Ringen TSV Westendorf

Grizzlys im Zaum gehalten - klarer Sieg für Westendorfer Ringer

Ringen wdorf geiselh Jürgens

Wieder erfolgreich: Felix Jürgens holte gegen Nürnberg einen Sieg – dabei profitierte der Westendorfer von der Disqualifikation seines Gegners.

Bild: Harald Langer (Archivfoto)

Wieder erfolgreich: Felix Jürgens holte gegen Nürnberg einen Sieg – dabei profitierte der Westendorfer von der Disqualifikation seines Gegners.

Bild: Harald Langer (Archivfoto)

TSV Westendorf siegt im Nachholkampf gegen Nürnberg mit 23:6. Damit bleibt die "Macht aus dem Allgäu" Spitzenreiter Halbergmoos auf den Fersen.
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Von Stefan Günter
02.11.2021 | Stand: 12:29 Uhr

Der TSV Westendorf bleibt in der Bayerischen Ringeroberliga vor eigenem Publikum weiterhin ungeschlagen. Die Ostallgäuer zwangen in ihrem Nachholkampf die ersatzgeschwächten Nürnberg Grizzlys in die Knie. Am Ende lieferte der TSV eine starke Vorstellung ab und gewann sehr deutlich mit 23:6. Nur zwei Einzelkämpfe gab Westendorf ab.

Felix Kiyek überrascht

Es war ein verheißungsvoller Beginn vor rund 300 Zuschauern in der Sparkassenarena. Edris Fazeli legte einen Start nach Maß hin, als er im leichtesten Limit bis 57 Kilo den Nachwuchsgrizzly Alex Vishniakov mit 16:0-Wertungspunkten vorzeitig auspunktete. Überraschenderweise zwang Felix Kiyek den bundesligaerfahrenen Erkan Celik in die Knie. Der Westendorfer gewann mit 7:5-Wertungspunkten. Keine Probleme hatte Michael Steiner im Limit bis 61 Kilo als er Benny-Ben Berkil mit 15:0-Wertungspunkten technisch bezwang.

Verlustpunktfrei in die Pause

Neuzugang Luis Alejandro Villagomez blieb im Halbschwergewicht bis 98 Kilo im Freistil gegen Yusuf Senyigit mit 6:0 erfolgreich. Auch Nasrat Nasratzada (66 kg/Freistil) gewann sein Duell gegen Daniel Walter, sodass Westendorf zur Pause schon den Sieg so gut wie in trockenen Tüchern hatte. 13:0 führte der TSV.

Auch nach Wiederanpfiff steckte Pfeffer in dem Spitzenkampf. Weil beim Stande von 2:1 für Felix Jürgens (86 kg/griechisch-römisch) sein Gegner Mark Weimer eine Tätlichkeit begann, wurde er von Kampfrichter Jan Melzer nicht nur disqualifiziert, sondern auch mit der Roten Karte bestraft. Vier weitere Mannschaftspunkte für die Ostallgäuer. Keine Chance hatte Tizian Reggel in der Gewichtsklasse bis 71 Kilo gegen Marco Dürmeier. Der Nürnberger punktete den Westendorfer vorzeitig aus. Mit Spannung wurde das Duell zwischen Simon Einsle (80 kg/Freistil) und Tim Stadelmann, Deutscher Meister 2019, erwartet. Doch der Nürnberger verletzte sich bei einer Aktion am Fuß, sodass der Kampf als Aufgabesieger für Einsle gewertet wurde. Vier weitere Mannschaftspunkte gingen auf das Konto des TSV.

Sieggarant Michael Heiß

Spannend verliefen die beiden letzten Duelle bis 75 Kilo. Matthias Einsle verlor das Freistilduell gegen Adrian Barnowski mit 10:13, während Michael Heiß im griechisch-römischen Stil Michael Janot mit 7:2 bezwang. Groß war die Freude bei Maximilian Goßner nach dem so deutlichen Sieg über die Norisstädter. „Es war überraschend, Nürnberg hat nicht seine beste Aufstellung aufgeboten. Zur Pause war der Kampf schon durch“, analysierte der Griechisch-römisch-Cheftrainer.

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Mit 12:2-Punkten liegt Westendorf nun hinter Spitzenreiter Hallbergmoos (14:0) auf dem zweiten Rang. Damit bleiben die Ostallgäuer erster Verfolger. Mit Spannung wird schon der 13. November erwartet, wenn das Team aus dem Landkreis Freising in Westendorf zu Gast sein wird. „Das ist neben dem Kampf gegen Burgebrach noch ein weiteres Highlight für uns daheim. Wir können es aber entspannt angehen“, erklärte Goßner abschließend.

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