Kaufbeuren

Freude über den Besuch aus Berlin

Haus der Demokratie Bundesfamilienministerin Franziska Giffey lobt bei der Eröffnung das Engagement der Stadt
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Von eha
22.09.2019 | Stand: 16:25 Uhr

Unter Glockengeläut und damit, wie Oberbürgermeister Stefan Bosse bemerkte, wie früher der Kaiser, traf Dr. Franziska Giffey, Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, am Samstagnachmittag in der Kaiser-Max-Straße ein. Ihr Ziel: die Eröffnung des Hauses der Demokratie, das sich im ehemaligen Geyrhalter-Haus befindet. „Es ist schon etwas Besonderes, wenn bei uns eine Bundesministerin vorbeischaut“, betonte der sichtlich stolze Oberbürgermeister, der zu diesem Anlass seine Amtskette trug.

Im Zentrum des Besuchs standen viele Kaufbeurer Projekte. „Wir fühlen uns wie die Außenstelle des Familienministeriums, da wir so viel umsetzen“, erläuterte Bosse. Berlin sei ein „zuverlässiger Projektpartner.“ Die vielen Initiativen seien vor allem Alfred Riermeier, dem Leiter des städtischen Jugend- und Familienreferats, zu verdanken.

Mit viel Charme nahm Giffey Bosses Worte auf. Sie vermittelte eine große Vertrautheit mit der Buronstadt, was daran läge, dass „Kaufbeuren schon lange die Mittel des Familienministeriums nutzt“ und es einen „engen Kontakt“ gebe. Vielleicht, so schlug sie mit einem Augenzwinkern vor, müsse man „bald eine Außenstelle eröffnen, weil die Stadt sich so engagiert.“

Dass Austausch wichtig sei, betonte sie hinsichtlich der Demokratie, für die das neu eröffnete Haus ein wichtiger Schritt sei. „Demokratie leben und vor Ort sichtbar machen“, sei in Zeiten, in denen „Hass und Hetze“ wieder eine Stimme bekämen, wichtiger denn je. Ein „Haus wie das hier“ entspräche ihrer Vorstellung eines Demokratiezentrums als „Ort, wo man ins Gespräch kommt über Dinge, die einen bewegen. Eigentlich fängt Demokratie immer damit an, dass man miteinander redet. Das Gespräch ist die Basis des Friedens.“ Giffey erwähnte auch die deutsche Wiedervereinigung und betonte, dass „das, wofür damals gekämpft wurde, erhalten werden muss.“

Der Oberbürgermeister ergänzte, dass es wichtig sei, dies im „Bewusstsein gerade der jungen Leute zu halten“ – ein Ziel des Hauses der Demokratie. Bevor die Ministerin den Startschuss beim Kinderlauf gab, informierte sie sich in den Räumlichkeiten über verschiedene Projekte, beantwortete Fragen von Jugendlichen und schrieb sich mit einem passenden Zitat von Guy de Maupassant in das Goldene Buch ein: „Es sind die Begegnungen mit den Menschen, die das Leben lebenswert machen.“

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