Gestartet am Fliegerhorst Kaufbeuren

Übungsflüge über dem Allgäu: Heeresflieger bilden spezielle Besatzung aus

Erneut haben Übungsflüge mit dem neuen Such- und Rettungshubschrauber H145 LUH SAR der Bundeswehr über dem Allgäu stattgefunden.

Erneut haben Übungsflüge mit dem neuen Such- und Rettungshubschrauber H145 LUH SAR der Bundeswehr über dem Allgäu stattgefunden.

Bild: Bundeswehr, Pressestelle TrspHubschrRgt30

Erneut haben Übungsflüge mit dem neuen Such- und Rettungshubschrauber H145 LUH SAR der Bundeswehr über dem Allgäu stattgefunden.

Bild: Bundeswehr, Pressestelle TrspHubschrRgt30

Hubschrauber waren wieder über dem Allgäu unterwegs. Heeresflieger aus Baden-Württemberg haben bei Übungsflügen spezielle Besatzungmitglieder geschult.
13.07.2021 | Stand: 15:57 Uhr

Die Heeresflieger waren wieder für Übungsflüge im Allgäu: Das Transporthubschrauberregiment 30 aus Niederstetten (Baden-Württemberg) hat bei Übungsflügen spezielle Besatzungsmitlglieder ausgebildet, sogenannte "Luftrettungsmeister".

"Die Luftrettungsmeister sind neben den beiden Piloten die "dritten" Besatzungsmitglieder", erklärt Oberstleutnant Peter Straub. Er ist zuständig für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit beim Transporthubschrauberregiment 30. Die Luftrettungsmeister sind ausgebildet wie ein Rettungsssanitäter und haben zusätzlich weitere Aufgaben an Bord, so Straub gegenüber unserer Redaktion. "Beispielsweise die Bedienung der Rettungswinde und - das ist neu im neuen Hubschrauber - sie bedienen auch die Tag-/Nachtsichtkamera, mit der vermisste Personen aufgefunden werden können." Solche Wärmebildkameras seien normalerweise sonst nur in Polizeihubschraubern verbaut, und nicht in Rettungshubschraubern.

Heeresflieger starten vom Kaufbeurer Fliegerhorst

Die Übungsflüge fanden in der vergangenen Woche statt. Die Piloten die geflogen sind, wurden bereits im Gebirgsflug ausgebildet und hatten laut Straub nun "vertiefende Flüge". Die Bundeswehr nennt das "Professionalisierung".

Zum Gebirgsflugtraining kamen die Heeresflieger jetzt schon meherfach nach Kaufbeuren. Die Heeresflieger nutzen den ehemaligen Militärflugplatz gern als Ausgangspunkt für die Übungsflüge, da das Allgäu für die Heeresflieger besonders gute Trainingsbedingungen bietet: „Gebirgsflug und insbesondere Gebirgslandungen mit einem Hubschrauber haben für uns Heeresflieger eine wichtige Bedeutung“, erläutert der Kommandeur des Transporthubschrauberregiments 30, Oberst Peter Göhringer. „Das schwierige Gelände, die Gesetze der Flugphysik und die besonderen meteorologischen Bedingungen gilt es dabei zu beachten“, beschreibt er die Herausforderungen für die Besatzungen.

In nächster Zeit ist kein weiteres Gebirgsflugtraining von Kaufbeuren aus geplant. "Es finden jedoch ab und zu gemeinsame, eintägige Trainings mit den verschiedenen Bergwachten im deutschen Alpenraum statt", sagt Straub.

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Am Fliegerhorst Kaufbeuren ist normalerweise die Luftwaffe mit dem technischen Ausbildungszentrum stationiert (der Bundeswehr-Standort Kaufbeuren ist langfristig gesichert).

Infos: Der Such- und Rettungshubschrauber H145 LUH SAR

  • Der Such- und Rettungshubschrauber H145 LUH SAR ist mit modernster Kamera-, Such- und Rettungstechnik ausgestattet und wurde 2020 bei der Bundeswehr eingeführt.
  • Die Ausstattung ist eine Kombination aus Polizei- und Rettungshubschrauber. Im Rahmen der „Dringenden Eilhilfe“ können sie auch von Bergwacht und Rettungsorganisationen angefordert werden, wenn keine geeigneten zivilen Rettungsmittel zur Verfügung stehen.
  • Der Such- und Rettungshubschrauber ist bekannt für seine markante oliv- und orangefarbene Lackierung.
Der Such- und Rettungshubschrauber H145 LUH SAR ist mit modernster Kamera-, Such- und Rettungstechnik ausgestattet.
Der Such- und Rettungshubschrauber H145 LUH SAR ist mit modernster Kamera-, Such- und Rettungstechnik ausgestattet.
Bild: Bundeswehr, Pressestelle TrspHubschrRgt30

Allgäu immer wieder Schauplatz für Übungsflüge der Bundeswehr

Im Frühjahr war die Bundeswehr noch mit einem anderen Flugzeug im Allgäu zum Üben: Mit dem neuen Flugzeug der Bundesregierung, dem A350 „Kurt Schumacher“, übt die Luftwaffe am Allgäu Airport auch das Flugmanöver „Low Approach“. Dabei wird die Landebahn in sehr niedriger Höhe überflogen – aber nicht aufgesetzt.

Im Allgäu regt sich aber auch Widerstand gegen die zunehmenden militärischen Übungsflüge.

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