Jubiläum

Über 200 Gäste feiern in Neugablonz einen verhüllten Ritter

Über 200 Menschen besuchten das „Picknick mit Rüdiger“, bei dem das 50-jährige Jubiläum der Aufstellung des Rüdiger-Brunnens in Neugablonz gefeiert wurde. Für die musikalische Unterhaltung bei der kurzweiligen Feier sorgte die Band Mauke.

Über 200 Menschen besuchten das „Picknick mit Rüdiger“, bei dem das 50-jährige Jubiläum der Aufstellung des Rüdiger-Brunnens in Neugablonz gefeiert wurde. Für die musikalische Unterhaltung bei der kurzweiligen Feier sorgte die Band Mauke.

Bild: Harald Langer

Über 200 Menschen besuchten das „Picknick mit Rüdiger“, bei dem das 50-jährige Jubiläum der Aufstellung des Rüdiger-Brunnens in Neugablonz gefeiert wurde. Für die musikalische Unterhaltung bei der kurzweiligen Feier sorgte die Band Mauke.

Bild: Harald Langer

Vor fast genau 50 Jahren wurde der Rüdiger-Brunnen in Neugablonz aufgestellt. Bei einem Sommerpicknick stand Ritter Rüdiger diesmal wieder im Mittelpunkt.
20.09.2020 | Stand: 17:30 Uhr

Verhüllt von einem roten Tuch stand er da, der Hauptdarsteller – und bekam zunächst gar nicht mit, wie viele Menschen seinetwegen gekommen waren. Zum 50-jährigen Jubiläum der Aufstellung in Neugablonz fand am Sonntagvormittag das „Picknick mit Rüdiger“ statt. Über 200 Besucher machten es sich unter Einhaltung des Abstands- und Hygieneregeln auf der Wiese vor dem Brunnen gemütlich und genossen das Programm bei bestem Spätsommerwetter. Die musikalische Unterhaltung steuerte die Band Mauke bei, garniert mit kurzen paurischen Gedichten.

Die bewegte Geschichte des Rüdiger-Brunnens

Seit 50 Jahren steht die Statue des Bildhauers Franz Metzner in Neugablonz. Ursprünglich war der Rüdiger-Brunnen das Wahrzeichen von Jablonec. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurde die Skulptur gestürzt und nicht wieder aufgebaut – ehe sie im Jahr 1968 von Neugablonzer Bürgern gekauft und vor der Herz-Jesu-Kirche im August 1970 aufgestellt wurde. Auf die Geschichte des Brunnens ging auch Oberbürgermeister Stefan Bosse ein, nachdem die Parcours-Gruppe des TV Kaufbeuren Rüdiger von seiner roten Verhüllung befreit hatte.

Kaufbeurens OB Stefan Bosse: "Ein Wahrzeichen unserer Stadt"

Bosse ging auch auf die Debatten um die Figur ein und kam zu dem Schluss: „Er ist ein Wahrzeichen unserer Stadt, auf das wir stolz sind.“ Als „Spätheimkehrer“ werde er auch von den Neugablonzern angesehen. Es gehe nicht darum, die Zeit zurückzudrehen. „Es ist ein Symbol der Kontinuität, ein überbrückendes und verbindendes Zeichen zwischen den Partnerstädten Kaufbeuren und Jablonec“, meinte Bosse.

Geplante Kopie in Jablonec ist kein Thema mehr

Eine geplante Kopie am ursprünglichen Aufstellungsort in Jablonec ist inzwischen kein Thema mehr. Ernst Holy, der Vorsitzende des Städtepartnerschaftvereins, las aus dem Brief des Bürgermeisters von Jablonec, Jiri Cerovsky, vor. Auch darin wurde das Verbindende betont: „Unsere Partnerschaft hat sich in all den Jahren immer weiterentwickelt“, hieß es von Cerovsky, der wegen des Coronavirus nicht persönlich erschienen war und sich deshalb entschuldigen ließ