Ringen

Dieser Wettkampf bedeutet für Niklas Stechele ein Stück Normalität

Ringer-Kaderathlet Niklas Stechele nimmt am World-Cup in Belgrad teil.

Ringer-Kaderathlet Niklas Stechele nimmt am World-Cup in Belgrad teil.

Bild: Harald Langer (Archivfoto)

Ringer-Kaderathlet Niklas Stechele nimmt am World-Cup in Belgrad teil.

Bild: Harald Langer (Archivfoto)

Der Westendorfer Niklas Stechele geht beim World-Cup in Belgrad an den Start. Großer Wert wird wegen Corona auf das Hygiene-Konzept gelegt.
15.12.2020 | Stand: 06:15 Uhr

Ein Stückchen Normalität gibt es für Niklas Stechele: Der 19-jährige Kaderathlet des Deutschen Ringer-Bundes kann sich nach vielen Wochen und Monaten in der Corona-Pandemie wieder im Wettkampf beweisen. Der Westendorfer geht am Mittwoch unter aufwendigen Hygieneauflagen beim „Individual World-Cup“ in Belgrad (Serbien) auf die Matte.

Wegen Corona macht sich Niklas Stechele keine Sorgen

Stechele ist nicht der einzige bayerische Ringer, den Freistil-Bundestrainer Jürgen Scheibe nominiert hat. Auch der für Wacker Burghausen startende Eduard Tatarinov (79 kg) bekommt eine Chance, im Konzert der Großen mitzuspielen. Ohne Druck geht Niklas Stechele (57 kg) dabei an seine Aufgabe heran. „Wegen Corona mache ich mir wenig bis gar keine Sorgen“, sagt er und verweist auf das ausgeklügelte Hygienekonzept des Weltverbands UWW. „Wir werden ständig getestet.“

Individual World-Cup: Vorfreude auf das Ringer-Event in Serbien

Noch in der vergangenen Woche stand er im Olympiastützpunkt in Heidelberg auf der Matte. Während seine Nationalmannschaftskollegen Johannes Mayer (ATSV Kelheim) und Adrian Barnowski (Johannis Gizzlys Nürnberg) einen Lauf- und Belastungstest absolvierten, ließ es Stechele im Vorfeld des World-Cups etwas ruhiger angehen. „Ich freue mich mehr denn je, wieder bei so einem sportlichen Event auf der Matte zu sein“, sagte Stechele, dessen letzter großer Wettbewerb auf internationaler Ebene die Junioren-Europameisterschaft im Sommer 2019 war.

Niklas Stechele tritt in der Ringer-Bundesliga für Kleinostheim an

Für den Bundesligisten SC Siegfried Kleinostheim stand er bis zum Saisonabbruch viermal auf der Matte, wobei er es auch schon hier mit internationalen Spitzenringern zu tun bekam. Givi Davidovi, der zuletzt für Burghausen die Ringerstiefel schnürte, gehört zum 25 Mann starken Teilnehmerfeld in Serbien. Selbst der russische Weltmeister Zavur Uguev wird im Limit bis 57 Kilo auf die Matte gehen. Auffällig ist, dass trotz der momentanen Umstände viele Topleute in Belgrad dabei sind. „Ich habe die Chance, mich mit den besten Ringern der Welt zu messen. Somit ist es mir egal, auf wen ich treffe“, sagt der 19-Jährige. Er habe keine riesigen Erwartungen, verspüre „vielmehr Vorfreude als Druck.“