Corona-Fälle im Ostallgäu

Germaringer Bürgermeister ist in Corona-Quarantäne

Noch bis Mittwoch, 29. Juli, bleibt Germaringens Bürgermeister Helmut Bucher in Quarantäne.

Noch bis Mittwoch, 29. Juli, bleibt Germaringens Bürgermeister Helmut Bucher in Quarantäne.

Bild: Mathias Wild (Archivbild)

Noch bis Mittwoch, 29. Juli, bleibt Germaringens Bürgermeister Helmut Bucher in Quarantäne.

Bild: Mathias Wild (Archivbild)

Helmut Bucher hatte Kontakt zu einer Person, die positiv auf Covid-19 getestet wurde. Wie funktioniert eine Gemeinde, wenn der Bürgermeister in Quarantäne ist?
27.07.2020 | Stand: 17:00 Uhr

Keine öffentlichen Termine, keine Gemeinderatssitzungen und kein direkter Kontakt mit den Bürgern – für Helmut Bucher eine echte Belastungsprobe: „Als Bürgermeister ist man einfach gerne unter Menschen.“ Am Donnerstag, 16. Juli, bekam der Germaringer Gemeindechef eine Nachricht vom Gesundheitsamt Ostallgäu, die seinen Alltag plötzlich auf den Kopf stellte: Bucher musste in Quarantäne. Er habe Kontakt mit einer Person gehabt, die positiv auf das Coronavirus getestet worden war. Noch bis Mittwoch, 29. Juli, dürfen er, seine Frau und die beiden Kinder das Haus nicht verlassen.

So fiel das Corona-Testergebnis beim Germaringer Bürgermeister aus

Mittlerweile habe er schon den zweiten Corona-Test gemacht, berichtet Bucher. Wie schon beim ersten Mal war das Ergebnis negativ. Er zeige keinerlei Krankheitssymptome, fügt Bucher hinzu. Auch die Person, die zuerst positiv getestet worden war, habe inzwischen zwei negative Ergebnisse erhalten und zeige ebenfalls keine Anzeichen einer Erkrankung.

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Warum wurde die Person eigentlich auf das Coronavirus getestet? „Es war ein Arzttermin angestanden, da wurde vorsorglich ein Test gemacht“, erklärt Bucher. Laut Landratsamt Ostallgäu gibt es einen aktuellen Corona-Fall in Germaringen. Genaueres möchte die Behörde aus „Gründen des Datenschutzes“ nicht sagen, auch nicht zu den Testergebnissen. Nur so viel: Eine Person bleibe solange als aktiver Fall gelistet, „bis die Quarantäne durch das Gesundheitsamt aufgehoben wurde“.

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Bucher arbeitet noch bis Mittwoch von zu Hause aus. Wirklich glücklich sei er damit jedoch nicht. „Das ist kein effizientes Arbeiten.“ Er schätze es, mit Menschen an einem Tisch zu sitzen, um Dinge zu besprechen. Konferenzen auf digitalem Weg seien da nur eine Notlösung. Für die Bürger war und ist Bucher auch während der Quarantänezeit erreichbar. „Die einen versuchen es über das Handy, die anderen über Whatsapp oder per E-Mail.“ Bei öffentlichen Terminen sind seine Stellvertreter, Georg Reisach und Josef Kreuzer, eingesprungen – zuletzt etwa bei der Demonstration gegen den vierspurigen B 12-Ausbau.

Zwei weitere Corona-Fälle in Kaufbeuren und Eggenthal

Auch in Kaufbeuren gibt es einen weiteren positiv Getesteten. Es handelt sich um einen Reiserückkehrer aus dem Kosovo. Zudem verzeichnet das Landratsamt einen aktuellen Fall in Eggenthal.