Advent im Allgäu

Finden die Kaufbeurer Weihnachtsmärkte 2020 trotz Corona statt?

Zwar soll der Weihnachtsmarkt am Kaufbeurer Kirchplatz trotz Corona stattfinden, dichtes Gedränge wie in den vergangenen Jahren soll es 2020 jedoch nicht geben.

Zwar soll der Weihnachtsmarkt am Kaufbeurer Kirchplatz trotz Corona stattfinden, dichtes Gedränge wie in den vergangenen Jahren soll es 2020 jedoch nicht geben.

Bild: Mathias Wild (Archivfoto)

Zwar soll der Weihnachtsmarkt am Kaufbeurer Kirchplatz trotz Corona stattfinden, dichtes Gedränge wie in den vergangenen Jahren soll es 2020 jedoch nicht geben.

Bild: Mathias Wild (Archivfoto)

Drei Kaufbeurer Märkte fallen aus, einer soll stattfinden - jedoch in ungewohnter Form. Was sich die Organisatoren überlegt haben.
20.09.2020 | Stand: 06:59 Uhr

Bei einer Tasse Glühwein beisammen stehen und plaudern, im Getümmel von Bude zu Bude schlendern – was sonst im Advent alltäglich ist, wird das Coronavirus dieses Jahr nicht zulassen. Viele fragen sich daher: Finden die Weihnachtsmärkte überhaupt statt? „Wir haben beschlossen, dass wir den Weihnachtsmarkt am Kirchplatz auf jeden Fall durchführen wollen“, sagt Ulf Jäkel, Vorsitzender des Kaufbeurer Tourismus- und Stadtmarketings. Gerade arbeite der Verein an einem Konzept, das die Stadt dann genehmigen müsse. Sicher ist schon jetzt: So wie bisher wird der Weihnachtsmarkt 2020 nicht aussehen.

Pläne für den Weihnachtsmarkt am Kirchplatz

„Wir wollen ihn entzerren“, erklärt Jäkel. Vorstellbar wäre etwa, dass Buden auch in der Fußgängerzone und in der Kaiser-Max-Straße einen Platz finden. Dort, wo die Besucher Essen und Getränke kaufen, sollen sich keine Massen bilden. Ebenso wenig dürften die Gassen zwischen den Hütten zu eng werden. Und es soll einen festen Aus- und Eingang geben sowie eine vorgegebene Laufrichtung. „Die Händler möchten alle mitmachen“, schildert Jäkel. Was genau auf sie zukommt, ob sie ihre Verkaufsstände etwa mit Plexiglasscheiben ausstatten müssen, werde noch im Detail geklärt.

Nikolausmarkt in Neugablonz fällt aus

Dagegen ist der Nikolausmarkt in Neugablonz bereits abgesagt. „Wir müssen ihn dieses Jahr leider ausfallen lassen“, sagt Quartiersmanagerin Sylwia Pohl. Ungefähr 600 Kinder kommen jeden Advent, um ihre Beutel vom Nikolaus abzuholen. Sie alle müssten eine Maske tragen und Abstand halten. Stattdessen denken die Organisatoren über eine Alternative ohne große Veranstaltung nach, erläutert Pohl. Womöglich bringt der Nikolaus dieses Jahr die Geschenke zu den Kindern nach Hause.

Mittelalterlicher Weihnachtsmarkt am Fünfknopfturm: zu großes Risiko

Auch der mittelalterliche Weihnachtsmarkt am Fünfknopfturm findet 2020 nicht statt, das hat der Verein am Mittwoch entschieden. „Wir wissen einfach nicht, was auf uns zukommt“, sagt Beate Satzger. Das Risiko sei zu groß. Sollte ein Besucher die Maske nicht tragen und andere anstecken, hafteten sie am Schluss als Veranstalter. Zudem seien die zusätzlichen Kosten für die Corona-Schutzmaßnahmen für den gemeinnützigen Verein zu hoch.

Im Hirschzeller Schneiderstadel wäre es zu voll

Ebenfalls für dieses Jahr gestrichen ist der Weihnachtsmarkt im Hirschzeller Schneiderstadel. „Da ist es immer rammelvoll, da kann man keinen Abstand einhalten“, sagt Wolfgang Wiedemann vom organisierenden Verein. Sie seien gerade am Überlegen, was sie als kleine, entzerrte Alternative anbieten könnten.

Welche Weihnachtsmärkte im gesamten Allgäu stattfinden und welche bereits abgesagt wurden, lesen Sie hier.