Kundgebung in der Altstadt

Corona-Pandemie: Impfgegner demonstrieren in Kaufbeuren

Impfgegner protestierten am Samstagnachmittag in Kaufbeuren.

Impfgegner protestierten am Samstagnachmittag in Kaufbeuren.

Bild: Mathias Wild

Impfgegner protestierten am Samstagnachmittag in Kaufbeuren.

Bild: Mathias Wild

180 Menschen versammeln sich am Samstag vor dem Kaufbeurer Rathaus. Zur Demonstration aufgerufen hatte eine Gruppe, die sich zur "Querdenker"-Bewegung zählt.
10.01.2021 | Stand: 11:07 Uhr

Um gegen die Corona-Impfungen zu protestieren, haben sich am Samstagnachmittag bis zu 180 Menschen vor dem Kaufbeurer Rathaus versammelt. Die Gruppe „Kaufbeuren 8341“, die sich zur Bewegung der „Querdenker“ zählt, hatte zur „Demo für unsere Gesundheit“ aufgerufen.

Laut Polizei verlief die Versammlung „friedlich und störungsfrei“, mehrere Beamte begleiteten die Kundgebung. Die Teilnehmer hätten sich weitestgehend an die Abstandsregeln gehalten, jedoch ahndeten die Polizisten elf Verstöße gegen die Mundschutzpflicht.

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"Querdenken"-Demonstration in Kaufbeuren

Die Redner kritisierten die Impfstrategie und die Corona-Maßnahmen scharf. Der Kauferinger Arzt Rolf Kron sprach etwa von „gentechnischen Experimenten“. Mit seinen Aussagen hatte er bereits auf anderen Demonstrationen für Aufsehen und Entsetzen im Internet gesorgt.

Vorwürfe gegen Pharmaindustrie

Zudem ermitteln Polizei und Staatsanwaltschaft gegen Kron, unter anderem weil er bei einer Demo in Lindau den Hitlergruß gezeigt hatte. Der 71-jährige Bäckermeister Rudolf Posselt betonte, dass die Impfung schädlich sein könnte, und bezeichnete „die Alten“ als „Versuchskaninchen“. Zudem warf er der Pharmaindustrie vor, mit den Impfungen lediglich „ein Milliardengeschäft“ ankurbeln zu wollen.