Spaß trifft Sicherheit

Angstfreies Vergnügen: Wie ein Mauerstettener Unternehmen Menschen im Freizeitpark schützt

Beim „Sky Rafting“ im Skyline Park in Rammingen rauschen die Fahrgäste auf Rundbooten durch eine steile Wasserschlucht über rasante Stromschnellen und durch enge Kurven. Gebremst wird mit Technik von Mayr Antriebstechnik aus Mauerstetten.

Beim „Sky Rafting“ im Skyline Park in Rammingen rauschen die Fahrgäste auf Rundbooten durch eine steile Wasserschlucht über rasante Stromschnellen und durch enge Kurven. Gebremst wird mit Technik von Mayr Antriebstechnik aus Mauerstetten.

Bild: Allgäu Skyline Park

Beim „Sky Rafting“ im Skyline Park in Rammingen rauschen die Fahrgäste auf Rundbooten durch eine steile Wasserschlucht über rasante Stromschnellen und durch enge Kurven. Gebremst wird mit Technik von Mayr Antriebstechnik aus Mauerstetten.

Bild: Allgäu Skyline Park

Sicherheitsbremsen von Mayr Antriebstechnik aus Mauerstetten (Ostallgäu) kommen auch in Wildwasserbahnen zum Einsatz. Wie sie Mensch und Material schützen.
07.08.2020 | Stand: 12:15 Uhr

Sommerzeit, Ferienzeit – und damit Hochsaison für Freizeitparks. In Rammingen bei Bad Wörishofen bietet der Allgäu Skyline Park Unterhaltung für die ganze Familie. Dazu gehören natürlich spektakuläre Attraktionen wie Achterbahnen oder eben eine Wildwasserbahn.

Beim „Sky Rafting“ rauschen die Fahrgäste auf Rundbooten durch eine steile Wasserschlucht über rasante Stromschnellen und durch enge Kurven. Zuvor genießen sie noch einen kurzen Blick auf den gesamten Park – die wilde Fahrt startet in einer Höhe von 34 Metern. Um dorthin zu gelangen, ist zuverlässige Technik im Spiel: Ein Senkrechtförderer mit 180 Grad-Drehfunktion transportiert die Boote samt Fahrgästen in die Startposition. Sicherheitsbremsen von Mayr Antriebstechnik mit Stammsitz in Mauerstetten sorgen dort für angstfreies Vergnügen.

 

Ein Förderturm bringt die Boote der Wildwasserbahn auf die Starthöhe von 34 Metern. Sicherheitsbremsen aus Mauerstetten sorgen für Halt.
Ein Förderturm bringt die Boote der Wildwasserbahn auf die Starthöhe von 34 Metern. Sicherheitsbremsen aus Mauerstetten sorgen für Halt.
Bild: Mayr Antriebstechnik

Der Förderturm stammt von einer Firma, die ursprünglich in ganz anderen Situationen für sicheren Transport von Fahrgästen sorgt, und zwar mit dem Bau von Personenaufzügen. Als zweites Standbein hat das Unternehmen Fördereinrichtungen für Freizeitparks entwickelt.

Sicher und möglichst unsichtbar muss die Technik sein

Die Anforderungen sind schließlich ähnlich: Personen müssen sicher und zuverlässig von unten nach oben transportiert werden und umgekehrt. Dabei sollen sie von all der Sicherheitstechnik um sie herum möglichst gar nichts bemerken. Im Ernstfall müssen die Schutzmechanismen jedoch greifen und Menschen und Material vor dem Schlimmsten bewahren.

„Die Sicherheitsbremsen, die in so einem Fall immer verbaut sind, müssen daher redundant ausgelegt sein, also in doppelter Ausführung“, sagt Alexander Hutler, der bei Mayr Antriebstechnik für die Kunden der Aufzugsbranche zuständig ist. „Fällt ein Bremskreis aus, muss der zweite Bremskreis noch immer das nötige Bremsmoment aufbringen, um die Anlage sicher zu halten.“

Keine Geräusche, hohe Leistung der Bremsen

In der Förderanlage im „Sky Rafting“ ist dafür eine geräuschgedämpfte Sicherheitsbremse aus Mauerstetten verbaut, die bislang in den Aufzügen des Herstellers zum Einsatz kam und hat sich dort bewährt hat. Denn während einer Fahrt sollen die Benutzer des Aufzugs nichts vom „Klacken“ der Bremse hören. Daher lag die Entscheidung nahe, die kompakten Doppelbremsen auch in der Förderanlage der Wildwasserbahn zu verwenden.

„Die nahezu geräuschlose Funktionsweise ist bei der offenen Wildwasserbahn im Outdoor-Bereich nicht so entscheidend wie bei geschlossenen Aufzügen“, sagt Hutler, „dafür aber die hohe Leistung – viel Power und doppelte Sicherheit bei geringer Größe.“ Das Konzept funktioniert im Skyline Park seit vielen Jahren und ist inzwischen in zahlreichen Wildwasserbahnen weltweit im Einsatz.

1200 Mitarbeiter weltweit

Das 1897 gegründete Familienunternehmen Mayr Antriebstechnik gilt als führender Hersteller von Sicherheitsbremsen, Sicherheitskupplungen und Wellenkupplungen. Diese Produkte sind in erster Linie für den Einsatz in elektrisch angetriebenen Maschinen und Anlagen konzipiert. Sie finden sich unter anderem in Abfüllanlagen, Werkzeug-, Verpackungs- und Druckmaschinen sowie in Aufzügen, Windkraftanlagen und in der Bühnentechnik.

Weltweit ist das Unternehmen in über 60 Branchen aktiv. Im Allgäuer Stammhaus in Mauerstetten arbeiten derzeit rund 700 Beschäftigte, international hat Mayr Antriebstechnik rund 1200 Mitarbeiter. Mit Werken in Polen und China, Vertriebsniederlassungen in den USA, in Frankreich, Großbritannien, Italien, Singapur und in der Schweiz sowie rund 40 weiteren Ländervertretungen ist das Unternehmen global vernetzt.