert, sagte Co-Autorin Ridhi Kashyap. In den meisten europäischen Ländern hingegen habe vor allem die Sterblichkeit bei über 60-Jährigen zugelegt. Bereits im Juni hatte eine Studie im "British Medical Journal" auf die drastisch gesunkene Lebenserwartung in den USA hingewiesen.

Lebenserwartung nennt das Alter, das ein Neugeborenes vermutlich erreicht, wenn die Todeszahlen sich weiter so entwickeln wie zum Zeitpunkt seiner Geburt. In Deutschland lag die Lebenserwartung im August 2021 nach Angaben des Statistischen Bundesamts für Jungen bei 78,6 Jahren und für Mädchen bei 83,4 Jahren. Bekannt war zudem, dass 2020 die Sterblichkeit im Vergleich zu 2019 insbesondere bei über 75-jährigen Männern und Frauen anstieg.

Montag, 27. September, 6.20 Uhr: Neue Inzidenzwerte fürs Allgäu

Auch für die Allgäuer Städte und Landkreise hat das RKI am Montagmorgen neue Werte veröffentlicht. Die Zahlen im Westallgäu sinken nach langem Aufwärtstrend wieder. Ein Landkreis steigt allerdings wieder über die Marke von 100. Zum Überblick geht's hier.

Seit Anfang September gilt als maßgeblicher Wert für die Corona-Regeln die Krankenhaus-Ampel in Bayern. Sie entscheidet, ob strengere Vorschriften in Kraft treten müssen. Wie es aktuell aussieht, erfahren Sie immer aktuell hier.

Montag, 27. September, 6.10 Uhr: RKI registriert 3022 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 61,7

Guten Morgen aus der Digitaredaktion der Allgäuer Zeitung. Bei der Sieben-Tage-Inzidenz in Deutschland hat es im Vergleich zum Vortag kaum Dynamik gegeben. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und Woche am Montagmorgen mit 61,7 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 61,4 gelegen, vor einer Woche bei 71,0. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 3022 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 04.36 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche hatte der Wert bei 3736 Ansteckungen gelegen.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden zehn Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 13 Todesfälle. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 4 199 400 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI zuletzt am Freitag mit 1,58 an, ein Rückgang um 0,3 im Vergleich zum Vorwochenwert.

Ein bundesweiter Schwellenwert, ab wann die Lage kritisch zu sehen ist, ist für die Hospitalisierungs-Inzidenz unter anderem wegen großer regionaler Unterschiede nicht vorgesehen.

Der bisherige Höchstwert lag um die Weihnachtszeit bei rund 15,5.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3 966 700 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 93 403.

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Alle Entwicklungen vom 21. bis 26. September lesen Sie in Teil 78 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu.

Alle Entwicklungen vom 17. bis 20. September lesen Sie in Teil 77 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu.

Alle Entwicklungen vom 10. bis 16. September lesen Sie in Teil 76 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu.

Alle Entwicklungen vom 4. bis 9. September lesen Sie in Teil 75 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu.

Alle Entwicklungen vom 29. August bis 3. September lesen Sie in Teil 74 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu.

Alle Entwicklungen vom 23. bis 29. August lesen Sie in Teil 73 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu.

Alle Entwicklungen vom 13. bis 22. August lesen Sie in Teil 72 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu.

Alle Entwicklungen vom 6. bis 12. August lesen Sie in Teil 71 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu.

Alle Entwicklungen vom 31. Juli bis 6. August lesen Sie in Teil 70 unseres Newsblogs zur Corona-Krise im Allgäu.